Haus Kauf von Oma

  • Ich habe das hier jetzt alles auch einmal überflogen und habe auch den Eindruck, dass du dich schon sehr mit der Idee, Hausbesitzer zu sein, angefreundet hast.

    Allerdings sehe ich es, wie viele Andere hier auch, sehr, sehr kritisch.

    Zum einen schreibst du anfangs, dass sie mit dem Geld noch einiges anfangen kann, sie ist also noch fit und hätte gerne mehr Geld als ihr momentan zur Verfügung steht.

    Dann ist das Haus schon älter und in eher geringpreisiger Gegend, da ist es nach m. E. ganz oft so, dass die Eigentümer ihr Leben lang alles in das Haus gesteckt haben und jetzt glauben, dass die Hütte ein Vermögen wert ist, vor allem, wenn ständig von hohen Mieten und steigenden Immobilienpreisen die Rede ist. Oft ist das Häuschen, nachdem es Jahre lang von einem älteren Menschen bewohnt wurde nur ein Bruchteil wert.

    Dann sehe ich das Problem der Finanzierung: kein Eigenkapital und eingetragenes Wohnrecht, wer soll das finanzieren.

    Die Oma macht dir jetzt einen Sonderpreis und erwartet im Gegenzug doch dann auch eine geringe Miete, wenn überhaupt, das rechnet sich hinten und vorne nicht.

    Hast du monatlich ein paar Hunderter übrig, die du da reinstecken kannst? Auch wenn deine Kinder älter und anspruchsvoller werden?

    Euer Notgroschen geht in die Kaufnebenkosten und wo kommt dann der neue Notgroschen her?

    Was passiert, wenn die Bäume auf dem Grundstück wachsen? Du als Eigentümer bist verantwortlich, ich habe gerade 5000 Euro für Baumkletterer bezahlt.

    Was ist wenn der Gesetzgeber sagt, dass die Heizung oder die Fenster getauscht werden müssen? Dann musst du der Oma das spendieren?

    Wenn das Haustürschloss kaputt geht, ist das in deiner Verantwortung usw.

    Was ist wenn die Oma da noch Jahrzehnte wohnt, sie das Geld für das Haus aber schon großzügig ausgegeben hat und an die anderen Enkel verteilt hat, und dann plötzlich die Miete für ein Haus nicht mehr aus ihrer Hinterbliebenenrente zahlen kann?

    Wirfst du sie dann raus und zahlst ihr noch den Umzug`?

    Was ist wenn sie ins Pflegeheim kommt in den nächsten Jahren und der Staat überprüft, wo der Wert des Hauses geblieben ist?

    Ist der Freundschaftspreis dann haltbar?

    Was sagen die anderen Familienmitglieder zum Verschwinden des Erbes?

    Wird irgendeiner die Oma unterstützen oder werden sich alle bequem zurück lehnen und sagen, soll er mal machen, er hat ja auch kassiert?

    Ich bin kritisch

  • Ich würde dir ernsthaft raten, dich damit zu befassen, welche Pflichten ein Vermieter hat.

    Kaufst du beispielsweise die Möbel mit? Das wäre vorteilhaft, weil du dafür etwas von der Kaufsumme abziehen darfst und darauf dann keine Grunderwerbssteuer zahlen musst, andererseits bist du dann auch dafür verantwortlich.

    Bei festeingebauten Möbeln ist es nicht einfach sich als Vermieter aus der Verantwortung zu ziehen, wenn sie dir gehören.

    Der Kühlschrank geht kaputt, Oma ruft an und du kaufst einen neuen.

    Es schneit? Du bist verantwortlich. Klar, du kannst es auf deine Mieter abwälzen im Mietvertrag, aber letztlich gibt es genug Urteile, dass man das alten oder kranken Menschen nicht zumuten kann und wenn was passiert, hättest du deinen Pflichten nachkommen müssen und es mindestens kontrollieren müssen.

    Was ist wenn am Tag nach dem Kauf ein Hakenkreuz auf der Fassade zu sehen ist? Das Reinigen der Fassade kostet dich dann sicherlich ein paar Tausender und außerdem ein paar Stunden deiner Zeit fürs Organisieren oder ein paar Hunderter für die Farbe und eine Woche Urlaub fürs Selbermachen.

    Ein altes Haus kaufen, ohne entsprechende Rücklagen ist schon ambitioniert. Klar, wenn man selbst da wohnt, kann man vieles selbst erledigen und notfalls auch mal ein paar Wochen ohne Kühlschrank, Backofen etc. überleben. Als Vermieter musst du dem Mieter eine funktionierende Mietsache zur Verfügung stellen.

    Und ob deine Kinder noch etwas vom Haus und Garten haben, wenn die Oma auszieht?

    Ein Garten ist Gold wert, wenn die Kinder klein sind und da einen geschützten Platz zum Spielen haben, aber schon Teenies reicht eine kleine Ecke, wo sie sich mit ihrem Laptop hinfläzen können.

    Lies dich mal ins Thema ein, sprich mit mehreren Banken, mit welchen Konditionen du was bekommen könntest, sprich mit anderen Familienangehörigen, ob sie auch gerne etwas geschenkt bekommen möchten, wenn du was bekommst.....

  • Sag mal…der Text ist von einer KI , oder ?

    Sagt zumindest meine Frau, die beruflich mit sowas zu tun hat. Du wärst bei der Uni durchgefallen..

    Der Text zeigt sehr starke Merkmale typischer KI-Generierung:

    generalistisch, harmonisch, vollständig fehlerfrei, neutral, mit einer Struktur, die genau dem rhetorischen Stil großer Sprachmodelle entspricht.

    Und vor allem, er spricht von einem „Bankberater“. 😉

  • Kaufst du beispielsweise die Möbel mit? Das wäre vorteilhaft, weil du dafür etwas von der Kaufsumme abziehen darfst und darauf dann keine Grunderwerbssteuer zahlen musst, andererseits bist du dann auch dafür verantwortlich.

    Oma und Enkel sind in gerader Linie verwandt, daher entsteht keine Grunderwerbsteuer.

  • Hallo! Da bin ich wieder mit einem Update:


    danke für die vielen Antworten. Das sich das Thema so zuspitzt hätte ich ehrlicherweise nicht erwartet 😄 aber genau deswegen habe ich ja angefragt.

    Im Endeffekt haben wir, nachdem wir die genauen Konditionen kannte, das ganze in der Konstellation verworfen. Es soll ja auch niemand bei so etwas benachteiligt werden.

    Also hätte ich die genauen Konditionen vorher gewusst, hätte ich gar nicht erst gefragt. Trotzdem sehr interessant was alles zu beachten ist. Deswegen auch hier nochmal Danke für eure Zeit :)


    Bis irgendwann zum nächsten Thema 😄

  • Einfach weiter sparen, Oma sagt Bescheid wenn sie ausziehen möchte & wir schauen was bis dahin ist :)

    Das ist eine gute Idee! Das Haus läuft euch nicht weg, ihr bleibt flexibel, wenn es doch eine andere Immobilie werden soll, und Oma muss nicht das Gefühl haben, dass ihr nur darauf wartet, dass sie verstirbt oder ins Pflegeheim geht.

  • Das ist eine gute Idee! Das Haus läuft euch nicht weg, ihr bleibt flexibel, wenn es doch eine andere Immobilie werden soll, und Oma muss nicht das Gefühl haben, dass ihr nur darauf wartet, dass sie verstirbt oder ins Pflegeheim geht.

    Genau so sehe ich das auch. Und bis dahin feste sparen, damit die Finanzierung einfacher wird.