Beiträge von Malapascua

    Vorschläge zur Sanierung der Kassen der GRV:

    - Deutliche Verkleinerung des Berufsbeamtentums,

    - Festschreibung der jährlichen Rentenerhöhung auf die Inflationsrate, Status Quo muss allerdings gegeben sein, falls es eine Deflation geben sollte

    - Zahlungen, für die keine Einzahlungen in die bestehende GRV erfolgt sind, wie etwa Mütterrente, Ostrenten und sonstiges werden ausgelagert und in den normalen Bundeshaushalt überführt

    weiteres kann gerne ergänzt werden...

    Neben der rückwirkenden Kopplung des Eintrittsalters an die Lebenserwartung, der Wiedereinführung des Demographischen Faktors (und dessen Verdoppelung) und der Verdoppelung der Abschläge bei früherem Eintritt würden mir noch einfallen:

    - Abschaffung der Minnijobs

    - Abschaffung der Mütterente

    - Abschaffung der Witwenrente

    - Abschaffung der Beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern

    - Mindestversicherungszeit von 20 Jahren

    - Abschaffung der KVdR

    Deine Rechtfertigungen warum die Boomer an allem Schuld sind werden immer Abstruser.

    Was für Schuld? Sie sind an gar nix schuld nur können Kinder die es nie gab auch keine Rente zahlen. Und damit sollte sich die Diskussion doch erübrigen.
    Das besondere der Boomer ist dass sie derartig simple Mathematik nicht akzeptieren wollen und einfach drauf pochen dass ihnen das zusteht.
    Die nachfolgenden Generationen haben längst eingesehen dass sich das nicht mehr ausgeht.

    Da sieht man wie übel Demokratie ist.

    Habe mal die KI dazu befragt, irgendwie kommt da eher das Gegenteil heraus das die Boomer keine Kinder bekommen, eher sind die nachfolgenden Generationen zurückhaltenter (also die die gerade schreien die Boomer hätten zu wenig Kinder...):

    • Babyboomer (1946–1964):
      • Kinder pro Frau: Bis zu 2,54 im Rekordjahr 1964.
    • Generation X (1965–1979):
      • Kinder pro Frau: Sank stark auf ca. 1,4 bis 1,5.
    • Generation Y / Millennials (1980–1995):
      • Kinder pro Frau: Durchschnittlich 1,3 bis 1,5.
    • Generation Z (1996–2010):
      • Kinder pro Frau: Zwischen 1,35 und 1,59.

    Das sind die Geburtsjahrgänge. Kinder bekommen mit damals Mitte 20. der Pillenknick ab 1964 passierte genau zur Vermehrungszeit der Boomer.

    Alle anderen haben danach auch keine Kinder mehr bekommen, erwarten aber auch keine Rente von Kindern die sie nie hatten.

    Wer den Politikern dieses Alterspyramidenargument ("Babybommer-Problem") abkauft, der geht ihnen voll auf den Leim. Es war ja auch kein Problem, Geld aus der der GRV rauszuleiern, als die Babyboomer eingezahlt haben. Da wurde richterlich sogar entschieden, dass die GRV und die GKV - im Gegegensatz zu privaten Versicherungsformen - eine allgemeine soziale Verantwortung haben und dass versicherungsfremde Leistungen zulässig sind. Jetzt einzufordern, dass sich ein Umlagsystems im Belastungsfall selbst tragen muss, ist eine Forderung, der man nicht zwingend folgen muss.

    Selbst wenn man die ganzen Bundeshaushalt in die Rentenversicherung und Krankenversicherung buttert wird es nicht reichen. Der „Belastungsfall“ ist einfach viel zu heftig.

    Das gute daran ist dass der ganze Sozialstaat nicht mehr in seiner abartigen Form funktionieren wird. Da kann das BVG dann jammern wie es will.

    Und damit das auch absehbar so bleibt, philosophiert Prien z.B. heute Früh im DLF über Kürzungen beim Elterngeld anstatt sich zu überlegen, wie man Familie und Job besser unter einen Hut bringen zu können.

    Sie haben in Deutschland das kaufkraftbereinigt höchste Kindergeld der Welt, Familienversicherung, gratis Schulen, nahezu geschwenkte Kindergärten, gratis Unis, Elterngeld, Mütterrente,…und hat das viele Kinder gebracht? Und hat ein Land wie CH wo es so gut wie nix gibt weniger Kinder? Oder nehmen wir mal ein Land wie Schweden das auf umfassende Kinderbetreuung setzt? Werden da mehr Kinder geboren? Die Geburtenrate ist in fast allen Industrie und Schwellenländern fast gleich niedrig, scheißegal wie viel Geld da rein gepumpt wird. Die Menschheit verschwindet viel schneller als sie gekommen ist.

    Normalerweise, wenn der Geschäftspartner nicht gerade der Staat ist, erfüllen beide Seiten ihren Teil.

    Und die Boomer haben diese Vertrag mit ihrer Kinderlosigkeit gebrochen. Kein Vorwurf, geringe Geburtenraten sind ja ein weltweites Phänomen. Aber zu erwarten dass man trotzdem die Hand aufhalten kann - ja wie soll das denn bitte gehen?

    Narürlich steht das einem zu! Als man vor über 40 Jahren als Angesteller mit normalem Gehalt gezwungen wurde dieses System anzunehmen wurde nie mitgeteilt das man Kinder bekommen muss und das die Auszahlung vielleicht auf der Kippe steht. Man hatte keine Wahl, man musste zahlen, es wurden auch keine Bedingungen mitgeteilt. Jetzt rumjammern das es an den Boomer liegt ist so richtig typisch für die jetzige Zeit, mal an die eigene Nase fassen. Wenn ich politisch gewollte Zwangsverträge mache muss ich wenigstens zusehen das die auch erfüllt werden, und zwar von beiden Seiten. Nachträglich einseitig einfach mal Bedingungen ändern wäre im Zivilrecht Betrug und strafbar !

    wir können uns ja auf folgendes Verständigen:

    - die Kindern die die Rente bezahlen sollen sind nie geboren worden. Korrigieren lässt sich das nicht mehr.
    - die Zahl der Erwerbstätigen pro Rentner sinkt von 6 in den 60ern auf 2,1 heute auf 1,5 2030 auf 1,3 2045.

    - die Rentenzahlungen werden genauso wie die Gesundheitskosten der alten Bevölkerung völlig unbezahlbar


    Wenn wir uns darauf verständigen können kann man drüber diskutieren welche Gegenmaßnahmen man hier treffen kann.

    Die einzigen realistischen die auch wirklich was bringen wären: deutliches absenken des Rentenniveaus mittels demographischem Faktor (doppelt so stark wie davor), Erhöhung des Eintrittsalters durch Kopplung an die Lebenserwartung und das rückwirkend, deutlich höhere Abschläge bei früherem Eintritt.
    Alles andere wie Vermögenssteuer, Beamte in die RV,…sind irrelevante Maßnahmen die am Ende fast nix bringen oder der RV sogar schaden.

    Wie ich die Mitforisten kenne: Reichen- und Vermögenssteuer, wegen der Solidaritröt...

    Selbst wenn du die reichsten 1% komplett enteignest (und damit das Land schlagartig auf das Wohlstandsniveau von Burkina Faso bringst) , dann ist das Geld nach 3 Jahren für die Kostensteigerungen in KV, PV und RV weg. Es wird einfach völlig unbezahlbar.
    Die Boomer haben keine Kinder bekommen und faseln jetzt was von rechtmäßig erworbenen Ansprüchen oder „Griff in die Rentenkasse“. Das es gar niemand mehr gibt der ihre Rente bezahlen kann scheint ihnen völlig egal zu sein. Man verweist auf sein hartes Arbeitsleben (was ich bei den meisten Konzernangestellten und bei Angestellten im öffentlichen Dienst auch bezweifle) und sagt das stehe einem zu - woher es kommt? Egal….

    Ich kenne nur Frühverrentung durch Arbeitgeber: vorgestern traf ich eine ehemalige Kollegin, die Anfang der 90er Jahre in das Berufsleben gestartet ist. Sie hat zuletzt als eine von 3 Geschäftsführern in einem sehr erfolgreichen Vertriebsunternehmen gearbeitet und vor einigen Wochen wurde sie aus heiterem Himmel zu einem "Gespräch" eingeladen, in dem ihr nach fast 30 Jahren erfolgreicher Arbeit eröffnet wurde, dass man sich u. a. von ihr trennen wird.

    Als GF hat sie sicherlich sehr gut verdient und ihr kann das wirtschaftlich recht egal sein nehmen ich an. 2 Jahre ALG1 und dann schön entspannen. Und nach 30 Jahren GF sollten sich eigentlich einige Wettbewerber nach dir schauen um zumindest als Berater anzufangen.

    Die gute Frau geht auf die 60 zu was nach meinen Erfahrungen in deutschen Unternehmen häufig ein Grund ist, sich von Arbeitnehmern zu trennen oder aber sie gar nicht erst einzustellen.

    Da klingen die Vorwürfe der Gaslobbyistin im Wirtschaftsministerium oder des Blackrockers im Kanzleramt, alle sollen zukünftig doch bitte länger arbeiten, nur noch nach Hohn...

    Die Alternative ist irgendwann 200% des Bundeshaushalts für Rentenzuschüsse auszugeben oder die Renten massiv zu kürezen. Was ist dir lieber?

    Ich verstehe Dich so, dass Du per Gesetz das Existenzminimum unterschreiten möchtest. Und da das Existenzminimum ein Grundrecht ist, würde ich mal behaupten, ja das wäre rechtsstaatswidrig. Aber ich bin ja auch kein Jurist.

    Ein Ägypter hat sicherlich auch sehr lange und sehr hart gearbeitet. Trotzen bekommt er gar keine oder nur eine sehr sehr geringe Rente. Ist doch total unfair. Was denkst du warum bekommen diese hart arbeitenden Menschen nicht einen angemessenen Betrag? Weil der Staat für sowas nicht mal im wildesten Traum Geld hätte vielleicht?
    Auch das BVG muss bald einsehen das für das was es für das Existenzminimum hält kein Geld da ist - selbst wenn man alle Reichen komplett enteignet ist da Geld in kürzester Zeit weg. Und Geld herbei Hexen kann auch das BVG nicht.

    Hier wird es ja wieder wild mit den ganzen Deregulierungsforderungen. Ich finde es immer lustig, wenn auf einmal der kleine Handwerker vom Staat so übel ausgenommen wird. Steuern runter, Berichtspflichten weg, Verfahren beschleunigen, Arbeitszeit hoch, Kündigungsschutz lockern. Läuft genau in die Richtung in die es soll. Damit sind wir bei der nächsten Wahl dann auf jeden Fall bei ner absolute Mehrheit der AFD.

    Kein potentieller AFD Wähler würde sich denke ich daran stören und deswegen die AFD wählen (die ja identisches fordert). Nein der kleine Handwerker wird vom Staat nicht übel ausgenommen, die Kapitalgesellschaften im internationalen Vergleich schon eher. Die Berichtspflichten sind wirr, die Bürokratie erstickt leider sehr vieles. Und ja 35-38h die Woche sind ein Witz. Und ja, der Kündigungsschutz richtet jeden Tag riesige Schäden an, allerdings auch nicht beim Handwerker (da gilt es meist gar nicht) sondern ebenfalls in den großen Unternehmen.

    Was uns auch zum nächsten Punkt bringt...durch das starke gesetzliche Rentensystem und eine kaum existente private Rentenvorsorge haben viele einen Rentenanspruch, der in keiner Vermögensbilanz auftaucht. Würde man die Barwerte der Renten mit einberechnen, würde der Gini-Koeffizient spürbar fallen.

    Ja das ist richtig - darum hat auch Österreich extrem geringe Privatvermögen (deutlich niedriger als Bayern).

    Ich halte es übrigens für ein Gerücht das Konzerne mit Bürokratie besser klar kommen. Im Gegenteil. In Konzernen haben sich überall Parasitäre Compliance Abteilungen eingenistet die auf Erfüllen aller gesetzlichen Anforderungen pochen, Anforderungen die jeder Handwerker einfach ignoriert.

    Warum gibt es in Deutschland eigentlich so eine Vermögensungleichheit wo es doch auf der ganzen Welt nur 2 Staaten mit einer echten Vermögenssteuer auch auf Betriebsvermögen gibt. Norwegen und die Schweiz. In Norwegen ist diese völlig irrelevant (1% des Steueraufkommens) und in der Schweiz moderat (5% des Steueraufkommens). Der Rest der Welt nennt die Grundsteuer eine Vermögensssteuer. Und die Schweizer Steuer und Sozialpolitik (ganz ohne Kündigungsschutz, Betriebsräte, 35h Woche, Eigenverantworgung, Niedrigssteuern für Konzerne, maximaler Druck bei Arbeitslosigkeit,..) Wünschen sich die meisten Linken wohl kaum herbei.

    Also was macht die Vermögensverteilung aus:

    1. die Umlagefinanzierte Rente, welche nicht als Vermögen gezählt wird

    2. die Wiedervereinigung

    3. vermutlich auch recht stark die Armutszuwanderung

    Alle 3 Dinge lassen sich schwer korrigieren und bei 1 und 3 hängt sehr viel Linkes Herzblut dran. Bei 1 und 2 sogar das der AFD.

    90% hört sich übrigens drastisch an, es ist aber schlichtweg normal das Kinder, Studenten, Azubis, Bürgergeldler, Zuwanderer,…kein Vermögen haben.

    Man braucht ja aber auch immer weniger Beschäftigte für die gleiche Produktivität.

    Wenn es keine Kunden mehr gibt, kann die Produktivität unendlich steigen, es gibt keine Nachfrage mehr. Chinas Bevölkerung halbiert sich bis 2100 (aktuelle Prognosen sind sogar noch schlimmer) von den verbleibenden sind alle alt (und damit kaum mehr Konsumfreudig). Volksrepublik ist kein Einzelfall sondern leider der asiatische Normalfall und die Schwellenländer/Europa sind kaum besser.

    Rentensteigerungen sind im Riester ebenso eingepreist. Der MSCI bleibt ja nicht stehen, sondern erwirtschaftet weiter Überschüsse. Zudem wird die GRV mittel- und langfristig nicht in dieser absurden Höhe steigen, derartige Überlegungen sind ja aus der Politik regelmäßig zu hören.

    hohe Steigerungen sind aufgrund der seit hundert Jahren sinkenden Zinsen und der schrumpfenden Bevölkerung aller Industrie und zahlreicher Schwellenländer vom FTSE oder MSCI World auch nicht mehr zu erwarten.

    Wie im anderen Thread schon vorgerechnet: Selbst der grottenschlechte Riester meiner Frau performt besser als die GRV, und da gibt es die Kapitalerhaltsgarantie.

    Also erkläre mir mal wie der Riester so unglaublich gut ist ist dass er 3-4% Rendite, Witwenrente, Erwerbsunfähigkeit, Krankenversicherungszuschuss und ständige Rentensteigerungen im Alter (in teils grotesker Höhe) schlagen kann. Warum schaffen die Versorgungswerke nicht mal ansatzweise (nicht mal im feuchtesten Traum) so eine Rendite? Selbst mit einem ETF Sparplan auf FTSE All World wirst du nur schwer da ran kommen, bei viel viel höherem Risiko.