Motivation schwindet

  • Muss nich, geht auch staatlich wie in Schweden oder Norwegen.

    Unterschiedliche Dinge, die in einen Topf geworfen werden. :rolleyes:
    Schweden: obligatorische kapitalgedeckte Altersvorsorgekomponente. Individuelle Rentenfonds für jeden Bürger möglich. Wer nichts anderes machen will bekommt den vom Staat verwalteten Fonds AP7. Wichtig: Das angesparte Altersvorsorgevermögen gehört demjenigen der es angespart hat!

    Norwegen: Staatsfonds, der nach Erschöpfung der Ölvorräte die Staatskasse entlasten soll. U.A. auch zur Stärkung der Altersversorgung der auch in Norwegen alternden Bevölkerung.
    Das angesparte Vermögen gehört aber dem Staat und ist kein Individualvermögen der Bürger!

    Blos dann geht die Rendite halt nicht an die von dir genannten Unternehmen sondern an die Kunden. Ein schönes Beispiel wie der Markt versagt und der Staat in diesem Fall wesentlich bessere Ergebnisse bietet. Zusätzlich können diese Staaten ihre Stimmrechte nutzen und gewinnen so an Einfluss für ihre Bevölkerung

    Richtig. Aber die Fonds müssen auch besondere Kriterien einhalten. So darf z.B. der norwegische Staatsfonds explizit nicht in Norwegen investieren!
    Aber nur zu Deiner Info: der norwegische Staatsfonds ist der Größte Anteilseigner von Vonovia. Deutsche Mieter zahlen indirekt für die Altersvorsorge der Norweger! ^^ Wohlmöglich noch subventioniert mit einem Wohngeldzuschuss. Mehr Realsatire geht nicht.
    Könnte man ja auch auf die Überlegung kommen, dass so etwas ein deutscher Staatsfonds macht. Dann bliebe das Geld wenigstens teilweise in Deutschland.

    Für Deutschland kann ich mir das leider nicht vorstellen. Entweder man bekommt es nicht gebacken oder die Finanzlobby schiebt einen Riegel vor.

    Die Frage ist einfach was man will. Ein Staatsfonds wie in Schweden würde ja nur echten Sinn ergeben, wenn er obligatorisch für alle Rentenversicherten wäre.
    In Deutschland ist private AV aber freiwillig und nicht verpflichtend. Dazu gibt es noch zig Ausnahmen. Viele Berufsgruppen habe eigene Versorgungswerke, andere müssen gar keine Altersvorsorge nachweisen.:/
    Was soll ein Staatsfonds da bringen? Und wer sollte davon später profitieren?

  • Es macht´s aber nicht besser wenn es diesen Kostengünstigen Staatsfonds nicht gibt.

    Nur weil einige nicht mitmachen auf etwas gutes und kostengünstiges zu Verzichten bringt gar keinen weiter.

    Mag sein.
    Ich sehe das Problem aber nicht bei den Produkten. Es gibt günstige Produkte auf dem Niveau des schwedischen Staatsfonds.
    Man muss es den Menschen nur ermöglichen, dass Sie auch in diese vorhandenen Produkte investieren können. Und da ist die Frage, ob Neobroker oder Direktbanken die Verwaltung der Altersvorsorge-Depots auch kostenlos anbieten werden wie es aktuell bei Wertpapierdepots statt findet.:/

  • Opt out: alle werden automatisch im Staatsfonds anlegen wer nicht will kann abwählen oder ein anderes Produkt nehmen.

    Ist nicht so schwer, nur tun sich unsere politischen Entscheider damit schwer weil sie nich frei Entscheiden können.

    Wäre für die Organspende z.b. auch eine brauchbare Lösung.

  • Opt out: alle werden automatisch im Staatsfonds anlegen wer nicht will kann abwählen oder ein anderes Produkt nehmen.

    Das neue Altersvorsorgedepot sieht Wahlmöglichkeiten für die Anleger vor. Mit/ohne Garantie. 80% Garantie. Dazu dann lebenslange Verrentung, Auszahlplan bis 85....

    Wie viele 'Staatsfonds' sollen es denn sein, damit sich jeder Interessierte 'sein' Produkt kombinieren kann? Wenn so etwas funktionieren soll, dürfte es nur ein Standardprodukt geben. Und dann wäre wieder die Frage, wie dieses Standardprodukt konkret ausgestaltet wird. Allein die Diskussion darüber dürfte sich ewig hinziehen. :rolleyes: