Beiträge von peterlustig

    Hallo zusammen, ich bin auf eine Börsenstrategie in der aktuellen Stiftung Warentest Finanzen gestoßen, die feste Regeln für Aus- und Wiedereinstiege vorsieht:

    Die Strategie: Bei -20% vom letzten Hoch: Aktien-ETF verkaufen, Geld ins Tagesgeld; Bei -50% vom Hoch: Wieder voll einsteigen. Ziel: Die schlimmsten Crash-Phasen vermeiden und an der Erholung teilhaben. Hat jemand Erfahrungen mit solchen regelbasierten Market-Timing-Strategien? Wie schwierig ist es psychologisch, diese Regeln konsequent durchzuhalten? Was ist mit den steuerlichen Aspekten bei häufigeren Verkäufen? Wie hoch ist das Risiko, den Wiedereinstieg zu verpassen, wenn der Markt nicht bis -50% fällt? Wäre ein Stop-Loss bei -20% mit automatischem Wiedereinstieg bei -X% überhaupt praktisch umsetzbar? Ich bin gespannt auf eure Meinungen - gerade im Vergleich zu klassischem Buy-and-Hold!

    Betriebsrente progressiv, und zwar deswegen, weil a) der volle Beitragssatz fällig wird und b) ein Freibetrag (für 2026 197,75 €) zum Tragen kommt. Kleine Betriebsrenten kosten keinen Beitrag (in der GPV übrigens auch nicht)

    Vielen Dank für den Hinweis mit dem Freibetrag. Das wusste ich gar nicht. Als "Normalsterblicher" kann man sich das alles nicht merken bzw. nicht verstehen. Warum das alles so kompliziert sein muss...

    Ich habe jetzt die Gesamtvermögensaufstellung wie folgt gegliedert:

    I. Humankapital

    + Restsparpotential Barwert künftiger Einkommen; Annahme: Sparquote xy %;

    + Aktivrente (ab 2026) Steuerfrei bis 2.000 €/Monat (24.000 €/Jahr) bei Arbeit nach der Regelaltersgrenze,.

    II. Rentenvermögen

    + betriebliche Altersvorsorge abzgl 20% Steuer/ Sozialabgaben

    + gesetzliche Altervorsorge (Rentenpunkte*Rentenwert) abzgl 20% Steuer/ Sozialabgaben

    + private Altersvorsorge Riester (garantierter Rückkaufswert) abzgl 20% Steuer/ Sozialabgaben

    III. Sachwerte

    + Immobilien Bewertung zum Marktwert; Instandhaltungskosten von ca. 1,3 % p.a. des Zeitwertes einplanen.

    + Edelmetalle Gold/Rohstoffe zur Diversifikation; max. 10 % des Portfolios,.

    IV. Liquides Vermögen

    + "Renditemotor" (ETF) MSCI ACW

    + "Risikoanker" (Geld ETF, Staatsanleihen ETF (kurzfristig mit hoher Bonität), Spar, Tagesgeld), >5 Jahre Rentenlücke wegen ETF Reihenfolgerisiko bei Entnahme

    Ich hoffe mal, dass ich nichts vergessen habe. Ob Notgroschen und Mietkaution mit aufgeführt werden sollen, bin ich mir nicht schlüssig.

    Habe ich was wesentliches vergessen?

    Ich würde diese Tabelle jährlich aktualisieren.


    Wenn mein 'sicherer' Anteil im liquiden Vermögensteil zum Entnahmestart/Rentenbeginn ausreicht um min. 5 Jahre ohne Entnahme aus dem Aktienteil klar zu kommen, reicht mir das zunächst mal aus.

    Wie kommst Du auf die mindestens 5 Jahre? Wahrscheinlich kommt der Schätzwert aus den historischen Börsencrash Erfahrungen, oder?

    Seitdem ich hier im Forum bin, komme ich nicht mehr aus dem "Grübeln " raus;).

    Prinzip das Herr Kommer in seinem Blog als 'Safe-Asset-Floor-Rebalancing' bezeichne

    Diese Art von Rebalancing war mir nicht bekannt, obwohl ich schon einige Bücher von Herrn Kommer gelesen habe.

    Ich muss sagen, dass ich von der offenen und konstruktiven Diskussion in diesem Forum begeistert bin. Durch die unterschiedlichen Ansichten kommt man so richtig ins Grübeln:).

    Ich muss mir das Rebalancing Konzept nochmals richtig durch den Kopf gehen lassen und dann abwägen, wie ich meine Vorgehensweise optimiere.

    Also sollte man auch illiquide Vermögenswerte in einer Vermögensaufstellung berücksichtigen. Ggf. mit einem Abschlag wegen Illiquidität.

    Die Idee mit dem Abschlag wegen der Illiquidität finde ich gut.

    Das Problem mit dem Rebalancing ist zwar damit nicht gelöst. Ist aber glaube ich auch eher unwahrscheinlich, dass der Wert der GRV "umgeschichtet" werden müsste.

    Nö, die Ansprüche an die GRV sind ja nicht fiktiv sondern real.
    Und die scheinbar 'hohe' Aktienquote ist eben weit weniger hoch, wenn man diese Ansprüche berücksichtigt. Und warum sollte ich sowohl meine meine alte Kapitallebensversicherung (KLV) als auch meine stillgelegte bAV in meiner Vermögensaufstellung als 'sicheren' Vermögesteil berücksichtigen meine Ansprüche an die GRV aber nicht?
    Weil das eine private Versicherungen sind und das andere eine staatliche Pflichtversicherung?:/

    Auch meine KLV und bAV kann ich nicht gegen meine Aktien-ETF 'rebalancen'. :/
    Das Geld daraus bekomme ich aber mit extrem hoher Sicherheit 2031 und 2037 ausgezahlt (wenn ich vorher sterbe, geht es sogar vorher an die Erben ;)).

    Nö, die Ansprüche an die GRV sind ja nicht fiktiv sondern real.
    Und die scheinbar 'hohe' Aktienquote ist eben weit weniger hoch, wenn man diese Ansprüche berücksichtigt. Und warum sollte ich sowohl meine meine alte Kapitallebensversicherung (KLV) als auch meine stillgelegte bAV in meiner Vermögensaufstellung als 'sicheren' Vermögesteil berücksichtigen meine Ansprüche an die GRV aber nicht?
    Weil das eine private Versicherungen sind und das andere eine staatliche Pflichtversicherung?:/

    Auch meine KLV und bAV kann ich nicht gegen meine Aktien-ETF 'rebalancen'. :/
    Das Geld daraus bekomme ich aber mit extrem hoher Sicherheit 2031 und 2037 ausgezahlt (wenn ich vorher sterbe, geht es sogar vorher an die Erben ;)).

    Die privaten Versicherungen wie bAV, Riesterrente könnten theoretisch gekündigt werden. Dieser worst case Wert könnt im Portfolio im sicheren Anteil berücksichtigt werden.

    Ich finde die Diskussion hier im Forum übrigens sehr gewinnbringend. Macht richtig Spaß zu sehen, was es so unterschiedliche Ansätze gibt.

    Warum?
    Der Anlagebetrag in der GKV ist ja nur dafür, festzustellen wie hoch die tatsächliche Aktienquote ist.

    Wenn jemand von seinem Portfolio spricht, dann denkt er/sie an das frei verfügbare Geld/Vermögen. Und fühlt sich dann jemand gequält von einer zu hohen Aktienquote, dann kann man mit dem "eigenen GRV Vermögen" seine Aktienquote runterrechnen.

    Es ist also nur eine fiktive Betrachtung um seine hohe Aktienrate bei einem Crash besser zu verkraften.

    Hat also nichts mit dem Rebalancing des "realen" Portofolio zu tun.

    Die Aktienquote bezogen auf das Gesamtvermögen ist sicherlich geringer, als in Relation zum liquiden Vermögen.

    Das gilt also nicht zwingend für die Quote der "risikoreichen" Anlagen. Bei mir steckt ein größerer Klumpen in risikohaltigen Immobilien.

    Bei monstermania ist der geplante Tausch von Haus in Aktien m.E. keine Veränderung der Risikoquote im Gesamtvermögen.

    Was mir immer noch nicht klar ist, wenn man die GKV im Gesamtportofolio als "sicheren Anteil" mit berücksichtigt, wie man bei einem evtl. Rebalancing damit umgeht.

    Es könnte ja theoretisch passieren, dass man Teile der GKV zum risikoreichen Anteil "verschieben" muss.

    Das Problem ist, dass ich von dem GKV Anteil mir keine Aktien kaufen kann.

    Leider aber viel zu spät damit begonnen, sich konsequent damit zu beschäftigen! :rolleyes:

    Ich habe es mir einfach gemacht und für die Diagramme die Summe aller bisherigen Rentenbeiträge im jeweiligen Jahr angesetzt (2. Seite der Renteninformation).

    Zuerst ein Dankeschön für den tollen Beitrag!

    D.h. Du hast die Summe aus A,B,C gebildet?

    Aus Renteninfo zweite Seite

    Rentenbeiträge und Entgeltpunkte

    Bisher haben wir für Ihr Rentenkonto folgende Beiträge erhalten:

    (A) Von Ihnen

    (B) Von Ihrem/n Arbeitgeber/n

    (C) Von öffentlichen Kassen (z.B. Krankenkasse, Agentur für Arbeit) Aus den erhaltenen Beiträgen "

    Wie gehst Du bei einem evtl. Rebalancing um? Den Rentenbetrag kannst Du ja nich abheben?

    Was mir auch nicht ganz klar Ist: Wie kann ich den Wert für die gesetzliche Rentenversicherung in meinem Portfolio beziffern?

    Bei Tagesgeld, Festgeld kann ich sagen ich habe x Euro im Depot.

    Beim unsicheren Anteil kann ich ebenfalls den ETF Wert im Depot beziffern. Bei dem Wert für die Rente tue ich mich schwer.

    Bei einem evtl. Rebalancing kann ich meine "Anteile" der GRV nicht in ETFs umwandeln.

    Bis jetzt habe ich die gesetzliche Rentenversicherung in meinem Portfolio nicht berücksichtigt.

    Habe ich da einen Gedankenfehler?

    Die Aktienquote von 70% ist mit den vorliegenden Angaben schwer zu beurteilen. Grundsätzlich halte ich den von 90 Prozent Aktien beschriebenen Ansatz für sinnvoll. Ich könnte mir vorstellen, dass daraus eine etwas höhere Aktienquote als 70% resultiert. Ob du mit dieser emotional klarkommst, kannst du nur selbst beurteilen.

    Der USA Anteil ist aufgrund des starken Fokus auf den MSCI World naturgemäß derzeit mit 72% sehr hoch. Diesen nur mit Sparraten zu senken, braucht nunmal Zeit. Beschleunigen könntest du dies nur über eine Umschichtung, welche sich jedoch steuerlich ungünstig auswirkt. Das gilt es dabei abzuwägen. Ich würde es wohl bei den Sparraten belassen. Allerdings verstehe ich die Zusammenstellung nicht so recht. MSCI World + EM deckt die gleichen Regionen ab wie der ACWI. Warum also zusätzlich zum World den ACWI und den EM? Der EM als alleinige Ergänzung würde mehr Sinn ergeben.

    Welche(n) Staatsanleihen ETF hast du du gewählt? Sofern es sich nicht um welche mit Währungsrisiken handelt, sehe ich keine Erfordernis hier etwas zu ändern.

    Danke für deine Anmerkungen!

    1.) 70/30 schaffe ich mental noch. Eine höhere Aktienrate wäre mir zu heftig, insbesondere da mein Rentenalter <15 Jahre ist.

    2.) EM nur besparen, würde tatsächlich mehr Sinn machen:/. Das mit dem ACW hat sich bei mir so ergeben, weil ich ca. alle 10 Jahre einen neuen ETF wg. FiFo besparen wollte.

    3.) Zu ETF Staatsanleihe: Referenzindex : eb.rexx® Government Germany 0-1 -> besteht als kein Währungsrisiko

    Es kommt eher auf die absoluten Beträge an als auf die Prozente: Wird im "sicheren" Anteil nach Deinem Renteneintritt genug Geld liegen, um die vermutlich vorhandene Rentenlücke für mindestens drei oder besser fünf Jahre zu schließen, wenn's am Aktienmarkt so lange mal richtig mies läuft?
    Falls nein, würde ich den "sicheren" Anteil erhöhen. Aber vielleicht hast Du ja kaum eine Rentenlücke und könntest locker mehr als fünf Jahre mit Festgeldern o.ä. überbrücken - dann wären auch mehr als 70 % ETFs sinnvoll.

    Guter Hinweis. Die "Rentenlücke" könnte ich mehr als drei Jahre bei schlechter Aktienlage aus dem sicheren Anteil überbrücken.

    Nachdem Youtube Interview mit Gerd Kommer und Saidi von heute frage ich mich, ob folgendes Altersvorsorge Portfolio (>50 Jahre) divers genug ist?

    1.) 70% Risikobehaftet ( ETF -> MSCI, ACW, EM)

    * mit 72% USA, 6% Schwellen, 22% Industrie Rest

    2.) 30% Risikofrei (Tagesgeld, ETF Staatsanleihen mit geringer Duration)

    Kann ich noch mehr optimieren?