Frankreich Quellensteuer - Trade Republic

  • Ein weiteres kleines Update zum Thema TR:

    1) der korrekte Einstandspreis des von der DKB übertragenen Pakets ist mittlerweile seitens TR im System drin. (ziemlich genau 1 Monat nach dem eigentlichen Übertrag).

    2) die 2 Positionen der eigentlich identischen TotalEnergies Aktien (unglücklicherweise handelt es sich bei beiden Blöcken um die gleiche Stückzahl, so dass eine Unterscheidung zusätzlich erschwert wird) tauchen nach wie vor als 2 getrennte Positionen im Portfolioauszug auf. Der Support ist nach wie vor keine Hilfe. Es kam zum zweiten mal die Behauptung der Unterschied in der Besteuerung entstünde durch unerschiedliche Besteuerung unterschiedlicher Komponenten der Dividende was ja zumindest theoretisch evtl denkbar wäre. Laut der 2 vorliegenden Abrechnungen wird aber ganz klar zwischen den 2 Positionen der Aktien (jeweils halber Gesamtbestand) mit der kompletten Dividende unterschieden und NICHT zwischen Komponenten der Dividende mit jeweils der kompletten Stückzahl. Nach diesem Hinweis meinerseits wird nochmals seitens TR "geprüft".

    Man darf weiterhin gespannt sein ;o)

  • 15.1.2025

    Beim Thema Dividenden werde ich wieder hellwach!

    Im Forum hier gibt es seit Jahren immer wieder Fragen und Kommentare rund ums Theme Dividende, dazu gehört auch die Versteuerung und vor allem das Zurückholen der doppelt bezahlten Quellensteuer bei Aktien von Unternehmen aus den europäischen Nachbarländern.

    Als Anhänger von Dividendenaktien habe ich inzwischen meine eigenen Strategie entwickelt.

    Unternehmen mit Sitz in den USA, also die Mehrzahl meiner Deotwerte, sind bei der ING Bank. Diese Dividenen werden alle 3 Monate versteuert überwiesen.

    Die Aufbewahrung der Aktien ist bei der iNG kostenlos man zahlt nur Kauf und Verkaufsprovision. Da ich ohnehin so gut wie nie verkaufe ist die ING für mich ideal.

    Anders ist es bei Aktien aus den europäischen Nachbarländern.

    In meinem Fall vor allem bei AIR LIQUIDE aus Frankreich, aber auch beim Brillenhersteller ESSILOR und beim dänischen Pharmakonzern NOVO Pharma

    Bei diesen Aktien wird die Dividende zunächst 2 x besteuert.

    Einmal im Ursprungsland und dann nochmal in Deutschland. Auf Antrag wird die im Urspungsland bezahlte Dividende jedoch erstattet. Diese Anträge sind für Ungeübte umständlich.

    Das ist der Grund warum ich meine europäischen Aktien in einem Depot bei meiner Stuttgarter Hausbank der LBBW Bank halte (Landesbank gehört zur Sparkassenorganisation)

    Die LBBW Bank übernimmt den Antrag und die Einreichung und Rückholung der doppelt bezahlten Dividende automatisch, währen die ING nur eine Anleitung gibt.

    Dieser Service ist ist die Verwaltungskosten von 0,06% pro Jahr wert.

    Allerdings gebe ich zu, dass ich als Dividendenfan relativ hohe Dividendenerträge erhalte die vor allem durch die automatisch jedes Jahr steigenden Divididenden in meinem speziellen Fall nach einigen Jahrzehnten inzwischen 6-stellig geworden sind.

    Selbst für mich ist es immer noch erstaunlich wie sich diese jährliche Dividenensteigerung im Laufe der Jahrzehnter auswirkt. Für meine ersten 1.000 Stück McDonalds Aktien (damals für 20.000 Dollar gekauft) erhielt ich am Anfang jedes Jahr rund 400 Dollar Dividende.

    Heute erhalte ich nur ür diese 1.000 Altaktien jedes Jahr über 4.000 Dollar. Da ich es aber nicht bei diesen 1.000 Stück Anfangsbestand belassen habe sondern fast Jahr für Jahr aufgestockt habe staunt selbst mein Bankberater wenn er sieht wohin sich die oft als langweilig geltenden Dividenen entwickelt haben.

    Fazit:

    US Aktien bei der ING, da keine Doppelbesteuerung

    Europäische Aktien bei der Hausbank da automatische Rückholung der doppelten Dividendensteuer.

    Viel Erfolg wünscht McProfit

  • Ich habe den TR-Kundendienst um Klärung gebeten und werde die Ergebnisse berichten.

    Die Wirtschaftswoche hat heute Abend die Stellungnahmen von Trade Republic veröffentlicht.

    Quellensteuer: Wie Anleger Steuerärger mit französischen Aktien vermeiden
    Neobroker Trade Republic bietet Anlegern Vorteile, wenn sie Dividenden von französischen Unternehmen erhalten. Bei manchen Kunden kommen die aber nicht an.
    www.wiwo.de
  • Kannst du ein paar Kernaussagen rauspicken? Der Artikel ist hinter einer Paywall.

    Scheinbar haben nicht wenige Anleger ihre französischen Aktien zu TR verlegt, hatten aber ebenfalls kein Glück mit der Quellensteuerreduktion. Nach diversen Beschwerden hat die Wiwo bei TR nachgefragt: es liegt am technischen Prozess des Wertpapierübertrags.

    Bei zur TR übertragenen Aktien werden diese erst auf ein deutsches Verwahrkonto bei Clearstream übertragen und dann erst im nächsten Schritt intern auf ein französiches Verwahrkonto bei Clearstream.

    Wenn der Zufluss der Dividende passiert, während die Aktien noch in der deutschen Verwahrung liegen, muss Clearstream 25 Prozent einbehalten. TR hat keinen Einfluss auf diesen Vorgang. Die schon einbehaltene Steuer kann nicht über TR zurückgefordert werden, das muss der Kunde selbst tun.

    Bei Aktien, die direkt bei TR gekauft werden, entfallen diese Probleme. Hier landen sie wohl gleich auf dem richtigen Verwahrkonto.

  • Bei zur TR übertragenen Aktien werden diese erst auf ein deutsches Verwahrkonto bei Clearstream übertragen und dann erst im nächsten Schritt intern auf ein französiches Verwahrkonto bei Clearstream.

    Danke sehr! :)

    Das würde dann wohl bedeuten, dass die nächste oder eine spätere Dividendenzahlung dann anders abläuft... Bin gespannt, ob das wirklich so passiert und jemand das dann bestätigen kann.

    Gut ist aber, dass es für bei TR gekaufte Aktien anscheinend problemlos läuft. Dann werde ich schauen, wie Total und Vinci meinen nächsten Frankreich-Urlaub mitfinanzieren ;)


    (Spricht natürlich auch Bände, dass die Wiwo bei TR nachfragen muss, um diese Auskunft zu erhalten, TR aber nicht in der Lage ist, direkt auf Kundenanfragen zu antworten oder dieses Thema auf der Homepage zu erklären.)

  • Auch "Wochen nach dem Artikel der Wiwo" scheinen keine geeigneten Textbausteine an den TR Support runter gereicht worden zu sein. Meine Supportanfrage zu diesem Themenkomplex wird nach wie vor unter den "Experten" weiter im Kreis gereicht, die anscheinend aber auch nur draufschauen wie die Schweine ins Uhrwerk.

    Die Diskrepanz zwischen dem eigentlich im Kern guten Dienstleistungangebots seitens TR und der unterirdischen Kommunikation dazu auf der anderen Seite ist nach wie vor bezeichnend.

    Ich gebe allerdings nicht auf und bleibe zusammen mit dem TR-Support-Chatbot am Ball ;o)

  • Da bist du ja noch gut dran. Meine Supportanfrage dazu ist vom 27.11. und ich habe bisher nur zwei Antworten vom Bot bekommen und dann eine Info, dass meine Anfrage an ein "spezialisiertes Team zur Untersuchung" weitergeleitet wurde.

    Die Aussage von oben macht ja eigentlich Hoffnung, aber meine Aktien sind jetzt schon mehr als drei Monate bei TR. Wie lange soll das denn noch dauern mit der Umlagerung? Könnte natürlich sein, dass die das aufgrund des Aufwands nur einmal gesammelt im Quartal oder halben Jahr machen?

    Immerhin hat mich das jetzt davor bewahrt meine französischen Aktien (voreilig) wieder weg zu übertragen. Bis zur französischen Haupt-Dividenden Saison ist ja noch ein bisschen... vielleicht haben wir Glück.

  • Unternehmen mit Sitz in den USA, also die Mehrzahl meiner Deotwerte, sind bei der ING Bank. Diese Dividenen werden alle 3 Monate versteuert überwiesen.


    Die LBBW Bank übernimmt den Antrag und die Einreichung und Rückholung der doppelt bezahlten Dividende automatisch, währen die ING nur eine Anleitung gibt.

    Dieser Service ist ist die Verwaltungskosten von 0,06% pro Jahr wert.

    Warum ING? und was wird da alle 3 Monate versteuert? Bei US werten ist es doch egal und muss auch nicht alle drei Monate irgendwas zurück geholt werden.


    Bei der LBBW kommen keinerlei kosten hinzu und die machen das automatisch? Für jedes Land auch außerhalb der EU?

    Wäre nur zu überlegen ob das sich rechnet. Wen ich richtig rechne, bei z.b. 2% Dividendenrenndite und z.b. 10% Qellensteuer, hätte man 0,2% mehr minus den 0,06% Depotgebühren... oder?

  • Warum ING? und was wird da alle 3 Monate versteuert? Bei US werten ist es doch egal und muss auch nicht alle drei Monate irgendwas zurück geholt werden.

    Weil ER seine US-Aktien bei der ING gelagert hat. Hätte er sie bei der Deutschen Bank oder jedem anderen Broker, der die Steuer auf US-Dividenden korrekt abwickeln kann, würde auch alles klappen.

    Viele große deutsche Banken und etablierte Broker verfügen über einen sogenannten Qualified Intermediary Status (QI) bei der US-Steuerbehörde (IRS).

    Wenn die Bank/ Broker diesen Status hat und dort ein korrektes W-8BEN hinterlegt hast, wird die Quellensteuer in der Regel automatisch auf 15 % reduziert und korrekt für die deutsche Steuer berücksichtigt.

    ob das seine „Hausbank“ (Spätzlebank) auch automatisch macht, weiß ich nicht.

    Die Depotgebühr hat als Großkunde privat ausgehandelt.

    Hier geht es dann eben darum, dass er Hausbank, die anstrengenden Dividendenarbeiten erledigt.