Was willst du damit sagen? Deine übliche Leier von der benachteiligten Frau?
Den Zahn kann ich dir in diesem Fall nachhaltig ziehen...als wir uns kennengelernt haben, war sie 37 und im Referendariat. Mehrfach Abi gemacht, lange studiert, zwischendrin noch ne Ausbildung. Nie richtig gearbeitet, Rentenansprüche aus den ersten 20 Erwachsenenjahren sind symbolisch. Nach dem Referendariat nur mit 60% eingestiegen und dabei geblieben. Nach der Schwangerschaft gleich mal das Arbeitspensum aufs Minimum reduziert und nur 1,5 Tage gearbeitet. Gerade nimmt man mal nochmal unbezahlte Elternzeit und reist durch die Weltgeschichte...wer keine Jahre zusammenschafft, bekommt auch keine Pension.
Das ist Altersarmut mit Ansage und das hat absolut nichts mit dem Geschlecht oder der Rollenverteilung zu tun, sondern schlicht und einfach mit der falschen Prioritätensetzung. Sie hat von ihren Eltern gut geerbt, viel ist davon nicht mehr übrig. Und wenn das weg ist, kommt der große Knall, weil Geld und Ausgaben nicht zusammenpassen. Deshalb bin ich schon lange dafür, dass sie viel mehr arbeitet, gerne auch Vollzeit Das bekäme man organisiert. Du brauchst mir hier nichts vorwerfen...ich zahle das gemeinsame Leben schon weit über einen fairen Anteil hinaus und werde ganz sicherlich nicht auch noch Zuschüsse dafür geben, dass man durch die Welt reist oder sich Nachmittags mit Freundinnen am See trifft während ich arbeite. Wenn wir in rund 30 Jahren noch ein Paar sind, werde ich sie natürlich unterstützen. Wenn nicht...in einer freien Gesellschaft muss jeder und jede für die eigenen Entscheidungen der Vergangenheit geradestehen...
Aber das nur am Rand...jetzt wieder zurück zum Thema.