ETF: Jahresrendite=Dividende?

  • Hallo zusammen. Ich habe mich vor 1,5 Jahren mit dem Thema ETF auseinandergesetzt und nach Wochen der Recherche mit einem ausschüttenden ETF-Sparplan einfach mal angefangen. 100€ pro Monat - schauen, was passiert.

    Bespart wird der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D

    Jetzt zu meiner Frage: die durchschnittliche Jahresrendite dieses ETFs wird mit 7-9% beziffert. Und da steigt mein Hirn aus.

    Diese Rendite hätte ich ja ausschließlich nur dann, wenn ich tatsächlich verkaufen würde. Mein tatsächlicher Wertzuwachs im letzten Jahr waren die 0,91% Ausschüttungen: ganze 15€..... Also, warum wird da von einer Jahresrendite gesprochen?

    Momentan steht der ETF bei +10%, wenn ich verkaufen würden. Meine laienhafte Überlegung ist: ich verkaufe alles, nehme die 10% Gewinn (ja, davon gehen noch Gebühren runter) mit und packe die Summe (Gewinn + Eingezahltes) wieder in den gleichen ETF und starte erneut einen Sparplan über 1,5/2 Jahre, bis ich die 1000€ Sparer-Pauschbetrag reißen würde.

    Wo ist mein Denkfehler?

  • Kater.Ka 17. Januar 2026 um 15:34

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Bespart wird der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D

    Sehr gute Wahl. Hat bei uns die ganze Familie.

    15€..... Also, warum wird da von einer Jahresrendite gesprochen?

    Die Jahresrendite ist das, was der ETF in einem Jahr zugelegt hat + Ausschüttungen.

    Meine laienhafte Überlegung ist: ich verkaufe alles, nehme die 10% Gewinn (ja, davon gehen noch Gebühren runter) mit und packe die Summe (Gewinn + Eingezahltes) wieder in den gleichen ETF und starte erneut einen Sparplan über 1,5/2 Jahre, bis ich die 1000€ Sparer-Pauschbetrag reißen würde.

    Mach doch, wenn du dadurch den Freibetrag ausnutzen kannst.

  • Danke für Eure Antworten.

    Das Hauptargument, welches man überall hört ist aber doch, dass man mindestens 15 Jahre einsparen soll. Da wäre mein Vorgehen ja das komplette Gegenteil?


    Die Jahresrendite ist das, was der ETF in einem Jahr zugelegt hat + Ausschüttungen.

    Das "zugelegt" würde ich aber nur merken, wenn ich verkaufen würde. Vielleicht verwechsle ich jährliche Rendite mit Zinsen....

  • Das Hauptargument, welches man überall hört ist aber doch, dass man mindestens 15 Jahre einsparen soll. Da wäre mein Vorgehen ja das komplette Gegenteil?

    Tja, wenn der Markt kräftig ´runter geht, dann mußt du ggf einige Jahre bis 15 Jahre warten bis dein Geld im Depot wieder auf/über dem Anfangsstand ist.
    Wenn du Gewinn gemacht hast in einem Jahr, und nur dann, wirst du dieses Rollen (verkaufen/neukaufen) durchführen um deinen Freibetrag auszunutzen.

    2 Sachen die eigentlich nix miteinander zu tun haben.

  • Ich habe mich vor 1,5 Jahren mit dem Thema ETF auseinandergesetzt und nach Wochen der Recherche mit einem ausschüttenden ETF-Sparplan einfach mal angefangen. 100€ pro Monat - schauen, was passiert.

    Bespart wird der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D

    Jetzt zu meiner Frage: die durchschnittliche Jahresrendite dieses ETFs wird mit 7-9% beziffert. Und da steigt mein Hirn aus.

    Diese Rendite hätte ich ja ausschließlich nur dann, wenn ich tatsächlich verkaufen würde.

    Eben. Google einfach mal nach dem Begriff "Kursrendite".

    Mein tatsächlicher Wertzuwachs im letzten Jahr waren die 0,91% Ausschüttungen: ganze 15€.

    ... und dazu der Kursgewinn. Du hast den ETF irgendwann mal für 97 und gekauft. Jetzt steht er fast bei 105. Das ist ein Wertzuwachs von etwa 7 € pro Anteil, also grob 7%, dazu um 1% Ausschüttungen, macht 8.

    Ich fürchte, Du solltest Dich nochmal in dieses Grundlagenbuch vertiefen, das man Dir zu lesen empfohlen hat.

    Momentan steht der ETF bei +10%, wenn ich verkaufen würden. Meine laienhafte Überlegung ist: ich verkaufe alles, nehme die 10% Gewinn (ja, davon gehen noch Gebühren runter) mit und packe die Summe (Gewinn + Eingezahltes) wieder in den gleichen ETF und starte erneut einen Sparplan über 1,5/2 Jahre, bis ich die 1000€ Sparer-Pauschbetrag reißen würde.

    Das kann man machen, das spart im Maximum 263,75 € Steuer. Wenn man so etwas vorhat, macht man das allerdings sinnvollerweise im Dezember und nicht im Januar.

    Wo ist mein Denkfehler?

    Du bist noch sehr Deiner Zinsdenke verhaftet und hast das Prinzip Rendite noch nicht verstanden.