Verlustverrechnungstopf Baader Bank

  • Hallo

    ich bin Kunde bei Traders Place und habe hier meine Wertpapiere. Habe auch noch Depots bei Smartbroker+ und finanzen.net Zero. Diese sind jedoch bestandslos. Bei allen 3 Brokern ist die Baader Bank die depotführende Bank. Habe kürzlich einen Depotübertrag von Smartbroker zu Traders Place durchführen lassen. Bei Smartbroker hatte ich auch Verlustverrechnungstöpfe. Diese hätten auch mit übertragen werden sollen. Jetzt habe ich von der Baader Bank eine Mitteilung über eine Neuerung seit 2024 erhalten, wie mit den Verlustverrechnungstöpfen und Freistellungsaufträgen umgegangen wird (siehe Anhang). Darin heißt es, dass die Verlustverrechnungstöpfe nur einmalig jährlich bei Erstellung der Jahresbescheinigung optimiert wird. In meinen Verlusttöpfen ist ein ziemlich hoher Wert. Heißt das jetzt, wenn ich Aktien mit Gewinn verkaufe, dass mir Kapitalertragssteuer abgezogen wird und nicht unterjährig die Verlustverrechnungstöpfe optimiert werden und ich die einbehaltene Kapitalertragssteuer erst im nachfolgenden Jahr zurückbekomme?

    Vielen Dank für eure Antworten.

  • ich bin Kunde bei Traders Place und habe hier meine Wertpapiere. Habe auch noch Depots bei Smartbroker+ und finanzen.net Zero. Diese sind jedoch bestandslos. Bei allen 3 Brokern ist die Baader Bank die depotführende Bank. Habe kürzlich einen Depotübertrag von Smartbroker zu Traders Place durchführen lassen. Bei Smartbroker hatte ich auch Verlustverrechnungstöpfe.

    Die hattest und hast Du bei der Baader-Bank.

    Diese hätten auch mit übertragen werden sollen.

    ... was nicht erfolgt ist, was auch nicht erforderlich ist.

    Jetzt habe ich von der Baader Bank eine Mitteilung über eine Neuerung seit 2024 erhalten, wie mit den Verlustverrechnungstöpfen und Freistellungsaufträgen umgegangen wird (siehe Anhang). Darin heißt es ...

    ... daß für Kunden, die über mehrere verschiedene Broker auf Depots bei der Baader-Bank handeln, weiterhin pro Broker ein Satz Verlusttöpfe geführt werden, diese aber im Dezember des betreffenden Jahres miteinander verrechnet werden.

    Ist an sich logisch, ist ja nur 1 Depotbank, die dahintersteht.

    In meinen Verlusttöpfen ist ein ziemlich hoher Wert. Heißt das jetzt, wenn ich Aktien mit Gewinn verkaufe, dass mir Kapitalertragssteuer abgezogen wird und nicht unterjährig die Verlustverrechnungstöpfe optimiert werden und ich die einbehaltene Kapitalertragssteuer erst im nachfolgenden Jahr zurückbekomme?

    Du bekommst die überzählig einbehaltene Kapitalertragsteuer zum Jahresende ausbezahlt. Wann genau das ist, dazu äußert sich die Baaderbank nicht. Schneller als übers Finanzamt dürfte das dennoch sein.

  • Es ist eine Frechheit dass die Verlustverrechnungstöpfe nicht sofort nach einem Aktienverkauf mit Gewinn optimiert werden, sondern bei der Baader Bank nur noch einmal im Jahr am Ende des Jahres im Zuge der Erstellung der Jahresbescheinigung. Ich habe jetzt vor ein paar Tagen eine Aktie mit Gewinn verkauft und es wurde Kapitalertragssteuer einbehalten. Jetzt kann ich 1 Jahr warten, bis ich die Kapitalertragssteuer zurückerstattet bekomme. Das ist die Frechheit. Ist das bei anderen Banken auch so?

  • Das ist keine Frechheit, sondern nennt sich Datenschutz.

    Das gibt es anderswo logischerweise nicht, und zwar deswegen nicht, weil anderswo Depotbank und Broker 1 Unternehmen sind und nicht getrennt wie bei der Baaderbank.

    Wenn Du anderswo einen Verlustvortrag bei der einen Depotbank hast und einen Aktiengewinn im Februar 2025 bei einer anderen Depotbank versteuerst, so wird das nicht im Dezember 2025 verrechnet (wie bei mehreren Brokern bei der Baader-Bank), sondern erst im Zuge Deiner Steuererklärung 2025 frühestens im Frühjahr/Sommer 2026. Vielleicht aber auch erst im Endjahr 2026 oder gar erst 2027, jedenfalls viel später.

    Du hast mehrere Broker bei einer Depotbank, die sich bemüht, möglichst keine Info zum Broker B durchsickern zu lassen, daß Du bei Broker A ein Depot hast. Deswegen wird die Jahressteuerbescheinigung auch nicht in das Postfach beim Broker gelegt, sondern Dir per Post zugestellt. Wenn sie es zu Ende gedacht haben, überweisen sie Dir auch eine eventuelle Steuererstattung nicht auf eines der Verrechnungskonten, die den Brokern zugeordnet sind, sondern gleich auf Dein Referenzkonto.

    Alles gut und sinnvoll, kann man bei dieser Konstellation kaum besser machen.

  • Das ist keine Frechheit, sondern nennt sich Datenschutz.

    Das gibt es anderswo logischerweise nicht, und zwar deswegen nicht, weil anderswo Depotbank und Broker 1 Unternehmen sind und nicht getrennt wie bei der Baaderbank.

    Wenn Du anderswo einen Verlustvortrag bei der einen Depotbank hast und einen Aktiengewinn im Februar 2025 bei einer anderen Depotbank versteuerst, so wird das nicht im Dezember 2025 verrechnet (wie bei mehreren Brokern bei der Baader-Bank), sondern erst im Zuge Deiner Steuererklärung 2025 frühestens im Frühjahr/Sommer 2026. Vielleicht aber auch erst im Endjahr 2026 oder gar erst 2027, jedenfalls viel später.

    Du hast mehrere Broker bei einer Depotbank, die sich bemüht, möglichst keine Info zum Broker B durchsickern zu lassen, daß Du bei Broker A ein Depot hast. Deswegen wird die Jahressteuerbescheinigung auch nicht in das Postfach beim Broker gelegt, sondern Dir per Post zugestellt. Wenn sie es zu Ende gedacht haben, überweisen sie Dir auch eine eventuelle Steuererstattung nicht auf eines der Verrechnungskonten, die den Brokern zugeordnet sind, sondern gleich auf Dein Referenzkonto.

    Alles gut und sinnvoll, kann man bei dieser Konstellation kaum besser machen.

    Wie gesagt, dass ist keineswegs sinnvoll! Die Bank kann 1 Jahr mit meinem Geld arbeiten und ich kann mit dem einbehaltenen Steuerbetrag nicht handeln! Letztes Jahr im September habe ich einen Verkauf bei Smartbroker gehabt und da wurde SOFORT bei der Wertpapierabrechnung der Aktiengewinn mit dem Verlusttopf verrechnet und mir keine Kapitalertragssteuer belastet. So sollte es sein und nicht anders! Achim Weiss ich will dir nicht zu Nahe treten, aber ich weiß echt nicht, wie du den Titel "Finanzgenie/ Ehrenmitglied" erhalten hast. Du solltest diesen Titel freiwillig ablegen. Da hat ein Schatzmeister mehr Ahnung als du.

  • Wie gesagt, dass ist keineswegs sinnvoll! Die Bank kann 1 Jahr mit meinem Geld arbeiten und ich kann mit dem einbehaltenen Steuerbetrag nicht handeln! Letztes Jahr im September habe ich einen Verkauf bei Smartbroker gehabt und da wurde SOFORT bei der Wertpapierabrechnung der Aktiengewinn mit dem Verlusttopf verrechnet und mir keine Kapitalertragssteuer belastet. So sollte es sein und nicht anders! Achim Weiss ich will dir nicht zu Nahe treten, aber ich weiß echt nicht, wie du den Titel "Finanzgenie/ Ehrenmitglied" erhalten hast. Du solltest diesen Titel freiwillig ablegen. Da hat ein Schatzmeister mehr Ahnung als du.

    Ich schlage vor, Du entschuldigst Dich für diese Beleidigungen.

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