Sollten Ehepartner den gleichen ETF besparen?

  • Ein ETF, den ich heute für 100k€ kaufe, hat in 30 Jahren 441k€ Gewinn gemacht bei 6% p.a.

    Aktuell werden jedes Jahr rund 2 % über die Vorabpauschale besteuert, insofern wird es weniger sein. Zudem halten nur wenige Sparpläne über Jahrzehnte durch. Die ältesten Fonds in meinem Depot stammen von 2008 bei mir, Einzelaktien habe ich noch ein paar ältere und damit komme ich mir oft vor wie Methusalem.

    Was die Ausgangsfrage angeht halte ich dieses 3 x 10 Depot für überflüssig komplex und realitätsfern. Wenn ich beispielsweise breit anlegende ETFs mit EM haben will, dann ist die Auswahl begrenzt. Wenn ich dann noch mehrere unterschiedliche finden soll, kann es schwierig werden.

    Ich bin zufrieden, wenn ich für Investitionen die zu dem Zeitpunkt besten Fonds kaufe und möglichst lange liegen lasse. In erster Linie muss das Produkt zu meinem Anlagekonzept passen. In der Entnahme kann ich ältere von neueren Anteilen durch Depotüberträge möglichst beim gleichen Broker trennen. Das macht man einmal im Jahr und dann kann man die Wunschanteile allmählich entsparen. Wenn man zusätzlich noch ausschüttende Fonds hat, dann ist die Zahl der Verkäufe ohnehin übersichtlich.

    Hilfreich ist es, wenn der Broker eine gute Transparenz zu steuerlichen Daten liefert (Kaufpreise, Vorabpauschalen etc.). Alternativ kann man das ganze natürlich in einer Liste führen.

    Ich bin schon eine Weile in der Entnahmephase und von der praktischen Seite her, habe ich aktuell solche Probleme nicht, weil ich noch genügend Positionen im Depot habe, von denen ich mich gerne trennen will. Altfonds mit vergleichsweise hohen Kosten oder geänderten Anlageschwerpunte durch die Fondsgesellschaft und Einzelaktien zur Vereinfachung für die Erben. Das was man vor 20 Jahren gekauft hat, ist heute vielleicht nicht mehr das gelbe vom Ei. Ich gehe nicht davon aus, dass steueroptimierte Verkäufe für mich wesentlich sein werden in den nächsten Jahren. Oberste Prio ist immer ein Depot was meinen Anforderungen entspricht.

  • ....einfach, pragmatisch, gut:thumbup:

    Ich bevorzuge allerdings jeweils zwei Girokonten und Depots bei verschiedenen Anbietern.

    Ich habe es schon miterlebt, dass das online Banking bei einem Anbieter für mehrere Tage down war....Da fühlt man sich mit einem Backup wohler und handlungsfähiger.

    Vielen Dank für deine Einschätzung!

    Hier würde die Welt nicht zusammenbrechen, wenn das Online-Banking ein paar Tage nicht funktioniert. Mit Bargeld, EC- und Kreditkarte etc. kann man das gut überbrücken. In den zurückliegenden 4 Jahrzehnten haben wir ein 2. Giro nicht vermisst, aber sicher eine Menge Geld gespart. Kostenlose Girokonten gibts ja noch nicht so lange und wir sind eh bei keiner der Online-Banken ohne Niederlassung. Aber du hast schon recht. Man sollte sich wohlfühlen mit seiner privaten Finanzgestaltung. Wir tun dies. :)

  • Wie alt bist du? Seit 1992 bin ich bei einer kostenfreien Sparda.

    Ich habe mein 1. Giro mit Beginn meiner Ausbildung mit 17 Jahren 1977 weiland bei der Stadtsparkasse eröffnet. Mittlerweile bin ich seit über 20 Jahren bei der PSD Bank in meinem Heimatort Kunde. Die 4 Euro pro Monat zahle ich gern. Ich kann bundesweit kostenlos Bargeld abheben, ich bin halt Barzahler. Dort ist nur mein Girokonto angesiedelt, alles andere organisiere ich bei der Volkswagenbank und bei Flatex. Von Online-Banken halte ich mich fern und gedenke dies auch weiter so zu halten. Damit fühle ich mich wohl und bediene so auch meine Freizeitgestaltung. ;)

  • und bei Flatex. Von Online-Banken halte ich mich fern und gedenke dies auch weiter so zu halten. Damit fühle ich mich wohl und bediene so auch meine Freizeitgestaltung. ;)

    Ist Flatex keine Online-Bank?

    Bei der DKB gibt es ja wenigstens eine Filiale in Berlin. :)

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.