Vermietung als Investition

  • Meine Idee ist, eine Wohnung im Erdgeschoß an ein Startup zu "vermieten". Das heißt, ich erhalte von dem Startup keine Miete, sondern mein Investment ist monatlich in der Höhe der Miete mit dem Ziel, deutlich mehr als die vereinbarte Miete zurückzuerhalten.

    Pro-, und Kontra für mich? Wie könnte das ausgestaltet sein, hat das schon jemand getan?

    PS: Nur konstruktive Antworten.

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  • Kontra: Wenn das Startup nicht erfolgreich ist und pleite geht, was erhältst du dann? Würdest du es so machen wollen, dass du die Miete sicher erhältst oder ist das "Investment" so angelegt wie eine Aktie, die - nur im Erfolgsfall des Startups - dir Geld bringt?

    Wie wäre eine Mischform: Miete (Betrag, der dir sicher überwiesen wird) + Investment (das sich dann im besten Fall vermehrt)? Zumindest deine Kosten für die Wohnung - also Betriebskosten (Warmwasser, Heizung) + Reparaturen, etc. - sollten abgesichert sein.

  • Wie man so etwas vertraglich gestaltet, weiß ich nicht. Aber grundsätzlich wohl so in etwa "Miete in Höhe von xy EUR/Monat wird via Lastschrift eingezogen, zusätzlich wird ein Investment in Höhe von xy EUR/Monat vereinbart." Da würd ich mich aber anwaltlich beraten.

    Ich würde das grundsätzlich genau überdenken:

    - Wie hoch sind die Betriebskosten und ggf. anfallende Reparaturen für die Wohnung?

    - Wie gut ist die Idee des Startups? Gibt es Erfolgsaussichten für das Produkt/Dienstleistung?

    - Kannst du auf das Investment schlimmstenfalls zu 100% verzichten, wenn das Startup pleite geht oder brauchst du das Geld zwingend?

    - Findest du keine anderen Mieter, die dir eine ordentliche Miete zahlen können?

  • Wie schon von @Ruebenzahl geachrieben, solltest du auf jeden Fall die Betriebskosten bekommen. Außerdem musst du beachten, dass das Finanzamt dies als verbilligte Miete ansehen wird und du daher Reparaturkosten für diese Wohnung nicht steuerlich absetzen kannst.

    Ich würde das Thema lieber splitten. Zum einen die Wohnung regulär vermieten (mit Mieteinnahmen) und dann eine separate Investition in das Startup, falls du an deren Geschäftsmodell glaubst. Der Vertrag für das Investment kann ja auch monatliche Zahlungen in Höhe der Kaltmiete bis zur gewünschten Investsumme beinhalten.

  • PS: Nur konstruktive Antworten.

    "Ich habe mir im stillen Kämmerlein eine Spezialkonstruktion ausgedacht, bin aber zu geizig, mir dazu von einem Steuerberater eine rechtsichere Stellungnahme einzuholen. Deswegen frage ich hier im Forum.

    Bitte nur Antworten, die mir auch gefallen!"

    Tja, das Leben ist aber kein Wunschkonzert. :(

  • Mieteinnahmen und Gewinne aus einem Unternehmen sind zwei völlig unterschiedliche Bereiche, mit deiner Idee hast du das Finanzamt auf dem Plan. Ist für mich wieder mal das typische deutsche Phänomen, wenn ich irgendwie 10€ Steuern sparen kann, gebe ich gern 100€ dafür aus. Für mich gibt es in dem Fall nur eine Variante, sauber vermieten und wenn mir danach ist, in das Startup investieren.

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