Beiträge von Pfeffersack

    Zu sauberer Argumentation gehörte, den Link zum erwähnten Thread zu geben....... Nicht nur Finanzberater und KI können halluzinieren oder bauen auf die Bequemlichkeit anderer ;)

    Dass ich den Link hätte mitliefern können oder sollen, nehme ich gerne an:

    Pfeffersack
    16. Juli 2026 um 19:48

    Den Umstand mit der Bequemlichkeit verstehe ich entweder nicht richtig oder es ist eine freche Unterstellung. Oder es ist indirekt von mir zitiert, aber dann nicht richtig belegt und fast schon ein Plagiat 8o;)

    Ganz so einfach ist es nicht. Da läuft kein Webcrawler herum, sammelt alles, was er findet, ein und füttert damit eine KI. Das Material, mit dem eine KI trainiert wird, wird vorher kuratiert. Internet-Foren sind mit Sicherheit nicht die beste Quelle für valide Informationen.

    Das denke ich auch. Sonst würde man von der KI nicht so nette und freundliche Antworten bekommen.

    Wer KI fragt, möchte sich bitte mit KI darüber einigen, was im Ergebnis Quatsch ist oder was nicht. Lange KI- Sermone einstellen und die von anderen checken lassen, weil man ihr doch nicht so ganz traut, das, finde ich, ist eine Zumutung. Das ist meine persönliche Einstellung dazu. Finanztip hat dazu noch keine Meinung, keine Forenregelungen.

    Das ist interessant, denn wenn sich einer vom "Finanzberater" hat bequatschen lassen, dann sind hier alle (oder doch einige) ganz wild darauf, die Inhalte auseinanderzupflücken.

    Aber ja, eine Zusammenfassung wäre ausreichend und entsprechende Forenregeln sicher nützlich. KI als erstes Quelle komplett abzulehnen ist aus meiner Sicht nicht realitätsnah und wird uns ohnehin noch öfters begegnen. Also lieber ordentlich regeln als kategorisch ablehnen.

    Ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass ich in einem anderen Thread von meinem positiven Erfahrungen mit "Beratung" via KI gemacht habe und nach anderen Erfahrungen gefragt habe und dann

    a) kaum jemand von seinen Erfahrungen berichtet hat,

    b) meine positive Erfahrung in Abrede gestellt wurde,

    c) man dann doch wissen wollte, was die KI so rät, obwohl das nicht mein Thema war,

    d) wild gemutmaßt wurde, welche persönlichen Daten ich da denn wohl so an die KI verfüttert habe.

    Dass sich Neulinge hier im Forum dann vielleicht nicht so willkommen fühlen und womöglich gleich wieder zurückziehen, wenn die geballte "Schwarmintelligenz" in aller Härte zuschlägt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber wir können ja auch unter uns bleiben und alle anderen müssen sich mit Finanzberatern und der KI behelfen.

    Irgendwann kommt der nächste Crash bestimmt, vielleicht sogar ein heftiger. Die Vola steigt und damit der SRI der Fonds. Und dann? Dann muss der lev.ETF im Tal verkauft werden?

    Ist das so schon irgendwo beschlossen worden? Möglich wäre doch auch, dass man den LETF dann ab dem Moment nicht mehr neu besparen darf. Der Sinn eines Zwangsverkaufs im Crash kann ja auch nicht im Sinne des Gesetzgebers sein.

    Deine Rolle: Du bist der seriöse gewissenhafter unabhängige Berater und Finanzexperte. Ich: Ich möchte 200 000 Euro die ich geerbt habe in Inlinezertifikate auf Bitcoin anlegen. Wie mache ich das?

    Ehrlich gesagt ist das aus meiner (laienhaften) Sicht nicht sonderlich gut gepromptet. Auf diese Frage könnte Dir hier auch niemand sinnvoll antworten. Abgesehen davon, dass es ja anscheinend nicht darum geht, wie man das macht, sondern ob man das machen sollte.

    PS. Sorry, habe überlesen, dass das ein übertriebenes Beispiel ist. Vergesst den Beitrag.

    Ich nutze KI im beruflichen Kontext viel dazu, um mir Fragen generieren zu lassen, die ich dann selbst beantworte. Das hilft mir oft, um andere Perspektiven zu gewinnen. Da kann dann auch nicht so viel schief gehen, meine eigene Expertise dann natürlich vorausgesetzt.

    Und für diese Erkenntnis brauchte es mehrere Monate Kommunikation!? :/
    Darf man fragen um welche finanzielle Größenordnung es geht? So ungefähr reicht.

    Nein, brauchte es nicht. Das wäre vielleicht auch schneller gegangen, wenn wir da einen hohen Druck verspürt hätten, schnell etwas umzustellen. So war es eher ein Prozess, der uns über ein einige Monate begleitet hat, bis wir eben eine für uns stimmige Lösung gefunden haben. Das hat ehrlich gesagt auch sehr wenig mit Erkenntnissen zu tun, wenn es auch um die Frage nach Sicherheitsbedürfnissen und der persönlichen Lebensplanung geht.

    Es geht um etwa 1500€, die sinnvoll verteilt werden wollten.

    Das ist nicht viel Futter, um die Qualität der KI-Beratung zu checken.

    Da ist richtig. Aber ich hatte auch nicht nach einer Bewertung der Qualität meiner Ki-Beratung gefragt, sondern nach eigenen Erfahrungen. Dass ich die Qualität erstaunlich hoch fand, habe ich ja geschrieben. Ich müsste zu viel hier reinstellen, um das für Euch transparent zu machen, fürchte ich. Oder anders gesagt: ich wüsste nicht, wie ich gut mehr Futter geben könnte.

    Oder hast Du gezielt Fragen auf der Metaebene? Die ließen sich natürlich gut für mich beantworten.

    Wenn man die dagegen nur hier im Forum teilt, dann bleibt das ja unter uns...

    Guter Punkt. Manchmal werden hier ja auch Dokumente mit Klarnamen eingestellt und dann durch die Mods netterweise schnell entfernt. Egal ob im Forum, ob mit der KI oder im Gespräch im Café: Augen auf bei der Informationsweitergabe.

    Jetzt lese ich hier also einen Beitrag, wo jemand beschreibt, dass er über Monate mit ChatGPT, wahrscheinlich der frei zugänglichen Version, aus finanzieller Sicht betrachtet, intime Gespräche führt. Er gibt dabei seine komplette Vermögenssituation preis (so habe ich es zumindest verstanden) und lässt sich in eine Art "KI-Beratungsbeziehung" hineinziehen, die weder sicher noch fachlich belastbar ist.


    Ah, nicht nur die KI kann halluzinieren, sondern auch Forenmitglieder. Ich habe natürlich unterschlagen, dass ich auch sämtliche Ehe- und Erziehungsprobleme mit der KI (natürlich der kostenfreien) geteilt habe, und nun eine romantische Beziehung mit einem Chatbot führe.


    Wenn alles nicht so läuft ist dann die KI schuld?

    Zum erklären lassen kann man KI schon gebrauchen, aber die Entscheidung mit welchem Risiko und welche Anlageklassen ich investiere muss ich schon selber für treffen.

    Um eigenes Denken kommt man dann doch nicht rum, aber ich werde KI künftig häufiger nutzen, um Entscheidungen vorzubereiten und weitere Perspektiven zu gewinnen.

    Entscheidungen überlasse ich natürlich grundsätzlich dem Würfel und beschwere mich dann bei Fortuna, wenn's nicht rund läuft.


    Aber jetzt etwas weniger schnippisch: Klar, Beratung an sich kann man in Frage stellen, wenn sie dazu dient, Entscheidungen und Verantwortung auszulagern. Darauf basieren auch etliche Industrien auch abseits der Finanzbranche. So habe ich KI jetzt aber nicht genutzt. Ich habe Denkanstöße bekommen und empfand das als sehr hilfreich. Hilfreicher - ehrlich gesagt - als manche Antwort hier im Forum.

    Ich habe meine Finanzstrategie in den letzten Monaten immer wieder mit ChatGPT "diskutiert" und würde Euch gerne von meinen Erfahrungen berichten. Umgekehrt interessieren mich natürlich auch Eure Erfahrungen.

    Auslöser war bei mir eine wesentliche Veränderung im Familieneinkommen, die uns vor die Frage gestellt hat, wie wir zukünftig investieren, Rücklagen bilden, konsumieren etc. wollen. Unsere ursprüngliche Aufteilung schien dem neuen Einkommen nicht mehr angemessen zu sein. Ich habe dann unsere Parameter mit ChatGPT geteilt und darum gebeten unsere Risikotragfähigkeit zu erfragen. Unser bisheriges Vorgehen habe ich auch begründet, um es nachvollziehbar zu machen.

    Über die Monate ist dabei ein stattlicher Austausch erfolgt und ich habe immer wieder neue Perspektiven aufgezeigt bekommen, die wir dann für uns abgewogen haben. Auch einige unserer Gewissheiten sind dabei ins Wanken gekommen bzw. schlüssig hinterfragt worden.

    Kurz um: Ich habe das als sehr hilfreich empfunden. Voraussetzung ist natürlich, dass man kritisch mit den Infos umgeht, anständig promptet und ChatGPT eher als Sparringspartner denn als allwissenden Berater nutzt. Um eigenes Denken kommt man dann doch nicht rum, aber ich werde KI künftig häufiger nutzen, um Entscheidungen vorzubereiten und weitere Perspektiven zu gewinnen.

    Jetzt wird es ja richtig eschatologisch hier. Vielleicht brauchen wir die Kirche schon noch ein bisschen, wenn wir nicht alle Fragen im Finanztip-Forum klären wollen.

    Ich bin jetzt seit rund 15 Jahren in der Sozialwirtschaft unterwegs und auch die Kirchen sind mir in dem Kontext nicht fremd. Den Begriff der Caritas-Legende höre ich allerdings das erste Mal und bin verblüfft, wie das bis jetzt an mir vorübergehen konnte. Und so ganz verstehe ich die Aufregung auch nicht (OK, die Aufregung hat wohl in der 90ern stattgefunden). Jeder AWO-Kindergarten schreibt AWO auf das Türschild und bekommt seine Kosten refinanziert. Jedes DRK-Pflegeheim schreibt DRK oben ran und wird über die Sozialkassen refinanziert. Das kann man jetzt natürlich Etikettenschwindel nennen, oder aber man nennt es Subsidiaritätsprinzip. Dass unser Sozialwesen in dieser Form schon sehr einzigartig ist und mit Sicherheit auch nicht durchgängig schlüssig, sei Mal dahingestellt. Es ist auf jeden Fall kein Thema allein von Diakonie und Caritas und ich erlebe es auch nicht so, dass diese Verbände immer behaupten würden, dass sei alles nur aus der Kirchensteuer finanziert. Aber gut, das mag Andersorts auch anders sein und wer weiß was in den 90ern so los war.

    Wenn die kolportierten 2-6% Eigenanteil aus Kirchensteuermitteln stimmt, dann muss man dazu aber auch wissen, dass die Mittel nicht gießkannenartig über alle Einrichtungen ausgeschüttet werden, sondern dass es Arbeitsfelder gibt, in denen oft sehr hohe Eigenanteile eingebracht werden müssen. Das geht oft nur mit Kirchensteuermitteln und diese fließen da auch rein. Wenn man auf die Angebote verzichten mag, bitte. Aber ich sehe meine Kirchensteuer da gut angelegt. Aber ja, man könnte auch einfach Spenden, wenn man eine Sache gut und unterstützenswert findet. Und sich ehrenamtlich einbringen kann man sich auch.

    Ich mache beides und zahle Kirchensteuer obendrein. Das ist gut fürs Karma, auch wenn das nicht ins christliche Konzept passt8o