Diversifizieren über weitere Anlageklassen?

  • Beabsichtigt ist die sonst untergewichtete Eurozone über das Portfolio aufzufangen.

    Woher nimmst Du das Wissen, dass die Eurozone „untergewichtet“ ist?

    Ich bin länger als ein Jahr dabei und maße mir nicht an, es besser zu wissen als der Markt.

    Ganz auf USA möchte ich nicht verzichten aber zu arg ist nicht mein Fall.

    Ich lasse mein Bauchgefühl beim Investieren raus (deshalb bespare ich auch nur einen einzigen marktbreiten Welt-ETF).

    Ich bin ein Freund eines möglichst einfachen Portfolios. Das heißt: Als Renditebaustein einen (!) Welt-ETF, als Sicherheitsbaustein Tagesgeld. Fertig! Einfach, unkompliziert, leicht zu managen!

  • Hallo zusammen,

    eine einfache Strategie ist oft die beste. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, konsequent dabei zu bleiben.

    Der US-Anteil ist meiner Meinung nach nicht zu hoch, denn viele US-Unternehmen erwirtschaften im Schnitt rund 40 % ihrer Gewinne

    außerhalb der USA.

    So ist man trotz hoher US-Gewichtung recht breit aufgestellt.

    …geduldig und standhaft – das zahlt sich langfristig aus.

    LG

  • Da vergleicht du jetzt aber Äpfel mit Birnen.
    Sauber wäre der Vergleich mit dem Stoxx Europe 600 oder dem MSCI Europe.

    Sieht auch nicht anders aus. Der Punkt war ja: Aktienindizes korrelieren auch wenn sie komplett verschiedene Regionen abdecken.

    Für die Resilienz in Krisen/crashes sind besonders die Abstürze interessant, und da sehen emerging markets und small caps schlecht aus:

    Man beachte die schlechten Jahre; ausnahmslos immer wenn der MSCI World abgestürzt ist, hat er die emerging markets noch weiter ins Minus mitgerissen.

    In der Finanzkrise 2008 z.B. verlor der MSCI World -39%; die emerging markets verloren -56%. Dabei kamen die faulen Immobilienkredite doch nur aus den USA.

    Die Ursache mag sein, dass die kleinen (Unternehmen und Länder) empfindlicher auf Krisen sind, weniger Reserven haben. In der Krise gehen viele von den Kleinen Pleite. Wenn die Großen einen Schnupfen haben, liegen die Kleinen schon auf der Intensivstation.

    Summa summarum: Wenn ich mir Sorgen um einen baldigen crash in den USA machte, dann wären emerging markets und small caps so ungefähr das letzte wo ich hin diversifizieren würde; damit wird's ja nur noch riskanter.

  • Aktien mit Aktien zu stabilisieren (nur anderer Markt) ist eben aufgrund der verflochtenen Weltwirtschaft schwierig.

    Gold wäre da besser, aber das hat so eine Rally hingelegt das das im Moment wahrscheinlich nicht zu empfehlen ist.

    Leider ist das mit anderen Rohstoffen auch schwierig. Entweder hohe Abhängigkeit von Weltwirtschaft (z.B. Edelmetalle, Kupfer usw.) oder verderblich (z.B. Konsumgüter wie Kaffee Kakao usw.)

    Was kommt sonst noch in frage?

  • Hallo zusammen,

    ich sehe Gold eher als eine Art Versicherung für den absoluten Notfall – also für den Fall, dass wirklich gar nichts mehr funktioniert und die Weltwirtschaft komplett zusammenbricht. In so einem Szenario kann es sicher nicht schaden, etwas (Maximal 10 Prozent) physisches Edelmetall zur Seite gelegt zu haben.

    Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass Gold keine Zinsen abwirft und der Preis stark schwanken kann.
    Nur weil es gerade gut gestiegen ist, da sollte man sich nicht täuschen lassen, ist Gold Spekulation. Es ist also keine klassische Geldanlage, sondern eher ein Stück Beruhigung fürs Bauchgefühl – eine Wette darauf, dass man sie hoffentlich nie wirklich braucht.

    LG

  • Dazu ist das BIP Portfolio für mich überschaubar, hat wenig Überschneidungen und muss nicht alle Nase lang korrigiert werden.

    Grundsätzlich ging es mir darum mein Tagesgeldkonto was schlecht verzinnst liegt, sicher als Anleihen oder Geldmarkt ETF umzuschichten.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Anleger sich häufig sehr viele Gedanken darüber machen, was in ihrem Aktienportfolio liegt bzw. wie dieses strukturiert sein soll. Und gleichzeitig ist dann die Aktienquote aber meist recht niedrig. Daher mein abschliessender Rat: denke insbesondere über die "strategische Asset Allokation" nach, also darüber wie viel du in Aktien investieren kannst. Da wird der Großteil der langfristigen Rendite gemacht.