Liebe Finanztip Community,
seit einigen Monaten setze ich mich intensiv mit dem Thema „PKV-Tarifoptimierung“ auseinander.
Ich habe mich umfassend informiert und hierbei auch drei von Finanztip empfohlene Versicherungsmakler konsultiert.
Kurz zu mir:
- Beamt:in
- Keine (ernsthaften) Vorerkrankungen
- Aktueller Versicherer: Debeka
- Zahlreiche, teils saftige Beitragssteigerungen in der Vergangenheit
Eines meiner wichtigsten Learnings war: Die Makler versuchen im Regelfall, den Leistungsumfang zu maximieren. Dies hat nicht zuletzt für den Makler den Vorteil, eine höhere Provision zu erhalten. Dies ist zunächst einmal legitim.
Interessant ist, dass die Makler mit teils unterschiedlichen Softwareprogrammen arbeiten. Während manche mit „Levelnine“ arbeiten, arbeiten andere mit „psponline“. Diejenigen, die mit „psponline“ arbeiten, haben deutlich gemacht, dass die Software „Levelnine“ angeblich einen in Teilen veralteten Datenstand aufweist.
Konkretes Beispiel: Bei „Levelnine“ wird in Bezug auf den Bereich „GOÄ/GOZ“ bei der R+V (Tarif: BB20E BB30 EB1 W120E W130 PPB; sozusagen der „Premium-Tarif“ für die Beamt:innen) lediglich ein „mittlerer Leistungsumfang“ ausgewiesen (blaue Balken), wohingegen diejenigen, die die Software „psponline“ verwenden, deutlich machen, dass der Bereich „GOÄ/GOZ“ bei der R+V sehr stark sei.
Learning: Je mehr Informationen man sammelt, desto verwirrender wird es – klassischer Fall eines information overload. ![]()
Meine Recherche hat gezeigt, dass auch PKV-Versicherte in den von Maklern empfohlenen Versicherungsgesellschaften teilweise sehr unzufrieden sind (nachzulesen beispielsweise bei Finanzfluss).
Meine pessimistische, wahrscheinlich aber realistische Einschätzung ist: Am Ende muss ich damit rechnen, Rechnungen zumindest in Teilen aus eigener Tasche zu bezahlen – gerade auch im Alter von 70+ (also genau dann, wenn es teuer wird). Ich habe viele Berichte lesen müssen, wonach viele PKV-Versicherte erst nach Hinzuziehen eines Rechtsanwalts ihre Rechnung bezahlt bekommen haben (auch dann immer wieder nur Teilbeträge).
Ich bin daher auf der Suche nach einer Versicherungsgesellschaft, die langfristig die bestmögliche Beitragsstabilität einerseits und geringe Beiträge andererseits miteinander vereint – selbstverständlich zulasten des Leistungsumfangs (aber bezahlen muss ich ja schließlich eh😉).
Welche Versicherungsgesellschaften würdet ihr da empfehlen?
Über konkrete Erfahrungswerte, gern von Menschen Ü70, würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank vorab!