Beiträge von madize

    Warum sollte eine spätere Auszahlung steuerlich günstiger sein? Jetzt habe ich keine weiteren Einküfte, später beziehe ich zusätzlich zur Auszahlung noch Rente.

    Eine Info hatte ich noch vergessen: Ich bin privat krankenversichert.

    Mir ist nicht klar was/wie genau ich die steuerlicher Einordnung klären soll.

    Ich meinte nicht Deinen persönlichen Steuersatz, sondern die Vertragsart.
    Wenn das ein alter §40b-Vertrag ist, kann die Auszahlung bei Ablauf steuerlich anders/günstiger behandelt werden als man spontan denkt.

    Dass Du dann zusätzlich Rente hast, ist dafür nicht der Hauptpunkt.

    PKV ist hier eher gut, weil das GKV-Thema bei der Auszahlung dann meist keine Rolle spielt.

    „Steuerliche Einordnung klären“ heißt schlicht:

    Versicherer fragen:
    „Wurden die Beiträge nach §40b EStG a.F. pauschal versteuert und wie wäre die Auszahlung 2033 bzw. eine Kündigung jetzt steuerlich zu behandeln?“

    Genau diese schriftliche Auskunft würde ich mir holen, bevor ich irgendwas kündigen lasse.

    Entscheidend ist, ob das ein alter §40b-Vertrag ist.
    Dafür sprechen Abschluss 2004 und der Jahresbeitrag von 1.752 €.

    Wenn ja, ist beitragsfrei weiterlaufen lassen oft deutlich besser als Kündigung, weil die spätere Auszahlung steuerlich sehr günstig sein kann.
    Eine rückwirkende „Rückzahlung“ aller früheren Steuervorteile würde ich eher nicht erwarten.

    Zusätzlich wichtig: KV/PV bei Auszahlung prüfen.

    Deshalb: Erst schriftlich klären, wie der Vertrag steuerlich einzuordnen ist, dann entscheiden.

    Die ING ist eine hochsolide Bank mit deutscher Bonität und Einlagesicherung. Die Wald- und Wiesenkonditionen für Tagesgeld (wenn man nicht permanent von hier nach da springen will), liegt bei ca. 0.7-0.8 %. Selbst wenn man durch die Pflicht, das Geld vor Beginn der Hochzinsphase zu transferieren, der resultierende Zins bei etwas unter 2.75 % liegt, ist das Angebot sehr anständig, finde ich.

    Und wenn man den Zins dann am Jahresende erhält, dann ist das so (wenn man nicht gerade von der Hand in den Mund lebt). Ich habe Ende letzten Jahres einen größeren Betrag auf mein Tagesgeldkonto bei der Consorsbank geparkt (zu damals 2.2 %), allerdings läuft das Angebot nun Mitte April aus. Diese Summe werde ich dann bis Ende März auf die ING transferrieren...dort sind dann Zins und Bonität besser. Auch hier trägt der Markt dazu bei, dass der Kunde wählen und profitieren kann...finde ich gut.

    Noch mal im Detail:

    1. ALG I ab 01.01.27:
      Wenn du privat warst, kannst du bei ALG I in der PKV bleiben, wenn du innerhalb von 3 Monaten die Befreiung von der GKV-Pflicht beantragst.
    2. Neuer Job ab 01.01.28 unter JAEG:
      Dann wirst du zwar grundsätzlich GKV-pflichtig (Einkommen < JAEG).
      Aber: Wenn du unmittelbar vorher versicherungsfrei oder befreit warst und weiter eine anderweitige Absicherung (PKV) nachweist, kannst du erneut die Befreiung nach § 8 SGB V beantragen – wieder Frist 3 Monate. Das ist genau der Mechanismus, der z. B. auch greift, wenn man durch Änderungen (JAEG-Anhebung etc.) in die Pflicht rutscht und in der PKV bleiben will.
    3. Wichtig (weil sonst teuer):
    • Frist ernst nehmen: i. d. R. 3 Monate ab Eintritt der Versicherungspflicht.
    • Keine GKV-Leistungen ziehen, sonst verschiebt sich die Wirkung (Details hängen am Einzelfall).
    • Befreiung ist in der Praxis nicht „mal eben rückgängig“ – also nur machen, wenn du wirklich in der PKV bleiben willst (was du ja willst).

    Nachzulesen hier.

    Zwei Punkte dazu, weil das im Thread m. E. untergeht:
    1) Das „Pausenjahr nur wegen Steuer“ ist oft ein Denkfehler – klar, Steuerquote kann höher sein, aber dafür sind die Gesamteinkünfte auch höher. Man lebt nicht, um Steuern zu sparen.
    2) Und Vorsicht bei „Rente/bAV steht fest“: DRV-Prognosen sind keine Granittafeln. Wenn man (freiwillig oder gezwungen) Jahre rausnimmt, sinkt nicht nur die spätere Rente wegen weniger Beitragsjahre – bei frühem Rentenstart kommen Abschläge plus fehlende Jahre zusammen.

    Heißt: PKV-Thema kann man formal lösen – das größere Risiko ist, dass man sich die Zukunft zu „glatt“ rechnet.

    Ich muss ja lachen: sonst fragen hier alle „Wie komm ich aus der PKV wieder in die GKV?“ – du willst freiwillig drin bleiben 😄
    Grundsätzlich: ALG1 + später Job < JAEG heißt zwar erst mal GKV-Pflicht, aber du kannst dich i. d. R. fristgebunden (3 Monate) befreien lassen und in der PKV bleiben – wichtig ist, die Fristen sauber zu ziehen.
    Und zum Planspiel „Aufhebungsvertrag + Abfindung + 1 Jahr ALG + dann wieder easy Job (noch dazu strukturschwach)“: klingt geil, aber Ü40/Ü50 wird der Markt oft schnell dünn – ich weiß leider, wovon ich spreche.
    Kurz: PKV halten ist eher Formalie – der Wiedereinstieg ist das echte Risiko.

    Na ja, der Spülkasten und alle Verstecke, die man so bei YouTube findet, sind natürlich den Besitzübergangsfachkräften bekannt...in einem Haus würden mir aber spontan 10 Verstecke einfallen, die nicht unbedingt intuitiv sind...

    Ich würd sie behalten...8 Münzen sind - wie oben schon geschrieben - sicher in Eurer Wohnung so sicher zu verstecken, dass ein potentieller Einbrecher diese nicht in weniger als 1 Stunde findet. Ich schätze am Gold die zusätzliche Diversifikation des Vermögens, die zudem noch unkorreliert mit anderen Anlage formen (ETFs etc.) ist.

    Gold hat eine extrem hohe Wertdichte und lässt sich im Fall der Fälle sehr leicht transportieren...

    meinrad ich kann Deinen Frust sehr gut verstehen - wobei Du ja immer noch in der komfortablen Situation bist, einen Arbeitsplatz zu haben und nicht entlassen zu werden (hierfür ist Kurzarbeit ja gedacht). D. h. Du kann aus einer gesicherten Position heraus die Augen offenhalten, Dich bewerben etc.

    Nur zur Einordnung: mein Arbeitgeber hat mich September vergangenen Jahres gekündigt - zu alt, zu teuer...offiziell natürlich "Umstrukutrierung". Mit 57 Jahre ist es alles andere als einfach eine adäquate Nachfolgestelle zu finden. Im alten Job habe ich gut 6-stellig verdient, inzwischen bin ich bereit, in ganz Süddeutschland eine Stelle anzutreten, habe meine Gehaltsvorstellungen drastisch heruntergeschraubt...bis Ende April werde ich noch ganz offiziell bezahlt (obwohl freigestellt), anschließend gibt's noch eine sehr vernünftige Abfindung, die alleine mich aber auch nicht bis zur Rente tragen wird, aber sie ist in der Lage, Gehaltseinbußen bis dahin zu kompensieren.

    Versuch mal, eine Bewerbungsstrategie aufzustellen, eventuell örtlich und in Bezug auf Deine Tätigkeit flexibel zu werden, Sparpotentiale zu erkunden (wenn's in der Kurzarbeit nicht möglich ist, an der Altersvorsorge zu arbeiten, dann ist das halt so, kann später auch wieder anders werden). Versuche einem potentiellen neuen Arbeitgeber nicht zu erzählen, was Du schon alles tolles gemacht hast, sondern hab den Fokus darauf, dass er versteht, was Du mit Deiner langjährigen Erfahrung für ihn tun kannst...

    Ich weiß, ab einem gewissen Alter ist es schwer, die Recruiter und ihre automatisierten Filter zu "überlisten", aber das ist genau das, was ich aktuell ebenfalls versuche. Viel Glück Dir!

    Uff, das ist echt bitter – aber leider kenne ich solche Fälle aus der PKV.

    Viele Risikozuschläge sind nicht „fix“, sondern laufen quasi wie ein prozentualer Aufschlag mit – und steigen dann bei jeder Beitragserhöhung automatisch mit. Deshalb wird aus 16 € irgendwann ein großer Brocken.

    Und „seit Jahren beschwerdefrei“ überzeugt die Versicherer bei Allergien oft trotzdem nicht, weil die sagen: kann wiederkommen / kann sich entwickeln (z. B. Richtung Asthma). Der Ombudsmann schaut meist nur, ob formal alles korrekt lief – nicht, ob der Zuschlag „gefühlt fair“ ist.

    Was ich an deiner Stelle noch machen würde:

    • Nicht nur „bitte streichen“, sondern gezielt Reduktion beantragen.
    • Die Hallesche ganz konkret fragen: Welche Unterlagen braucht ihr, damit ihr den Zuschlag senkt oder rausnehmt? (z. B. X Jahre ohne Medis, keine Folgeerkrankungen, Arztbrief etc.)
    • Zusätzlich mal internen Tarifwechsel checken – das kann zumindest die absolute Belastung drücken.
    • Und wenn’s um richtig viel Geld geht: einmal kurze Erstberatung (Fachanwalt/PKV-Profi), ob es irgendeinen Hebel gibt.

    Komplett wechseln würde ich nach 30 Jahren nur sehr vorsichtig angehen (neue Gesundheitsprüfung, neues Eintrittsalter …).

    Thorsten87 wenn ich Deinen Forennamen richtig interpretiere, dann bist Du alterstmäßig irgendwo in den späten 30ern? Dafür spricht auch der aktuelle Status (Hausbesitzer seit 2 Jahren). Mein persönlicher Ansatz ist es, erst mal alle Schulden los zu werden - warum? Weil die Schuldzinsen meistens höher sind als das, was Du zuverlässig als Zinsertrag erhalten kannst. Von daher wäre der Schuldenabtrag - falls möglich - erste Priorität.

    Ich selbst hab's übrigens genauso gemacht erst das Häuschen abbezahlt (war bei mir so um die 40 erledigt), anschließend mit dem Sparen angefangen - zunächst mit aktiven Fonds, dann kamen Aktien und Edelmetalle dazu, irgendwann kam ich auf den Trichter mit den ETFs. Die aktiven Fonds und die Edelmetalle ruhen heute bei mir, Aktien, ETF und Edelmetalle werden weiterhin bespart.

    Ein weiterer Grund, jetzt nicht in einen ETF zu gehen ist, dass beim Wertpapiersparen einen Break-Even-Point gibt, wo man sieht, dass die Wertpapiere durch ihren Wertzuwachs stärker steigen als durch Deine Einzahlung. Dies ist höchst motivierend zu sehen und ab da geht es renditemäßig richtig ab im Depot. Dieser Punkt ist bei der von Dir vorgesehenen Summe noch in weiter Ferne...von daher wirst Du immer Zweifel hegen, ob das ETF-Investment für Dich tatsächlich rentierlich ist.

    Bitte vergiss auch Deinen "Notfallpuffer" nicht. Diese von Dir genannte Summe hört sich für mich nach etwas an, was diesen Notfallpuffer speisen könnte...

    Bei ausländischen Visa-Debitkarten zuerst meist „Tarjeta de Crédito“ probieren (Routing über Visa), wenn das nicht klappt „Cuenta Corriente“. „Ahorros“ nur als dritte Option. Die Auswahl ändert i.d.R. nicht, ob es Debit oder Kredit ist – nur den Transaktionsweg. DCC/Umrechnung am ATM immer ablehnen und in lokaler Währung abbuchen lassen.

    Ich habe ein Aktivkonto bei der DKB [...] Die Kundenbetreuung ist auch in Ordnung.

    Da habe ich tatsächlich andere Erfahrungen gemacht: die Verfügbarkeit wurde immer mehr schlechter, die Initial Response Time wurde immer länger...bin gerade dabei, von dort weg zu 2 anderen Banken zu gehen.

    Tipp: versuch mal auf der Webseite eine Email-Adresse, eine Telefonnummer oder auch nur ein Kontaktformular zu finden...irgendwo ganz tief drin, nachdem man sich angemeldet hat, gibt es so was, man macht es dem Kunden aber maximal schwer, Support zu erhalten, gerade in Paniksituationen ("Ich glaube, jemand hat meine Konto leer geräumt" oder "Der Automat hat meine Karte geschluckt") ist so was wenig hilfreich.

    Bitte nochmals meine Eingangsfrage genau lesen, da steht alles was du gerade anzweifelst. Übrigens hast du mit 63 Jahren und 45 Beitragsjahren 14,4% Abzüge.

    Du hast recht, dass man mit 63 und sogar mit 45 Beitragsjahren 14,4 % Abschlag haben kann – aber dann ziehst du nicht die „Altersrente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre)“, sondern die „Altersrente für langjährig Versicherte (35 Jahre)“. Dort gilt: 0,3 % pro Monat, max. 14,4 % (bei 4 Jahren Vorziehen).

    Der Knackpunkt ist: Die 45-Jahre-Rente ist nicht vorzeitig möglich – auch nicht mit Abschlägen. Für Jahrgänge ab 1964 ist sie erst ab 65 erreichbar.

    Kurz: Die 45 Beitragsjahre “verursachen” keinen Abschlag – sie helfen dir nur, ab 65 abschlagsfrei in dieser Rentenart zu sein. Mit 63 bist du automatisch in der 35-Jahre-Rente, daher die 14,4 %.

    Du verwechselst die Rentenarten: 45 Jahre heißt bei dir abschlagsfrei ab 65, nicht ab 63. Mit 63 ist es die 35-Jahre-Rente mit 14,4 % Abschlag. Und der ‚1-Monat-Job-Trick‘ kann trotzdem eine Sperrzeit geben, wenn die Arbeitslosigkeit bewusst herbeigeführt/abgesprochen wirkt – außerdem musst du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

    Ziel von D. Trump war es ja, die Zölle zu erhöhen, um damit Einnahmen zu generieren, die dann zur Senkung der Einkommensteuer verwendet werden könnten. Umgekehrt geht's natürlich genauso: wenn Zölle erniedrigt werden oder wegfallen, muss an anderen Steuerschrauben gedreht werden.

    KaffeeOderTee wie von Dir richtig vermutet, geht man davon aus, dass die Endkundenpreise sinken, wenn Einfuhrzölle wegfallen (oder umgekehrt die Endkundenpreise steigen, wenn diese eingeführt oder erhöht werden). Hat man ja in den USA z. B. bei ausländischen PKWs gesehen. Durch solche steigenden Preise von Einfuhrgütern macht man diese unattraktiver, verglichen mit den heimischen Produkten (ein wenig bemittleidenswert sind US-Kunden sich anstelle eines Premium-Klasse Autos aus Deutschland mit einem Chrysler vorlieb nehmen müssen... 8|)

    Lässt sich so nicht einfach sagen. Durch Abbau von Handelsschranken erhofft man sich wohl mehr Handel (die Verbraucher haben jetzt ja auch mehr Geld), dadurch kommen wiederum andere Steuern zum Tragen...alternativ kann man auch an anderer Stelle an der Steuerschraube drehen...