Newsletter - Regelmäßiger Wechsel des Internetvertrags spart viel Geld


  • Mit Schmunzeln habe ich den Newsletter der letzten Woche (47. KW) gelesen. Das Topthema: Mit turnusmäßigem Wechsel Internetkosten sparen, haben wir ja schon mehrfach ausführlich beleuchtet. Die meisten Gedanken, die verschiedene Foristen in diesen Thread eingebracht haben, finden sich im Newsletter und den zugehörigen Artikeln wieder.

    Ich habe ja schön öfter angeregt, aus Forenthreads Artikel zu machen. Das scheint im vorliegenden Fall passiert zu sein. Erfreulich wäre es, wenn es so wäre.

    Was die Finanztip-Leute allerdings nicht beachtet (und somit auch nicht angesprochen) haben: Für einen Internetanschluß braucht man einen Router. Wenn man die Anschlußtechnologie wechselt, also etwa von VDSL auf Kabel oder Glasfaser oder andersherum, tut es das vorhandene Gerät nicht mehr, sondern man benötigt dann ein anderes.

    Man kann diesen Router mieten oder kaufen. Miete ist etwa 5 bis 7 €/m; eine Fritzbox kostet neu zwischen 150 und 200 €; gebraucht bei Ebay etwa die Hälfte. Ich habe für meine Fritzbox vor 6 Jahren 75 € bezahlt, sie hat sich also längst amortisiert. Ok, ist ein altes Modell, aber sie tut das, was sie soll. Wie beim Handy gilt auch beim Router: Normale Nutzungszeit angenommen lohnt sich der Kauf des Geräts.

    So oder so muß man den anteiligen Routerpreis kalkulatorisch zum Internettarif dazurechnen. 5 €/m dürfte ein sinnvoller Preisaufschlag sein, zumindest in der ersten Abrechnungsperiode (meist 2 Jahre).

    Ich habe hier DSL (ahem: VDSL) und habe aus diesem Grund bisher nicht auf Kabelinternet gewechselt, das man mit einem kleinen Trick vielleicht sogar dauerhaft für 20 €/m haben könnte, statt der 29 €, die ich letztlich aktuell für meine 100er DSL bezahle (27 € für den Vertrag und 2 € für den anteiligen Anschlußpreis; die vorhandene Fritzbox rechne ich nicht).

    Wer ganz spitz rechnet, berücksichtigt noch den Strom. 1 Watt Dauerlast kostet im Jahr etwa 3,50 €. (Ein Jahr hat meistens 8760 Stunden, 1 kWh kostet um die 40 ct, also etwa 9 * 0,4 € pro Watt Dauerlast). Meine Fritzbox braucht im aktuellen Betriebszustand 9 W, braucht also im Jahr um die 30 € Strom, etwa 2,50 € pro Monat.

    Im Vergleich zu einem DSL-Router braucht ein Kabelrouter um die 10 € Strom im Jahr mehr; ein Glasfaser-Router etwa 10 € Strom weniger - beides etwa 1 €/m. Das sind dann allerdings wahrlich Peanuts.

    Der überall zu lesende Stromspartip "nachts WLAN abschalten" bringt übrigens so gut wie nichts. Jede WLAN-Schnittstelle (2,4 GHz und 5 GHz) braucht etwa 0,5 W; desgleichen USB. Eine dieser Schnittstellen dauerhaft abzuschalten spart im Jahr knappe 2 € Strom. Ich habe bei mir USB an der Fritzbox abgeschaltet, aber inzwischen beide WLAN-Schnittstellen eingeschaltet, weil sich hier in der Gegend einfach zu viele WLANs im 2,4-GHz-Band tummeln.

    Was ich bisher nicht regelmäßig gemacht habe, aber in Zukunft wohl tun sollte: Ich habe in der letzten Zeit nur bei Check24 nach günstigen Tarifen geschaut (also nur bei einem Preisportal), nicht parallel bei anderen Preisportalen.

    Könnte ich aktuell den Tarif wechseln, wäre mir da ein Schnäppchen entgangen. An sich liegt es ja nahe, daß die Preisportale sich untereinander Konkurrenz machen und unterschiedlich viel ihrer Provision an die Kunden durchschieben.

    Aktuelles Topangebot bei preisvergleich.de : Black-Week-Angebot der Telekom: Magenta Zuhause L, 100er DSL, 16,99 €/m über 2 Jahre gerechnet. Der Top-Preis kommt zustande durch zwei Cashbacks, einen von der Telekom selbst, einen durch das Preisportal.

    Mein letzter Telekom-DSL-Tarif war knapp über 20 €, auch gut. Ich habe dieses Jahr im August gewechselt. Es wäre vermutlich eine gute Idee, beim nächsten Wechsel in 2 Jahren die wenigen Monate bis zum November draufzulegen und auf ein Black-Week-Angebot zu spitzen.

    Bei Telekommunikationstarifen kommt es immer auf den Bedarf an. Wer wenig streamt und auch seine Photosammlung nicht in die Cloud schiebt, wer also verhältnismäßig wenig Daten braucht und seinen Konsum im Griff hat, der kann bei aktuellen Preisen durchaus eine Internetanbindung per Mobilfunk erwägen. Es gibt mittlerweile Tarife mit z.B. 150 GB unter 20 € (Etwa SIMon als Black Week Angebot mit 300 GB (für 6 Monate), dann 150 GB für 19,99 € - ahem - gestern waren es noch 16,99 € :( ). Das große Volumen ist Bonus. Wer wirklich seinen Internetanschluß vom Mobilfunk abhängig machen will, sollte das Garantievolumen im Blick behalten.

    Auch hier braucht man (je nach Familiensituation) ein passendes Gerät. Für einen Einzelnutzer tut es das vorhandene Handy, das man zur Verbesserung der Empfangssituation aufs Fensterbrett legen kann (Ladekabel nicht vergessen! Diese Nutzung braucht relativ viel Strom). Für mehrere Nutzer empfiehlt sich ein WLAN-SIM-Routerchen, das es schon ab etwa 20 € gibt. Der Einzelnutzer braucht daneben natürlich keinen Mobilfunkbetrag mehr. Wenn er unterwegs ist, nimmt er sein Telefon einfach mit. Das spart zusätzlich vielleicht 8 bis 15 €. Bei mehreren Nutzern geht das natürlich nicht.

    Bitte in den Vertragsbedingungen nachschauen, ob die Versorgung eines oder mehrerer externer Geräte vertraglich erlaubt ist. Zumindest früher mal schlossen die Anbieter das gelegentlich aus. Ich nutze Tethering nur gelegentlich ohne Anstände, wie das bei mächtiger Nutzung aktuell gehandhabt wird, weiß ich nicht.

    Wer seine Internetanbindung über Mobilfunk realisieren will, muß am gewünschten Standort natürlich konkret prüfen, wie die Empfangssituation ist, am besten im Echtbetrieb mit einem kurzen, billigen Vertrag vorweg und parallel zur alten Festverbindung.

    Bei den Mobiltarifen hat sich eine Menge getan im letzten Jahr: Die Preise sind zwar quasi unverändert geblieben, aber die Datenvolumina sind deutlich angestiegen. Wenn einer bei der Dateninflation nicht mitmacht, kann er pro Jahr um eine Stufe heruntersteigen bis auf etwa 8 €. Darunter gibt es nur selten gute Angebote, immer noch bekommt man für 5 € nur 1 GB Daten, das ist heute selbst für einen Wenignutzer knapp (Ja, ja, ich kenne das Angebot von 1&1 - taugt das mittlerweile was?). Unter 5 € gibt es praktisch nichts, aber gut: Das ist ja auch wirklich wenig Geld.

    Auch diesbezüglich müßten die Finanztip-Leute mal etwa anpassen: Ihre alte Einteilung So-gut-wie-garnicht-Nutzer (max. 1 GB/m), Normalnutzer (etwa 5 GB/m) und Vielnutzer (ab 10 GB/m) haut wohl nicht mehr hin, heute gibt es eigentlich nur noch 2 Kategorien (wenn man nicht den Home-Nutzer mit 100 GB+ nach obigem Muster mit dazunimmt).

    Happy black week Euch allen!

    :)

  • Interessanter Beitrag.

    Ich nutze Tarifhopping eher für Strom, Gas und bei bestimmten Versicherungen, der Internet und Telefontarif ist bei mir bislang seit nahezu 20 Jahren bei (ehemals) Kabel Deutschland nun Vodafone. Trotz zwischenzeitlichen Umzugs in einen anderen Ort verliefen bislang sämtliche Anderungen, Ergänzunge und Umstellungen völlig geräuschlos und unproblematisch.

    Als Vodafone vor einiger Zeit (2023?) die Preise anheben wollte, winkte ich nur kurz telefonisch mit dem Wechsel zur Telekom und habe weiterhin meinen alten Preis inkl. aller Optionen seither unverändert.

    Als ortsgebundener Online-Nomade habe ich sehr spezifische Anforderungen an meinen Internetzugang und auch diese wurden mir völlig unproblematisch zuteil: So habe ich eine 1.000MBit Leitung mit 50MBit Upstream sowie eine feste IP, wegen einiger Server die ich bei mir hoste und ich zudem ausschließlich vom heimischen Rechner aus arbeite.

    Dies alles plus die innerdeutsche Telefonflat ins Fest- bzw. Mobilnetz für gerade mal 65 Euro im Monat und die Tatsache, dass ich einen Business Anschluß mit bevorzugtem Support habe, sind die Argumente die - zumindest für mich - gegen einen Anbieterwechsel sprechen.

  • Zum Beitrag von @Achim Weiss

    Ja, die Nutzungseinteilung wirkt etwas aus der Zeit gefallen. Ich schaffe hier 200-300 GB im Monat, mit Homeoffice und Fernsehen per Datenleitung (Mediatheken, Netflixen) und das scheint mir noch nicht das obere Ende des Möglichen zu sein.

    Ansonsten würde ich gerne auch beim Internett hoppen, aber es gibt einfach nichts (Mobilfunk schafft nur unterirdische Geschwindigkeit) oder ist extrem teuer (Telekom Regio mit Kombination aus DSL und 5G) und das in einer angeblichen Metropolregion ;(

  • Ich nutze Tarifhopping eher für Strom, Gas und bei bestimmten Versicherungen, der Internet und Telefontarif ist bei mir bislang seit nahezu 20 Jahren bei (ehemals) Kabel Deutschland nun Vodafone. Trotz zwischenzeitlichen Umzugs in einen anderen Ort verliefen bislang sämtliche Änderungen, Ergänzungen und Umstellungen völlig geräuschlos und unproblematisch.

    Man kann den Internetanbieter wechseln, wenn man will. Man muß es ja nicht.

    Als Vodafone vor einiger Zeit (2023?) die Preise anheben wollte, winkte ich nur kurz telefonisch mit dem Wechsel zur Telekom und habe weiterhin meinen alten Preis inkl. aller Optionen seither unverändert.

    Du bist für einen Einzelkunden schon recht hoch im Preis, solche Leute will ein Anbieter nicht gern verlieren.

    Als ortsgebundener Online-Nomade habe ich sehr spezifische Anforderungen an meinen Internetzugang. 1.000 MBit/s Leitung mit 50 MBit/s Upstream sowie eine feste IP.

    Spezialanforderung heißt gern mal Anbieterbindung :(

    Die Downloadgeschwindigkeit (wenn Du sie wirklich brauchst) bekommst Du nur vom Kabel und von Glasfaser, den Upload kann ggf. auch eine VDSL bringen. Feste IPs sind heutzutage eher schwerer zu bekommen. Aber egal: Das sind im Einzelkundenbereich spezielle Anforderungen, somit nicht der klassische Fall für ein Anbieterhopping. Deswegen zahlst Du ja auch das Doppelte bis Dreifache :)

    Dies alles plus die innerdeutsche Telefonflat ins Fest- bzw. Mobilnetz für gerade mal 65 Euro im Monat und die Tatsache, dass ich einen Business Anschluß mit bevorzugtem Support habe, sind die Argumente die - zumindest für mich - gegen einen Anbieterwechsel sprechen.

    Ich will da keine Gegenrede führen. Gemessen an dem, was vor 20 Jahren für Telekommunikationsleistungen abgerufen wurde, leben wir heute im Paradies. Du brauchst den Anschluß beruflich, dabei hilft Dir die Steuer. Wäre das allgemeine Preisniveaus so, würde ein normaler Internetanschluß 65 €/m kosten, würde ich mir das auch nicht lange überlegen. Aber wenn ich aber einen Anschluß bereits über meinen Bedürfnissen schon ab 20 oder 30 € bekomme, sage ich natürlich nicht nein.

    Ich hatte das Thema ja schon vor längerer Zeit aufgebracht, und nun ist es im Newsletter erschienen. Offenbar hält die Finanztip-Redaktion den Anbieterwechsel bei der Internetleitung auch für einen nennenswerten Spartip.

  • Aktuelles Topangebot bei preisvergleich.de : Black-Week-Angebot der Telekom: Magenta Zuhause L, 100er DSL, 16,99 €/m über 2 Jahre gerechnet. Der Top-Preis kommt zustande durch zwei Cashbacks, einen von der Telekom selbst, einen durch das Preisportal.

    Im Vergleich zu C24 ist das Angebot aber nur günstiger, wenn man keinen Router benötigt. Wir mussten unseren ersetzen und haben bei C24 genau dieses Angebot abgeschlossen. Der Router kostet uns jetzt im Vergleich zum Angebot von preisvergleich.de (ohne Router) 68 Euro und der effektive Monatspreis für 24 Monate liegt bei 19,83 Euro (preisvergleich.de mit Router bei 20,74 Euro).

    Wer seine Internetanbindung über Mobilfunk realisieren will, muß am gewünschten Standort natürlich konkret prüfen, wie die Empfangssituation ist, am besten im Echtbetrieb mit einem kurzen, billigen Vertrag vorweg und parallel zur alten Festverbindung.

    Das kann ich so nur bestätigen. Bei uns ist das Mobilfunknetz im Haus unterirdisch, telefonieren nur mit WiFi-C@lling möglich. Daher ist eine Mobilfunklösung für uns nicht realisierbar. Keine Ahnung, welche Stahlmengen da in den Wänden verarbeitet wurden ...

    Darunter gibt es nur selten gute Angebote, immer noch bekommt man für 5 € nur 1 GB Daten, das ist heute selbst für einen Wenignutzer knapp (Ja, ja, ich kenne das Angebot von 1&1 - taugt das mittlerweile was?). Unter 5 € gibt es praktisch nichts, aber gut: Das ist ja auch wirklich wenig Geld

    Bin beim Mobilfunk vor kurzem zu Drillisch gewechselt und kann bisher nichts Negatives zur Leistung sagen. Auch den Kundendienst ist durchaus brauchbar (hatte Probleme mit der Portierung der Rufnummer).


    Offenbar hält die Finanztip-Redaktion den Anbieterwechsel bei der Internetleitung auch für einen nennenswerten Spartip.

    Zumindest in den Podcasts würde es immer mal wieder als Sparpotenzial genannt. Also zumindest das regelmäßige Überprüfen von Handy- und Festnetzvertrag.

  • Du brauchst den Anschluß beruflich, dabei hilft Dir die Steuer. Wäre das allgemeine Preisniveaus so, würde ein normaler Internetanschluß 65 €/m kosten, würde ich mir das auch nicht lange überlegen. Aber wenn ich aber einen Anschluß bereits über meinen Bedürfnissen schon ab 20 oder 30 € bekomme, sage ich natürlich nicht nein.

    Genau so ist es. :thumbup:

  • Darunter gibt es nur selten gute Angebote, immer noch bekommt man für 5 € nur 1 GB Daten, das ist heute selbst für einen Wenignutzer knapp (Ja, ja, ich kenne das Angebot von 1&1 - taugt das mittlerweile was?). Unter 5 € gibt es praktisch nichts, aber gut: Das ist ja auch wirklich wenig Geld.

    Ergänzung am Rande:

    WinSim bietet gegenwärtig den kleinsten Mobilfunkvertrag (All Net Flat, 2 GB Datenvolumen) für 2,99 € / Monat an.