Beiträge von Dr. Schlemann

    Wenn

    1. Ihre aktuelle BU nicht Ihren Bedarf (i.d.R. Nettoeinkommen) absichert und
    2. eine andere BU gesundheitlich tatsächlich nicht möglich ist (es gibt je nach Beruf z.B. die eine oder andere Sonderaktion wie auch auf unserer Website beschrieben),

    dann würde ich diese Chance definitiv nutzen.

    Spoiler: Vermutlich sind das keine Gnadentaten für einen erlauchten Kundenkreis, sondern vertraglich garantierte Nachversicherungsmöglichkeiten. :)

    Null.

    LVM arbeitet wie die Debeka, HUK oder Provinzial nicht mit Maklern zusammen.

    Stimmt. Das ergibt sich auch völlig transparent aus unserer Website und Beratungsdokumentation:

    "(Direkt-)Versicherer, die nicht mit Maklern zusammenarbeiten, vermittelt der Makler nicht. Die Markt- und Informationsauswahl deckt i.d.R. große Teile des Marktes ab (Link zur entsprechenden Seite auf unserer Website), ist insoweit jedoch eingeschränkt."

    Ein Beispiel ist übrigens das geliebte Thema "Vergreisung von geschlossenen Tarifen", auf das ich hier eingegangen bin:

    Unzutreffende Aussagen werden durch Wiederholung nicht richtiger. Und nur weil ich nicht jedes Mal erneut widerspreche, soll bitte nicht der Eindruck entstehen, ich würde zustimmen. :)

    Wie ein früher Ford-Chef von mir es mal passend zu dieser Situation formuliert hat: Don't dig up old granny to see if she's duly dead. Irgendwann könnte man alte Themen mal gut sein lassen? Oder wurmt es Sie immer noch Felice , dass ich Ihnen hier nicht beipflichte und auch nicht beipflichten werde? :)

    Gibt es eine Möglichkeit bei der Versicherung eine rechtsverbindliche Aussage zu ihren Leistungen anzufordern?

    Wie haben Sie den Vertrag denn abgeschlossen? Solche Fragen klärt üblicherweise der Sie und den Vertrag betreuende Versicherungsmakler.

    Falls Sie den Vertrag online abgeschlossen haben, z.B. über Check24, dann fragen Sie dort doch einmal nach Unterstützung. :)

    Plan B: Die Versicherung selbst anschreiben, Situation schildern und auf eine sinnvolle Antwort hoffen.

    Meine persönliche Handlungskonsequenz ist: Aufgrund der gegebenen Regulatorik werde ich bei der Debeka bleiben. Wirklich glücklich bin ich mit dieser Entscheidung nicht.

    Das kann ich verstehen. Hoffentlich haben die bisherigen 84 Beiträge in diesem Thread dann immerhin für andere Ratsuchende den Nutzen, sich lieber von Anfang an leistungsstärkere und beitragsstabilere Gesellschaften / Tarife als die Debeka zu suchen.

    Hui, Ihnen scheint Beratung richtig Freude zu machen? :)

    Ich hätte nicht gedacht, dass sich das noch weiter steigern lässt!

    Da lobe ich mir dann doch die Honorarberatung. Wenn Beratung etwas kostet, überlegt sich der Ratsuchende deutlich genauer, wie viele Menschen er zur gleichen Frage für sich arbeiten lässt.

    Schön wäre es, wenn mit den Ressourcen anderer menschlicher Wesen, die mit ihrer Arbeit ihren Lebensunterhalt finanzieren, auch dann verantwortungsvoll umgegangen wird, wenn dafür netterweise kein Geld verlangt wird.

    Hallo Augustine, Ihre Situation ist wirklich nicht einfach.

    Ob eine Unfallversicherung für Sie noch sinnvoll ist, hängt im Wesentlichen von zwei Punkten ab:

    1. Mitwirkung von Krankheiten
    Viele ältere Tarife kürzen oder verweigern Leistungen, wenn Krankheiten am Unfall mitgewirkt haben (z. B. ab 25 % oder 50 %). Bei bestehenden schweren Einschränkungen führt das schnell zu Diskussionen. Gute moderne Tarife verzichten jedoch komplett auf die Mitwirkungsanrechnung – dann wäre es unerheblich, ob Ihre Vorerkrankung den Sturz begünstigt hat.

    2. Vorinvalidität
    Entschädigt wird nur die zusätzliche unfallbedingte Verschlechterung. Bestehende Einschränkungen werden abgezogen. Entscheidend ist also, ob durch einen Unfall überhaupt noch eine relevante zusätzliche Invalidität erreicht werden kann (z.B. 50 % in Ihrem Vertrag).

    Fazit
    Mit einem älteren Tarif mit Mitwirkungsregel und hoher Einstiegsschwelle sehe ich die Leistungswahrscheinlichkeit eher kritisch. In einem modernen Tarif ohne Mitwirkungsanrechnung kann eine Unfallversicherung dagegen durchaus noch sinnvoll sein – vorausgesetzt, Beitrag und mögliche Leistung stehen in einem vernünftigen Verhältnis.

    Hilft das?

    Augustine das klingt in deinem Fall schwierig und schreit geradezu nach einem Versicherungsfachmann, ich weiß nur nicht ob ein vernünftiger Versicherungmakler (wie Hoesch&Partner oder Dr. Schlemann ) da überhaupt tätig werden.

    Danke für Ihre nette Empfehlung als "vernünftiger Versicherungsmakler". :):thumbup:

    Wir beraten nicht isoliert zu kleineren Versicherungen, aber ich versuche trotzdem gerne etwas weiterzuhelfen.

    Um neue Abschlusskosten zu vermeiden, ist es überlegenswert, eine:n Honorarberater:in zu konsultieren. Während der:die Honorarberater:in unmittelbar bezahlt werden muss (Stundensatz meist zwischen 100 Euro und 250 Euro zzgl. MwSt. laut Google-KI), werden die Abschlusskosten im Rahmen einer provisionsbasierten Beratung auf die ersten 5 Jahre verteilt („Zillmerung“). Daraus ergeben sich wiederum nicht unerhebliche Nachteile für die Honorarlösung: Dieser Betrag könnte sonst über viele Jahre hinweg bis zum Ruhestand rentierlich am Kapitalmarkt angelegt werden. Bei einer Anlage in einen breit gestreuten ETF (konservative Annahme: Verdoppelung alle 10 Jahre) können aus heute 2.000 Euro in 30 Jahren 16.000 Euro werden – genügend Geld für eine echte Beitragsentlastung.

    Um auf diesen Punkt genauer einzugehen: In der PKV gibt es (so gut wie) keine echten Nettotarife. Das liegt u.a. an § 48c VAG i.V.m. § 204 VVG.

    Das heißt auch bei Nutzung eines Honorarberaters fallen i.d.R. die gleichen Abschlusskosten an. Insofern mag die Beauftragung eines Honorarberaters das Gewissen beruhigen, sie macht den PKV Abschluss durch das zusätzliche Honorar aber teurer und nicht billiger.

    Zusätzlich gibt's beim Beratungshonorar, das durch die Umsatzsteuer 19% teurer wird, weder Arbeitgeberzuschuss noch steuerliche Absetzbarkeit - anders als beim Beitrag eines Bruttotarifs.

    Bedenke bitte, dass Dr. Schlemann keine Debeka-Verträge vermitteln kann und ihm (wie auch anderen Maklern) die Debeka aufgrund ihrer Marktmacht ein Dorn im Auge sein könnte.

    Schon erstaunlich, dass dieser Dr. Schlemann in diesem Fall erkennbar dazu tendiert, bei der Debeka zu bleiben. Und das obwohl er (oder ein anderer Versicherungsmakler) mit einem Wechsel Geld verdienen könnte.

    Möglicherweise sind doch nicht alle Versicherungsmakler geldgierige Hyänen, sondern beraten bedarfsgerecht?

    Nur mal so als ganz theoretische Möglichkeit ... :)

    Welche PKV-Anbieter empfehlen Sie, Herr Dr. Schlemann, denn grundsätzlich, wenn Kund:innen die Ecke „stabile Beiträge“ des magischen Dreiecks der PKV optimieren wollen?:)

    Ich glaube das hatten wir weiter oben schon einmal. Es gibt nicht "DEN EINEN Anbieter", der Kriterien optimal erfüllt. Das ist - jedenfalls bei uns - eine sehr individuelle Entscheidung nach ausführlicher Beratung. Da kommt nicht - wie nach unserer Kenntnis an anderer Stelle - immer z.B. die Alte Oldenburger heraus. :)

    Ich frage nun nach, ob man die BU in einen eigenständigen Vertrag umschreiben kann.

    Das hat der Versicherer ja glaube ich schon beantwortet.

    Wenn Sie weiterhin gesund sind, kann man mal prüfen, ob ein Neuabschluss sinnvoll / günstiger wäre. Häufig spricht mehr dafür, den alten Vertrag weiterlaufen zu lassen. Ohne genaue Kenntnis der Umstände (alter Tarif, aktueller Beruf, Alter, Gesundheit, etc.) lässt sich das aber nicht wirklich beantworten.

    @Dr Schlemann: Das sind letztlich die Angebote die bei der Risikovoranfrage rausgekommen sind neben (Universal, hallesche, allianz, Signal Iduna)

    Bei dieser Auswahl würde ich die Versicherbarkeit noch mal von einem Fachmann prüfen lassen. Mit sorgfältig aufbereiteten Gesundheitsangaben erhalten wir manchmal günstigere Voten als andere Vermittler.

    Bisher war ich mit meiner GKV zufrieden, und habe eigentlich auch keine Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen, ich vermute auch, dass das so bleibt -- daher würde vermutlich die AO vom Umfang vermutlich reichen.

    Böser Denkfehler! Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass Ihre Gesundheit sich künftig nicht nachteilig verändert? Jedenfalls ist das bei den meisten anderen Menschen so wenn sie älter werden. Als Beamter erhalten Sie in der PKV mit Beihlfe schon 50% "Rabatt". Da wird vernünftige Sparsamkeit schnell zum unvernünftigen Geiz. Deshalb sollten Sie sich gerade als Beamter einen leistungsstarken Tarif "gönnen"!