Portfolio Umbau

  • Hallo zusammen,


    ich habe im Oktober diesen Jahres mit meinem ETF Portfolio gestartet und bespare monatlich 1.500 Euro.


    Da ich mir sehr unsicher war, ob wirklich ein einziger ETF reicht (für eine möglichst gute Verteilung der Welt) habe ich mich beraten lassen und folgendes Portfolio vorgeschlagen bekommen:

    SPDR MSCI World (A2N6CW)

    850,00 €

    Xtrackers MSCI Europe (WKN: DBX1ME)

    225,00 €

    iShares MSCI Emerging Markets (WKN: A0RPWJ)

    225,00 €

    iShares MSCI World Small Cap (A2DWBY)

    200,00 €

    Jetzt habe ich mir die Frage gestellt, ob ich mir damit wirklich einen Gefallen getan habe. Klar, mein Portfolio wird aufgrund meines Alters (30 aktuell) und der Sparrate hoffentlich noch sehr groß, aber braucht es wirklich 4 ETFs? Beim rebalancing macht es das vermutlich etwas aufwendig.

    daher überlege ich jetzt die aktuellen Positionen zu verkaufen (ich habe ausreichend Sparerpauschbetrag übrig) und einfach zum Januar neu zu starten. Vielleicht lieber jetzt umstellen bevor ich das in ein paar Jahren mache.

    Was meint ihr? Und was würdet ihr empfehlen? Ein All World? Ein All World IMI?

  • Bei welcher Bank bist du denn?

    Schau dir mal in Ruhe diese zwei Videos an:

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    Die Behauptungen zu thesaurierenden ETF bitte nicht beachten.

  • Grundsätzlich kann man durch Einzel ETFs möglicherweise in der zweiten Nachkommastelle Gebühren sparen. Praktisch musst Du aber ständig ein Rebalancing durchführen, was mit wachsendem Depot aufwendiger wird. Irgendwann wirst Du dafür auch Anteile verkaufen müssen und dann fallen Steuern an. Damit verlierst Du auf lange Sicht schnell die Mehrrendite, die Du durch die Einzel ETFs erzielt hast.

    Was Deine konkrete Auswahl angeht, fehlen Dir die kleinen Unternehmen aus den Emerging Markets (falscher EM Fonds). Für World Small Caps gibt es einen günstigeren von Xtrackers.

    Das mit der Umstellung auf einen breiten ETF macht für mich Sinn und wird Dir viel Arbeit ersparen. Wenn Du das noch dieses Jahr über die Bühne bringst, kannst Du den Pauschbetrag von 2025 noch nutzen und Anfang nächsten Jahres kommt praktisch keine Steuer auf die Vorabpauschale.

  • Was meint ihr? Und was würdet ihr empfehlen? Ein All World? Ein All World IMI?

    Genau, ich würde auf den ACWI IMI gehen, diese Idee steckt ja fast in deinem Portfolio, wie auch mein Vorredner ea beschrieb.

    Übersicht

    Das mit dem Sparerpauschbetrag ist vermutlich nächstes Jahr auch so? Dann lass die ETFs erst mal liegen und mach ein zweites Depot auf, in das du nur noch den ACWI IMI besparst.

    Das Gute an der ING: Du hast beide Depots in der Übersicht und kannst direkt die Wertentwicklung vergleichen. So bekommst du ein Gefühl dafür, ob die Varianten sich in etwa gleich entwickeln und kannst entscheiden, ob dich die ganzen ETFs stören oder nicht. (Mich würde es irgendwann nerven.)

    Ich bin bei solchen Fragen schnell fürs Verkaufen, aber in dem Fall könnte für die generelle Finanzbildung – und fürs „Feeling“ ganz nützlich sein.

  • Das Gute an der ING: Du hast beide Depots in der Übersicht und kannst direkt die Wertentwicklung vergleichen. So bekommst du ein Gefühl dafür, ob die Varianten sich in etwa gleich entwickeln und kannst entscheiden, ob dich die ganzen ETFs stören oder nicht. (Mich würde es irgendwann nerven.)

    Mit dem Vergleich musst Du vorsichtig sein, weil die Kaufzeitpunkte einen wesentlichen Einfluss haben. Man kommt leicht zu falschen Schlüssen.

  • Mit dem Vergleich musst Du vorsichtig sein, weil die Kaufzeitpunkte einen wesentlichen Einfluss haben. Man kommt leicht zu falschen Schlüssen.

    Klar, aber ich würde meinen, dass sich das beim Sparplan nivelliert. Seit Oktober ist der Aktienmarkt ja einigermaßen konstant gewesen. Ein Vergleich mit dem bisherigen Haupt-ETF stimmt mich zuversichtlich, dass die Gegenüberstellung sich lohnen könnte.

  • Das mit dem nivellieren ist reines Wunschdenken.

    Wenn Du es nicht glaubst, rechne es anhand vergangener Daten nach und vergleiche eine Einmalanlage zu Anfang letzten Jahres mit einem Sparplan seit Anfang letzten Jahres. Je nach Kursentwicklung können die Unterschiede mehr oder weniger groß ausfallen.

  • Das mit dem nivellieren ist reines Wunschdenken.

    Wenn Du es nicht glaubst, rechne es anhand vergangener Daten nach und vergleiche eine Einmalanlage zu Anfang letzten Jahres mit einem Sparplan seit Anfang letzten Jahres. Je nach Kursentwicklung können die Unterschiede mehr oder weniger groß ausfallen.

    Ich glaube es, aber ich ignoriere es. Das ist ja keine wissenschaftliche Untersuchung. Aber ich werde nachher mal einen Backtest für die vergangenen drei Monate machen 😉

  • neustarter und nächstes Jahr erzählt dir jemand wieder etwas anderes und dann?:/

    Dass dir ein ETF nicht geheuer ist, damit bist du nicht alleine. Und mancher, der das jetzt propagiert, hat seine wilden Gestaltungszeiten schon hinter sich ;)

    Ich bin für Buy & Hold. Die kleinen ETF-Nester noch ein Jahr besparen und dann entscheiden, ob sie bleiben? Vielleicht die Raten jeweils auf 150 EUR reduzieren?

    Europa, Small Caps und Emerging Markets können auf die nächsten Jahre mehr Rendite bedeuten oder sie könnten bei Unbill in den USA ansässigen Firmen das Depot etwas ausgeglichener gestalten.

    Frag mich immer, warum Rebalancing als so störend empfunden wird? Einmal im Jahr (muss ja nicht um diese Zeit sein), draufgucken. Und vielleicht irgendwann die kleinen Raten pausieren, das Depot wächst von alleine. Vorausgesetzt, du hast Geduld. Es ist ein bisschen wie mit den Gezeiten - nur nicht so regelmäßig.

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