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  • Hallo @Achim Weiss

    Anleger die Wert auf regelmäßige Dividende legen, haben fast immer den Schwerpunkt auf US-Unternehmen.

    Diese zahlen z.B. alle 3 Monate Dividende, während es hierzulande imme nur 1 x jährlich diesen Zahltag gibt. Das ist für viele Anleger schon ein Unterschied.

    Weiterhin ist es so, dass es eben in den USA viele Unternehmen gibt, die seit 100 Jahren und länger JEDES JAHR ohne Ausnahme Dividende zahlen. Für Menschen bei denen die Dividende Bestandteil ihres Haupteinkommens ist, ein wichiger Punkt

    US Unternehmen zahlen auch dann Dividende, wenn es das Jahresergebnis einer Firma das eigentlich nicht in gleicher Höher oder übehaupt zulässt. Da wird dann auf Rücklagen zugegriffen um eben diese sogenannte Kontinuität zu erhalten.

    Ich selbst bin eigentlich erst ein richtiger Dividendenfan geworden, als ich gesehen habe wie sich klammheimlich die Dividende jedes Jahr automatisch erhöht hat. Ein Anleger der keine Aktien hat oder andere Aktien hat, dem ist das gar nicht bewusst weil er immer nur auf den Aktienkurs als Maß aller Dinge schaut.

    Mein ewiges Beispiel, das viele hier schon auswendig kennen, ist immer noch die Aktie vom bekannten Bulettenbrater.

    Für meine ersten Aktien damals bekam ich 40 Cent pro Aktie im Jahr. Das waren damals 2% bezogen auf den damaligen Kaufkurs der Aktie von 20 Dollar.

    McDonalds gehört zu den Firmen die nicht nur jedes Jahr Dividende zahlen, sondern jedes Jahr eine höhere. Bis zuletzt habe ich hier immer wieder geschrieben, dass meine Dividende inzwischen von 40 Cent pro Jah auf 4 Dollar pro Jahr gestiegen ist.

    Gestern habe ich jetzt aber mal wieder in den Abrechnungen nachgeschaut. Und siehe da:

    Ich bin gar nicht mehr auf dem Laufenden und hier im Forum hat mich noch kein einziger korrigiert.

    Die McDonalds Dividende pro Aktie ist in der Zeit wo ich hier immer Lobeshymnen auf meine 4 Dollar gesungen habe, längst auf über 6 Dollar pro Aktie weiter gestiegen.

    Da sieht man, dass man selbst als betroffener Aktionär solche Steigerungen schon mal übersehen kann weil die Dividende einfach so klammheimlich alle 3 Monate auf dem Konto landet meist zusammen mit anderen Dividenden.

    Allerdings muss ich jetzt hier auch noch eines zugestehen:

    Das Dividendenthema ist natürlich für Menschen mit höherem Vermögen und meist auch entsprechend höherem Alter auch vom Betrag her spannender als für einen Neuling an der Börse der in jungen Jahren mit einem ETF Sparplan anfängt und dem seine Ausschüttungen gerade mal für einen BigMac reichen würden.

    Viele Grüße McProfit

  • Anleger, die Wert auf regelmäßige Dividende legen, haben fast immer den Schwerpunkt auf US-Unternehmen.

    Diese zahlen z.B. alle 3 Monate Dividende, während es hierzulande ... nur 1 x jährlich diesen Zahltag gibt. Das ist für viele Anleger schon ein Unterschied.

    Staun! Das ist mir jetzt völlig neu. :)

    Weiterhin ist es so, dass es eben in den USA viele Unternehmen gibt, die seit 100 Jahren und länger JEDES JAHR ohne Ausnahme Dividende zahlen. Für Menschen bei denen die Dividende Bestandteil ihres Haupteinkommens ist, ein wichtiger Punkt.

    Sind das die, deren Kurskurven von links unten nach rechts oben gehen - und die trotzdem Jahr für Jahr mehr Dividende zahlen? McD etwa?

    US Unternehmen zahlen auch dann Dividende, wenn es das Jahresergebnis einer Firma das eigentlich nicht in gleicher Höhe oder überhaupt zulässt. Da wird dann auf Rücklagen zugegriffen, um eben diese sogenannte Kontinuität zu erhalten.

    Das machen manche deutsche Unternehmen auch. So richtig lang kann dieses Verfahren allerdings nicht gutgehen.

    Mein ewiges Beispiel, das viele hier schon auswendig kennen, ist immer noch die Aktie vom bekannten Bulettenbrater.

    Ja, ja. Ich glaube, von dem hast Du in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal erzählt.

    Die McDonalds Dividende pro Aktie ist in der Zeit, wo ich hier immer Lobeshymnen auf meine 4 Dollar gesungen habe, längst auf über 6 Dollar pro Aktie weiter gestiegen.

    1,77 USD pro Quartal. 7,08 USD im vergangenen Jahr. Ab Dezember 2025 wollen sie sogar 1,86 USD bezahlen! Das gibt ein Fest in Stuttgart oder Umgebung!

    Das Dividendenthema ist natürlich für Menschen mit höherem Vermögen und meist auch entsprechend höherem Alter auch vom Betrag her spannender als für einen Neuling an der Börse der in jungen Jahren mit einem ETF Sparplan anfängt und dem seine Ausschüttungen gerade mal für einen BigMac reichen würden.

    Kommt drauf an, wie groß dieser BigMac ist. Wer weiß? Vielleicht schafft es der BigMac, den Du im Dezember 2025 kassieren wirst, sogar ins Guinness-Buch der Rekorde.

    PS: Also eins muß man Dir lassen: Du hast Dir trotz Deiner Jahre eine kindliche Freude bewahrt. Jeder Dividendentermin ist offenbar für Dich wie Weihnachten.

  • Ich selber bin auch großer Freund des passiven Verdienens, weswegen alle meine Aktien invests ausschüttend ausgelegt sind.


    Zu meinem im eingangs Post genannten Problem,

    Vielen Dank für den Wink mit der KFW, dass hätte ich von meiner Hausbank erwartet dass diese dass kennt.

    Ich habe nun ein Kontakt zu einem Vermittler aufgenommen, ich muss nun nur noch aktuelle Kosten Voranschläge einholen diese übermitteln und ich müsste dann das Geld zu 2,5 - 2,9% bekommen.

    Dann bliebe nur noch das Kfz, dass würde ja schon allein der Verkauf von bmw und Siemens dann abdecken

  • Vielen Dank für den Wink mit der KFW. [Ich] hätte von meiner Hausbank erwartet, dass diese das kennt.

    Ich habe nun Kontakt zu einem Vermittler aufgenommen, ich muss nun nur noch aktuelle Kosten Voranschläge, einholen diese übermitteln und ich müsste dann das Geld zu 2,5 - 2,9% bekommen.

    Ist halt die Frage, ob Du das willst. Kredit aufnehmen und Depot schonen ist halt ein Renditedifferenzgeschäft: Du hoffst, daß das Depot stärker steigt (nach Steuer), als der Kredit kostet.

    Wie oben geschrieben, würde ich Siemens und BMW abstoßen und von den Allianz die neueren (was bedeutet: Depotübertrag eines Teilpostens vorweg). Hattest Du geschrieben, bei welcher Depotbank Du bist? Es ist einfacher und geht schneller, wenn die Depotbank ein zweites Depot anlegt und Du intern überträgst.

  • Das Ding ist, mit der Dividenden Höhe, kann ich bereits die Kreditkarten im laufenden Jahr bedienen. Bedeutet es wäre für mich im Prinzip ohne große Kosten verbunden

    Hattest Du geschrieben, bei welcher Depotbank Du bist?

    Nein hab ich nicht.

    Die älteren Titel & Einzeltitel liegen bei der DKB dorthin habe ich die irgendwann von der sparkasse aus hinbewegt, als ich die Bank gewechselt habe ~2014-16 so genau weis ich das aktuell nicht mehr.

    Die neueren etfs sind alle bei flatex so ca. Seit 2011/2012

  • Lieber @Achim Weiss,

    neben Dir mit Deinem feinen Humor erfreut mit hier auch noch der Schwabe @Tomary mit seinem unterhaltsamen Wettrennen, auch wenn es keinerlei Mehrwert für einen Anleger bringt. Im Gegenteil eher das Risiko dass immer mehr Neulinge die Langfristanlage aus dem Auge verlieren...

    Lieber @Achim Weiss, wenn ich oft etwas penetrant schreibe, dann deshalb, weil ich davon ausgehe, oder zumindest hoffe, dass sich auch ab und zu ein Neulings hier ins Forum verirrt, für den meine banalen Weisheiten dann möglicherweise doch hilfreicher sind als wenn hier ein Forumsfreund ein Tages-Kursplus auf das Jahr hochrechnet, auch wenn nur im Spass!

    Viele Grüße McProfit

  • Mit der Dividenden Höhe kann ich bereits die Kreditkarten im laufenden Jahr bedienen. Bedeutet: es wäre für mich im Prinzip ohne große Kosten verbunden.

    Geldanlage ist Psychologie, das sieht man hier (mal wieder). Dividenden sind eigentlich banale Kapitalertrag (wie es Kurssteigerungen auch sind). Aber Dividenden fühlen sich an wie Geschenke, Kurssteigerungen nicht. :)

    Die älteren Titel & Einzeltitel liegen bei der DKB.

    Bei der DKB kannst Du ein Zweitdepot bekommen, also den Trick mit dem Übertrag der älteren Tranche unproblematisch durchführen. Würde ich machen, wie bereits geschrieben.

  • Hallo Boersenfeger

    es ist tatsächlich so dass in den USA vielen Menschen auf Ihre Dividendeneinnahmen angewiesen sind. Für manche stellen die Dividende die gesamte Altersversorgung dar, für viele jedoch ein erheblicher Teil. Es gibt in den USA kein Rentenmodell so wie bei uns die staatliche Rentenversicherung

    Daher achten Anleger beim Kauf von Aktien viel stärker auf die Dividenenzahlung als hierzulande.

    Firmen die in einem Jahr zu wenig oder keinen Gewinn machen, zahlen aus der Rücklage die Dividene um die Kontinuität zu wahren, sonst verliert man bei Anlegern schnell das Vertrauen.

    Natürlich geht das auch nicht endlos..

    Wenn eine Firme in echte Schwierigkeiten kommt, dann führt auch in den USA kein Weg daran vorbei. Das ist ja der Grund warum man auch hierzulande sein Geld nicht in eine einzige Firma investiert sondern in zahlreiche, dann gleicht sich das mit der Dividende per SALDO auch wieder aus.

    Viele Grüße McProfit

  • In den USA [sind] viele Menschen auf Ihre Dividendeneinnahmen angewiesen. Für manche stellen die Dividende die gesamte Altersversorgung dar, für viele jedoch einen erheblicher Teil. Es gibt in den USA kein Rentenmodell so wie bei uns die staatliche Rentenversicherung

    Daher achten Anleger beim Kauf von Aktien viel stärker auf die Dividendenzahlung als hierzulande.

    Kein Amerikaner käme beispielsweise auf die Idee, die Aktie von Berkshire Hathaway zu kaufen, denn die zahlt bekanntlich keine Dividende. :)

    Firmen die in einem Jahr zu wenig oder keinen Gewinn machen, zahlen [die Dividende] aus der Rücklage, ... um die Kontinuität zu wahren, sonst verliert man bei Anlegern schnell das Vertrauen.

    Natürlich geht das auch nicht endlos.

    Wenn eine Firma in echte Schwierigkeiten kommt, dann führt auch in den USA kein Weg daran vorbei.

    Woran? Am Konkursrichter? Bedeutendstes Beispiel diesbezüglich dürfte Enron sein. Etliche Angestellte der Firma haben nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch noch ihr Altersvorsorgevermögen an die Firma geknüpft. Als sie nach einer Bilanzfälschung pleite ging, war nicht nur der Arbeitsplatz weg, sondern auch die Rente.

    Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen!

  • Und was sind die Konsequenzen, wenn ein System kapitalgedeckter Altersvorsorge sich derart strukturiert aufgebaut hat?

    Kommen wir da nicht wieder zu dem Punkt, dass auch eine kapitalgedeckte Altersvorsorge ein Umlagesystem ist?

    Siehe auch hier: RE: Altersvorsorgedepot ab 2026

  • Kommen wir da nicht wieder zu dem Punkt, dass auch eine kapitalgedeckte Altersvorsorge ein Umlagesystem ist?


    Eine interessante Frage.

    Im Endeffekt zielt es darauf ab wie das Geld & wert System derzeitig funktioniert.

    Kapital & Aktien Märkte basieren auf dem System Hoffnung, Hoffnung darauf dass das jeweilige Unternehmen in das investiert wird erfolgreich agiert.

    hingegen:
    Ein staatliches System basiert darauf dass die Firmen & Menschen im satt erfolgreich ihre Produkte im Ausland vermarktet bekommen. Warum im Ausland? Nun das inländische Kapital & Vermögen kann ohne Geld von auswärts eigentlich nicht größer werden...


    Beide Systeme basieren also darauf dass andere die Rechnungen bezahlen, in dem Firmen pleite gehen also verlusteneinfahren, und andere Geld einnehmen.


    In unserem derzeitigen System bei dem zu wenig Investitionen von außerhalb Deutschlands hierzulnde getätigt werden, also wenig Kapital zufließt, kann ein Wertzuwachs nur passieren wenn einer der Akteure Schulden aufnimmt, also entweder der Staat. oder die Wirtschaft. Im derzeitigen System ist es weltweit der Staat der Schulden aufnimmt, in dem es anderen Hoffnung unterbreitet zumindest die Kosten der Kredite bedienen zu können.


    Ein „umlage“ System dass auf Schulden basiert ist von vonerein nicht tragfähig, ein System welches auf Hoffnung beruht dass das investierte Geld bzw. Die innhbersxhaft sinnvoll & gewinnbringend geführt wird, ist da etwas robuster.

    In allen Fällen sollte man sich nie auf nur eine Säule verlassen.