Zweiter Minijob als Studentin

  • Hallo Zusammen!

    Ich bin aktuell 22 Jahre alt und studiere im Master. Nebenbei habe ich aktuell einen Minijob (5 Std/Woche a ca 15€ => 327€ im Monat).

    Nun möchte ich den Job wechseln und habe einen zweiten Minijob bei einem anderen Arbeitgeber angeboten bekommen (6,5 Std/Woche a ca 21€ =>546€ im Monat).

    Bei meinem aktuellen Minijob habe ich derzeit noch so viele Plusstunden, dass mir angeboten wurde diese auf die kommenden Monate zu strecken (mit ca. 3Std/Woche => knapp 190€), sodass ich im Dezember noch Weihnachtsgeld bekommen kann.

    Damit liege ich natürlich mit beiden Minijobs insgesamt über der Minijob-Grenze. Ich habe mich online etwas informiert und auch bei Krankenkasse und Finanzamt angerufen, aber leider teilweise unterschiedliche Infos bekommen. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen :)

    Ich würde natürlich aus der Familienversicherung für die Krankenversicherung rausfallen, sodass im Monat 150€ gezahlt werden müssten. Das fände ich erstmal nicht schlimm, da ich das ja mit dem Minijob über 3Std/Woche abdecken könnte und trotzdem mehr verdiene als davor.

    Meine Fragen beziehen sich vor allem auf die Sozialversicherung und die steuerlichen Aspekte.

    Bei der Sozialversicherung glaube ich verstanden zu haben, dass ich als Studentin mit weniger als 20Std/Woche über die Werkstudenten Regelung erstmal aus Arbeitslosenversicherung etc. rausfalle.

    Bei den steuerlichen Aspekten bin ich noch sehr verwirrt, welches Einkommen mit welcher Steuerklasse besteuert wird und inwiefern ich das beeinflussen kann. So meinte die Dame vom Finanzamt doch tatsächlich zu mir, dass ein Job weiter als Minijob laufen könnte und der andere als Steuerklasse 1 versteuert wird und das ich mir aussuchen könnte welcher Job (sie würde den mit dem geringeren Einkommen empfehlen) als Steuerklasse 1 versteuert wird. Im Internet habe ich wiederum widersprüchliche Informationen gelesen, dass beide Jobs zusammen versteuert werden, oder einer in SK 1 und der andere in SK 6 etc.

    Nun mache ich mir Gedanken, ob sich dieser Aufwand überhaupt lohnt? Eigentlich dachte ich, selbst wenn mein gesamtes Einkommen von dem 3Std/Woche Job versteuert wird/für Krankenversicherung draufgeht, lohnt sich das trotzdem da ich ja mit dem Weihnachtsgeld trotzdem mehr verdiene, als wenn ich den ersten Job komplett kündige.

    Ich freue mich über jede Antwort und Hilfe. Ich hoffe, ich habe genügend Informationen mitgegeben. Dankeschön im Voraus!

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  • Kater.Ka 17. August 2026 um 09:55

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo.

    Ohne sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung werden beide Minijobs zusammengerechnet und damit versicherungspflichtig. Die pauschale Versteuerung sollte damit vom Tisch sein.

    Wären beim zweiten Arbeitgeber auch über 603 EUR im Monat möglich? Sofern die erste Beschäftigung Minijob bleibt, solltest Du keine Steuern zahlen müssen, weil der Grundfreibetrag nicht überschritten wird.

    Andererseits würdest Du bei 873 EUR im Monat über die Steuererklärung ohnehin sämtliche ggf. vorausgezahlte Steuer erstattet bekommen sollen.

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