Wie gut ist deine Betriebsrente?

  • Schön fĂŒr euch, ich hab seit ich 40 bin eine BAV wo mein Arbeitgeber 50€ pro Monat einzahlt. Sollte das bis zur Rente so laufen bekomm ich spĂ€ter monatlich irgendwas deutlich unter 100€ 
 :D

    Haha I feel you 👏😄 es ist schon ungerecht- je grĂ¶ĂŸer der AG, desto besser meistens die Leistungen.. aber immerhin. Wenn du auch nur 50€ beisteuerst ist es ja immerhin 50:50 im EinzahlungsverhĂ€ltnis 😄

  • Mich wĂŒrde interessieren welchen DurchfĂŒhrungsweg der Betriebsrente ihr habt oder nutzt?

    Moin mocean

    Ich habe den Faden mal kurz ĂŒberflogen. Was fĂ€llt auf. 20 RĂŒckmeldungen mit noch mehr Variation.

    Darf ich fragen, wo du beruflich stehst, also konkret Alter und Berufserfahrung? Davon abhÀngig folgende Gedanken:

    1. bAV ist hÀufig maximal unflexibel

    2. absolut ungĂŒnstig sind hĂ€ufige Arbeitgeberwechsel

    3. Rendite wegen Garantien und der Anlageprodukte in der Altersvorsorge in der Regel um oder unter dem Inflationsausgleich.

    Fazit: Ich wĂŒrde nur vom AG „geschenktes“ Geld mitnehmen. Klar gibt es teilweise einen Zwang (VBL). Von irgendwelchen Prognosen von den VerkĂ€ufern in der Finanz(porno)Industrie und steuerlichen Anreizen wĂŒrde ich die Finger lassen.

    All diejenigen, die hier eine bAV mit ordentlichem Kapitalstock gebildet haben, wurden lange vor 2000 angeschlossen.

    Meine Meinung


    LG Finanzschlupf

  • Haha I feel you 👏😄 es ist schon ungerecht- je grĂ¶ĂŸer der AG, desto besser meistens die Leistungen.. aber immerhin. Wenn du auch nur 50€ beisteuerst ist es ja immerhin 50:50 im EinzahlungsverhĂ€ltnis 😄

    Viel Schlimmer. Bei meinem Arbeitgeber gab es vor 2004 noch großzĂŒgige Betriebsrenten. An den Rentenzusagen knappst das Unternehmen noch heute rum. :rolleyes:
    Das ist dann die schönste 2. Klassengesellschaft im Unternehmen. Auf der einen Seite Leute die noch von den großzĂŒgigen Rentenzusagen der Vergangenheit profitieren. Und dann die, die nix haben.:rolleyes:
    Inzwischen bietet das Unternehmen wieder eine grottige bAV an (weil Sie halt mĂŒssen). Allerdings nur mit den 15% Zuschuss die gesetzlich vorgeschrieben sind und ĂŒber eine Standardversicherungslösung. Reines Arm sparen. <X

  • Mein Arbeitgeber war bis 2011 Mitglied im AGV (Arbeitgeberverband) und somit verpflichtet, uns via VBL eine BAV angedeihen zu lassen. BeitragssĂ€tze sind mir nicht mehr erinnerlich. Dann trat er aus dem AGV aus. FĂŒr die in der Zeit der Zugehörigkeit zur VBL beschĂ€ftigten MA wurde eine weitere BAV ĂŒber die DUC in Ă€hnlicher Höhe abgeschlossen. Dazu musste der BR vor dem Arbeitsgericht aktiv werden, da der AG dies nicht akzeptieren wollte.
    Alle MA, die nach dem Austritt aus dem AGV beim Arbeitgeber anfingen, gab es dann keine BAV mehr.
    Meine beiden Renten aus der BAV betragen ca. 22,6 % der Gesamtrente und lassen mich meinen Ruhestand entspannt ohne große RentenlĂŒcke leben.

    Ein Hinweis vielleicht noch: Entgeltumwandlungen senken die Rente und ggf. auch das Arbeitslosengeld! Da diese meist auch noch unattraktiv im Ergebnis sind, sollte man vielmehr den Betrag privat in einen WeltETF via Sparplan investieren. ;)

  • Alle MA, die nach dem Austritt aus dem AGV beim Arbeitgeber anfingen, gab es dann keine BAV mehr.


    Meine beiden Renten aus der BAV betragen ca. 22,6 % der Gesamtrente und lassen mich meinen Ruhestand entspannt ohne große RentenlĂŒcke

    Zum 1. zitierten Absatz: das ist bei meinem AG genauso - wieso kĂŒrzt man eine solch elementare Leistung immer weiter. Weil man denkt: ja das Rentenproblem betrifft die nachkommende Generation weniger - brauchen wa nicht mehr (?) Die soziale Verantwortung da auch gegen noch mehr Profit einzutauschen ist mir unbegreiflich..


    Zum 2. Absatz: da sieht man mal wie es gehen kann, wenn einem AG am Wohlbefinden der MA etwas liegt. Ein spĂŒrbarer Anteil deine RuhestandsbezĂŒge 👏😊

  • Moin mocean

    Ich habe den Faden mal kurz ĂŒberflogen. Was fĂ€llt auf. 20 RĂŒckmeldungen mit noch mehr Variation.

    Darf ich fragen, wo du beruflich stehst, also konkret Alter und Berufserfahrung? Davon abhÀngig folgende Gedanken:

    1. bAV ist hÀufig maximal unflexibel

    2. absolut ungĂŒnstig sind hĂ€ufige Arbeitgeberwechsel

    3. Rendite wegen Garantien und der Anlageprodukte in der Altersvorsorge in der Regel um oder unter dem Inflationsausgleich.

    Danke fĂŒr die RĂŒckmeldung 👍

    Ich bin 30J. alt, habe mit 19 in einer großen Bank angefangen und bin nun in meinem 11. Berufsjahr. Ich bin auch glĂŒcklich ĂŒber die Zusatzleistung in die bAV meines AG, der 100% der BeitrĂ€ge finanziert (ohne Entgeltumwandlung- zusĂ€tzlich neben dem Netto)

    FĂŒr neue MA wurden die Leistungen deutlich gekĂŒrzt was ich wie vorher erwĂ€hnt eine absolute Frechheit und als große Ungerechtigkeit empfinde.

    In meinem Fall ist aber in einer guten Zusatzleistung viel verbesserungswĂŒrdig. Kurzfassung:

    - Direktzusage

    - Feste JahresbezĂŒge × degressiver Altersfaktor = Kapitalbaustein der jĂ€hrlich hinzukommt

    -> keine Bestandsverzinsung, bis 60, dadurch wĂ€chst Kapital in sich ĂŒberhaupt nicht, nur durch neuen Kapitalbaustein (ab 61J. 4,5% Schlusszins pro Jahr auf das darin befindliche Gesamtkapital

    -> mit Bestandsverzinsung oder einer renditestÀrkeren Geldanlage wÀre da mehr als das Doppelte an Kapitalstock möglich


    In meiner Hochrechnung kĂ€me ich so auf ca. 230.000€ Kapital vor Steuern/SV mit 67

    Auszahlung wÀre als Einmalzahlung, Rente oder Ratenzahlung auf bis zu 9 Jahre möglich.

    Wie ist es bei dir aufgesetzt? ;)

  • Schön fĂŒr euch, ich hab seit ich 40 bin eine BAV wo mein Arbeitgeber 50€ pro Monat einzahlt. Sollte das bis zur Rente so laufen bekomm ich spĂ€ter monatlich irgendwas deutlich unter 100€ 
 :D

    Hab eben noch mal nachgesehen, da gehn wie gesagt 50€ p.M. vom Arbeitgeber rein die es als extra gibt (von mir geht nichts rein). Von jetzt 40 bis Rentenalter.

    Ich bekomm da. 54€ im Monat raus!

    Alternativ kann ich mir dann 26k auszahlen lassen.

    Die 54€ sind halt irgendwie witzlos, glaube nicht das mir das was bringt. Wie wĂŒrdet ihr da vorgehen?

    Dann einfach auszahlen lassen die 26k?

    Weil laufen wĂŒrde ich es jetzt schon lassen, das abschlagen wĂŒrde ja auch nichts bringen.

  • Wie ist es bei dir aufgesetzt? ;)

    1. DRV - Freiwilliger Mindestbeitrag

    2. Versorgungswerk - freiwilliger Mindestbeitrag

    3. AnsprĂŒche aus VBL und KZVK

    4. Direktversicherung Allianz, kein Beitrag vom AG, hatte ich wegen Finanzbedarf fĂŒr zwei Jahre beitragsfrei gestellt, jetzt wieder aktiv, im Prinzip Bestandteil RK1 und steuerlich interessant

    5. PRV, ETF gebundene Police und klassisch

    Anmerkung: vor 20-25 Jahren war ich noch ein LeO (vgl. Prof. Walz)

    In meiner quartalsweisen Vermögensaufstellung notiere ich die erwartete Rente, optional die Kapitalauszahlung und Wert bei KĂŒndigung


    LG Finanzschlumpf

  • Die 54€ sind halt irgendwie witzlos, glaube nicht das mir das was bringt. Wie wĂŒrdet ihr da vorgehen?

    Dann einfach auszahlen lassen die 26k?

    Weil laufen wĂŒrde ich es jetzt schon lassen, das abschlagen wĂŒrde ja auch nichts bringen.

    Auch hier gilt: schön das der AG wenigstens etwas tut aber profitiert hat nur der Versicherer davon, wenn am Ende schlappe 4€ zusĂ€tzliche Rente prognostiziert werden.

    26.000€ in 25+ Jahren sind leider kein großer Betrag mehr.. wĂŒrde mich daher ebenfalls fĂŒr die Einmalzahlung entscheiden. Bis sich die Rente gelohnt hat musst du 40J.+ die Rentenzahlung genutzt haben- schwierige Ausgangslage auf die ich nicht wetten wĂŒrde :/:S

  • die einzige Variante, bei der du Guthaben an die Dt. Rentenversicherung Bund ĂŒbertragen und damit frĂŒhere Renteneintritte zwischenfinanzieren kannst bei gleichzeitiger Anrechnung von Versicherungszeiten.

    Das ist bei uns anders. Das Zeitwertkonto wird ĂŒber eine Versicherung gefĂŒhrt und kann nur ĂŒber eine vorzeitige KĂŒndigung des Arbeitsvertrages (natĂŒrlich Steuer- und SozialabgabenschĂ€dlich) ausbezahlt oder unter gewissen Bedingungen an die DRV ĂŒbertragen werden.

    Aber, wer das macht, ist m.M.n. selber Schuld (oder er will nach jahrelanger Einzahlung den AG wechseln anstatt das Geld vor dem Wechsel als Vollfreistellung zu verbrauchen). Auch ohne die Bedingungen fĂŒr den Übertrag genau zu kennen, wird da mit Sicherheit nur das Kapitel, max. noch plus der zugehörigen Sozialabgaben und Steuern ĂŒbertragen.

    Nutzt man das Zeitwertkonto fĂŒr die Langzeitfreistellung (egal, ob vor Rente oder bis zu einem Jahr in der BeschĂ€ftigungszeit), dann bleibt zwar der Auszahlungsbetrag je Monat gleich, man erhĂ€lt aber weiterhin nahezu alle tariflischen Sonderzahlungen, die Freistellungszeit dient als Anrechnungszeit fĂŒr meine BAV 1 (also die voll vom AG finazierte BAV) und der AG zahlt weiterhin die TarifzuschĂŒsse zur BAV 3 (was fĂŒr neuere MA die "Zwangs"-BAV ist).

    Vieles davon wird nicht auf Basis des Freistellungsgehales gezahlt sondern auf Basis des Tarifgehaltes. Die (bei mir) ca. 1,5 Tarif-MonatsgeÀlter können einiges an Netto-Zuschuss geben, den es bei der DRV nicht geben wird.

    BAV 1 wird, nach meiner Hochrechnung der RP bis 63 (inkl. aller AbzĂŒge wegen frĂŒherem Rentenbezug) Brutto ca. 40% der Rentenzahlungen ausmachen, oder ca. 30% der monatlichen Nettorenten (mit KVdR).

    Ein Hinweis vielleicht noch: Entgeltumwandlungen senken die Rente und ggf. auch das Arbeitslosengeld!

    Das ggf. muss man auch auf die Rente ausweiten. Das Krankengeld mag auch davon betroffen sein. Genauso könnte man die ggf. verringerten Sozialabgaben ohne LeistungskĂŒrzung (GKV) gegenrechnen.

    Es bleibt am Ende immer eine individuelle Rechnung, inkl. dem Versuch, seinen beruflichen Weg voraus zu ahnen. Ohne hohe AG-ZuschĂŒsse und niedrige Kosten dĂŒrfte die Rechnung fast immer negativ ausgehen.

  • Mein Arbeitgeber zahlt in AbhĂ€ngigkeit vom Alter und Gehaltshöhe einen monatlichen Betrag ein, der in Summe nicht verzinst wird. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn ich bei Renteneintritt dann wahrscheinlich ca. 700€ mehr monatlich bekommen werde. Allein dadurch hat sich mein damaliger Arbeitgeberwechsel schon gelohnt.

  • Mein Arbeitgeber zahlt in AbhĂ€ngigkeit vom Alter und Gehaltshöhe einen monatlichen Betrag ein, der in Summe nicht verzinst wird. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn ich bei Renteneintritt dann wahrscheinlich ca. 700€ mehr monatlich bekommen werde. Allein dadurch hat sich mein damaliger Arbeitgeberwechsel schon gelohnt.

    Stark! 700€ Betriebsrente neben der gesetzlichen ist schon ein Brett! Wobei: in wie vielen Jahren?

    The Inflation is not our friend đŸ€šđŸ˜„

  • Stark! 700€ Betriebsrente neben der gesetzlichen ist schon ein Brett! Wobei: in wie vielen Jahren?

    The Inflation is not our friend đŸ€šđŸ˜„

    Im Zeitraum von ca. 30 Jahren. WĂ€re ich bei meinem ersten Arbeitgeber geblieben, dann hĂ€tte ich vielleicht nicht das GlĂŒck, spĂ€ter eine solche zusĂ€tzliche Rente zu bekommen. Jedenfalls freue ich mich sehr darĂŒber.

  • Habe zeit zehn Jahren bei Mylife BAV-Fonds-RV mit !! 100%!! Fonds/ETF Anlage. Vorherige Deckungsstock-BAV-RV wurden hinein portiert.
    Moderate, transparente Kosten .
    Gute Performance.

    Starke Performance! Ich schÀtze du hattest freie ETF-Wahl (?)

    Und ist das voll AG-finanziert? Wen j in welchem DurchfĂŒhrungsweg? Wenn es als RV lĂ€uft tippe ich auf EG-Umwandlung?

    WĂ€re spannend zu erfahren wie es dazu kam das der AG (ausnahmsweise mal 😄) so ein MA-freundliches Konstrukt aufgesetzt bekommen hat - Chapeau

  • Starke Performance! Ich schĂ€tze du hattest freie ETF-Wahl (?)

    Und ist das voll AG-finanziert? Wen j in welchem DurchfĂŒhrungsweg? Wenn es als RV lĂ€uft tippe ich auf EG-Umwandlung?

    WĂ€re spannend zu erfahren wie es dazu kam das der AG (ausnahmsweise mal 😄) so ein MA-freundliches Konstrukt aufgesetzt bekommen hat - Chapeau

    Eigene Auswahl.
    Aber alles nur Umwandlung +15%

    Tarif wurde selber dem damaligen AG unterbreitet. Gutes VerhÀltnis. Hat akzeptiert.

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