Beiträge von FinanztipUser

    diese Statistiken sind nett, sagen aber nichts darüber aus, wie/ob sich ein Investment lohnt.

    Genau: Diese Statistik bzw. der Kurvenverlauf sagt nichts über Einzelfälle und Einzelimmobilien aus. Sie sagt aber etwas aus über die Immobilienpreisentwicklung in München insgesamt. Und genau diese Aussage würde ich mir sehr genau anschauen, gerade weil man sich mit einer Einzelimmobilie davon kaum abkopppeln kann auf mittlere/lange Sicht…

    Wie ich mit einem Aktieninvest bei 1,2 Mio vorhandenem Eigenkapital Ende 2019 zu jetzt 3,4 Mio (Wert - Restschulden) und bisher 400k€ Ertrag kommen soll, sehe ich nicht...

    Das würde ich im Vergleich mit dem breiten Aktienmarkt auch nicht sehen und Immobilien können im Einzelfall massiv lohnen und auch deutlich besser laufen, als der Aktienmarkt. Sie sind aber auf lange Sicht und insbesondere kreditgehebelt auch ähnlich riskant, wie der Aktienmarkt. Auch wenn man die Wertveränderungen nicht so transparent sieht wie beim Blick ins Depot…

    Nochmal: Ich will Immobilieninvestments zum Vermögensaufbau überhaupt nicht in Frage stellen oder kritisieren! Mach ich ja selbst aus unterschiedlichen Gründen. Nur was man aus der relativ steilen Flanke im Anstieg der Preise in München nach der Finanzkrise ablesen kann, ist meiner Leseart nach: Es kann auch ähnlich steile Korrekturen nach unten geben! Und dann würde ich persönlich nicht unbedingt damit rechnen, dass es bei den gut -40% über die 18 Jahre der letzten Preiskorrektur bleibt. :/

    Ich hab immer noch das Gefühl, du wirfst a) die durchaus guten Argumente für den Vermögensaufbau (in deinem Fall durch Immobilien) zusammen mit b) den Argumenten für das langfristige Fahren einer 90+% Immobilienquote im Gesamtvermögen und c) den Überlegungen und Strategien zum Vermögenserhalt.

    Ich würde versuchen, das auseinanderzuhalten und wirklich getrennt zu betrachten für gute Schlussfolgerungen und Lösungen in Punkto Vermögensaufstellung.

    Man darf sich bei Immobilien nicht vom Rezenzeffekt blenden lassen. Auch München hatte schon andere Zeiten und wie die kommenden 20 Jahre werden, weiß kein Mensch. Ich vermute allerdings, dass es harte Zeiten werden. Gute Renditen konnte man in München mit Immobilien in sehr wenigen Zeiträumen erwirtschaften. Die letzten 20 Jahre gehören definitiv dazu. Davor sah es nicht so prickelnd aus.

    Eben und genau für so ein Szenario wie das über diese 18 Jahre mit einem Preisverfall um über 40% sollte man sich halt auch wappnen. Ich finde nach wie vor, dass "deutsche Wohnimmobilien" und "Aktien-Global" sich als Anlageklasse gut ergänzen... ;)

    sie unterscheidet bei Anlagen zwischen: "Geld", Immos und Gold...

    Keine ganz schlechte Unterscheidung in meinen Augen, wenn man eben noch Aktien (wichtig!) und (Staats-)Anleihen ergänzt... ;)

    Im Ernst: Wir unterhalten uns hier oft über die Details innerhalb der Assetklassen (genaue Aktienauswahl, Lage/Zustand der Immobilien, etc.), dabei ist die primäre Entscheidung mit der größten Tragweite doch die zwischen den Asset-Klassen.

    Ansonsten: Dann sind wir ja d'accord, mir persönlich wäre eine Immobilienquote von 0% des Anlagevermögens (eigene Wohnimmobilie lass ich da raus) auch zu wenig, aber vielleicht findet ihr ja irgendwas zwischen 0 und 100%? Und damit eine Lösung, die für euch passt und bei der ihr die Risiken so streut, dass es nüchtern betrachtet bzw. ökonomisch gesehen a) halbwegs rational ist und ihr euch auch noch b) damit wohlfühlt. Glaube da seid ihr auf einem Guten Weg! :thumbup:

    Zitat

    "Ist das nötige Geld vorhanden, ist das Ende meistens gut." B. Brecht

    (Quelle: https://zitate-fibel.de/zitate/bertolt…de-meistens-gut)

    Taust fällt es finanziell schwer, sich von seinen Immobilien vor Ablauf der Spekulationsfrist zu trennen. Das dürfte jeder, der sich der Steuersituation bewußt ist, genauso sehen.

    Natürlich, deswegen wäre ja ein mögliches Ende der Spekulationsfrist ein guter Zeitpunkt für eine Umschichtung. Genau wie das Auslaufen von Krediten, zusätzliche Einkünfte durch Renteneintritt/Rentenzahlungen, etc. Bei all diesen Gelegenheiten könnte man sich überlegen, die Asset-Allokation nach den individuellen Vorstellungen anzupassen.

    Ich persönlich würde dabei auch die Wünsche und absehbaren Perspektiven der Kids mit einbeziehen (Eigennutzung einer der Immobilien realistisch? Baumöglichkeiten auf den Grundstücken vorhanden? Wunsch, überhaupt selbst Vermieter/in zu werden? ...). Vielleicht ergibt sich ja schon daraus, dass es Sinn macht, einen höheren prozentualen Anteil des Vermögens in anderen Anlageklassen (Aktien, Anleihen) umzuschichten, die man besser bewerten, aufteilen oder auch nach einer Schenkung (ggf. mit Nießbrauch) dann einfach im Depot liegen lassen kann?

    Mir wäre nur der "Makro"-Blick auf das Vermögen wichtig. Also nicht nur die Frage, welches Kind bekommt welche Immobilie? Sondern insgesamt: Wie ist man als Familie mit dem Gesamtvermögen aufgestellt? Und wenn dann für die gesamte Familie die Immobilienquote des liquiden Gesamtvermögens (i.H.v. 5 Mio €) bei über 90% liegt und die Immobilien am besten noch alle in einer Region, dann wäre mir das wie gesagt viel zu riskant und auch zu unflexibel für alle Szenarien, die die Zukunft noch bringen könnte...

    Und aktuell sehe ich das ganz einfach: wie wäre es gewesen, wenn ich das ganze Eigenkapital über die Zeit breit in den Markt gesteckt hätte, vs. es in Immobilien zu investieren.

    Der Markt ist die letzten Jahre sehr gut gelaufen, ohne Frage, aber zu dem Vermögen das ich jetzt habe, wäre es bei weitem nicht gekommen...zudem wäre ich mir nicht sicher, ob ich das in den stark volatilen Phase durchgestanden hätte, wenn da alles an Geld drin gewesen wäre was ich hatte.

    Alles richtig und mir geht es nicht um die historische Entscheidung auf Immobilien zu setzen, die hat sich ja rückblickend - Stand heute - als erfolgreich rausgestellt bzw. war richtig! Rein ökonomisch gesehen ist es aber völlig egal, ob man 5 Mio € mit Immobilien, Aktien, Bitcoin oder Tagesgeld aufgebaut hat. Nur solltest du dich m.E. jetzt fragen: Bin ich nicht langsam in einer anderen Phase (Vermögenserhalt statt Vermögensaufbau)? Und wenn du diese Frage mit "ja" beantwortest, dann ergeben sich daraus eben Konsequenzen... Kommer beschreibt in dem Blog die Situation, in der du gerade steckst, ziemlich gut. Jeder, der erfolgreich Vermögen aufgebaut hat, hat dies mit Risiken getan und "hängt" emotional verständlicherweise am Aufgebauten. Du bist neben dem Job im Grunde "Immobilienunernehmer", Firmeninhabern fällt es regelmäßig schwer, das eigene Unternehmen auch nur anteilig zu verkaufen. Zum Vermögenserhalt braucht es aber etwas anderes bzw. eine andere Einstellung zum Thema, zumindest wenn man rational an die Sache rangehen möchte.

    Dass das aktuell ein Klumpenrisiko ist, ist mir völlig bewusst und das werde ich auch ändern wenn es an der Zeit ist. Aktuell hängen da aber Steuervorteile von rund 200.000€ dran die ich verlieren würde, wenn ich jetzt statt in 6 Jahren anfange umzuschichten...

    Völlig fine, deswegen ja der Vorschlag einen Zeitpunkt in der Zukunft (z.B. Alter 60, regulärer Renteneintritt, Kreditfälligkeit, etc.) zu definieren, bis zu dem ich dann die Ziel-Allokation erreiche. Ich bin zur Zeit selbst mit über 90% in Immobilien (inkl. Kredithebel) finanziert, baue aber parallel ein Aktienportfolio auf, dass dann im Alter von 60 etwa dem Wert der Immobilien entsprechen sollte. Das ist sicher kein Vorgehen für jeden, aber längerfristig nur auf Immobilien setzten, wäre mir viel zu riskant. Und die Immobilien werden eben auch nicht weniger riskant, wenn viel Herzblut und Arbeit drin steckt, wenn man (zurecht?) stolz auf die selbst erbauten Immobilien ist u.s.w. Ökonomisch bleibt es ein gewaltiges Klumpenrisiko, wenn man mit z.B. 5 Mio € in Wohnimmobilien investiert ist. Und dieses Klumenrisiko würde ich über die Zeit (unter Berücksichtigung der Finanzierungen, Steuer, etc.) eben abtragen, um nicht dauerhaft so ein gewaltiges Risikoexposure zu haben.

    Die finale Lösung muss natürlich zu dir passen! Ich persönlich könnte bei 5 Mio € z.B. gut damit leben, 2 Mio € in den vermieteten Immobilien zu belassen, 2 Mio € in weltweit gestreute Aktien zu packen und 1 Mio € im Depot dann festverzinslich mit Anleihen auch nochmal breit zu streuen über Währungsräume, Emittenten und das ggf. mit einer Beimischung Gold/Bitcoin je nach Geschmack.

    Versteh mich nicht falsch: Aber meiner Wahrnehmung nach wärst du erst dann sozusagen finanziell "belastbar" frei, wenn das Risiko deines Vermögens rational gesehen eben maximal gesenkt wurde. Angenommen das Flughafenprojekt kommt und Immobilien für 5 Mio € liegen dann plötzlich in der Einflugschneise was neben einem allgemeinen Wertrückgang der Immobilien durch weiterhin hohe Zinsen dann z.B. zu einem Kaufpreisrückgang von 50% führen könnte. Wäre die Situation dann noch so super, wenn du mit einem verbleibenden Immobilienwert von 2,5 Mio € dann noch über 1 Mio € Schulden hast? Die Alterseinkünfte würden dir voraussichtlich immer noch reichen, meine These wäre aber: Du würdest dich ziemlich ärgern über diesen Verlust an Bestandsvermögen...

    Es fällt emotional immer schwer, sich von aufgebauten Assets zu trennen. Wirtschaftlich rational zum Vermögenserhalt ist wie gesagt die maximale Streuung insb. über Asset-Klassen und auch die Inkaufnahme von niedrigen Renditen bei Sicherheitsbausteinen. Auch wenn es kontraintuitiv scheinen mag, sich von so gut gelaufenen Immobilien zu trennen...

    Selbst dann: So what? Der TE ist jetzt schon finanziell unabhängig, er hat an regelmäßigen Einkünften ein Mehrfaches seines Bedarfs.

    Das ist doch unbestritten, nur wäre er doch genauso finanziell unabhängig, wenn er z.B. die Hälfte des Immobilienvermögens in ausschüttende Welt-Aktien-ETF packen würde, er hätte (dann anteilig durch Dividenden neben den Mieten) immer noch regelmäßige Einkünfte oberhalb seines Bedarfs. Er wäre dabei aber um Lichtjahre besser diversifiziert als aktuell, wo er praktisch alles auf Immobilien setzt…

    Die Vererberei ist nochmal ein ganz anderes Thema, das hat der TE schon gesagt. Wenn ich ihn recht verstanden habe, hat er sein Vermögen selber aufgebaut.

    Wenn etwas übrig bleibt, sollte das sicherlich an die Kinder gehen, aber eine Verpflichtung, sein Vermögen für die Erben zu mehren, sehe ich nicht.

    Was ich aus dem Thread rauslese: a) Taust will seinen Kindern das bisherige Vermögen vererben und b) dafür den Wert des Vermögens möglichst gerne erhalten. Um vermehren gehts mir dabei gar nicht, wie gesagt: Vermögensaufbau und Vermögenserhalt sind zwei paar Schuhe.

    Wenn das meine Ausgangslage wäre (und meine ist nicht so groß anders), dann würde ich gerade in Hinblick auf den finalen Renteneintritt (auch bei Ausstieg aus dem Job jetzt) überlegen, wie ich z.B. mit Mitte 60 aufgestellt sein will. Im Interesse der Kinder wäre mir Vermögenserhalt sehr viel wichtiger als Rendite und auf so einen Zeitpunkt bezogen würde ich die Anlageklassen eben entsprechend gewichten…

    Nochmal konkret: Wo liegen die Immos, Nähe von München? Angenommen der neue Flughafen der Stadt würde genau dort gebaut oder andere Standortrisiken schlagen zu: Warum nicht breiter streuen um solchen Risiken zu begegnen, gerade im Interesse des Vermögenserhalts?

    Gerade wenn man die die oft genannte finanzielle Freiheit erreicht hat, wird Risikostreuung und Risikoreduktion in meinen Augen noch wichtiger als beim Vermögensaufbau. Beim Vermögensaufbau muss man zwangsläufig höhere Risiken eingehen, beim Vermögenserhalt würde ich sie eher meiden. Vll. hilft der Blog-Beitrag von Kommer um den Punkt nochmal zu verdeutlichen?

    Der große Unter­schied zwischen reich werden und reich bleiben
    Für reich werden und für reich bleiben gelten unterschiedliche Erfolgsfaktoren. Wir zeigen welche und warum sie stark voneinander abweichen.
    gerd-kommer.de

    @Achim Weiss: Wenn man deine Logik weiterdenkt, müsste einen selbst ein Einzelinvestment in eine Anlage mit marginaler Rendite nicht tangieren, so lange die investierte Summe nur groß genug ist! Jede Risiko-Überlegung fällt dann hinten runter.

    Mir geht es um Überlegungen zur rationalen Asset-Allocation zum Vermögenserhalt und nicht um die absolute Höhe oder Schwankung der abgeworfenen Erträge…

    Und Strategien zum Vermögensaufbau und zum Vermögenserhalt sind aus guten Gründen oftmals ziemlich gegensätzlich.

    Gut vermietete Wohnimmobilien werden nicht ungespitzt in den Boden gehen

    Und die [Mieten] würden eher nicht um 30% zurückgehen.

    Bei beiden Aussagen wäre ich mir alles andere als sicher! Und das sage ich als (gemessen an Leuten wie Kommer) geradezu Fan von Immobilen, der auch langfristig mehrere Wohneinheiten zu vermieten gedenkt… :/

    Das muß ihn nicht groß tangieren.

    Die Frage ist doch: Was will ich erreichen?

    1. Bestmögliche Rendite gemessen am Risiko? Wird nicht klappen mit einer Asset-Klasse, erst recht nicht Immobilien…

    2. Vermögenserhalt optimieren bzw. Vermögen sichern? Wird noch weniger klappen, wenn man langfristig nur auf eine Anlageklasse setzt.

    Gerade wenn das Vermögen weitgehend an die nächste Generation gehen soll, würde ich niemals auf nur eine Anlageklasse oder ein paar wenige Aktien von Großunternehmen setzen, egal wie viel beides in absoluten Zahlen abwirft, wenn man Unsummen darein investiert…

    Taust:

    Mach die vll. wirklich nochmal klar: Du setzt praktisch alles auf eine Karte (die sehr eng gefasste und wenig mobile Asset-Klasse „deutsche Wohnimmobilien“)! Die sind die letzten 20 Jahre ziemlich gut gelaufen, aber das gibt dir keine Garantie, dass Immobilien hier in Deutschland nicht wie in den 30 Jahren davor real gewaltig an Wert verlieren können.

    Ich selbst bin für meinen Geschmack auch zu immobilienlastig unterwegs, das kann ja unterschiedliche Gründe haben, auch nostalgische, familiäre, etc. Aber ich peile bis zum Renteneintritt an, etwa die Hälfte meines liquiden Vermögens in Aktien und nur noch die andere Hälfte in Immobilien zu halten. Sobald zwischen den Immos und den Aktien Parität besteht und die Altersversorgungsansprüche wie geplant ausfallen, dann würde ich den Rest bis zum finalen Renteneintritt dann als zusätzliche Vermögenssicherung tendenziell in Staatsanleihen und ggf. Gold packen. Falls die deutschen Immobilien abschmieren, hätte ich in der selben Größenordnung noch globale Aktien. Falls die anschmieren (hoffentlich noch physisch) die Immobilien und ansonsten halt noch ein paar Staatsanleihen und Gold auch wenn die absehbar keine Rendite bringen. Wie stehst du da, wenn der Immobilienmarkt in Deutschland wieder real um 30% und mehr einbricht, so wie in den 1980er/90er Jahren?

    Nießbrauch bei Schenkung kannst du bei Immobilien machen, bei Depots mit ausschüttenden ETFs auch. Das würde ich mir glaube ich an deiner Stelle nochmal genauer anschauen, damit wärst du beim Schenken ggf. auch flexibler…

    Für mich macht das keinen Sinn, da bin ich voll bei Factfulness und volcanosaucin.


    Deine Formel ist sinnvoll, wenn Du aktuelle Investitionen in potentielle neue Objekte vergleichst. Bei Dir ist der Fall jedoch anders. Du besitzt diese Objekte bereits. Du warst Dein eigener Projektentwickler. Betrachte die Differenz zwischen aktuellem Wert und Einstandswert als Lohn für Deinen "Zweitjob" als Immobilienentwickler.

    Ja und man betrachtet bei der Formel dann vor allem die Inflation und Zeit als die größten Freunde! :) Die allein machen einen dann grenzenlos reich, zumindest bezogen auf die so errechnete Eigenkapitalrendite in Prozent… Doof nur: Real kannst du in genau dem Zeitraum trotzdem massiv verlieren, selbst wenn diese Eigenkapitalrendite super aussieht! ;)

    Ansonsten wurde glaube ich fast alles gesagt: Die Schäfchen sind im Trockenen! Würde als Buch vll. am ehesten das aktuelle von Nikolaus Braun empfehlen. Und ich persönlich würde solche Summen definitiv breiter streuen als nur auf eine Anlageklasse. Das Risiko wäre mir viel, viel zu hoch, gerade wenn man damit in die Rentenphase einbiegt! Aber wie schon geschrieben: Die Entscheidung muss zu einem passen…

    Mein Problem ist nun, dass ich gerne bald wieder in Therapie gehen würde, um meine Kindheit aufzuarbeiten.

    Fraglich ist doch auch, ob das noch bis 5 Jahre nach diesem Akteneintrag warten kann. Wenn ja: Die Fragen (ambulant) erstrecken sich i.d.R. nur auf diesen Zeitraum. Je nach Zeitpunkt in 2023 sind es bald nur noch 3-4 Jahre…

    Falls möglich würde ich glaube ich die 3-4 Jahre abwarten bzw. aussitzen, in der Hoffnung, dass in dieser Zeit nichts problematisches dazwischenkommt…

    Bei einem „wackeligen“ Abschluss müsstest du 10 Jahre warten, bis die Frist zur Anfechtung rum ist. Das wäre noch länger und eben nicht rechtssicher in diesen 10 Jahren.

    Ansonsten: Mit einem Makler (wie Schlemann) schonmal ermittelt, ob es aktuell Angebote gibt? Ein guter Makler kann helfen, „wackelige“ Abschlüsse und damit Risiken zu vermeiden!

    Da du nach eigenen Angaben noch jung bist, reicht die Zeit ja ggf. für Lösungen!

    LG und viel Erfolg!

    ch frage mich, ob es sein kann, dass dennoch die Tarifbedingungen der Erwerbsunfähigkeitsversicherung gelten, obwohl ich diese ja theoretisch nicht mehr habe bzw. diese umgewandelt wurde. Kann mir evtl. jemand helfen?

    Hast du denn durch die Vertragsumwandlung neue Tarifbedingungen erhalten? Wenn nein, würde ich sie unter Verweis auf einen aktuell laufenden Vertrag/Tarif einfordern...

    Falls nach wie vor die Tarifbedinungen der alten EU-Versicherung gelten, dann wird dieser Weg nicht klappen. Das müsstest du aber im Detail klären...

    Da würde ich gleich einen ETF auf den ACWI-SRI-Index nehmem: breiter diversifiziert, größeres Fondsvolumen, günstigere Kosten und mit etwas besserer Performance als A2DTF3.

    Mit der breiterer Diversifikation/Streuung (also über mengenmäßig mehr Unternehmen) hast du natürlich Recht. Nur: Was ist denn mit den ganzen Überlegungen zu den Faktoren? Also Faktorinvesting?

    Auch der A2PHJT wäre mir zu wenig diversifiziert, aber wenn dich die gute Performance der Vergangenheit lockt ...

    Finde bei beiden ist die Performance der Vergangenheit für Vergleiche extrem wenig aussagekräftig, weil sie einfach viel zu kurz am Markt sind.

    Daher ja die Frage nach dem technischen Vorgehen bei der Faktorauswahl, der Gewichtung der entsprechenden Aktien, etc. Gibts hier Fans des Faktorinvestings, die sich damit bei Multifactor-ETFs schon mal genauer beschäftigt haben?

    Aktuell gibt es ja nur wenige Multifactor-ETFs und noch weniger mit solidem SRI-Filter…

    Gegenthese der GLS Bank: "Es gibt keine nachhaltigen ETFs" (https://blog.gls.de/finanzwissen/e…ein-ueberblick/)

    Sehe ich als altes GLS-Mitglied, Fan der Bank und ihrer Projekte und auch als Besitzer des GLS-Aktienfonds grundsätzlich ähnlich! ;)

    Vom SRI-Level einzelner ETFs her gibt es nur sehr große Unterschiede. Und aus ökonomischer Sicht will ich eben in den Weltmarkt (breiter gestreut als beim GLS-Aktienfonds) investieren. Und dabei bin ich bereit, einige (aber sicher nicht alle!) der Kröten zu schlucken, sie selbst die besten SRI-ETFs mit sich bringen. Hellgrün reicht dann also für mich als Anspruchsniveau aus, auch wenn ich weiß, dass der GLS-Aktienfonds besser bzw. dunkelgrün ist.

    Daher zurück zum Thema bzw. den o.g. Fonds: Wenn man für sich das Nachhaltigkeitslevel des ACWI-SRI-Index als ausreichend ansieht, dann sollte es von der Warte aus betrachtet ja passen. Im Gegenteil, insb. beim zweiten ETF: Da ja nochmal selektiver investiert wird, könnte (muss aber natürlich nicht!) das Ergebnis noch nachhaltiger im Sinne eines Ausschlusses sein, als der ohnehin schon stark gefilterte Ursprungsindex (ACWI-SRI).

    Spannend wirds dann m.E. wenn man im Detail auf die Faktorgewichtungen bzw. das Vorgehen beim Factorinvesting schaut.

    Hat das bei den o.g. beiden ETFs mal jemand gemacht?

    Hallo zusammen,

    jemand mit Interesse an SRI-Investments in den Weltmarkt UND Interesse an Factor-Investing sich mal mit dem Teil beschäftigt?

    Invesco Quantitative Strategies ESG Global Equity Multi-Factor UCITS ETF Acc | A2PHJT | IE00BJQRDN15
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Invesco Quantitative Strategies ESG Global Equity Multi-Factor UCITS ETF Acc (A2PHJT | IE00BJQRDN15) ➤ justETF…
    www.justetf.com

    Wenn ja: Was war euer Fazit? Anzahl an unternehmen nicht zu klein? „Aktiver“ ETF-Ansatz problematisch? …

    Bisher macht er das, was man davon erwarten würde: Besser Laufen als der Markt… :/

    Definitiv vielleicht! Ich kann verstehen, dass dich das jetzt rumtreibt. Aber warte doch einfach die Gespräche bei den Banken ab. Dann siehst du es ja.


    Nur weil irgendwer aus einem Forum "Ja, einen Kredit kannst du knicken" schreibt, würde ICH mir keine Gedanken machen.

    So siehts aus, lasst die Hausbank oder besser gleich einen Kreditvermittler was dazu sagen! Meine Vermutung: Sollte bei den Eckdaten allein mit deiner Freundin klappen. Die 210T sollte sie als Beamtin (je nach Alter und tatsächlicher Schufa) sogar ohne dich kriegen… ;)