*Kürzlich* abgeschlossene private Rentenversicherung((?)fondsgebundene Rentenversicherung) kündigen?

  • Hallo liebe Community,

    bevor ich als Neuling gleich nach Hilfe betteln möchte, erstmal vielen Dank, dass hier so viele Nutzer ihr Wissen teilen.

    Ich habe im letzten Jahr (Ab. 01.09.2025) eine fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen.

    Ich wurde dabei von einen alten Bekannten aus der Schulzeit, der bei der Tecis nebenbei selbständig ist, beraten.

    Irgendwie wurde ich dann in der Verlauf der Zeit (auch ausgelöst durch meine BaV) auf das ganze Thema Altersvorsorge nochmal auf eine andere Seite drauf aufmerksam, und das viele Verträge bei Versicherungen zu teuer seien und diese Kosten oftmals vertuscht oder unzureichend kommuniziert werden.

    Aktuell befinde ich mich von Bauchgefühl, dass ich das Ding kündigen möchte und das Geld lieber in ETFs oder vergleichbares stecken solle.

    Letzendlich bin ich bei diesen Thema aber immer noch Laie und brauche daher euren Rat.

    Ich habe mein damaliges Kurzangebot in die Cloud hochgeladen. Leider bekomme ich eine Fehlermeldung, wenn ich es Anhängen möchte. Hoffentlich sind alle personalisierten Daten entfernt worden. ;)

    LV-Kurzangebot-bearbeitet.pdf

    Soweit ich alles verstehe, werden die Kosten auf Seite 18 und 32 erwähnt.

    Auf dem ersten Blick wirken die laufenden (jährlichen) Kosten zu hoch, richtig?

    Außerdem frage ich mich, ob die verschiedenen Fonds automatisch gewechselt werden, wenn Sie nicht performen?

    Sonst könnte ich doch auch direkt (ohne Versicherung über Bank / Broker) in die jeweiligen Fonds investieren, oder nicht?

    Vielen Dank im voraus für eure Unterstützung.

    Kenneth

  • Ganz unabhängig davon, ob das Produkt evtl. sensationell performt, ist bei dieser Art von Produkten getrennt zu betrachten, wann du was wieder heraus bekommst.

    Meist zielen die zugehörigen Modellrechnungen darauf ab, den Käufer mit einem hohen ausgewiesenen Nominal-Vermögen zu der Annahme zu verleiten, er bekäme dann auch eine entsprechend üppige Rente.

    Die aber bestimmt der Rentenfaktor. Und wenn der niedrig ist, kannst du gar nicht alt genug werden, um bildlich gesprochen "ins Plus" zu kommen.

  • Moin Kenneth , willkommen im Forum.

    Gut das du hier fragst. Noch besser wäre es gewesen vorher zu fragen.

    Das Dingen was du hast ist leider Mist und gehört aufgelöst.

    Aktuell befinde ich mich von Bauchgefühl, dass ich das Ding kündigen möchte und das Geld lieber in ETFs oder vergleichbares stecken solle.

    Das mit Bauchgefühl würde ich so machen.

    Schnell weg damit und einen großen Bogen um die Finanzprodukteverkäufer machen

    Auf dem ersten Blick wirken die laufenden (jährlichen) Kosten zu hoch, richtig?

    Richtig zu teuer.

    Ansparen kannst du selber…. Berufsunfähigkeit solltest du aber absichern allerdings da ein leistungsfähiger und kostengünstiger Tarif wählen.

    Sonst könnte ich doch auch direkt (ohne Versicherung über Bank / Broker) in die jeweiligen Fonds investieren, oder nicht?

    Ja selber machen.

    Lies, schau und frag dich noch weiter schlau und nimm deine Finanzen selber in Hand.

    Schaffst du schon und Trau dich den Tecisvertrag zu kündigen. Weg damit, der Schaden ist schon da und wird nicht geringer wenn du noch mehr Geld in den Vertrag steckst.

    Viel Erfolg mit deinen Finanzentscheidungen.,

  • Ich habe im letzten Jahr (Ab. 01.09.2025) eine fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen.

    Ich wurde dabei von einen alten Bekannten aus der Schulzeit, der bei der Tecis nebenbei selbständig ist, beraten.

    Wer bei Tecis arbeitet, berät nicht, sondern verkauft.

    Irgendwie wurde ich dann in der Verlauf der Zeit (auch ausgelöst durch meine BaV) auf das ganze Thema Altersvorsorge nochmal auf eine andere Seite drauf aufmerksam, und das viele Verträge bei Versicherungen zu teuer seien und diese Kosten oftmals vertuscht oder unzureichend kommuniziert werden.

    Auch bAVs muß man sich genau anschauen. Die meisten sind nicht nur betriebliche, sondern auch betrübliche Altersversorgungsverträge.

    Aktuell befinde ich mich von Bauchgefühl, dass ich das Ding kündigen möchte und das Geld lieber in ETFs oder Vergleichbares stecken solle.

    Könnte sein, daß das eine gute Idee ist. Aber sei gewarnt: Der tecis-Mann wird zu großer Form auflaufen, sobald er mitbekommt, daß Du kündigen willst oder gar schon gekündigt hast. Deine Kündigung geht ihm nämlich an den Geldbeutel, und da versteht er keinen Spaß!

  • Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

    Also kann ich aus euren Aussagen mitnehmen, dass der Mix aus den Kosten die Gewinne zu sehr schmälern würden und der geringe Rentenfaktor dafür sorgen würde, dass ich super alt werden müsste, um ein "Gewinn" daraus zu erzielen?


    Horst Talski Mist, weil wie oben erwähnt zu teuer und zu niedriger Rentenfaktor, richtig?

    Danke und Grüße!

  • Mist, weil ein Rentenfaktor von 20,02 bedeutet das aus 10000€ angesparten Vermögen eine Rente von 20,02€ monatlich werden.
    Also muss du fast 500 Monate Rente bekommen (oder 42 Jahre) nur damit du das Vermögen wieder ausbezahlt bekommst.

    Das ganze ohne Inflationausgleich und Steuern.


    Ein ausschüttender ETF mit 3% Ausschüttungsrendite hat nach Steuern einen Rentenfaktor von 20 und nach 42 Jahren ist das Vermögen noch komplett da und kann vererbt werden. Durch eine angenommene 2% Wertsteigerng des ETFs verdoppeln sich die Ausschüttungen über 42 Jahre.

    Fondsrechner zum Fondssparen


    Wieso um alles in der Welt sollte ich also einer Versicheurng mein Geld geben damit sie es teuer und Renditeschwach für mich anlegt?

    wenn du dein eigens Geld doof findest und Angst vor deinem Geld hast kannst du das gerne machen. Dann brauchst du in der Rente nicht mehr soviel Angst haben, weil ja gar nicht soviel Geld da ist. 😉


    Teuer und verbraucherfeindliche Armsparprodukte sind die meisten solcher Versicherungen. Deswegen diese Produkte als Mist zu bezeichnen ist schon eine Beleidigung für den Mist. Damit kann wenigstens noch gedüngt werden.

  • Und wegen alter Bekannter aus der Schulzeit:

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  • Ich bin ja grundsätzlich auf eure Seite.

    Mir ging es mehr darum nochmal eure Worte in meine zu verpacken, damit ich sichergehen, dass ich euch verstehe.

    Der Rentenfaktor macht ja alles kaputt, wenn ich es wollen würde, dass die Rente monatliche statt einmalig ausgezahlt werden soll.

    Wenn ich überlege, dass ich bei Rentenbeginn (also mit 67 oder später) ca. knapp unter 42 Jahre leben muss, damit ich mit + aus der Rente gehe, ist das total utopisch.

    Ich hoffe ja, dass ich irgendwas zwischen 85-95 Jahre alt werde, aber 109???

    Eine einmalige Auszahlung (wenn überhaupt möglich?) werden wahrscheinlich auch wieder mit ordentlich Kosten verbunden sein, richtig?

    Bzw. eine Frage, die sich aus dem Blatt(Seite 1), was ich angehangen habe, entsteht.

    Wie können und dürfen die Versicherer argumentieren, dass ich evtl. bis zu 879€ monatlich ausgezahlt bekommen könnte? Das gibt doch der Rentenfaktor gar nicht her?

  • Unrealistisch ist das das Versicherungsunternehmen mit deinem Geld ein schlechtes Geschäft macht.

    Realistisch ist das du sehr viel Geld an das Versicherungsunternehmen bezahlst für eine Leistung die du heutzutage auch Problemlos selber mit deinem Geld hinbekommst.