Wie mit fondsbebundener Lebensversicherung (steuerfrei) verfahren?

  • Hallo zusammen und euch allen noch ein gesundes neues Jahr!

    Nachdem mir in einem anderen Beitrag zum Thema Riester schon sehr weitergeholfen wurde, hier nun meine nächste Baustelle (Alter 41, keine Kinder):

    Ich besitze eine fondsgebundene Lebensversicherung bei der Zurich, die vor 2004 abgeschlossen wurde und somit noch steuerfrei ist.

    Hier einmal die aktuelle Standmeldung (der Übersichtlichkeit halber nochmal als Screenshot angehängt):



    Aktuelles Vertragsguthaben

    aktuelles Fondsguthaben ........................................................................................................................................................46.819,58 EUR

    + Vertragsguthaben zur Sicherstellung der Garantie ...............................................................................................10.487,77 EUR

    Vertragsguthaben gesamt ................................................................................................................................................57.307,35 EUR

    Zusammensetzung des aktuellen Fondsguthabens

    Zum 30.11.2025 waren die Sparbeiträge in den folgenden Fonds angelegt:

    Anlage zu in Fonds Anzahl Anteile zu je Summe

    50% DWS Vermögensbildungsfonds I LD 68,840399 338,85 EUR 23.326,57 EUR

    50% DWS ESG Akkumula LC 10,122372 2.320,90 EUR 23.493,01 EUR

    Ein eventueller Anlagewechsel zur Hauptfälligkeit des Vertrages (01.12.2025) ist bei diesen Angaben nicht be-

    rücksichtigt.

    01.12.2044 01.12.2049 01.12.2044 Garantierte Leistungen im Erlebensfall

    garantierte Erlebensfallsumme zum frühesten Abruftermin .................................................................................91.121,76 EUR

    Bei Wahl der Rentenzahlung

    garantierte Monatsrente je 10.000 EUR Vertragsguthaben

    zum vertraglich vereinbarten Abruftermin...............................................................................................................................24,62 EUR

    Bei vorzeitigem Abruf im Rahmen der Verfügungsphase

    garantierte Monatsrente je 10.000 EUR Vertragsguthaben

    zum frühestmöglichen Abruftermin..............................................................................................................................................22,37 EUR

    01.12.2049 Garantierte Leistungen im Todesfall Basisschutz

    Mindestodesfallsumme.............................................................................................................................................................63.995,26 EUR


    Bespart werden ab 01/26 258,97€ monatlich, mit 10% Steigerung pro Jahr.

    Mit der Standmitteilung bekommt man auch immer eine unverbindliche Hochrechnung wo der Gesamtwert stehen kann nach Fondsentwicklung.

    Wenn ich 6% Wachstum pro Jahr annehme liegt der Wert am Ende niedriger als der Wert der mit nach Steuerabzug mit 6% jährlichem Wachstums in einem MSCI World liegen würde. Was ja dafür sprechen würde, die Versicherung jetzt aufzulösen und das ganze Geld für den gleichen Zeitraum in einen ETF zu packen.
    Oder denke ich hier nicht weit genug?

    Auf der anderen Seite war die Entwicklung dieser beiden Fonds in den letzten Jahren ja deutlich über 6%, sie hätten den ETF also locker outperformed (Ende 2019 lag das Vertragsguthaben noch bei knapp 7.500€).

    Ich sehe hier drei, bzw. vier Optionen:

    1. Den Vertrag wie er ist weiterlaufen lassen

    2. Den Vertrag ruhend stellen und die Beiträge in einen ETF investieren

    3. Den Vertrag kündigen und das Guthaben und zukünftige Beiträge in einen ETF investieren

    4. Den Vertrag kündigen und das Guthaben selber in die besparten Fonds investieren


    Option vier erscheint mir die risikoreichste, aber auch aktuell potenziell lohnenswerteste Option zu sein.

    Ich danke euch für eure Einschätzungen. Lasst mich gerne wissen, welche weiteren Informationen benötigt werden.

  • Wen willst du mit diesem Sparplan der als „Lebensversicherung“ verkauft wird absichern wenn du keine Kinder hast?

    Hast du dir schon mal ausgerechnet wo die 10% Dynamik hinführt wenn du den Vertrag so weiterlaufen lässt?

    Die Fonds bzw. deine Geldanlage kannst du auch selber machen. Dafür brauchst du nicht den teueren Versicherungsmantel.

  • Wen willst du mit diesem Sparplan der als „Lebensversicherung“ verkauft wird absichern wenn du keine Kinder hast?

    Hast du dir schon mal ausgerechnet wo die 10% Dynamik hinführt wenn du den Vertrag so weiterlaufen lässt?

    Die Fonds bzw. deine Geldanlage kannst du auch selber machen. Dafür brauchst du nicht den teueren Versicherungsmantel.

    Hallo Horst Talski, danke für deine Rückmeldung.

    Der Vertrag wurde damals über meinen Onkel (zu der Zeit Banker, hatte allerdings nichts mit Versicherungen zu tun) mit meinen Eltern abgeschlossen. Dass meine Frau und ich keine Kinderplanung haben, war damals natürlich noch gar nicht absehbar :)
    Aber unabhängig vom Namen ist es ja trotzdem eine Versicherung von der ich profitiere, wenn ich sie mir zum Rentenbeginn auszahlen lasse. Sollte mir vorher etwas passieren, bekäme meine Frau dann die Versicherungssumme des Todesfalls.

    Die Dynamik ist natürlich enorm, und du hast Recht, wenn sie so weiterläuft, würde ich bis zum Jahr 2044 ca. 160.000€ in den Vertrag investieren.
    Und da fällt mir jetzt auch ein Fehler auf, denn in meiner Berechnung für den ETF hatte ich keine Dynamik angenommen. Das heißt, das Ergebnis des ETF müsste ja deutlich positiver gewertet werden, wenn man 1:1 vergleichen will.

    Zum Theme Selbermachen: Die Versicherung wechselt allerdings die Fonds, wo ich mich wahrscheinlich wieder nicht herantrauen würde. Bliebe nur der ETF als Alternative, der im Zweifelsfall aber deutlich schwächer performt.

  • Schritt 1:


    Die Dynamik sofort rausnehmen. Den Inflationsausgleich soll der Weltmarkt selber schaffen.

    Und dann weiter überlegen. Eine supergünstige Risikolebensversicherung abschließen?

    Schritt 1 gehe ich morgen an, sollte ja nicht mehr als eine Email sein.

    Schritt 2 verstehe ich nicht ganz. Eine Versicherung (die aber immerhin steuerfrei ist) gegen eine andere mit Versteuerung abtauschen?

  • Schritt zwei war nur als eine theoretische Alternative gedacht, falls du dich entscheidest, das ganze Ding platt zu machen.

    Aber soweit ist es gar nicht und ich würde mir in aller Ruhe mal anschauen und auch von der Gesellschaft die Alternativen rechnerisch bestätigen lassen.

    Dazu gehört natürlich auch die Methode, das Ganze beitragsfrei stellen zu lassen.


    Hinweis: deine Idee Nr. 4 ist „seltsam“.

    Niemand investiert doch heute noch freiwillig in diese aktiven Fonds der DWS.

  • Schritt zwei war nur als eine theoretische Alternative gedacht, falls du dich entscheidest, das ganze Ding platt zu machen.

    Aber soweit ist es gar nicht und ich würde mir in aller Ruhe mal anschauen und auch von der Gesellschaft die Alternativen rechnerisch bestätigen lassen.

    Dazu gehört natürlich auch die Methode, das Ganze beitragsfrei stellen zu lassen.


    Hinweis: deine Idee Nr. 4 ist „seltsam“.

    Niemand investiert doch heute noch freiwillig in diese aktiven Fonds der DWS.

    Danke dir!
    Je mehr ich mir die Zahlen ansehe, umso mehr glaube ich, dass die Versicherung irgendwie so gar keinen Sinn macht.

    Wieso zb. ist denn der garantierte Auszahlungsbeitrag geringer als das, was ich bis dahin eingezahlt habe? (91k vs. ca. 133k / ohne Dynamik gerechnet)

    Ich will mein Geld so gut es geht gewinnbringend anlegen und scheue mich entsprechend auch nicht vor Vertragsauflösungen.

    Wird es möglich sein, vom Anbieter eine Übersicht über die von mir eingezahlten Beträge sowie die Rendite und Kosten zu bekommen, bzw. ist er dazu verpflichtet?

    Und wäre für einen Fall der Kündigung diese Rendite dann steuerfrei? Oder greift die Steuerfreiheit nur, wenn ich den Vertrag bis zur Rente erfülle?

    Sorry für die Fragen über Fragen, aber ich finde diese Themen einfach extrem komplex und es ist schwierig an wirklich präzise Informationen hierzu zu kommen.

    Im Übrigen gibt es (ebenfalls damals über meine Familie eröffnet) noch ein Depot bei einer anderen Bank, wo weitere DWKS Akkumula Anteile liegen, diese werden aber nicht weiter bespart. Sollte ich diese dann ebenfalls "loswerden" und lieber selber in zb. den MSCI World stecken?

  • Die Dynamik sofort rausnehmen. Den Inflationsausgleich soll der Weltmarkt selber schaffen.

    Kann man das steuerneutral tun? Oder ist damit dann die Steuerfreiheit perdu?

  • Ich habe mir jetzt gerade einmal das Basisinformationsblatt, die effektive Kostenquote sowie Möglichkeiten zur Aussetzung/Reduzierung der Dynamik und der grundsätzlichen Beitragsfreistellung angefordert.

    Mal sehen, wie das dann so aussieht :)

  • Wenn ich 6% Wachstum pro Jahr annehme liegt der Wert am Ende niedriger als der Wert der mit nach Steuerabzug mit 6% jährlichem Wachstums in einem MSCI World liegen würde. Was ja dafür sprechen würde, die Versicherung jetzt aufzulösen und das ganze Geld für den gleichen Zeitraum in einen ETF zu packen.
    Oder denke ich hier nicht weit genug?

    Du hast ja schon einige Antworten bekommen.
    Trotzdem möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben um Dich auf eine grundlegende Fehlannahme Deiner Annahme hinzuweisen. Du berücksichtigt schlichtweg die Kosten Deiner Geldanlage nicht.
    Kostenpunkt 1: Die aktiven Fonds.
    Hier mal im Vergleich Deine Fonds zum ältesten MSCI World ETF in Deutschland.
    Vergleichen - fondsweb

    Dabei muss man beachten, dass dieser ETF sehr teuer ist. Du bekommst einen ETF auf den gleichen Index (MSCI World) inzwischen für 0,06% p.a.

    Und jetzt hast Du wirklich Glück. Deine Fonds sind verhältnismäßig gut gelaufen und trotzdem haben die Fonds auf 20 Jahre gegen einen (teuren) ETF 40-80% Rendite liegen lassen.

    Kostenpunkt 2: Die Kosten des Versicherungsmantels
    In der obigen Übersicht siehts Du die reine Fondsperformance nach BVI-Methode. Für den Versicherungsmantel fallen aber weitere Kosten abseits der Fonds an. Diese Kosten kennst Du nicht. Und, das wirst Du merken, die Versicherung wird Dir diese Kosten auch nicht mitteilen. Dazu ist Sie nämlich bei solch alten Verträgen nicht verpflichtet! Das läuft dann unter 'Betriebsgeheimnis'. ;)
    Da braucht es dann schon einen Versicherungsmathematiker um die Kostenquote zu berechnen.

    Fazit: Ob die Steuerfreiheit Deiner Versicherung sich nach allen Kosten wirklich auszahlt, darf zumindest angezweifelt werden.

    Auf der anderen Seite war die Entwicklung dieser beiden Fonds in den letzten Jahren ja deutlich über 6%, sie hätten den ETF also locker outperformed (Ende 2019 lag das Vertragsguthaben noch bei knapp 7.500€).

    Du musst immer die Produkte direkt vergleichen.
    Seit der Finanzkrise 2008 sind die Börsen sehr gut gelaufen. Auf 20 Jahre hat der (teure) MSCI World ETF 8,27% p.a. nominale Rendite erzielt. Damit deutlich mehr als angenommene 6% p.a. Aber eben auch mehr als Deine aktiven Fonds (siehe oben). ;)
    Die Zukunft kennt niemand. Aber warum sollten die aktiven Fonds die nächsten 20 Jahre besser rentieren wie ein MSCI World ETF, wenn Sie das nicht in den vergangenen 20 Jahren geschafft haben?

  • Aber unabhängig vom Namen ist es ja trotzdem eine Versicherung von der ich profitiere, wenn ich sie mir zum Rentenbeginn auszahlen lasse.

    Hast du dir denn mal ausrechnet wie hoch denn der "Profit" der Versicherung ist?

    Ich behaupte jetzt mal, ohne die Zahlen zu kennen, das es sich eben nicht für dich rechnet.

    Zum Theme Selbermachen: Die Versicherung wechselt allerdings die Fonds, wo ich mich wahrscheinlich wieder nicht herantrauen würde. Bliebe nur der ETF als Alternative, der im Zweifelsfall aber deutlich schwächer performt.

    Das mit dem Selbermachen schaffst du schon.

    Wenn dein breit gestreuter ETF schwächer performt, warum sollte die Versicherung es besser hinbekommen?

    Du gibst hier Einfach die Verantwortung für dein Geld ab und bezahlst ein Unternehmen dafür und diese Kosten sind ganz bestimmt weg und werden deine Perfomance dauerhaft reduzieren.

    Der angebliche Steuervorteil schafft das in den seltensten Fällen die höheren Kosten des Versicherungsprodukts wieder auszubügeln, wird aber beim Verkaufen des Produkts massiv beworben. Die Kosten werden gerne versteckt oder nicht erwähnt.

    Und ja ,in ganz vielen Fällen muss nachher auch weniger Steuern bezahlt werden, das liegt aber sehr oft an dem viel geringeren Gewinn der durch die Kosten aufgefressen wurde. ;)

  • Ich habe die Fonds einmal auf die letzten 10 Jahre mit dem MSCI World verglichen.

    Vor Kosten haben die Fonds in den letzten 10 Jahren durchschnittlich etwa 11% Wachstum erreicht.
    Die Kosten habe ich angefragt, würde aber von 2 bis 2,5% ausgehen. Allerdings weiß ich nicht, ob durch die Dynamik immer wieder jährlich ein Ausgabeaufschlag mit dazu gekommen ist, was die Gesamtkosten wahrscheinlich nochmal erhöhen würde.

    Die Entwicklung des MSCI World war in den letzten 10 Jahren ziemlich ähnlich.

    Ich habe das mal für weitere 20 Jahre ohne Dynamik durchgespielt und tatsächlich ist der Unterschied bei Auszahlung am Ende marginal (gleichbleibendes Wachstum vorausgesetzt)

    Ist es richtig, dass man beim ETF nicht pauschal 25% abzieht, sondern abzüglich 30% wegen der Teilfreistellung bei Aktien ETFs? (Damit habe ich zumindest gerechnet)

    Wenn ich hier jetzt nicht wieder einen gravierenden Denkfehler habe, könnte ich den Vertrag ja mit dem aktuellen Beitrag weiter besparen der Einfachheit halber und die Differenz der Dynamik in den ETF packen.

  • Ich habe die Fonds einmal auf die letzten 10 Jahre mit dem MSCI World verglichen.

    Vor Kosten haben die Fonds in den letzten 10 Jahren durchschnittlich etwa 11% Wachstum erreicht.

    Ja, in etwa. Aber dieses 'etwa' sind auf 10 Jahre dann schon zwischen 20 und 30% Unterschied zwischen den Fondsprodukten und einem (teuren!) ETF.

    Wenn man das Ganze dann mal auf 30-40 Jahre hochrechnet (Laufzeit der Ansparphase), relativiert sich auch die Steuerfreiheit einer solchen Versicherung. ;)
    Und da sind die Kosten des Versicherungsmantels, Abschluss- und Bestandsprovision und die Kosten der Dynamik noch gar nicht berücksichtigt
    Von der eigentlichen Rentenphase einer Rentenversicherung sprechen wir dann noch nicht einmal. Da sieht es dann häufig auch sehr schlecht aus. Sprich man muss überdurchschnittlich alt werden um überhaupt nur das vorhandene Guthaben wieder heraus zu bekommen.

    Die Kosten habe ich angefragt, würde aber von 2 bis 2,5% ausgehen.

    Mich würde es sehr wundern, wenn Du da von der Versicherung eine Antwort bekommst! Die Kostenquote müssen die Versicherungen bei solch alten Verträgen nicht nennen.

    Leider sind viele fondsbasierte Rentenversicherungen extrem teuer.

    Kritik an Lebensversicherern | Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den Vertrieb von Lebens- und Rentenversicherungen unter die Lupe genommen. Sie kritisiert hohe…
    www.verbraucherzentrale-bawue.de

    Ist es richtig, dass man beim ETF nicht pauschal 25% abzieht, sondern abzüglich 30% wegen der Teilfreistellung bei Aktien ETFs? (Damit habe ich zumindest gerechnet)

    Du zahlst bei einem Fonds/ETF 26,375% Kapitalertragssteuer + Solidaritätszuschlag auf den Gewinn. Bei einem Aktienfonds (ETF) mit immer min. 50% Aktienanteil gibt es dann 30% Teilfreistellung, so dass effektiv knapp 19% Steuer auf den Gewinn anfällt (ohne Kirchensteuer!)
    Wohlgemerkt auf den Gewinn. D.H.: wenn Du über einen Zeitraum von 20 Jahren 100.000€ in den Fonds/ETF eingezahlt hast, bleibt diese Einzahlung natürlich steuerfrei! Wenn nachher also 300.000 im Fonds/ETF liegen, zahlst Du rund 19% Steuern auf den Gewinn von 200.000€.
    Beim freien Fonds-/ETF-Sparen hättest Du aber auch jedes Jahr den Sparerfreibetrag von 1.000€ nutzen können, was Du bei einer Versicherung gar nicht kannst. Die Berechnung der tatsächlichen Steuerlast über die Jahrzehnte ist also nicht trivial.
    Kann sich auch jederzeit ändern die Besteuerung. Ist also eine Momentaufnahme. Wichtig ist, dass Du erkennst, dass auch nur ca. 1% p.a. weniger Rendite dass bei Dir ankommt auf die Jahrzehnte richtig viel Geld ausmacht. Und zumeist sind es eben nicht 1%, sondern eher 3%, die Dich solche Produkte kosten.

  • Danke monstermania für deine ganze Mühe und die Aufbereitung!

    Die kumulierte Abweichung ist natürlich wirklich spannend, da hätte ich genauer hinschauen müssen.

    Rentenphase gibt es allerdings nicht, da ich mir die LV ja auch direkt komplett auszahlen lassen kann (was ich auch würde).

    Dass die Versicherung die tatsächlichen Kosten nicht benennen muss ist ärgerlich und natürlich wenig kundenfreundlich und würde auf die Entscheidung "Kündigung" einzahlen.

  • lw_peanuts
    Du kannst ja mal 2 Standmeldungen der Versicherung im Abstand von 5 Jahren miteinander vergleichen und dann mal ausrechnen wie hoch die nominale Rendite Deiner Versicherung in diesen 5 Jahren so war (Excel hilft!).

    Über Fondsweb kannst Du auch Sparpläne simulieren. Mit so einer Sparplansimulation kannst Du dann ermitteln wie hoch die reine Fondsrendite über 5 Jahre gewesen wäre. Also, als wenn Du Deine Beiträge direkt in die Fonds eingezahlt hättest.
    Die Differenz aus beiden Zahlen sind dann die Gesamtkosten der Versicherung über diese betrachten 5 Jahre. Diese mögliche Rendite ist Dir in den betrachteten 5 Jahren durch den gesamten Versicherungsmantel verloren gegangen.
    Das Fatale daran: Diese verlorene Geld, partizipiert auch in der Zukunft nicht mehr an Kurssteigerungen.

  • monstermania
    ich habe mir mal die Vertragsguthaben der Jahre Ende 2020 (28.570€) bis Ende 2025 (57.307€) angeschaut.

    Klang zunächst gar nicht schlecht. Dann habe ich mit Hilfe von ChatGPT (bitte nicht steinigen) einen Sparplan mit den entsprechenden monatlichen Beiträgen inkl. der Dynamik simuliert.

    Tatsächlich kam dort dann für Ende 2025 ein Depotwert von 68.800€ heraus. Ziehe ich hiervon nun 19% Steuern ab (inkl. Teilfreistellung), komme ich auf 63.545€

    Und das nur über einen Betrachtungszeitraum von 5 Jahren. Eindeutiges Todesurteil für die LV?

    Oder mal wieder ein Denkfehler bei der Hochrechnung?

  • monstermania
    ich habe mir mal die Vertragsguthaben der Jahre Ende 2020 (28.570€) bis Ende 2025 (57.307€) angeschaut.

    Klang zunächst gar nicht schlecht. Dann habe ich mit Hilfe von ChatGPT (bitte nicht steinigen) einen Sparplan mit den entsprechenden monatlichen Beiträgen inkl. der Dynamik simuliert.

    Tatsächlich kam dort dann für Ende 2025 ein Depotwert von 68.800€ heraus. Ziehe ich hiervon nun 19% Steuern ab (inkl. Teilfreistellung), komme ich auf 63.545€

    Und das nur über einen Betrachtungszeitraum von 5 Jahren. Eindeutiges Todesurteil für die LV?

    Oder mal wieder ein Denkfehler bei der Hochrechnung?

    Bitte entschuldigt, ich weiß nicht wie ich einen Beitrag ändern kann:

    Oben habe ich vergessen zu schreiben, "einen Sparplan in einen thesaurierenden MSCI World ETF" zu simulieren.

  • Ohne den Rechenweg zu sehen, kann niemand beurteilen, ob das Ergebnis der KI richtig ist.
    Zumindest bei einem einfachen Sparplan auf den Index MSCI World (ETF; IE00B4L5Y983) wäre eine Summe von knapp 70.000€ herausgekommen (siehe Bild).
    Allzu abwegig erscheint mir Dein Ergebnis daher nicht zu sein.


    Wenn man Deine Zahlen aus den Standmeldungen nimmt ergibt sich folgende Rendite über diese 5 Jahre: 8,7% p.a.

    Das Ergebnis ist sicherlich nicht mal grottenschlecht, nur hätte ein 08/15 MSCI World Sparplan in dieser Zeit eben 13,5% p.a. erzielt. Die Versicherung hat Dich in diesen 5 Jahren über 4,5% p.a. an Rendite gekostet.=O
    Und das waren jetzt gerade mal 5 Jahre, die Du betrachtet hast!

    Eindeutiges Todesurteil für die LV?

    Das musst Du selbst entscheiden. Die Zahlen kennst Du jetzt ja.