Hallo! 
Bislang verwalten wir eine große Summe in Festgeld 60 % und 40 % Tagegeld
Einfache Antwort: Im Grunde genommen genau das, wenn eure Risikoprofil und/oder euer Anlagehorizont zu einer maximal risikoarmen, aber auch renditearmen, Anlageform führen soll.
Eine Alternative wären noch Geldmarkt-ETFs. Das ist sowas wie ein „ETF auf Tagesgeld“ mit ebenfalls geringem Risiko. da hat man den Komfort immer den aktuellen ungefähr besten Tagesgeldzins zu haben ohne das Konto wechseln zu müssen und ist außerdem deutlich flexibler als Festgeld.
Von Festgeld bin ich persönlich nicht so der Freund, da sehr unflexibel und zumindest aktuell bekommt man nicht mal einen besonders guten Zins für längere Festgelder.
Wir wollen das gesparte Geld nicht in 15 Jahren nutzen sondern im Rentenalter gut leben(keine Kinder da)
ETF scheinen aufgrund der langen Laufzeit ungünstig)
Nun warum Frage und Antwort nicht ganz so einfach sind.
Genau das wäre der Punkt: ihr rechnet gerade offensichtlich damit, dass ihr in fünf Jahren all euer Geld brauchen werdet. Das ist völlig legitim. Aber ich würde es an eurer Stelle nochmal hinterfragen: was genau wollt ihr wann mit dem Geld? Wollt ihr in fünf Jahren einen großen Urlaub machen, eine Immobilie erwerben? Dann ergibt es Sinn das dafür notwendige Geld maximal sicher anzulegen.
Wollt ihr zumindest einen Teil davon aber vielleicht doch erst in 10, 15 oder 20 Jahren verwenden? Benötigt ihr es vielleicht sogar in 25 oder 30 Jahren wenn ihr älter werdet als Altersvorsorge? Dann ergibt es Sinn über breit gestreute weltweite Aktien-ETFs nachzudenken. Die müsst ihr nicht in fünf oder in zehn Jahren dann komplett entsparen, sondern die kann man langsam entsparen. Entweder mit oder ohne Kapitalverzehr. Das Risiko, das der Aktienmarkt hat, kann natürlich niemand wegdiskutieren. Dafür gibt es eben die Renditechance. Und ab 15 Jahren bei einer Einmalanlage geht man davon aus, dass der Kurs auch in ungünstigen Fällen (heute angelegt, morgen Crash) positiv ist und sich gegenüber einer risikoarmen Anlage gelohnt hat. Bisher war es so und alle wissenschaftliche und statistische Erkenntnis geht in diese Richtung. Die Entscheidung, ob ihr das Risiko eingehen wollt, müsst ihr selbst entscheiden.
Habt ihr schon mal Erfahrung mit der Börse gemacht? Wenn nicht sollte man sich damit vorher etwas beschäftigen und sich drüber klar werden was es bedeutet. Heute einzusteigen und morgen im Crash panisch wieder auszusteigen ist nicht sinnvoll.
Übrigens möchte ich euch hiermit auch vermitteln, dass ihr keineswegs 100% in einen Aktien-ETF stecken solltet. Vielleicht wäre ein gewisser Prozentsatz von dem Geld, das ihr eben erst in frühestens 10, besser in 15 oder 20 Jahren benötigt, an der Börse sinnvoll. Und der Rest dann in risikoärmere Anlagen.
Eine empfehlenswerte risikoarme Anlage für weniger als zehn Jahre außer Tagesgeld, Festgeld und Geldmarkt-ETF gibt es aus meiner Sicht nicht.
Wenn euch die Sache zu heiß ist: niemand muss zwingend mit 60 Jahren an die Börse gehen und entsprechend das Risiko tragen, gerade wenn er/sie bereits genügend Vermögen aufgebaut hat.
Du machst keine detaillierten Angaben zu deiner/eurer Gesamtvermögenssituation. Um gute Ratschläge zu bekommen muss man Vermögen ganzheitlich betrachten. Du musst hier natürlich keineswegs etwas angeben, nur dann kann man dir auch höchstens allgemein helfen. Um welche Summen geht es, welche Rentenansprüche gibt es, wird das anzulegende Geld zwingend benötigt oder ist eine Art Bonus für Annehmlichkeiten…?
Viel Erfolg bei deinen/euren Entscheidungen!