Beiträge von RNowotny

    Nein, Fama/French erklären die Marktrendite an sich und die sich aus der Gewichtung nach Marktkap. ergebende Gesamtrendite mag man als die „natürliche“ sehen, aber eben nicht die durchschnittliche. Jede Aktie hat eine eigene Rendite und der math. Durchschnitt daraus kann nur eine gleichgewichtete Betrachtung sein, genau so wie der mit den 30 Einzelaktien nur dann den Durchschnitt am ehesten erreicht, wenn er gleichgewichtet einkauft.

    Tut mir leid, aber das stimmt aus meiner Sicht einfach nicht. Fama/French nehmen den value-weighted Return als Marktrendite. Was Du beschreibst ist die mathematisch ermittelte durchschnittliche Aktienrendite sein, aber eben nicht die durchschnittliche Marktrendite. Und daraus folgt eben, dass ein gleichgewichteter (Equal-weighted) Index kleinere Unternehmen aus Marktsicht (value-weighted) überbewertet.

    Wenn allgemein von der Marktrendite gesprochen wird, geht man immer von einer Gewichtung nach Marktkapitalisierung aus.

    Weil du den Kaufpreis als Ausgabe gegenrechnen müsstest und dann steht am Ende ein Verlust für dich, damit entfallen auch alle Folgefragen, z.B. ob du das Auto mit dem Zweck gekauft hast, über eine mögliche Wersteigerung Gewinne zu erzielen.

    Bei einem Oldtimer, dessen Wert steigt, ist das schon spannender.

    Der TE hat aber keinen Kaufpreis, den er gegenrechnen könnte, weil er die Gegenstände geschenkt bekommen hat.

    Ich wäre ja der Ansicht, dass es ein Thema der Spekulationsfrist ist. Nach einem Jahr bzw. 10 Jahren wäre dies dann steuerfrei, wenn es sich um Privatvermögen handelt. Innerhalb dieser Frist würde ich den von Dir angegebenen Weg wählen.

    Wie gesgat ich bin ja bereit die Steuer zur begleichen. Und da es niemals meine Intension gewesen ist daraus ein Gewerbe zu machen und nicht vor habe dieses zu machen. Ich hoffe das das FA nach der Kontaktformular erklärung sich rasch melden würde. Damit ich gewissheit habe, was nun gemacht werden muss. Bin innerlich so hibbelig :(

    Ich denke nicht, dass man arg besorgt sein muss. Du hast ja bereits Willen gezeigt und Kontakt gesucht, auch würde aufgrund Deiner Erklärungen vermuten, dass es sich um eine Aktion handelt, welche nur in einem sehr kurzen Zeitraum stattgefunden hat.

    Vieles spricht daher dafür, dass es sonstige Einkünfte sind, wie es auch hier von den geschätzten Mitforisten gesehen wird.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Sachbearbeiter zur Meinung kommt, dass hier ein Sachverhalt hinsichtlich Steuerverkürzung oder sogar Steuerhinterziehung vorliegt.

    Die Antwort wird Dir aber Gewissheit bringen, dass macht die Steuererklärung dann leichter. Sollte die Antwort Dich nicht zufrieden stellen, kannst Du dann immer noch weitere Schritte überlegen. (Z.B. Konsultation eines Steuerberaters)

    Naja, hier geht es um eine einmalige Aktion, da wird das Finanzamts nicht gleich mit Gewerbe um die Ecke kommen. Es wird ja auch bei der Auflösung des geerberten Haushaltes von Oma Erna nicht gleich eine gewerbsmäßige Tätigkeit angenommen.

    Streng genommen geht es um 120 einmalige Aktionen und den Verkauf von geschenkter Industrieware mit Gewinnerzielungsabsicht.

    Die Bandbreite reicht halt von „Nichts“ bis Gewerbe. Was wir hier meinen und für sinnvoll erachten, wird dafür nicht ausschlaggebend sein.


    Ich habe Erfahrungen in beide Richtungen mit dem Finanzamt gemacht und sehe hier einen nicht ganz so einfachen Fall.

    Allerdings kann ich sagen, dass es in den meisten Fällen sinnvoll ist, dass Gespräch zu suchen.

    Wie kommst du denn darauf ?

    Ich habe nur den günstigen Fall angenommen, z.B. wenn ich meinen PKW privat verkaufe, dann habe ich auch keine sonstigen Einkünfte.


    Dieser Fall hier ist deutlich komplexer und undurchsichtiger. Daher mein Rat es mit dem Finanzamt zu klären.

    Im ungünstigsten Fall darf er von seinen Einnahmen Umsatzsteuer zahlen und danach auf den Rest Einkommenssteuer. Er muss ein Gewerbe anmelden. Eventuell fallen Strafen an, weil er das Gewerbe zu spät angemeldet und die Umsatzsteuer zu spät abgeführt hat.

    Aber das klärt alles das Finanzamt, daher würde ich wie von der Dame gewünscht, dem Amt die Anfrage schriftlich zukommen lassen.

    Danach weiß man wie es das Finanzamt sieht.

    Hallo,

    meine Empfehlung wäre, dass direkt mit Deinem Sachbearbeiter vom Finanzamt zu klären. Einmal anrufen und dann wollen sie es meist schriftlich. Du bekommst dann auch in den nächsten Wochen eine Antwort, welche Dir da Sicherheit verschafft.

    Bei fehlender Gewinnerzielungsabsicht und auch nicht auf Dauerhaftigkeit ausgelegte Handlungen (so wie Du es beschreibst), kann es gut möglich sein, dass das Finanzamt zum Ergebnis kommt, dass es steuerlich nicht zu beachten ist. (Stichwort: Liebhaberei)

    Sollte sie einen gewerblichen Hintergrund annehmen, wird es sehr viel aufwendiger. Dann ist da nicht nur die Einkommenssteuer sondern auch die Umsatzsteuer zu beachten. Gewerbesteuer sollte aufgrund der Freibeträge nicht anfallen. Außerdem wäre dann eine Gewerbeanmeldung fällig, Mitgliedschaft in der IHK und die Erstellung einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung notwendig. (Oft abgekürzt EüR)

    Aber ich drücke Dir die Daumen, dass es in die erste Richtung geht und das Thema damit vom Tisch ist.

    Achim mag nicht antworten. Kann mir jemand anderes das erklären?

    Ich würde den Versuch einer Interpretation wagen. Die Einführung der Vorabpauschale hatte ja „nur“ den Zweck die Besteuerung eines Thesauriers schon in die Ansparphase zu legen und eine nicht vorhandene Ausschüttung zu versteuern.

    Man könnte also eventuell auch argumentieren, nur aus Neid, dass sie selbst versteuern müssen und ein anderer nicht wurde diese Pauschale eingeführt.
    Das wäre zumindest psychologisch ein gut erforschtes Ergebnis. Bevor einer mehr hat als ich, nehme ich lieber in Kauf, dass wir beide weniger haben.

    Ich glaube u.a. bei Kahnemann/Tversky hatte ich diesbezüglich ein Beispiel gelesen.

    Hallo,

    das Szenario des Users im Wertpapierforum ist aber m.E. anders aufgebaut.

    Nach meinem Verständnis hatte er Einzelaktien und ist in der Entsparphase auf einen thesaurierenden ETF gewechselt. Nun hat er berechnet ob dies in derartigen Szenarien steuerlich optimal ist.

    Es handelt sich also eher um eine Einmalanlage zum Beginn der Entsparphase. Daher könnte man die Berechnung eventuell dafür nutzen, um bei der Anlage von zum Beispiel Erbschaften zum Beginn der Entsparphase einen Ausschütter zu nutzen.


    Für junge User, welche in der Ansparphase auf Thesaurier setzen, ist dieses Ergebnis wahrscheinlich nicht relevant. Ein Verkauf der Thesaurier zum Beginn der Entsparphase in 30 Jahren zum Kauf von Ausschüttern, erscheint mir steuerlich auch nicht sinnvoll.

    Fazit wäre also Thesaurier in der Ansparphase und dann bleibt man auch in der Entnahmephase dabei. Hohe Einmalanlage kurz vor oder in der Entsparphase kann man in Ausschütter stecken, da die Dividende ja ohnehin zum Verzehr gebraucht wird.

    Hallo,

    das FA sammelt die jährlichen Beantragungen und zahlt am Ende der Laufzeit den Betrag aus. Wenn Du sie also 6 mal beantragt hast, dann bekommst Du im siebten Jahr 480 EUR ausgezahlt. Wenn Du sie nur einmal beantragt hast, dann halt nur 80 EUR.


    Falls Du sie vergessen hast, kannst Du sie glaube ich auch rückwirkend noch für einen gewissen Zeitraum beantragen.

    Dein FA hilft Dir sicher weiter.


    Viele Grüße

    Hallo,

    die Targobank nimmt 2,5% pro Sparplanausführung. Mindestens 1,50 EUR und maximal 3,00 EUR. Sparplanraten kann man ab 50 EUR anlegen.

    Bei einem 50 EUR Sparplan sind es daher sogar 3% Kosten. Im Vergleich zu Neobrokern oder Direktbanken, ist dies natürlich teuer.

    Bei einer Sparplanrate von 500 EUR fällt es dann tatsächlich nicht mehr ins Gewicht.

    Wenn ich sowieso eine neue Bankverbindung eingehe, würde ich persönlich jedoch zuerst die Neobroker und Direktbanken bevorzugen.


    Hallo,


    ja ein Brot und Butter-ETF. Damit macht man nichts falsch.


    Übrigens ist der Einwand zur Steuer beim Amundi wahrscheinlich nicht ganz korrekt, da er synthetisch, also ein sogenannter Swapper, ist.

    Da Du Dich aber ohnehin für den Xtrackers entschieden hast, braucht man das auch nicht weiterverfolgen.

    Viel Erfolg und Durchhaltevermögen

    Hallo,

    anbei ein Thread vom letzten Jahr zu diesem Thema.

    mGrau
    13. Februar 2024 um 16:27


    Viele Grüße

    Hallo,

    Du gehst also von einem Anleger aus, der nur einen Small-Cap-ETF besitzt?

    Dies vorausgesetzt der Versuch an einem Beispiel:

    MSCI World 1.600 Unternehmen, das letzte Unternehmen aus diesem Index hat eine Marktkapitalisierung von 100 und einen Anteil am Gesamtindex von 0,01%.

    MSCI World Small Cap 4.000 Unternehmen(???), das größte davon hat eine Marktkapitalisierung von 99,9 und einen Anteil am Gesamtindex von 0,25%. Hier bitte beachten, die Marktkapitalisierungen der Small Caps sind sehr nah beieinander. Jedes Unternehmen macht daher nur einen sehr kleinen Teil am Gesamtindex aus.

    Jetzt kommt Dein neues Apple auf dem Markt und steigt als größter Player im SC-Index ein. Es hat eine Marktkapitalisierung von 99,99 und nimmt damit im Index ein Gewicht von 0,3% ein.

    Nun hat es eine Rendite von 100%/Jahr. Nach 3 Monaten ist ein viertel der Rendite schon eingepreist. Seine Marktkapitalisierung springt über diejenige, des kleinsten Unternehmens im MSCI World Index. Die zukünftige Performance verlässt also den Index.

    Die aktuelle Performance von 100% beeinflusst den Index mit 0,3% und davon auch nur die 3 Monate, welches es im Index verbracht hat. Der Index wird also um 0,075% besser performen.

    Im neuen Index spielt es erstmal keine Rolle, da der World nicht vollständig repliziert wird und es noch zu klein ist.

    Aus meiner Sicht ist das Ergebnis, der Kurs des ETF wurde durch das neue Unternehmen nur minimal beeinflusst. Die zukünftigen Wertsteigerungen gehen für eine Weile allen Anlegern verloren, da es im größeren Index noch keinen Einfluss hat und im SC nicht mehr enthalten ist. Wenn es irgendwann eine nennenswerte Größe erreicht, profitierst Du als Besitzer des SC-ETF natürlich nicht mehr davon. Aber auch die Anleger des größeren Indexes natürlich nur in Höhe des Anteils am Gesamtindex.

    Ich versteh noch immer nicht warum man Geld unnötig für Gebühren verschenken sollte.
    Und einen anderen ETF ins Spiel zu bringen macht schon gar keinen Sin wenn wir hier von Depot und Sparplankosten reden.

    Hallo Bernd123 ,

    es geht mir primär um die globale Sicht auf das Endergebnis. Und für das Endergebnis sind nicht nur die Kauf- und Verkaufskosten interessant, sondern auch die laufenden Verwaltungsgebühren.

    Ich kann natürlich im Segment Kaufkosten optimieren, aber warum optimiere ich dann nicht auch die laufenden Kosten zumal diese bei einer Verringerung von 0,07% also von 0,22% auf 0,15% den identischen finanziellen Effekt auslösen, wie die 1,5% Kaufgebühr?

    Die Antwort ist, weil es schlichtweg keinen großen Unterschied ausmacht und Tomarcy hat es ja wunderbar gesagt, es gibt noch weit mehr Faktoren. Allein die Wahl eines anderen Index wird höhere Abweichungen als 0,07% pro Jahr produzieren.

    In allen Fällen, wo ich mit einem global diversifizierten ETF unterwegs bin, ist die Optimierung der Kauf- und Verkaufskosten sicherlich das Sahnehäubchen aber das Endergebnis wird dadurch eben nicht mehr wesentlich beeinflusst. Die Entscheidung Girokonto gegen Aktienmarkt bringt eine großen Schub, auch der Verzicht auf aktiv verwaltete Produkte führt in vielen Fällen zu spürbaren Mehrergebnissen.

    Aber der Verzicht auf die 1,5% ist eben im Vergleich zu den anderen Punkten nicht mehr so deutlich und kann durch andere Effekte klar überlagert werden.

    Es geht mir jedoch nicht darum zu behaupten, dass man es nicht optimieren soll. Ich habe auch kein Problem mit Menschen die ihre Freizeit mit der Suche nach den besten Konditionen für ihr Tagesgeld verbringen und hier Hopping betreiben. Dies ist alles legitim und auch nachvollziehbar, aber man darf sich nicht täuschen lassen, dass die großen Hebel einfach andere sind und wir uns hier im "Nice-to-Have" bewegen.

    Wir sollten uns freuen, wenn die Optimierung der Kaufkosten, dass letzte Problem ist, was wir in Deutschland hinsichtlich der finanziellen Bildung leisten dürfen. Bis dahin haben wir aber gemeinsam sicher ein paar größere Baustellen zu bearbeiten und noch viel Aufklärungsarbeit nötig.