Beiträge von ESch

    Willkommen im Forum!

    B) Ich kenn mich bzgl. Steuern für Österreich nicht aus; in Deutschland kann man für Kaptalgewinne einen Freistellungsauftrag stellen (für Single Euro 1000.-). Kann auch mit evtl. Verlusten verrechnet werden. Vielleich gibt es eine vergleichbare Möglichkeit auch in Österreich?

    C) Ich persönlich würde mir da nicht zu viel Kopf machen, ob Österreich oder Deutschland. Wichtiger wäre für mich ein günstiges Depot und die Auswahl des ETFs.

    Ich finde deine Finanzplanung grundsätzlich solide mit einer ziemlich hohen Sparrate: Wenn ich dich richtige verstehe, sparst du von deinem Einkommen derzeit monatlich Euro 730.- (Altersvorsorge) und Euro 750.- + x (Vermögensaufbau).

    Mir persönlich wäre der Notgroschen (besser: Liquiditätspuffer) auch etwas zu niedrig. Ist aber Geschmacksache.

    Eine BU halte ich im Gegensatz zu vielen anderen Foristen nicht für zwingend notwendig, außer du hast ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Ich finde unser Sozialstaat sichert hier m.E. die meisten Risiken ab, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Erwerbsminderungsrente, etc..

    730€ Altersvorsorge (donottouch) - die Sparrate, die mir ETF-Rechner ausgespuckt haben, damit ich mit einer Million in der Rente herauskommen würde.

    Warum muss es eigentlich unbedingt eine Million sein? Die gesetzliche Rente gibt es ja auch noch. Die Bundesregierung plant außerdem ein neues Altersvorsorgedepot. Das könnte für dich interessant werden.

    Ab 34 J. kann sich noch einiges ändern im Leben, was jetzt noch nicht abzusehen ist. Vielleicht ein neues Hobby, Umzug in eine größere Wohnung, eine Erkrankung ... Finanziell bist du ja dabei dich gut aufzustellen, ich würde dennoch mit der jetzt eher hohen Sparrate etwas flexibel bleiben, um vor lauter Sparen das Leben nicht zu vergessen.

    Mein Anlagehoriziont ist begrenzt, da ich in ca. 10 Jahren in Rente gehen werde.

    ? Das Leben endet doch nicht mit dem Rentenbeginn!

    Welchen Vorteil es bringen soll, ein Depot bei der Sparkasse (S-Broker?) und eins bei ING zu führen, erschließt sich mir nicht :/. Zu den beiden ETF:

    Der iShares ist mit einer TER von 0,60% für einen weltweiten nachhaltigen Aktien-ETF ziemlich teuer; da gibt es Vergleichbares mittlerweile deutlich günstiger z.B. iShares MSCI ACWI SRI, WKN A3D8NX mit einer TER von 0,20%.

    Der DEKA ETF hat mit 71% einen recht hohen USA-Anteil.

    https://www.justetf.com/de/etf-compari…in=DE000ETFL581

    iShares MSCI World ca. 1.300 Titel, iShares MSCI World SRI ca. 350 Titel.

    Das ist ein enormer Unterschied und ich glaube das ist den Käufern oftmals nicht klar.

    Der Unterschied in der reinen Anzahl der Titel ist natürlich enorm, aber ... es lohnt sich hierzu auch die Gewichtung der Titel anzuschauen und da beträgt beim MSCI World die Gewichtung der Titel ab Position 30 unter 0,50 % absteigend. D.h. der Kurs auch dieses ETFs wird im wesentlichen von den ersten ca. 100 Positionen bestimmt. Und dies relativiert dann in punkto Diversifikation den Unterschied der beiden ETFs wiederum deutlich, auch wenn er natürlich trotzdem gegeben ist.

    Angestrebte Aufteilung:

    10% Tagesgeld

    50% werterhaltend (Inflationsausgleich) in einem Geldmarktfonds

    40% Moderat Renditeorientiert in einen ausschüttenden Welt-ETF

    Ist diese ausreichend oder benötigst Du noch weitere Informationen?

    Vielen Dank für deine Konkretisierung! Diese Zielvorstellung kannst du ziemlich einfach erreichen:

    - ein Tagesgeldkonto hast du ja schon.

    - Geldmarktfonds z.B. DWS Euro Flexizins (WKN 847423) oder in nachhaltig z.B. DWS Euro Money Market Fund (WKN A0F426)

    - ausschüttender Aktien-Welt-ETF z.B. Amundi Prime All Country World (WKN ETF150) oder Vanguard FTSE All-World (WKN A1JX52) oder in nachhaltig iShares MSCI ACWI SRI (WKN A3DKFM). Du kannst in nachhaltig auch weiter den UBS MSCI World Socially Responsible (WKN A1JA1R) besparen, allerdings nicht über MLP.

    Das sind nur Beispiele; es gibt noch zahlreiche weitere Geldmarktfonds und ausschüttende Welt-ETF die in Frage kommen könnten ;)

    Hier noch einige allgemeinere Anmerkungen meinerseits, die für dich hilfreich sein könnten:

    1. Du hast keine Eile. Ich würde schrittweise vorgehen (wie bereits von einigen Vorrednern angemerkt) und nicht alles auf einmal umkrempeln. Es scheint dir ja eher um Kostenminimierung und Übersichtlichkeit zu gehen und nicht um einen steilen Vermögensaufbau. Ich finde es deshalb auch ratsam mit den kostenintensiven Produkten anzufangen diese zu reduzieren und alle Produkte kleiner EUR 5000.- abzustossen.

    2. Ich finde es durchaus statthaft einen kleinen Teil an Produkten zu behalten, die man "liebgewonnen" oder zu denen man eine besondere Beziehung hat, ohne dass diese die großen Renditebringer sind. Dies kann auch für Einzelaktien gelten.

    3. Nachdem du die ersten naheliegenden Schritte gegangen bist, kannst du das Portfolio erst mal stehen lassen und zu gegebener Zeit eine Zwischenbilanz ziehen, wie es dir nun damit geht. In der Zwischenzeit (oder natürlich auch schon vorher) kannst du ja z.B. das Buch von Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach. lesen. Ich bin mir sicher, da findest du weitere gute Ideen für eine Neustrukturierung.

    4. Und natürlich kannst du deine neue Zusammenstellung gerne hier im Forum vorstellen und dir Meinungen dazu einholen.

    auch der L&G filtert nach bestimmten ESG-Kriterien: "Unternehmen, die bestimmte Qualitäts- und ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) nicht erfüllen, sind vom Index ausgeschlossen." laut justETF

    Allerdings: Das ESG sollte meines Erachtens für beide ETFs nicht ausschlaggebend sein.

    aus onvista: "Der KEPLER Ethik Aktienfonds strebt als Anlageziel Kapitalzuwachs unter Inkaufnahme höherer Risiken an. Der Investmentfonds veranlagt überwiegend, d.h. zu mindestens 51 % des Fondsvermögens in Aktien internationaler Unternehmen, unter Berücksichtigung ethischer Aus- schlusskriterien wie z.B.: Rüstung, Atomenergie, Grüne Gentechnik, Tierversuche, Tabak, Alkohol, Glückspiel, Chlororganische Massenprodukte, Biozide, Pornographie und Embryonenforschung, Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten sowie Kinderarbeit."

    für mich ist das nicht streng nachhaltig!

    Für die Zielgruppe "junge Erwachsene" empfehle ich neben den Büchern von Saidi Sulilatu und Hartmut Walz

    Henning Jauernig: Young Money Guide. Richtig mit Geld umgehen und mehr vom Leben haben. 7.Auflage 2020, Eur 10.-

    Leon Hofmann: Ganz einfach Finanzen. Dein Weg ins eigenständige Leben: Finanzielle Grundlagen für junge Erwachsene. 1.Auflage 2025, Eur 15.-

    Hauptsache mit einem dieser Bücher anfangen...