Beiträge von Jochen Emm

    Als Quintessenz bleibt für mich: Wir müssen Erneuerbare, Netze und Speichermöglichkeiten ausbauen, was geht und so schnell es geht. Ob wir wirklich bei 100 % Erneuerbaren im Strommix landen sollten, weiß ich nicht. Der Grenznutzen nimmt halt im Verhältnis zu den Kosten massiv ab, und es gibt vermutlich Bereiche, wo der nächste Euro zunächst effizienter eingesetzt werden kann.
    Mein unwissenschaftliches Gefühl sagt mir: 85 % Erneuerbare, 5 % Kohle, 5 % Gas und 5 % Wasserstoff wären ein realistisches Ziel. Hierüber würde ich gerne mal eine wissenschaftliche Ausarbeitung lesen.


    Ich gehe zwar prinzipiell mit, möchte aber ergänzen: Solange es wirtschaftlich vertretbar ist.

    Weiterhin sollte man keine Technologie komplett verbieten. Vielleicht macht eine gewisse Dosis CCS oder Kernenergie ja durchaus Sinn.

    Eine etwas ältere aber gute Ausarbeitung dazu ist "Energiesystem Deutschland 2025" vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE.

    Wobei aber unbedingt die Hinweise im Disclaimer zu beachten sind, wo darauf hingewiesen wird, dass die Randbdeingungen des Auftraggebers nicht unbedingt realistisch sind.

    So ganz unlimited ist das vom TO verlinkte Angebot auch nicht, es richtet sich vor allem an Leute die Hauptsächlich in Frankreich das Angebot nutzen, die ersten 4 Monate ist das Angebot erst mal ohne Einschränkung in den beworben Ländern nutzbar, danach müssen mehr Daten in Frankreich als im Ausland verbraucht werden, wenn nicht kommt eine Warn SMS und kurz danach werden 0.013 Cent pro MB fällig. Auch mal das Kleingedruckte lesen.

    Weiterhin passt es längst nicht in jedes Reisprofil. Nur Internet (keine Telefonie) in Thailand und gar nichts von beiden u.a. auf den Philippinen... Damit passt es z.B. für mich überhaupt nicht.

    Nun ist für mich schon sehr praktisch das Ganze. Fliege oft durch die Weltgeschichte hab neulich in Phuket damit 140GB Daten verbraucht:thumbup:

    Kann ich gut nachvollziehen. Ich meide irgendwelche WIFI Verbindungen so gut es geht, weil Mobilfunknetze ja als wesentlich sicherer gelten und es extrem praktisch nicht, nicht immer den Zugangsdaten hinterher laufen zu müssen. Da zahle ich gerne auch ein paar Taler mehr.

    In Thailand habe nutze ich einen Prepaid AIS Tarif, ansonsten hat Airalo meist etwas Passendes.

    Meine Zustimmung meinerseits.

    Es kommt vielleicht noch ein weiterer Punkt hinzu:

    Ein regelmäßiger Verkauf kostet viele Menschen jedesmal eine emotionale Überwindung. Hier droht die "Gefahr", dass man zuungunsten seines Lebensstandards und zugunsten der Erbmasse zuviel Vermögen hält.

    Selbst erlebt: Eine fitte ältere Dame mit sehr einem sehr stattlichem Depot aber eher mittlerer Pension hegt den Lebenswunsch einer aufwendigen USA Reise.

    Aus der laufenden Pension ist die Wunschreise eher schwer zu stemmen. Ca. 1% ihres Depotbestandes (alles Fonds, aber das ist ein anderes Thema...) dafür zu verkaufen will sie aber nicht. Sie hat ihr Leben lang "noch nie etwas aus dem Depot verkaufen müssen".

    Ja, vollkommen übergriffig. Der AG hat ja jetzt schon das Recht einem AN vorzuschreiben, das er ab dem ersten Tag eine AU vorzulegen hat. Man kennt doch seine Pappenheimer. Was die dann aber nicht davon abhält eben eine AU vorzulegen. Die haben auch immer einen Arzt, der sofort krank schreibt.

    Bisher war der Betriebsrat mitbestimmungspflichtig, wenn man als AG eine pauschale Regelung für die gesamte Belegschaft einführen wollte.

    Und irgendwie wollte dieser, soweit meine Erfahrungen, bei solchen Anliegen nie mitziehen.

    Aber ist trotzdem Käse. Angenommen man hat Magen-Darm, das ist meistens nach einem Tag durch, eventuell noch ein zweiter zur Erholung. Da sitzt man dann kotzend im Wartezimmer...

    Der Plan kann auch nach hinten losgehen. Was bisher nach 2 Tagen einigermaßen OK war, kann jetzt auch leicht eine ganze Woche Krankschreibung werden. Ich tippe darauf, dass das so nicht kommt

    Dann geht man in die Videosprechstunde. Die ist nämlich im Gegensatz zur telefonischen Krankschreibung weiterhin gültig.

    Funktioniert in anderen Ländern seit Jahren problemlos.

    Das ist nicht nur naheliegend und muss auch nicht beschlossen werden. Das ist einfache Mathematik. 0,3% pro Monat -> 3 Jahre a 12 Monate -> 36 x 0,3% = 10,8%

    Der Abschlag darf übrigens nur so hoch sein, das er die Verluste der Rentenkasse ausgleicht. Es ist nicht zulässig als "Strafe" mehr abzuziehen.

    Vielleicht ist es aber zulässig, versicherungsmathematisch korrekt zu rechnen?

    Tut man dies, müsste der Abschlag schon jetzt eher bei 0,4 % bis 0,5 % pro Monat (abhängig vom Zinsniveau) liegen.

    Seit Monaten merke ich jetzt, dass mein Job mich ankotzt. Mein Chef ist inkompetent, es läuft nicht gerecht und jeden Monat muss ich aufs Neue Autos verkaufen um mein Gehalt für den nächsten Monat zu erwirtschaften.

    Willkommen in der realen Arbeitswelt8o...Die immer Mal wieder von Ungerechtigkeiten oder inkompetenten Führungskräften begleitet wird.

    Was mich mehr verwundert: Du bist Autoverkäufer und beschwerst Dich darüber Autos verkaufen zu müssen? :/

    Dann bitte Quellen und Belege liefern

    Für den Anfang empfehle ich die Standardwerke:

    "Energietechnik" von Zahoransky/Fichter

    "Kraftwerkstechnik" von Strauss

    "Elektrische Kraftwerke und Netze" Oeding/Oswald


    Persönlich finde ich auch

    "Nuclear Power Plant Engineering" von Rust

    empfehlenswert. Streift die hier diskutierten Themen aber eher am Rande.


    Das Thema "Salzeutektika" wird ganz gut im

    "Handbuch Chemische Reaktoren: Chemische Reaktionstechnik" von Reschetilowski

    abgehandelt, obwohl hier der Fokus wie der Titel schon vermuten lässt natürlich eher auf der chemischen Reaktionstechnik als auf Kraftwerksanwendungen liegt. Wobei die Regelungstechnik natürlich allgemeingültig ist.

    Das betraf insbesondere all die, die dem damaligen Modetrend (dot.com mit Mondbewertungen) hinterhergelaufen sind. Mit einem soliden gut balancierten Depot war es zwar auch kein Zuckerschlecken aber weit entfernt von 15 Jahre saure Gurken Zeit.

    Ähnliches könnte auch in Zukunft passieren. Banken- und Techwerte sorgen für den Absturz. Wenn dann noch eine Energiekrise hinzu kommt kann es unlustig werden.

    Auch mit MSCI Fonds waren es 15 Jahre saure Gurkenzeit.... Weit entfernt von den bis den 90% Verlusten einiger .com Einzelaktien....Aber 15 Jahre lang lagen meine Fonds (später ETF) nur unterhalb der Inflation im Plus und zeitweise auch signifikant im Minus.....

    Ich empfhle übrigens den einsatz von KI einzuschränken

    Der strom Verbrauch dieser Technik ist astronomisch groß. Und die Ergebnisse die damit produziert werden sind bei den melsten modellen oft eher schlecht.

    Ich empfehle (und das ist jetzt in keiner Weise böse oder abfällig gemeint, ich mache das auch wenn ich außerhalb meiner Muttersprache etwas poste), das Posting vorher durch eine Rechtschreibekorrektur laufen zu lassen.... Es ist teilweise nur mühsam zu lesen.

    Ok... ich überprüfe mal meine Wissensbasis (weil ich mit den Äußerungen von pumphut d'accord gehe)...

    -Diplom in Machinenbau

    -Zertifizierter Energiemanagement Experte

    -Diverse Fortbildungen

    -Eigene Lehrtätigkeit

    -Jahrzehntelange internationale Erfahrungen in Konzeption/Bau/Betrieb von Großanlagen und auch Kraftwerken

    -Gute Leistungen wurden mir von diversen Arbeit-/Auftraggebern bescheinigt

    ....

    Ich bin mal gespannt was in Deutschland los ist, wenn die Aktienmärkte auch mal wieder ein paar Jahre lang gen Süden laufen. :/

    War für viele die Hölle und hat sie dauerhaft von Aktieninvestments vetrieben...auch ich habe ab ca 2000 für 15 Jahre Null Rendite (sondern sogar Papierverluste) mit meinen MSCI Fonds/ETF erlebt ....war keine schöne Zeit.... Mein persönliches Learning: In meiner "gogo" Phase zwischen 60 und 80 habe ich überhaupt keine Lust so etwas auszusitzen....Lebensunterhalt und Konsum müssen bei mir aus Renten und sicheren Anleihen gedeckt sein....ETF/Aktien/Derivate darbüber hinaus gerne.

    ...

    Kollege (Mitte 20) betreibt keine Altersvorsorge, Zitat: "Das ganze Geld wird ins Auto investiert". Geht das so weiter und steht in einigen Jahrzehnten dann die Rente an, könnte ich mir vorstellen, dass diese Personengruppe dann ganz laut nach dem Sozialstaat ruft und Unterstützung fordert.

    ....

    Habe ich in jungen Jahren auch ähnlich gemacht: Reisen, Autos, Party .... gleichzeitig aber auch meiner Karriere gebastelt.... Die Erinnerungen und Erfahrungen aus dieser Zeit möchte ich nicht missen!!

    Irgendwann nahm dann das spürbar Gehalt zu und die Konsumbegierde ab.

    Und mit Mitte 50 hatte ich dann die finanzielle Freiheit, selbst zu kündigen (obwohl mein Job völlig ok war, aber andere Dinge machen wir halt noch viel mehr Spass) und mein Leben selbstbestimmt zu gestalten.

    Doch kann sie, siehe meine Rechnung. 67 Jahre Renteneinstieg ohne Abschläge vs. 65 Jahre mit Abschlägen. Hoffe jedenfalls die neuen aktuell diskutierten Vorschläge kommen nicht durch, denn wenn jemand rechnen kann ist nicht mehr beim Berufsstart sehr motiviert. Warten wir mal ab was kommt, ändern können wir das leider nicht wenn es mal beschlossen wurde.

    Mein Berufsstart war in den 90ern, selbst da wurde schon heftig über die unsichere Zukunft Alterrenten diskutiert und zur eigenen Vorsorge aufgerufen.

    KEINER war wegen der unsicheren Zukunft der Altersrente demotiviert.

    Es gibt übrigens die Möglichkeit, ab dem 58. Lebensjahr 24 Monate ALG1 zu beziehen.

    Wie lange noch? Hier steht ja wohl bald auch eine "Reform" an. Und im ggs. zu Änderungen am Rentenrecht gibt es hier keinen verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz, Änderungen können also kurzfristig beschlossen und umgesetzt werden.

    Danke Pumphut, für die valide und qualifizierte Eindordnung!

    ich darf noch ergänzen, dass quasi jedes konventionelle Kraftwerk (Gas, Kohle, Kern,Öl...) bei Bedarf mit einem Flüssigsalzspeicher (mit Salzeutektia als Wärmespeicher) aus- oder nachgerüstet werden kann, der die Flexibiliät und Regelbarkeit auf ein Maximum steigern würde.

    Die im Salzeutektium gespeicherte Wärmeenergie kann jederzeit z.B. als Fernwärme abgerufen oder (wichtiger) per Turbine in Strom umgewandelt werden.

    Kein Vodoo, sondern eine seit Jahrzehnten bewährte relativ günstige Technologie.

    LG

    Die Natur macht mit Photosynthese jeden Tag vor, das es funktionieren kann. Also warum soll Carbonisierung/Methanolisierung nicht funktioneren?

    Stand der Technik wäre hier wohl das Sabatier Verfahren zur Herstellung von Methan aus CO2 und H2.

    Natürlich funktioniert das Verfahren technisch. Es wird ja auch z.B. auf der ISS eingesetzt.

    Allerdings sind wären die Investitionskosten für großtechnische Anwendung gewaltig, allein die Edelmetallkosten für die Katalysatoren wären gewaltig.

    Auch andere Verfahren (u.a. CO2 Hydrierung, Festoxid Elektrolyse, Algen) sind derzeit und auf absehbare Zeit extrem unwirtschaftlich und/oder technologisch nicht ausgereift.

    Ich habe vor einigen Jahren mal eine Machbarkeitsanalyse für eine großtechnische Sabatier Anlage begleitet. Selbst unter günstigsten Bedingungen (Strom kostenlos, Standort Arabien oder China) hätten allein die Herstellkosten für eine kWh aus Methan rund 0,3 USD betragen.... Zum Vergleich in vielen Ländern kann man eine kWh aus Erdgas (was ja Großteils Methan ist) für gut 0,03 USD beziehen - und da ist bereits die Gewinnmarge enthalten.

    Außerdem würde man sich derzeit in Abhängigkeiten von Afrika und Russland begeben, die den Rutheniummarkt (benötigt als Katalysator) beherrschen. Ein ramp up von Alternativproduzenten (USA/Kanada) würde mindestens 10 Jahre+ dauern.