Beiträge von Dr. Schlemann

    @Dr Schlemann: Das sind letztlich die Angebote die bei der Risikovoranfrage rausgekommen sind neben (Universal, hallesche, allianz, Signal Iduna)

    Bei dieser Auswahl würde ich die Versicherbarkeit noch mal von einem Fachmann prüfen lassen. Mit sorgfältig aufbereiteten Gesundheitsangaben erhalten wir manchmal günstigere Voten als andere Vermittler.

    Bisher war ich mit meiner GKV zufrieden, und habe eigentlich auch keine Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen, ich vermute auch, dass das so bleibt -- daher würde vermutlich die AO vom Umfang vermutlich reichen.

    Böser Denkfehler! Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass Ihre Gesundheit sich künftig nicht nachteilig verändert? Jedenfalls ist das bei den meisten anderen Menschen so wenn sie älter werden. Als Beamter erhalten Sie in der PKV mit Beihlfe schon 50% "Rabatt". Da wird vernünftige Sparsamkeit schnell zum unvernünftigen Geiz. Deshalb sollten Sie sich gerade als Beamter einen leistungsstarken Tarif "gönnen"!

    Eine Hilfskrücke könnte darin bestehen, einen Versicherer mit einer maximal strengen Gesundheitsprüfung zu wählen. Was denkt ihr? Welche Versicherer gelten als besonders streng bei der Gesundheitsprüfung?

    Bei der Arag ist man beim Abschluss zwar nicht übermäßig streng, dafür folgt aber nach unserer Erfahrung bei der ersten eingereichten größeren Rechnung häufig die Prüfung einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung auf dem Fuß. So wird das Kollektiv zügig bereinigt, für die versicherte Person ist die folgende Kündigung mit Wechsel in den Basistarif bei einer anderen Gesellschaft allerdings eine mittlere Katastrophe.

    Welchen Versicherer würden Sie denn empfehlen, wenn die Ecke "stabile Beiträge" des magischen Dreiecks fokussiert wird?

    Diese Ecke öffnet sich nach unserem Verständnis erst, wenn man vorher die sinnvollen und notwendigen Leistungskriterien geklärt hat. Gerade beim Thema AHB und Reha trennt sich sehr schnell die Spreu vom Weizen und es bleibt letztlich nur noch eine Handvoll Versicherer übrig, die qualitativ in Fragen kommen.

    Ohne Ihre detaillierten Anforderungen an eine "gute" private Krankenversicherung zu kennen, lässt sich diese Frage nicht seriös beantworten. Sind beide Angebote vom gleichen Makler? Weshalb hat er Ihnen genau diese beiden Gesellschaften empfohlen?

    Ich verstehe auch nicht ganz, was Sie mit "Da ich vom Alter vermutlich nicht mehr sinnvoll die PKV wechseln kann und vermutlich nicht die Ergänzungbausteine zu buchen kann, würde ich mich jetzt gerne final entscheiden." meinen. Da Ihnen ein Angebot mit Risikozuschlag vorliegt, scheinen Sie nicht auf die Öffnungsaktion angewiesen zu sein. Dann unbedingt auch Beihilfeergänzungstarife dazu buchen!

    Falls du von der Debeka weg wechseln möchtest, solltest du berücksichtigen, dass du einen Teil deiner Altersrückstellungen verlieren wirst. Denn der Übertragungswert besteht nur aus den Altersrückstellungen, die den Basistarif abdecken. Bei einer Versicherungszeit von über 10 Jahren macht daher ein Anbieterwechsel keinen Sinn mehr. Ich würde an deiner Stelle sowieso erstmal prüfen, welche Möglichkeiten du im Rahmen des internen Tarifwechselrechts bei der Debeka hast. Falls du noch in einem alten Bisex-Tarif bist, solltest du dir ein Angebot zu den Unisex-Tarifen erstellen lassen. Diese sind beitragsstabiler als die Bisex-Tarife und haben einen etwas besseren Leistungsumfang.

    Es mag überraschen, aber dem stimme ich größtenteils zu. Gerade bei längerer Vorversicherung würde ich immer erst mal Optionen innerhalb der Gesellschaft prüfen und nur komplett wechseln, wenn besonders wichtige Anforderungen an die Leistungen des Tarifs nicht erfüllt werden.

    Die Kombination aus BU + Rente hat in den meisten Fällen tatsächlich Nachteile und es gibt nur wenige Gründe, die dafür sprechen.
    Gerade die Dienstanfängerpolice der DBV hat den Vorteil, dass der Beitrag in den ersten Jahren subventioniert ist und dass es der einziger Anbieter ist, der eine Beitragsbefreiung der Rentenversicherung bei Dienstunfähigkeit hat.
    Die Basis-Rente hat den Vorteil der Absetzbarkeit. Im Gegenzug muss die BU Rente aber auch sehr hoch versteuert werden.

    Trotz des beeindruckenden Pseudonyms spricht daraus etwas fehlender Überblick.

    Welche gravierenden Nachteile sehen Sie denn "in den meisten Fällen"?

    Wer "subventioniert" die DAP der DBV - ist das ein geheimes Sponsoring für Beamte? :)

    Können Sie "muss die BU Rente aber auch sehr hoch versteuert werden" konkretisieren? Mit welchem Rechenweg kommen Sie zu dieser Aussage? "Sehr hoch" wäre für mich ein höherer Steuersatz bei der Versteuerung der BU Rente als bei der Absetzbarkeit. Haben Sie schon mal über Eintrittswahrscheinlichkeiten nachgedacht?
    Eintrittswahrscheinlichkeit Absetzbarkeit Beitrag = 100%
    Eintrittswahrscheinlichkeit Versteuerung BU Rente = 20-25%

    Gibt es vielleicht eine Lösung, wie sich das Problem der Versteuerung der BU Rente bereits bei Abschluss angemessen berücksichtigen lässt?

    Mit fachlich fragwürdigen Allgemeinplätzen ist anderen hier Rat Suchenden wenig gedient.

    Ich bin daher auf der Suche nach einer Versicherungsgesellschaft, die langfristig die bestmögliche Beitragsstabilität einerseits und geringe Beiträge andererseits miteinander vereint – selbstverständlich zulasten des Leistungsumfangs (aber bezahlen muss ich ja schließlich eh😉).

    Sie beschreiben schön das magische Dreieck der privaten Krankenversicherung:

    • Leistungsumfang - gute Leistungen
    • Stabile Beiträge
    • Niedrige Beiträge

    Alle drei Kriterien lassen sich nicht maximal kombinieren.

    Menschen, die genügend verdienen, um sich privat krankenzuversichern, verstehen meistens, worauf es langfristig ankommt. Deshalb priorisieren ca. 98% der von uns beratenen Kunden gute Leistungen und stabile Beiträge. Sie entscheiden sich deshalb für eine „gute“ private Krankenversicherung und nicht für eine „billige“ PKV.

    Interessant ist, dass die Makler mit teils unterschiedlichen Softwareprogrammen arbeiten. Während manche mit „Levelnine“ arbeiten, arbeiten andere mit „psponline“. Diejenigen, die mit „psponline“ arbeiten, haben deutlich gemacht, dass die Software „Levelnine“ angeblich einen in Teilen veralteten Datenstand aufweist.

    My two Cents:

    Psponline (früher Volz) ist eine vertrieblich gut gemachte, etwas einfacher gestrickte PKV-Verkaufssoftware Was wir über unsere Kunden mitbekommen, gehen die PSP Anwender in der Beratung DEUTLICH weniger in die Tiefe. Leistungsunterschiede treten mangels ausreichender Anzahl detaillierter Vergleichskriterien nicht klar zutage, so dass z.B. bei der Kurzberatung eines Vermittlers ein immer wieder gleicher alter (englisch "old") Lieblingsanbieter aus dem Norden trotz eklatanter Leistungsschwächen gut dasteht und aufgrund von Beitrag und vermeintlicher Beitragsstabilität in 99% der uns bekannten Fällen empfohlen wird.

    Wir arbeiten mit Levelnline, einer PKV-Analysesoftware für anspruchsvollere Beratung. Dort können Leistungsunterschiede mit rund 200 Vergleichskriterien in einer ca. 140-seitigen Vergleichsdokumentation deutlich differenzierter dargestellt werden. Die Beratung dauert zwar etwas länger, unsere Kunden können danach aber für sich informiert entscheiden, welche Kriterien ihnen wichtig sind, welcher Anbieter / Tarif diese in welchem Maß erfüllt und was sie bereit sind, dafür auszugeben. "Veralteter Datenstand" ist grober Unfug, Software und Daten werden permanent gepflegt und aktualisiert. Damit sollen vielleicht die genannten Schwächen von psponline bemäntelt werden.

    Eines meiner wichtigsten Learnings war: Die Makler versuchen im Regelfall, den Leistungsumfang zu maximieren. Dies hat nicht zuletzt für den Makler den Vorteil, eine höhere Provision zu erhalten. Dies ist zunächst einmal legitim.

    Die Provision, aka Courtage, ist ein Nebeneffekt, der bei Beamten mangels größeren Beitragsunterschieden aber relativ gering ausfällt.

    Generell sollte man bei der Auswahl einer PKV den - verbindlich vertraglich geregelten - Leistungsumfang in den Vordergrund stellen, nicht vermeintliches "Sparen". Schon gar nicht bei Beamten, die für ihre PKV ohnehin jetzt und als Pensionär nur einen Bruchteil der Beiträge von Nicht-Beamten zahlen.

    Über BUV habe ich noch keine Gedanken gemacht, aber muss ich leider auch. man weiß ja nie. Aber ich bräuchte dann, glaube ich, eine BUV mit Dienstunfahigkeitsklausel bzw. Lizenzverlustklausel, so ähnlich bei Piloten. gibt es da Empfehlungen?

    Sind Sie Fluglotse oder Flugdatenbearbeiter? Dann ist eine LOL Klausel durchaus sinnvoll. Einfach Termin buchen, dann klären wir das gemeinsam mit Ihnen.

    Qualitativ ist die Generali BU aus unserer Sicht - wie auf unserer Website "Beste Berufsunfähigkeitsversicherung" ausführlicher nachzulesen - ein "Dacia" mit geringerer Leistungswahrscheinlichkeit. Also ein Auto mit nur 3 statt 5 Sternen im NCAP Crashtest. Damit möchte man eher keinen Unfall erleben.

    126 EUR Beitrag für 1.570 BU Rente ist - je nach Risiko des ausgeübten Berufs - eher teuer. Mit günstigem Beruf sollte der Beitrag bei voller Konfiguration (Endalter 67, AU Klausel, 3% Leistungsdynamik) eher so bei 4% der versicherten BU Rente liegen.

    Beträgt Ihr Nettoeinkommen wirklich nur 1..570 EUR Tworld ? Sonst wird es bei BU etwas knapp, davon auch noch fürs Alter zu sparen.

    Fazit: Je nach Gesundheitszustand würde ich hier schon über Veränderungen nachdenken - mit fachkundiger Hilfe und immer erst mal verbindlich klären, zu welchen Konditionen eine neue BU möglich ist, bevor man an der alten BU etwas ändert. Und bitte mit den Gesundheitsfragen sehr sorgsam umgehen!

    Ich sag mal so die Gene die ich bekommen habe sind nicht unbedingt die womit man 100jahre alt wird. Krebs Herz usw alles in der Familie egal ob Raucher oder nicht. Dazu mein Lebensstil in den letzten 24 jahren. Mit Glück hab ich ein paar Jahre was von der Rente aber nur mit Glück.

    Vorteil dieser "Strategie": Man muss weniger fürs Alter sparen.

    Mit dieser Erkenntnis könnte man aber vielleicht auch darüber nachdenken, den Lebensstil zu ändern, um länger etwas vom Leben (und vom Erbe) zu haben? :)

    Ist eine Bu so teuer? Ich habe mich damit nie beschäftigt weil ich mit 90% Sicherheit von der Arbeit ins Grab wandern werde.

    Worauf basiert Ihre Annahme, mit 90% Wahrscheinlichkeit am Arbeitsplatz zu sterben? :)

    Eine BU kostet je nach Ausbildung und Beruf ca. 4-10% der versicherten BU Rente. Das kann man sich also durchaus leisten.

    Sobald Sie von Ihrem Kapital verlässlich und auskömmlich leben können und nicht mehr auf Ihre Arbeitskraft angewiesen sind, kann man auch wieder darüber nachdenken, die BU zu kündigen.

    Warum genau sollte man in die Röhre schauen, wenn man eine BU in der Höhe des aktuellen Nettos hat? dann kann man doch weiterhin Rücklagen aufbauen, auch wenn man BU ist, weil der Lebensstandard nicht groß anders ist.

    Bei den meisten Menschen liegt der korrekt berechnete BU Bedarf über ihrem Nettoeinkommen!

    • Ausgaben (fix + variabel)
    • + Krankenversicherung (21,7% der BU Rente, ohne Arbeitgeberanteil)
    • + Altersvorsorge (für Versorgung ab 67, mind. in Höhe der BU Rente, ohne weitere Einzahlungen in GRV) - das sind schnell mal um die 1.000 EUR!
    • + Steuern

    Mehr als das Nettoeinkommen lässt sich leider i.d.R. nicht versichern bzw. nur mit etwas geschickter Kreativität.