Steuertipps 2019

So sparen Sie am Jahresende kräftig Steuern

Udo Reuß Stand: 12. November 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • In den letzten Wochen des Jahres haben Sie es in der Hand, durch einige Entscheidungen ordentlich Steuern zu sparen. 
  • Oft geht es darum, ob Sie noch im alten Jahr Geld ausgeben oder die Ausgaben besser aufs nächste Jahr verschieben.
  • Paare, die heiraten wollen, können noch bis Ende Dezember aufs Standesamt gehen: Verheiratet oder verpartnert können sie den Splittingtarif für das komplette zurückliegende Jahr nutzen. 
So gehen Sie vor
  • Sie können bei haushaltsnahen Dienstleistungen, Handwerkerlohn und Minijob im Privathaushalt die jeweiligen Höchstbeträge ausschöpfen.
  • Bündeln Sie Werbungskosten und Krankheitskosten.
  • Geldwerte Fristen zum Jahresende gelten für Riester-Zulagen, Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmer-Sparzulagen für die Vorjahre und für die freiwillige Einkommensteuererklärung 2015.
  • Sparer sollten sich noch im Dezember um Freistellungsaufträge und Verlustbescheinigungen kümmern und die Höhe ihrer Riester- oder Rürup-Beiträge prüfen sowie die betriebliche Altersvorsorge sichern.

Haben Sie schon einmal für ein gefühltes Vermögen Ihre Wohnung renovieren lassen und konnten trotzdem nur einen Teil der Handwerkerkosten in Ihrer Steuererklärung geltend machen?

Dafür – und für etliche weitere Ausgaben – gibt es einen Jahreshöchstbetrag. Seien Sie clever und überprüfen Sie rechtzeitig, inwiefern Sie mit Ihren bisherigen Ausgaben im Laufe des Jahres solche Höchstbeträge bereits erreicht haben. Terminieren Sie klug Ihre steuerlich abzugsfähigen Aufwendungen und holen Sie so bei der Steuer noch mehr raus.

Welche Ausgabenstrategie sollten Sie verfolgen?

Nicht nur Unternehmer, sondern auch Arbeitnehmer können durch einige Maßnahmen in den letzten Wochen des Jahres noch kräftig Steuern sparen. Oft geht es darum, ob Sie noch im alten Jahr investieren oder bestimmte Ausgaben lieber verschieben sollten.

Das hängt nicht nur vom Erreichen von Höchstbeträgen in den unterschiedlichsten Ausgabekategorien ab, sondern auch von Ihrer persönlichen Lebenssituation. Ist abzusehen, dass Ihre zu versteuernden Einkünfte im Jahr 2020 deutlich niedriger sein werden als noch 2019, lohnt es sich, jetzt schnell Geld auszugeben, damit sich die Ausgaben noch steuermindernd auswirken. Das gilt beispielsweise für diejenigen, die bald in Rente gehen, von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder wenn eine Elternzeit ansteht.

Natürlich sollte es sich um sinnvolle Ausgaben handeln, die Sie einfach nur vorziehen – etwa für eine Weiterbildung, für Büromaterial, Fachliteratur oder ein neues Smartphone als Arbeitsmittel

Erwarten Sie hingegen, dass Sie im nächsten Jahr – beispielsweise nach einer Beförderung – deutlich mehr verdienen, dann müssen Sie wegen des progressiv verlaufenden Steuertarifs mit steigenden Steuerzahlungen rechnen. Hier bringen Ihnen höhere Ausgaben im Jahr 2020 einen größeren Steuerspareffekt.

Solche strategischen Vorüberlegungen stehen am Anfang. Danach überprüfen Sie die Rechnungen und Belege für das laufende Jahr und sortieren diese nach den jeweiligen steuerlichen Ausgabekategorien. Entdecken Sie Steuersparpotenzial durch sinnvolle Aufwendungen noch in diesem Jahr? Wenn Sie es sich leisten können, dann planen Sie zügig die anstehenden Ausgaben, die steuerlich abziehbar sind. Bedenken Sie, dass es auf den Zahlungszeitpunkt ankommt. Insofern kann eine Vorauszahlung oder Anzahlung steuerlich vorteilhaft sein.

Wie wirken sich Freibeträge beim Lohn aus?

Über das Jahr zahlen viele Arbeitnehmer mehr Lohnsteuer als sie tatsächlich müssten. Denn die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer und wird direkt vom Monatsgehalt abgezogen. Wie viel Sie dem Finanzamt jedoch tatsächlich schulden, erfahren Sie erst viel später in Ihrem Steuerbescheid. Wer übers Jahr weniger Steuern zahlen will, kann sich für bestimmte laufende Belastungen einen individuellen Freibetrag auf der elektronischen Lohnsteuerkarte eintragen lassen.

Voraussetzung hierfür ist, dass Sie grundsätzlich mindestens 600 Euro solcher Aufwendungen im Jahr tragen müssen. Das können Ausgaben in den unterschiedlichsten Kategorien sein. Bei den Werbungskosten berücksichtigt aber das Finanzamt bei Arbeitnehmern nur die Kosten oberhalb der Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro. 

Den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung für das laufende Jahr können Sie bis zum 30. November bei Ihrem Finanzamt stellen. Er wirkt sich bereits im Folgemonat in Ihrer Gehaltsabrechnung aus. Der komplette Freibetrag für dieses Jahr wird dann auf den verbleibenden Zeitraum des Jahres aufgeteilt. 

Beispiel: Sie stellen Ihren Antrag beim Finanzamt im Oktober, dann verteilt der Arbeitgeber Ihren Freibetrag für das Jahr 2019 jeweils zur Hälfte auf die Gehälter im November und Dezember. Stellen Sie den Antrag erst im November, dann wird Ihr Nettogehalt im Dezember deutlich höher ausfallen und Sie haben mehr Bares für Weihnachtsgeschenke.

Im Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung können Sie den Freibetrag gleich für zwei Jahre beantragen. Der Freibetrag wird als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) gespeichert und vom Arbeitgeber bei der nächsten Gehaltsabrechnung automatisch berücksichtigt.

Um den Freibetrag zu bekommen, müssen Sie Ihre Ausgaben nachweisen können. Dazu können zählen: 

Hier ein paar Beispiele:

Gewährt Ihnen das Finanzamt einen Freibetrag, sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber Lohnsteuer-Ermäßigung.

Sollten Sie die Steuerklasse ändern?

Insbesondere Verheiratete sollten immer mal wieder überprüfen, ob sie die passende Steuerklassenkombination haben. Davon hängt ab, wie viel Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer der Arbeitgeber bei der monatlichen Gehaltsabrechnung einbehält.

Verdienen beide Ehepartner gleich viel, dann sind beide in der Steuerklasse IV gut aufgehoben. Weichen die Gehälter etwas voneinander ab, könnten beide in die Steuerklasse IV mit Faktor wechseln. Verdient einer der Ehegatten mindestens 60 Prozent des Familieneinkommens, dann sollte der Besserverdienende in die Steuerklasse III wechseln. Der andere Partner bekommt dann die Steuerklasse V. Den Wechsel der Steuerklasse müssen Sie beim Finanzamt beantragen.

Zu hohe Steuerabzüge können Sie natürlich immer mit einer Steuererklärung korrigieren lassen und erhalten dann eine Steuererstattung. Bei Lohnersatzleistungen führt eine ungünstige Steuerklasse jedoch zu einer definitiv geringeren Einnahme.

Erwartet einer der Partner, dass er im nächsten Jahr arbeitslos wird, dann sollte dieser mit einer günstigeren Steuerklasse ein höheres Nettogehalt anstreben. Denn Lohnersatzleistungen wie das Arbeitslosengeld werden nach der Steuerklasse im Januar des Leistungsbezugsjahrs berechnet. Auch für das Elterngeld und Elterngeld Plus werdender Mütter und Väter gelten analoge Überlegungen. Derjenige, der das Kind überwiegend betreuen wird, sollte mindestens sieben Monate vor dem Mutterschutz oder der Geburt in die Steuerklasse III wechseln. So erhöht sich das Nettogehalt und damit auch das Elterngeld.

Alleinerziehende, die nur mit einem oder mehreren Kindern zusammenleben, sollten die günstigere Steuerklasse II beantragen.

Welche Haushaltskosten können Sie wann absetzen?

Obwohl Kosten der privaten Lebensführung eigentlich nicht von der Steuer absetzbar sind, gibt es einige Ausnahmen, die Sie nutzen sollten.

Handwerkerleistungen

Der Staat fördert Renovierungs- und Reparaturarbeiten in Ihrem Haushalt. Ob Tapetenwechsel, neue Fenster oder ein renoviertes Bad – diese Handwerkerarbeiten können Sie in Ihrer Steuererklärung geltend machen. 20 Prozent der gezahlten Arbeitskosten können Sie direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen, maximal 1.200 Euro pro Jahr. Das entspricht einer Gesamtausgabe von 6.000 Euro. Auch die Anfahrts- und die Gerätekosten fallen darunter, nicht jedoch Materialkosten.

Wenn Sie einen Handwerker gegen Jahresende beauftragen, prüfen Sie, wie weit Sie Ihre Möglichkeiten zum Steuerabzug bereits ausgeschöpft haben. Liegen die im laufenden Jahr gezahlten Handwerkerrechnungen nah am Höchstbetrag oder schon darüber, sollten Sie den Auftrag – oder zumindest das Bezahlen – auf das kommende Jahr verschieben. Denn für das Finanzamt zählt das Datum der Zahlung, nicht das der Arbeiten oder der Rechnung.

Beispiel: Sie haben im laufenden Jahr die komplette Wohnung für 4.000 Euro renovieren lassen und wollen am Jahresende das Bad neu gestalten, das kostet nochmals 4.000 Euro. In diesem Fall sollten Sie versuchen, mit Ihrem Handwerker eine Teilzahlung zu vereinbaren und die Hälfte der Rechnung ins neue Jahr zu schieben, um den Steuervorteil auf zwei Jahre zu verteilen.

Wenn Ihre Handwerkerrechnungen im Herbst aber noch weit unter der Höchstgrenze von 6.000 Euro liegen, kann es sinnvoll sein, eine anstehende Reparatur im aktuellen Jahr zu beauftragen und zu zahlen. So bleibt Ihnen im kommenden Jahr der gesamte Höchstbetrag.

Die Steuerermäßigung setzt voraus, dass Sie eine Rechnung haben, in der die Arbeitskosten aufgeführt sind. Außerdem müssen Sie den Betrag überweisen. Weitere Einzelheiten lesen Sie in unserem Ratgeber Handwerkerkosten

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Auch bei den haushaltsnahen Dienstleistungen sollten Sie auf das Datum der Zahlung achten. Das betrifft beispielsweise Kosten für die Pflege eines alten oder kranken Menschen in Ihrem Haushalt, eine private Kinderbetreuung und den Lohn für eine Putzhilfe. Arbeitskosten für haushaltsnahe Dienstleistungen bis maximal 20.000 Euro können Sie in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Daraus ergibt sich ein direkter Abzug von bis zu 4.000 Euro jährlich von Ihrer Steuerschuld.

Auch Hilfe im Garten oder der Winterdienst zählen dazu. Je nachdem, ob Sie den Höchstbetrag schon im laufenden Jahr erreicht haben oder noch weit darunter liegen, kann es sich lohnen, eine aktuelle Rechnung noch in diesem Jahr zu begleichen oder auf den Januar zu schieben. Auch hier gilt, dass die Summe zählt, die Sie in einem Kalenderjahr bezahlt haben.

Tipp: Als Mieter können Sie die Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen aus Ihrer Nebenkostenabrechnung in der nächsten Steuererklärung geltend machen, beispielsweise die Hausreinigung oder den Winterdienst. Achten Sie darauf, dass die Posten in der Nebenkostenabrechnung detailliert aufgeschlüsselt und Ihrer Wohnung zugeordnet sind. Wenn nicht, fragen Sie Ihren Vermieter nach einer entsprechenden Bescheinigung.

Wie Sie diese Tätigkeiten genau absetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber Haushaltsnahe Dienstleistungen. Gesetzlich geregelt ist dies im Paragraf 35a Einkommensteuergesetz: „Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen“.

Minijob im Privathaushalt

Haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie auch auf andere Weise geltend machen: mit der Beschäftigung einer Haushaltshilfe in Ihrem Privathaushalt. Sie melden Ihre Kraft, die beispielsweise Ihre Kinder oder eine pflegebedürftige Person in Ihrer Wohnung versorgt, bei der Minijobzentrale an und zahlen ihr über das Haushalts-Scheckverfahren bis zu 450 Euro monatlich als Lohn. Bis zu 2.550 Euro können Sie als Lohnkosten ansetzen. Davon sind 20 Prozent, also 510 Euro, als maximale Steuererstattung drin.

Schöpfen Sie Ihre Steuerspar-Möglichkeiten sowohl bei den Handwerkerkosten, den haushaltsnahen Dienstleistungen und beim Minijob optimal aus, bekommen Sie insgesamt eine Steuerermäßigung von 5.710 Euro (1.200 + 4.000 + 510 Euro). 

Statt einen Minijobber zu beschäftigen, können Sie jemanden normal sozialversicherungspflichtig anstellen. Diese Tätigkeit ist als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar. Die steuerliche Höchstgrenze beträgt 20 Prozent der Ausgaben von höchstens 20.000 Euro, also maximal 4.000 Euro.

Als Minijobber oder sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer können Sie einen Verwandten anstellen, der nicht in Ihrem Haushalt wohnt.

Mindestlohn beachten

Bei einem Minijob dürfen Sie grundsätzlich monatlich höchstens 450 Euro Lohn zahlen. Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 9,19 Euro pro Stunde auf 9,35 Euro im Jahr 2020. Der Arbeitgeber zahlt meistens die pauschalen Abgaben.

Damit der mit Mindestlohn vergütete Minijob für den Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei bleibt, darf er höchstens 48 Stunden im Monat arbeiten. 2019 war noch eine halbe Stunde länger möglich. Möglicherweise muss zum 1. Januar 2020 die Stundenzahl im Arbeitsvertrag reduziert werden. Andernfalls droht eine Nachzahlung von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen, wenn die Minijob-Grenze überschritten wird. 

Wie möglichst hohe Krankheitskosten absetzen?

Brauchen Sie Zahnersatz, eine neue Brille oder sogar eine Augen-Laser-OP? Dann sind dies Krankheitskosten, die Sie als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen können. Allerdings erst, wenn diese Ausgaben eine nach Auffassung des Gesetzgebers zumutbare Belastung überschreiten.

Ihre individuelle Belastungsgrenze ermittelt das Finanzamt. Je nach Familienstand, Anzahl der Kinder und Gesamtverdienst liegt diese bei 1 bis 7 Prozent Ihrer Jahreseinkünfte. Es gibt drei Einkommensstufen mit steigenden Prozentsätzen. Seit dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 19. Januar 2017 (Az. VI R 75/14) gilt eine für Steuerzahler günstigere stufenweise Berechnung der zumutbaren Belastung. Nur der Teil des Gesamtbetrags der Einkünfte, der den Grenzbetrag übersteigt, wird mit dem jeweils höheren Prozentsatz belastet. Dadurch können Steuerpflichtige früher und höhere Beträge als außergewöhnliche Belastungen absetzen.

Beispiel: Ein Ehepaar mit zwei Kindern hat einen Gesamtbetrag der Einkünfte von 58.550 Euro. Früher wurden 4 Prozent des kompletten Gesamtbetrags, also 2.340 Euro, als zumutbare Belastung festgesetzt. Jetzt setzt sie sich aus drei Teilbeträgen auf jeder Einkommensstufe zusammen; sie beträgt jetzt nur noch 1.675 Euro. Die darüber liegenden Kosten sind steuerlich absetzbar.

Ledige ohne Kinder müssen mindestens 5 Prozent, höchstens aber 7 Prozent des Gesamtbetrags ihrer Einkünfte als zumutbare Belastung tragen. Auf der Website des Bayerischen Landesamts für Steuern können Sie Ihre individuelle zumutbare Belastung berechnen.

Weil Sie die zumutbare Belastung leichter als bisher überschreiten können, ist es wichtig, dass Sie alle Ausgaben für die Gesundheit zeitlich gut planen. Denn auch in diesen Fällen entscheidet das Datum der Zahlung, für welches Jahr das Finanzamt die Kosten anerkennt.

Eine neue Brille kann schnell ein paar Hundert Euro kosten, Zuzahlungen von der Krankenkasse gibt es kaum. Auch beim Zahnersatz, orthopädischen Schuhen, Prothesen, Massagen oder heilpraktischen, krankengymnastischen sowie verordneten psychoanalytischen oder -therapeutischen Behandlungen zahlt der Patient einen großen Eigenanteil.

Deswegen sollten Sie immer darauf hinwirken, dass Ihnen planbare hohe Ausgaben möglichst in einem einzigen Kalenderjahr entstehen. Statt einer Rechnung im Dezember und einer zweiten im Januar sollte der Zahnarzt Ihnen die gesamten Kosten noch in diesem Jahr in Rechnung stellen. Je höher die gebündelten Kosten, desto eher kommen Sie über Ihre Belastungsgrenze.

Da Sie immer erst am Jahresende wissen, ob Ihre Krankheitskosten die zumutbare Belastung übersteigen, sollten Sie schon im laufenden Jahr alle Rechnungen sammeln. Auch Ihre Zuzahlungen zu rezeptpflichtigen Medikamenten. Zu den absetzbaren Krankheitskosten zählen auch die Ausgaben für eine Kur oder eine naturheilkundliche Behandlung – in der Regel muss jedoch ein Arzt die medizinische Notwendigkeit der Maßnahmen bescheinigen.

Tipp: Neben den Krankheitskosten zählen auch Ausgaben für die Wiederbeschaffung von Hausrat, beispielsweise nach einer Überschwemmung, zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art. Man kann diese Ausgabenarten zusammenfassen, um die Belastungsgrenze zu erreichen.

Mehr dazu lesen Sie in unserem ausführlichen Ratgeber Außergewöhnliche Belastungen.

Privat Krankenversicherte: 2019 noch Beiträge vorauszahlen?

Im noch nicht verabschiedeten Jahressteuergesetz 2019 ist eine Änderung bei den Sonderausgaben vorgesehen, die privat Krankenversicherte betrifft. Sie können die Beiträge zu einer Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung in tatsächlicher Höhe unbegrenzt als Vorsorgeaufwendungen absetzen.

Das gilt im Zahlungsjahr grundsätzlich auch für Vorauszahlungen für Folgejahre. Wobei es eine gesetzliche Begrenzung gibt: Derzeit dürfen Sie bis zum 2,5-fachen des laufenden Jahresbeitrags vorauszahlen und komplett im Zahlungsjahr absetzen. Die überschießenden Beiträge sind erst in dem Jahr absetzbar, für das sie bezahlt wurden (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 4 EStG).  

Eine Ausnahme gibt es jedoch für erhöhte Beiträge zur Beitragsminderung nach Vollendung des 62. Lebensjahres. Diese sind bislang in voller Höhe absetzbar. Folglich haben offensichtlich manche Steuerzahler mit sehr hoher Steuerprogression Beiträge für Jahrzehnte vorausgezahlt (Beitragsentlastungstarife) und dadurch im Zahlungsjahr ihre Steuerlast enorm drücken können. 

Um dies einzuschränken plant der Gesetzgeber, dass ab 2020 für alle Beitragsvorauszahlungen ohne Unterschied eine einheitliche Betragsbegrenzung erfolgt – und zwar auf das Dreifache des laufenden Jahresbeitrags. Also etwas höher als bisher.

Spitzenverdiener sollten kalkulieren, ob sie bis Jahresende 2019 die letzte Chance für eine sehr hohe Vorauszahlung zur Beitragsentlastung im Alter nutzen möchten.

Wie können Sie Werbungskosten effektiv einsetzen?

Beruflich verursachte Ausgaben können Sie als Werbungskosten geltend machen und auch hier kann das Datum der Zahlung entscheiden, wie viel der Fiskus anerkennt. 1.000 Euro werden jedem Arbeitnehmer pauschal als Werbungskosten vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Erst die Ausgaben, die darüber liegen, machen sich richtig bezahlt.

Haben Sie einen langen Arbeitsweg, tragen Sie Dienstreisekosten selbst, müssen Sie aus beruflichen Gründen umziehen oder möchten Sie eine Weiterbildung machen, die Sie beruflich weiterbringt? Dann bietet sich auch hier die Möglichkeit, die Ausgaben geschickt so zu terminieren, dass Sie über den Arbeitnehmerpauschbetrag kommen.

Liegen Sie mit Ihren beruflichen Fahrtkosten, mit Fachliteratur oder Ausgaben für ein Arbeitszimmer im aktuellen Jahr knapp unter 1.000 Euro, dann planen Sie eine anstehende Weiterbildung so, dass Sie die Rechnung noch im laufenden Jahr zahlen können. Andererseits sollten Sie Ihre Weiterbildung vielleicht erst im Januar zahlen, wenn Sie fürs kommende Jahr weitere berufsbedingte Ausgaben planen, so können Sie vielleicht dann den Pauschbetrag „knacken“. Was Sie als Werbungskosten absetzen können, lesen Sie in unserem Ratgeber Werbungskosten.

Sofortabschreibung nutzen

Wenn Sie einen privaten Gegenstand mindestens zu 10 Prozent beruflich nutzen, können Sie diesen Kostenanteil steuerlich absetzen. 

Ein Arbeitsmittel, das netto bis zu 800 Euro kostet, also mit Mehrwertsteuer maximal 952 Euro, gilt als ein sogenanntes geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG). Dieses dürfen Sie in kompletter Höhe sofort abschreiben. Daher kann es sich lohnen, einen Laptop, den Sie ohnehin benötigen, noch im alten Jahr zu kaufen. Einen geschätzten beruflichen Anteil von 50 Prozent akzeptieren die Finanzämter in der Regel. 

Ähnliche Überlegungen gelten zum Beispiel für einen Schreibtisch oder einen Schrank in Ihrem Arbeitszimmer. Unabhängig, ob das Finanzamt ein Arbeitszimmer bei Ihnen anerkennt, können Sie beruflich benötigte Arbeitsmittel absetzen. Liegen die Kosten oberhalb der GWG-Wertgrenze müssen Sie Ihr Büromöbelstück über 13 Jahre abschreiben, einen Computer über drei Jahre.

Doppelte Haushaltsführung

Benötigen Sie für den Job eine zweite Wohnung am Arbeitsort? Damit das Finanzamt bei einem Alleinstehenden eine doppelte Haushaltsführung anerkennt, muss dieser nachweisen können, dass er mindestens 10 Prozent der laufenden Kosten für den gemeinsamen Haushalt bezahlt hat. Mit einer Überweisung bis zum Jahresende könnte er dies belegen. 

Worauf müssen Dienstwagennutzer achten?

Arbeitgeber haben viele Möglichkeiten, ihren Mitarbeitern Gehaltsextras zu gewähren – zum Beispiel einen Dienstwagen.

Dienstwagenfahrer können Fahrtenbuch führen

Selbstständige und Arbeitnehmer, die einen Firmenwagen auch privat nutzen dürfen, müssen dafür einen geldwerten Vorteil versteuern. Viele wählen die pauschale Ein-Prozent-Regelung. Oft ist jedoch die alternative Fahrtenbuchmethode steuerlich deutlich günstiger. Ein Wechsel der Methode ist nur zum Jahresanfang möglich, weil ein Fahrtenbuch das ganze Jahr über lückenlos geführt werden muss.

Prüfen Sie daher, ob Sie sich möglicherweise noch vorher zum Beispiel ein elektronisches Fahrtenbuch zulegen. Dies spart Ihnen gegenüber einem handgeschriebenen auf jeden Fall viel Zeit.

Fälle, in denen tendenziell ein Fahrtenbuch steuerlich die günstigere Variante ist, sind folgende:

  • Der Bruttolistenneupreis des Autos ist hoch.
  • Sie nutzen ein altes, gebrauchtes oder bereits abgeschriebenes Fahrzeug.
  • Sie fahren relativ wenig privat.
  • Sie pendeln mit dem Auto zum Arbeitsort und haben eine weite Strecke.
  • Die absetzbaren Fahrzeugkosten sind relativ gering.

Steuervorteil für Elektro-Dienstwagen ab 2019

Für einen Elektro-Dienstwagen, der erstmals ab dem 1. Januar 2019 gekauft oder geleast wurde, gibt es eine Steuervergünstigung. Zur Berechnung des geldwerten Vorteils wird nur die Hälfte des Bruttolistenpreises herangezogen. Folglich fällt die Steuer- und Abgabenbelastung niedriger aus.

Für Autos mit Hybridantrieb gilt die Steuerermäßigung auch, wenn deren 

  • Kohlendioxidemission höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer beträgt und
  • nur mit dem Elektromotor eine Reichweite von mindestens 40 Kilometern möglich ist.

Die Steuervergünstigung gilt sowohl für die pauschale Ermittlung des geldwerten Vorteils als auch für die Fahrtenbuchmethode.

Weitere Förderungen geplant 

Wer jetzt überlegt, sich ein reines Elektrofahrzeug anzuschaffen, sollte noch etwas abwarten. Denn wahrscheinlich werden solche Fahrzeuge ab 2020 noch stärker gefördert – insbesondere diejenigen, die weniger als 40.000 Euro kosten. Dafür möchte die Bundesregierung die Kaufprämie, den sogenannten Umweltbonus, von derzeit 4.000 Euro auf 6.000 Euro erhöhen; für teuerere E-Autos soll der Zuschuss bei 5.000 Euro liegen; für Plug-in-Hybride bei 4.500 Euro. 

Außerdem soll die Bemessungsgrundlage für rein elektrisch angetriebene Dienstautos noch weiter gesenkt werden: auf 0,25 Prozent des Listenpreises – auch bereits für diejenigen, die im Jahr 2019 angeschafft wurden.   

Eine weitere Vergünstigung ist im Jahressteuergesetz 2019 geplant: Schafft sich ein Unternehmer ab 2020 ein neues allein mit Elektromotor angetriebenes Lieferfahrzeug an, darf er die Hälfte der Anschaffungskosten im Rahmen einer Sonderabschreibung zusätzlich zur normalen Abschreibung absetzen. Das Elektrolieferfahrzeug muss erstmals zugelassen werden und darf höchstens 7,5 Tonnen wiegen (§ 7c EStG-Entwurf). Der Vorteil gilt auch für Elektro-Lastenfahrräder.

Von der Steuervergünstigung profitieren können Sie, wenn Sie das Elektrolieferfahrzeug zur Erzielung von betrieblichen Einkünften benötigen. Ob und wann die Vergünstigung tatsächlich kommt, hängt auch davon ab, ob sie die Europäische Kommission genehmigt. Deshalb sollten Kaufinteressenten noch abwarten.   

Kein geldwerter Vorteil mehr zu versteuern für Dienstrad und Jobticket

Ein vom Arbeitgeber zur Verfügung gestelltes Dienstfahrrad unterliegt grundsätzlich den analogen Regeln wie beim Dienstwagen. Seit 2019 ist das Dienstrad jedoch steuerlich attraktiver geworden. Haben Sie das Dienstfahrrad zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erhalten, müssen Sie für die private Nutzung keinen geldwerten Vorteil mehr versteuern. Bei einer Gehaltsumwandlung müssen Sie wie beim Elektro-Dienstwagen nur 0,5 Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern.

Der Arbeitgeber hat seit Jahresanfang 2019 eine weitere Möglichkeit, seinen Mitarbeitern ein steuer- und sozialversicherungsfreies Gehaltsextra zukommen zu lassen: das Job-Ticket für öffentliche Verkehrsmittel.

Steuerfrei ist es, wenn Sie es zusätzlich zum Gehalt bekommen. Allerdings müssen Sie diesen Vorteil in Ihrer Steuererklärung angeben. Das Finanzamt kürzt dann dementsprechend Ihre Entfernungspauschale.  

Der Gesetzgeber plant mit dem Jahressteuergesetz 2019 eine neue Möglichkeit: Wenn der Arbeitgeber für das Jobticket pauschal 25 Prozent Lohnsteuer abführt, wird der Vorteil nicht bei Ihrer Pendlerpauschale angerechnet. Dieses Modell können Sie voraussichtlich ab 2020 auch bei einer Gehaltsumwandlung nutzen. 

Wie können Sie sich die volle Riester-Zulage sichern?

Wenn Sie kürzlich den Job gewechselt oder eine Gehaltserhöhung bekommen haben, müssen Sie eventuell Ihre Riester-Beiträge anpassen. Denn wer zu wenig in seinen Riester-Vertrag einzahlt, bekommt keine oder gekürzte Zulagen. Überprüfen Sie daher Ihren Eigenbeitrag

Der Beitrag, den Sie jährlich mindestens einzahlen müssen, um Ihre vollen Zulagen zu erhalten, liegt bei 4 Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahres-Bruttos – abzüglich Ihres Sparzulagenanspruchs. Für 2019 relevant ist das rentenversichtlicherungspflichtige Bruttoeinkommen 2018. Diesen Betrag können Sie Ihrer Jahresmeldung 2018 zur Sozialversicherung entnehmen.

Kontaktieren Sie nach einer Gehaltserhöhung am besten Ihren Riester-Anbieter. Er wird Ihnen helfen, die neuen Beiträge zu berechnen und Ihre Zahlungen anzupassen. Bis zum Jahresende können Sie für das laufende Jahr noch nachzahlen.

Der Staat fördert Riester-Sparer, die beispielsweise in eine Rentenversicherung, einen Fondssparplan, einen Banksparplan oder Bausparvertrag investieren, mit einer Grundzulage von 175 Euro. Für jedes Kind, das 2008 oder früher geboren wurde, gibt es eine Zulage von 185 Euro, für nach 2008 geborene Kinder erhalten Sie 300 Euro.

Beispiel: Eine alleinstehende Mutter verdiente 2018 brutto 45.000 Euro. Um für 2018 die volle Zulage für sich (175 Euro) und ihr Kind (300 Euro) zu erhalten, muss sie 4 Prozent davon, also 1.800 Euro abzüglich Zulagen einzahlen: 1.800 Euro - 175 Euro - 300 Euro = 1.325 Euro. Falls sie beispielsweise bis Ende November monatlich 100 Euro eingezahlt hat, insgesamt also bis dahin 1.100 Euro, sollte sie im Dezember insgesamt noch 225 Euro in den Vertrag einzahlen, um die maximale Förderung zu erhalten. Zahlt sie weniger, wird die Förderung prozentual gekürzt.

Ist im Jahr 2018 das Kindergeld für ein Kind weggefallen, weil es beispielsweise 25 Jahre alt geworden ist, dann entfällt die Kinderzulage. Dementsprechend müsste auch hier der Eigenbeitrag angepasst werden. 

Diejenigen, die mehr als 52.500 Euro im Jahr verdienen, sichern sich die volle Förderung, wenn Sie mindestens folgenden Betrag in ihren Riester-Vertrag einzahlen: Förderhöchstbetrag 2.100 Euro minus Zulagenanspruch.

Wenn bei einem Ehepaar beide Partner rentenversicherungspflichtig sind und damit jeweils einen Anspruch auf die Riester-Förderung haben, sind insgesamt 4.200 Euro Sonderausgabenabzug möglich  für jeden jeweils 2.100 Euro. Ist allerdings nur einer förderberechtigt, dann kann dieser allein höchstens 2.160 Euro Sonderausgaben absetzen.

Tipp: Wenn Sie Vater oder Mutter werden, teilen Sie dies Ihrem Riester-Anbieter mit. So sichern Sie sich die Kinderzulage. Wenn ein Kind aus der Förderfähigkeit fällt, müssen Sie dies mitteilen. Dann entfällt für Sie die Kinderzulage. Innerhalb von vier Jahren kann das Finanzamt zu viel gezahlte Förderung zurückverlangen.

Sie können entweder die Riester-Zulage bekommen oder bis zu 2.100 Euro als Sonderausgabe in der Steuererklärung abziehen. Das Finanzamt berechnet, welche Alternative für Sie günstiger ist. Dafür müssen Sie die Anlage AV ausfüllen und Ihrer Steuererklärung beifügen.

Wer noch nicht riestert und einsteigen will, muss schnell abschließen. Bis zum 31. Dezember können Sie in Ihren Riester-Vertrag einzahlen, um die staatliche Förderung für dieses Jahr zu erhalten. Der Mindesteigenbetrag für eine Riester-Förderung liegt bei 60 Euro im Jahr.

Tipp: Wer keinen Dauerzulagenantrag abgegeben hat, kann seine Riester-Zulage zwei Jahre rückwirkend beantragen. Sie können also beispielsweise 2019 noch die Zulagen von 2017 retten, indem Sie jetzt den Antrag bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen über Ihren Riester-Anbieter einreichen. Beamte sind nur dann zulagenberechtigt, wenn sie ihrer Besoldungsstelle gegenüber schriftlich die Datenübermittlung erlauben.

Auf welche Weise Sie riestern können und wie viel Geld Sie investieren müssen, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Riester-Rente.

Diese Riester-Rente passt zu Ihnen

  • Unsere Anbieter-Empfehlungen für eine Riester-Rentenversicherung: Hannoversche (Tarif AV1) und Huk24 (TarifBRZ24) 
  • Unsere Anbieter-Empfehlungen für einen Riester-Fondssparplan: DWS Toprente Dynamik über Online-Vermittler, Fairriester 2.0, Deka Zukunftsplan Classic und Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)

  • Unsere Anbieter-Empfehlungen für einen Wohn-Riester: Dr. Klein, Interhyp und Planethome.

Zum Ratgeber

Sollten Sie die Altersvorsorge anpassen?

Auch die Altersvorsorge birgt Sparpotenzial bei der Steuer – sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige.

Betriebliche Altersvorsorge

Wer einen Teil seines Lohns in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) investiert, der kann steuer- und sozialversicherungsfrei sparen. Hier sparen Arbeitnehmer über ihren Arbeitgeber und der Beitrag wird direkt vom Bruttogehalt einbehalten. Hierdurch sinkt die Bemessungsgrundlage sowohl für die Lohnsteuer als auch für die Sozialversicherung; dies senkt die Abgaben für die Sozialversicherung.

Bei einem bereits abgeschlossenen bAV-Vertrag können Sie noch bis Ende Dezember eine Zuzahlung leisten, die dann für das Jahr 2019 steuerlich zu berücksichtigen ist. Im Rahmen der Entgeltumwandlung können Sie etwa eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds besparen. Für 2019 können Sie bis 3.216 Euro sozialversicherungsfrei sparen, das sind monatlich 268 Euro. Bis zum doppelten Betrag, also bis 6.432 Euro, bleibt Ihre Einzahlung steuerfrei.

Generell müssen Sie einkalkulieren, dass die steuerliche Förderung dazu führt, dass die Betriebsrente im Alter individuell zu versteuern ist. Bis Sie in den Ruhestand gehen, können Sie jedoch jedes Jahr von etwas weniger Lohnsteuer und Sozialabgaben profitieren. Doch bedenken Sie, dass der Arbeitgeber und Sie bei einer Entgeltumwandlung etwas weniger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, weil Ihr Bruttogehalt um die bAV-Einzahlungen gekürzt wurde. Zudem müssen gesetzlich krankenversicherte Rentner den vollen Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen, wenn die Betriebsrente über 155,75 Euro monatlich beträgt. Wann sich die Gehaltsumwandlung lohnt, lesen Sie in unserem Ratgeber Entgeltumwandlung

Rürup-Rentenversicherung

Für Selbstständige ist die Rürup-Rentenversicherung die einzige staatlich geförderte Altersvorsorge. Auch Angestellte könnten diese Form der staatlich geförderten Altersvorsorge nutzen. Es gibt jedoch eine Fördergrenze bei den Vorsorgeaufwendungen, zu denen die Rürup-Beiträge zählen. 2019 liegt diese bei 24.305 Euro (2018: 23.712 Euro).

Die vom Arbeitgeber als auch die selbst gezahlten Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind einzubeziehen. Deshalb lohnt sich aus steuerlichen Gesichtspunkten die Rürup-Rente bei Arbeitnehmern deutlich weniger als bei Selbstständigen, die anders als Lohnempfänger keine Arbeitgeber-Zuschüsse zur Altersvorsorge erhalten.

Steuerlich wirken sich 2019 für einen Einzelveranlagten Vorsorgeaufwendungen bis zu 24.305 Euro aus, für zusammenveranlagte Ehegatten insgesamt 48.610 Euro. Das wäre die Höchstsumme, die Sie in diesem Jahr in einen bestehenden oder neuen Vertrag einzahlen können, um davon steuerlich zu profitieren.

Von diesem Maximalbetrag sind für das Jahr 2019 88 Prozent als Sonderausgaben abzugsfähig, also 21.388 Euro beziehungsweise 42.776 Euro bei Zusammenveranlagten. Der steuerlich absetzbare Teil erhöht sich bis zum Jahr 2025 auf volle 100 Prozent. 

Für Freiberufler und Selbstständige, die meist erst im Spätherbst überblicken können, ob sie mit einem hohem oder eher niedrigen Jahresgewinn rechnen können, ist die Einzahlung in einen Rürup-Vertrag am Jahresende eine wichtige Möglichkeit, etwas für die eigene Altersvorsorge zu tun und gleichzeitig Steuern zu sparen. Besserverdiener profitieren vom Sonderausgabenabzug am meisten.

Eine Alternative zur Rürup-Rente wären gegebenenfalls freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Für das Jahr 2019 könnten Selbstständige bis zu 14.952 Euro einzahlen. Nachzahlungen für das Vorjahr sind noch bis Ende März möglich.

Wohnungsbauprämie beantragen

Sind Sie Bausparer? Dann sollten Sie Ihre Wohnungsbauprämie nicht vergessen. Den Antrag erhalten Sie jährlich von Ihrer Bausparkasse.

Ehepaare mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 51.200 Euro und Alleinstehende mit einem Einkommen bis 25.600 Euro haben Anspruch auf diese Förderung. Ledige erhalten maximal 45,06 Euro im Jahr, Verheiratete das Doppelte.

Um die volle Wohnungsbauprämie zu erhalten, können Sie in einen bestehenden Bausparvertrag einzahlen. Voraussetzung ist bei Verträgen seit 2009, dass Sie die Bausparsumme für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden. Konkret bedeutet dies, dass Sie davon eine Immobilie kaufen, modernisieren oder bauen.

Das gilt aber nicht für Bausparer, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie dürfen nach sieben Jahren frei über das gesamte angesparte Guthaben samt Prämien verfügen.

Rückwirkend können Sie einen Antrag auf die Wohnungsbauprämie bis zwei Jahre nach dem Sparjahr bei Ihrer Bausparkasse stellen; diese leitet ihn an Ihr Finanzamt weiter. So sichern Sie sich beispielsweise noch bis Ende 2019 die Prämie für 2017.

Viele nützliche Tipps zur Wohnungsbauprämie und weitere Fördermöglichkeiten für Sparer lesen Sie in unserem Ratgeber Vermögenswirksame Leistungen.

Stimmen Ihre Freistellungsaufträge noch?

Viele Sparzinsen werden zum Jahresende ausgeschüttet. Wer keinen Freistellungsauftrag hat, zahlt auf Zinseinnahmen 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuell noch die Kirchensteuer. Ist die Abgeltungssteuer erst einmal abgeführt, müssen Sie bis zur nächsten Steuererklärung warten, bis Sie Ihr Geld zurückbekommen.

Doch wenn Sie einen Freistellungsauftrag erteilen, sind Einnahmen aus Zinsen bis zum Sparerpauschbetrag801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete – steuerfrei.

Wer Konten bei verschiedenen Banken hat, kann seinen Freistellungsauftrag aufteilen und den Vorteil besser nutzen. Sie sollten also prüfen: Wie hoch ist der Freistellungsauftrag bei welchem Geldinstitut und welche Kapitalerträge erwarten Sie? Ist die Aufteilung sinnvoll oder sollten Sie den Freibetrag doch besser anders splitten?

Sie können einen Freistellungsauftrag beliebig oft im laufenden Jahr ändern – sogar noch am letzten Bankarbeitstag im Dezember. Wollen Sie die Änderungen bereits ab Januar, dann sollten Sie den Freistellungsauftrag sicherheitshalber bis Mitte Dezember ändern. Es reicht, wenn Sie pro Finanzinstitut einen Freistellungsauftrag für jeweils alle Konten und Depots erteilen. Hierfür benötigen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer

Nichtverlagungs-Bescheinigung prüfen

Geringverdiener, Schüler, Studenten und Rentner haben oft Einkünfte unterhalb des Grundfreibetrags von 9.168 Euro und müssen daher keine Einkommensteuer zahlen. Beim Finanzamt können sie eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beantragen und der Bank vorlegen. Dann sind in aller Regel die Kapitaleinkünfte abgeltungssteuerfrei, selbst wenn sie den Sparerpauschbetrag von 801 Euro überschreiten. Die NV-Bescheinigung ist jedoch höchstens drei Jahre lang gültig und muss dann neu beantragt werden.

Benötigen Sie eine Verlustbescheinigung?

Für Anleger gibt es Höhen und Tiefen. Erzielen Sie Gewinne über dem Sparerpauschbetrag, müssen Sie diese versteuern. Immerhin ein kleiner Trost, wenn man mit Verlusten des einen Wertpapiergeschäfts die Gewinne eines anderen ausgleichen kann. Das senkt zumindest die Abgeltungssteuer.

Verluste und Gewinne, die Sie als Anleger bei einer einzigen Bank machen, werden automatisch miteinander verrechnet. Haben Sie jedoch Depots oder Konten bei verschiedenen Geldinstituten, sollten Sie jetzt handeln. Sie müssen sich den Verlust von der einen Bank bescheinigen lassen, wenn Sie ihn mit einem Gewinn bei einer anderen verrechnen wollen. Die sogenannte Verlustbescheinigung können Sie bis zum 15. Dezember beantragen und in der kommenden Steuererklärung mit der Anlage KAP einreichen. Ohne Bescheinigung geht beim Finanzamt nichts.

Falls Sie sich von der Bank den Verlust nicht bescheinigen lassen, dann schreibt sie den erzielten Verlust bankintern im Folgejahr fort. Erzielen Sie im Jahr 2020 einen steuerpflichtigen Gewinn, dann zieht sie vor dem Abzug von Abgeltungssteuer den Verlust ab.

Steueränderung bei wertlosen Aktien, Anleihen und Optionen geplant 

Der Bundesfinanzhof hat in mehreren Urteilen entschieden, dass der endgültige Ausfall einer privaten Kapitalforderung nach Einführung der Abgeltungssteuer zu einem steuerlich anzuerkennenden Verlust führt (BFH, Urteile vom 24. Oktober 2017, Az. VIII R 13/15 und vom 20. November 2018, Az. VIII R 37/15).

Darauf reagiert jetzt der Fiskus. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen ab 2020 Totalverluste aus Kapitalanlagen nur noch eingeschränkt mit anderen Kapitalerträgen verrechenbar sein. Die im Jahressteuergesetz 2019 geplante Neuregelung betrifft Verluste aus uneinbringlichen Kapitalforderungen, die nicht durch den Verkauf einer Kapitalforderung entstehen: zum Beispiel insolvenzbedingt ausgefallene Darlehensforderungen, wertlose Aktien und Anleihen sowie verfallene Optionen. Bei letzteren gibt es jedoch eine weitere Einschränkung: Verluste aus Termingeschäften dürfen dann nur noch mit Gewinnen aus solchen Geschäften verrechnet werden. 

Erleiden Sie beispielsweise einen Verlust durch den Verkauf oder Ausbuchung wertloser Aktien, Anleihen oder anderer Wirtschaftsgüter dürfen Sie diesen mit allen anderen Kapitalerträgen verrechnen. Einen nicht verrechneten Verlust können Sie ins nächste Jahr steuerlich vortragen und dann bis höchstens 10.000 Euro verrechnen lassen. 

Anleger mit wertlosen Kapitalforderungen sollten überlegen, ob sie die Verluste noch bis Jahresende 2019 mit Verlust realisieren sollten. Das gilt vor allem für diejenigen mit verfallenen Optionen. Einen Verlust können Sie dann nach der Ausbuchung in der Steuererklärung 2019 geltend machen.

Was folgt aus Heirat oder Trennung?

Das ist jetzt zwar nicht besonders romantisch, aber finanziell betrachtet durchaus eine Überlegung wert: Sie können die Zusammenveranlagung mit Ehegattensplitting für das komplette zurückliegende Jahr in Anspruch nehmen, wenn Sie noch bis zum 31. Dezember heiraten. Es muss aber eine standesamtliche Hochzeit sein. Dies ist besonders vorteilhaft für Paare, die sehr unterschiedlich verdienen. 

Nachträgliche Zusammenveranlagung für gleichgeschlechtliche Paare 

Silvester 2019 ist ein wichtiges Datum für gleichgeschlechtliche Paare. Denn bis dahin können sie ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln und dadurch rückwirkend bis zum Beginn ihrer Lebenspartnerschaft von der Zusammenveranlagung profitieren. Die nachträgliche Zusammenveranlagung wäre dann bis 2001 möglich.

Dazu müssten Betroffene bis Jahresende 2020 beim Finanzamt einen gemeinsamen Antrag auf Erlass, Änderung oder Aufhebung der betroffenen Steuerbescheide stellen. Details können Sie im Ratgeber Ehegattensplitting lesen.

Die passende Steuerklassenkombination wählen 

Verheiratete und eingetragene Lebenspartner können außerdem durch eine günstige Kombination ihrer Steuerklassen ihr Nettoeinkommen optimieren. So fallen auch Lohnersatzleistungen günstiger aus, die sich aus dem Nettogehalt ergeben. Mehr zum Steuerklassenwechsel lesen Sie in unserem Beitrag „Mehr Netto im Monat“.

Einigkeit spart Steuern

Falls Sie bereits verheiratet sind, sich aber irgendwann im Laufe des Jahres 2019 von Ihrem Partner getrennt haben und jetzt dauernd getrennt leben, müssen Sie dies dem Finanzamt anzeigen. Ab 2020 haben Sie dann die Steuerklasse I.

Im Trennungsjahr können Sie sich noch zusammen veranlagen lassen und letztmals vom Ehegattensplitting profitieren. Das gilt aber nicht mehr fürs Folgejahr. Dann muss jeder seine eigene Steuererklärung abgeben (Einzelveranlagung).

Tipp: Falls Sie jedoch einen ernsthaften Versöhnungsversuch unternehmen, hebt dies das Dauernd-getrennt-Leben auf. Dann ist für das Steuerjahr eine gemeinsame Steuererklärung möglich – mit der Konsequenz, dass Ihr Einkommen mit dem Splittingtarif statt dem Grundtarif besteuert wird. 

Wie können Sie mit Spenden Steuern sparen?

Kurz vor Weihnachten ist das Thema Spenden allerorten präsent. Bis zu 20 Prozent Ihrer Einkünfte können Sie als Sonderausgaben sofort steuerlich geltend machen; höhere Beträge in Folgejahren. Für Mitgliedsbeiträge und Spenden bis zu 200 Euro an gemeinnützige und steuerbegünstigte Organisationen gelten vereinfachte Nachweispflichten. Oft genügt der Kontoauszug mit der überwiesenen Spende. Für Spenden auf Sonderkonten in Katastrophenfällen gelten diese Vereinfachungen für Beträge in unbegrenzter Höhe.

Für höhere Spenden benötigen Sie ansonsten grundsätzlich eine Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster. Diese erhalten Sie vom Empfänger der Spende. Manche Organisationen übermitteln diese elektronisch direkt an die Finanzverwaltung. Auch Sachspenden oder Ihr Zeitaufwand für ein Ehrenamt sind absetzbar ebenso Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien.

Unterstützen Sie dauerhaft jemanden, indem Sie beispielsweise bei sich zu Hause einen Flüchtling aufnehmen, können Sie im Jahr 2019 bis zu 9.168 Euro als Unterhaltsleistung im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen abziehen.

Keine Sonderausgaben sind jedoch Vereinsmitgliedsbeiträge, die allein der Freizeitgestaltung dienen wie Sport- oder Karnevalsvereine. Wie Sie vertrauenswürdige Organisationen finden, denen Sie Ihre Spende geben können, haben wir in unseren Ratgeber Richtig spenden zusammengefasst.

Welche Fristen sollten Sie beachten?

Zum Jahresende sollten Sie einige Termine beachten. Bis spätestens zum 31. Dezember 2019 müssen beim Finanzamt beziehungsweise beim Anbieter des Sparvertrags eingetroffen sein:

Entscheidend ist, dass die entsprechenden Formulare am 31. Dezember bis 24 Uhr im Briefkasten des Finanzamts sind. Bei elektronischem Versand über Elster oder über eine Steuersoftware reicht dieses Datum nur, wenn die Erklärung elektronisch signiert wurde. Ansonsten muss an Silvester die komprimierte Steuererklärung mit der Unterschrift vorliegen.

Dann lässt sich auch unbeschwerter Silvester feiern, und Sie können sich über eine Steuererstattung im nächsten Jahr freuen.

Sind Sie – zum Beispiel als Selbstständiger – verpflichtet, eine Steuererklärung für 2018 abzugeben und beauftragen dafür einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein? Spätestens am 2. März 2020 muss die beim Finanzamt sein. 

Halten Sie diesen Termin nicht ein, muss das Finanzamt automatisch einen Verspätungszuschlag festsetzen, wenn Sie Steuern nachzahlen müssen. Bei einer Steuererstattung liegt es im Ermessen der Behörde.

Kindergeld

Eltern müssen wissen, dass seit 2018 das Kindergeld nur noch rückwirkend für maximal sechs Monate ausgezahlt wird. Den Antrag müssen Sie bei der Familienkasse stellen. Früher konnte ein Anspruch bis zu vier Jahre geltend gemacht werden.

Baukindergeld

Familien und Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, die ab 2018 bis Ende 2020 erstmals für sich eine Immobilie kaufen oder bauen, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Baukindergeld. So darf das zu versteuernde Haushaltseinkommen bei einem Kind höchstens 90.000 Euro betragen und es muss mindestens ein minderjähriges, kindergeldberechtigtes Kind im Haushalt leben. Pro Kind gibt es zehn Jahre lang 1.200 Euro, also insgesamt 12.000 Euro.

Den Antrag müssen Sie innerhalb von sechs Monaten nach dem Einzug (amtliche Meldebestätigung) bei der Förderbank KfW stellen. Werdende Eltern sollten den Einzugstermin im Blick behalten. Es gibt nämlich kein Baukindergeld für das Kind, das erst nach Antragseingang geboren wird. Dementsprechend sollten Betroffene erst nach dem Geburtstermin einziehen. 

Umgekehrte Überlegungen gelten für Kinder, die bald 18 Jahre alt werden. Denn wenn ein Kind beim Einzugstermin volljährig ist, gibt es auch kein Baukindergeld. Hier sichert ein vorheriger Einzug das Geld.

Steuerförderung für energetische Gebäudesanierung 

Abwarten sollten hingegen Immobilieneigentümer, die die Energieeffizienz Ihres selbst genutzten Hauses oder Ihrer Eigentumswohnung verbessern wollen. Im Rahmen des Klimaschutzpakets 2030 plant die Bundesregierung für ab 2020 begonnene Maßnahmen eine Steuerersparnis bis 40.000 Euro pro Objekt. Sie können 20 Prozent der Kosten über drei Jahre verteilt absetzen.

Gelten soll dies für Immobilien, die älter als zehn Jahre sind. Gefördert werden sollen beispielsweise:

  • der Austausch der Heizung,
  • die Dämmung von Außenwänden und des Daches,
  • der Einbau von neuen Fenstern und Außentüren sowie
  • der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung.
Autor
Udo Reuß

Stand: 12. November 2019


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