Anstieg von Indexmieten soll gedeckelt werden

  • So viel Pessimismus und Defätismus ... ?!

    Was das erkennende und angehen von Problemen durch Politiker angeht?
    Ja.

    Da kam in den letzten 30 Jahren aus Bundes und lokal Politik zu viel Müll zusammen, ohne das zugrunde liegende Problem tatsächlich anzugehen. Insbesondere wenn es um die Themen Infrastruktur, wohnen und sowas wie Bürokratie Abbau geht.

  • Das änder nix a; der Tatsache dass die Politik eise Preise mit verschuldet hat, denn diese legt höchst selbst entscheidende Kosten wie Grundstückspreise (durch zu wenig Ausschreibung),

    Ich will aber gar nicht, dass in Deutschland jeder Grünstreifen bebaut wird und es einen durchgehenden Siedlungsbrei gibt. Zumal das Argument kaum eine Rolle spielt, wo der Mietmarkt so angespannt ist - nämlich in den Großstädten, wo es kaum Flächenreserven gibt.

    Zitat

    sowie Baustandsrts & Vorschriften höchst selbst fest.

    Das wird immer häufig genannt, aber in der Regel ohne konkrete Beispiele. Nenne doch mal welche.
    Ich sehe das nämlich auch anders: Deutschland ist ein Industrieland und da wird man erwarten dürfen, dass Wohnungen beispielsweise über eine ausreichende Wärme- und Schalldämmung haben, es mehr als eine Steckdose in jedem Zimmer gibt und Stromkreise heutzutage mit FI-Schaltern abgesichert sind (Personenschutz).

    Das Problem ist in meinen Augen eher, dass die Vorschriften in jedem Bundesland abweichen und das Bauen immer noch zu viel teuere Handarbeit benötigt.

  • Ich will aber gar nicht, dass in Deutschland jeder Grünstreifen bebaut wird und es einen durchgehenden Siedlungsbrei gibt.

    Dann sollen die Menschen aufhören in Regionen zu ziehen in denen es keinen freien Wohnraum gibt.

    Anosngrn regelt dass eben der Markt

    Kaum bis keine Wohnungen = teuer

    Viele freie Wohnungen =billiger

    Die Leute wollen weder Flächen Versiegelung noch da hin ziehen wo es günstiger zu wohnen ist. Also Preise rauf klassischer Fall von Angebot und Nachfrage die Regierung ist maßgeblich an der Verknappung beteiligt anstatt den Mangel anzugehen lehnen diese dass rigeros ab, und greift staatdessen massiv in den Markt mit Regulierungen ein. So dass dieser gar nicht mehr funktioniert, wie es aktuell der Fall ist. Bestands Vermieter können nicht erhöhen obwohl sie müssten (um steigende kosten tragen zu können) und neue Vermieter werden aufgrund von hohen Kosten & mietendeckeln verschreckt die Folge, keiner möchte investieren.

    aber in der Regel ohne konkrete Beispiele.

    Bauhöhen Beschränkungen,

    Dokumentationspflichten

    Vorschriften zu Baumaterialien & Farben

    Umfang von baungenehmigungen & die Dauer der Genehmigungs Erteilung

    Mancher Orts kann man z.b. nichteinmal die Art des Pflaster Steines frei wählen.

    Selbst die Anzahl von Steckdosen wird vorgegeben etc. Etc. Etc.

    Ich kann als potenzieller Vermieter & Investor Nichteinmal ein Mietverhältnis kündigen & weiteren Schaden abwenden, wenn es Probleme gibt. Stadtessen muss ich Monate lang auf mein Geld (sofern überhaupt beim Verursacher was zu holen ist) & noch viel schlimmer auf mein Eigentum warten, ohne Entschädigung seitens der Politik, aufgrund von regualrien eben jener Politiker, ein Investoren feindliches Umfeld eben.

  • Dann sollen die Menschen aufhören in Regionen zu ziehen in denen es keinen freien Wohnraum gibt.


    Zitat

    Anosngrn regelt dass eben der Markt

    Es sollte sich längst die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass "der Markt" nicht alles regelt.


    Zitat

    Die Leute wollen weder Flächen Versiegelung noch da hin ziehen wo es günstiger zu wohnen ist.

    Mir fehlt hier die Betrachtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, die einen nicht unwesentlichen Einfluss haben, auf das was die Menschen "wollen" - nämlich möglichst in der Nähe von selbigen wohnen, was auch nachvollziehbar ist.

    Zitat

    Bauhöhen Beschränkungen,

    Es ist immer einfach, Vorschriften zu verurteilen, deren Hintergründe man nicht kennt.
    Bei Bauhöhenbeschränkungen in Neubaugebieten mit klassischen EFH geht es beispielsweise darum, ein halbwegs homogenes Erscheinungsbild zu haben. Das merkt man nicht, wenn es da ist, sondern man merkt es eher, wenn es fehlt.

    Im Stadtbereich haben Höhenbeschränkungen unter anderem mit Schattenwurf und Brandschutz zu tun. Was bringt es, wenn du 30 Meter hoch bauen willst, die Drehleiter der Feuerwehr aber nicht so lang ist?

    Zitat

    Mancher Orts kann man z.b. nichteinmal die Art des Pflaster Steines frei wählen.

    Ja, manches ist wohl übertrieben.

    Zitat

    Selbst die Anzahl von Steckdosen wird vorgegeben etc. Etc. Etc.

    Nochmals: Wir leben ein einem Industrieland. Wäre das nicht reguliert, würde manche Bauherren vermutlich nur eine Steckdose setzen und die Bewohner würden dann schöne Kaskaden aus Mehrfachverteilern bauen - zur Freude der örtlichen Feuerwehr.
    Deswegen sage ich: Viele Vorschriften ergeben sehr wohl einen Sinn.

  • Es ist immer einfach, Vorschriften zu verurteilen, deren Hintergründe man nicht kennt.
    Bei Bauhöhenbeschränkungen in Neubaugebieten mit klassischen EFH geht es beispielsweise darum, ein halbwegs homogenes Erscheinungsbild zu haben. Das merkt man nicht, wenn es da ist, sondern man merkt es eher, wenn es fehlt.

    Warum plant die Politik EFH Siedlungen?

    Wenn Wohnraum benötigt wird, sind MFH anzuraten und solche bauprojekte zu ermöglichen.

    Die nicht exsistierenden Wohnungen merkt man, und efh Besitzern sollte es ermöglicht werden ihre Gebäude aufzustocken.


    Mir fehlt bei dir maßgeblich die Betrachtung wie Wohnungsmangel effektiv beseitigt werden kann, du bist bislang nicht besser als die hiesigen Logiker der cdu spd Linke und grüne& fdp (sowie andere lokalere Parteien wie Freie Wähler usw. Die Regierungspartei Verantwortung tragen)


    Wohnungs Mangel ist nur lösbar in dem man Wohnungsbau ermöglicht und diesem nicht permanent Steine in den Weg schmeist.

  • Nochmals: Wir leben ein einem Industrieland. Wäre das nicht reguliert, würde manche Bauherren vermutlich nur eine Steckdose setzen und die Bewohner würden dann schöne Kaskaden aus Mehrfachverteilern bauen

    Mehrere Steckdosen in einem Raum sind (Ausnahme wie Küche mal abgesehen) auch nur kaskadierend gebaut. Die mögliche belastung für einen Stromkreis ist in beiden fällen gleich.

    Egal ob ich nun 8 Wand Steckdosen mit 8 mehrfach Steckern habe, oder 4 Wand Steckdosen mit 4 mehrfach Steckern die aber doppelt so lang sind.

  • Warum plant die Politik EFH Siedlungen?

    "Die Politik" sind in der Regel lokale Gemeinderäte.
    Und die Antwort steht u.A. hier:

    Wie Deutschland wohnen möchte
    Wie Babyboomer und Millennials auf das Thema Immobilien schauen
    www.ing.de

    "In Sachen Wohnen ist und bleibt das Einfamilienhaus im Grünen der Traum beider Generationen. 56% der Befragten (plus 3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) geben dies an."


    Zitat

    Wenn Wohnraum benötigt wird, sind MFH anzuraten und solche bauprojekte zu ermöglichen.

    Das (also keine EFH-Gebiete mehr ausweisen) wäre genauso ein Eingriff "in den Markt", den du ja verurteilst.

    Zitat

    und efh Besitzern sollte es ermöglicht werden ihre Gebäude aufzustocken.

    Ist das wirklich ein real existierendes Problem? Ist es nicht eher so, dass viele EFH nur noch von ein oder zwei Personen bewohnt werden?

    Zitat

    Mir fehlt bei dir maßgeblich die Betrachtung wie Wohnungsmangel effektiv beseitigt werden kann

    Einen Aspekt habe ich schon genannt. Und ansonsten bin ich der Meinung, dass der Staat selber stärker als Akteur in diesem Sektor auftreten sollte - allein schon deswegen, da er sich sehr günstig verschulden kann.

    Zitat

    du bist bislang nicht besser als die hiesigen Logiker der cdu spd Linke und grüne

    :D

  • Mir fehlt hier die Betrachtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, die einen nicht unwesentlichen Einfluss haben, auf das was die Menschen "wollen" - nämlich möglichst in der Nähe von selbigen wohnen, was auch nachvollziehbar ist.

    Arbeitende Menschen verdienen Geld mit denen Mieten bezahlt werden können.

    Die Politik greift hier maßgeblich ebenfalls in den Markt ein, in dem diese „ortsübliche“ Mieten erstattet für Menschen die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Diese blockieren somit Wohnungen für Erwerbstätige. Tritt also aktiv somit auf dem mietmarkt auf und verknappt damit das Angebot. Früher wurde dieser Bedarf durch eigene Bauwerke gedeckt, ohne direkte Konkurrenz für andere, seit einigen Jahren auch durch den Verkauf dieser wohn komplexe, ohne neue komplexe zu bauen, strömen diese immer mehr auf den freien Markt.

    In den wenigen freien sozial Wohnungen gibt es auch einen lok in Effekt, selbst wenn die Personen nicht mehr die Grundlagen innehaben eine solche sozial Wohnung zu bekommen, bleiben diese in solchen Wohnungen und blockieren diese somit anderen hilfsbedürftigen da die hiesige Politik den zubau anderer Wohnungen aktiv behindert und Leute ohne Berechtigung für solche sozial Wohnungen diese nicht entziehen kann.

  • Mehrere Steckdosen in einem Raum sind (Ausnahme wie Küche mal abgesehen) auch nur kaskadierend gebaut. Die mögliche belastung für einen Stromkreis ist in beiden fällen gleich.

    Egal ob ich nun 8 Wand Steckdosen mit 8 mehrfach Steckern habe, oder 4 Wand Steckdosen mit 4 mehrfach Steckern die aber doppelt so lang sind.

    Es macht einen Unterschied, wenn du dir mal das Innenleben von so einer Steckdosenleiste aus dem Baumarkt oder Discounter angeschaut hast. Da werden definitiv nicht die gleichen Kabelquerschnitte und Kontaktqualitäten wie bei einer festen Installation erreicht. Zudem hebelt man durch sowas den Leitungsschutz aus. Wenn du eine feste Installation überlastet, dann löst der LS-Schalter aus. Wenn du eine Mehrfachsteckdosen-Kaskade überlastet, dann fängt einfach irgendwann eines der Dinger an zu schmoren.

  • Es macht einen Unterschied, wenn du dir mal das Innenleben von so einer Steckdosenleiste aus dem Baumarkt oder Discounter angeschaut hast. Da werden definitiv nicht die gleichen Kabelquerschnitte

    Im Baumarkt findet man eigentlich nur Kabel von mehrfach Steckern mit 1,5mm2 Querschnitt, dass ist das gleiche Kabel wie in den Wänden vorhanden ist. Also doch es ist der gleiche kabelquerschnitt.

    Den leitungs Schutz hebelst du nur aus wenn die gesamt Kabel Länge zu lang wird. Die schutzwitkung gilt bis 60meter (1,5mm2) hinterm FI. (Theoretisch sind es 85meter) deswegen gibt es ja auch Kabel Trommeln mit 50meter Leitung…

    Problematisch wird es nur wenn zu viele Stecker hintereinander gesteckt werden, denn durch die Schuko Steckdose selber erhöht sich der wiederstand.

  • Deutschland ist ein Industrieland

    Das müßte meines Erachtens inzwischen ein "noch" zwischen dem "ist" und dem "Industrieland" ergänzt werden ...

    Deutschland ist ein Industrieland und da wird man erwarten dürfen, dass Wohnungen beispielsweise über eine ausreichende Wärme- und Schalldämmung haben, es mehr als eine Steckdose in jedem Zimmer gibt und Stromkreise heutzutage mit FI-Schaltern abgesichert sind (Personenschutz).

    Solche Mindeststandards sollten zum einen vorausgesetzt werden können in einem (noch) Industrieland - und zum anderen werden diese Standards sicherlich auch schon aus Nutzersicht (Bewohner, Mieter) bereits erwartet (Verbrauchersouveränität) und von daher im Regelfall im Interesse auch der Eigentümer sein (so wie auch von Vermietern, Investoren usw. in dem Bereich).

    Das Problem ist in meinen Augen eher, dass die Vorschriften in jedem Bundesland abweichen

    Nicht nur in Deinen Augen.

    Ein national tätiger Bauleiter für große Unternehmen (u. a. Bereich Geschosswohnungsbau) berichtete mir einmal, daß beispielsweise Treppen (Steigung, Auftritt) in Deutschland zwar weitgehend durch eine Regelung (glaube DIN 18065 - nach meiner Erinnerung) genormt sind - aber dennoch die jeweiligen Landesbauordnungen (LBOs) dabei Unterschiede machen können. Ganz so, als würden sich Menschen von Bundesland zu Bundesland signifikant in der Größe und Schrittlänge unterscheiden (Steigung, Auftritt, Komfortregel, Geländerhöhe usw. in cm). Dies sei aber nur ein Beispiel aus diversen ... Ob das so stimmt, vermag ich nicht zu beurteilen - für gut möglich halte ich es aber ...


    In dem Kontext:

    16 Bundesländer - 16 verschiedene Landesbauordnungen. Meines Wissens hat übrigens das BVerfG letztinstanzlich entschieden, daß Bauordnungsrecht die Sache sprich Kompetenz der Bundesländer ist.

    Ein grundlegendes da strukturelles Problem in einem föderalen System, wie dem hierzulande als staatliche Organisationsform, bei der die Staatsgewalt zwischen einem Gesamtstaat (Bund) und mehreren Gliedstaaten (Bundesländern, Stadtstaaten) geteilt wird - sprich es sich um eine Art der vertikalen Gewaltenteilung handelt, da beide Ebenen über eigene verfassungsmäßig festgelegte Kompetenzen und Institutionen samt Selbstverwaltung verfügen (siehe auch Bundestag und/oder "versus" Bundesrat).

  • Im Baumarkt findet man eigentlich nur Kabel von mehrfach Steckern mit 1,5mm2 Querschnitt, dass ist das gleiche Kabel wie in den Wänden vorhanden ist. Also doch es ist der gleiche kabelquerschnitt.

    Ich habe bewusst von "Innenleben" geschrieben. Das Kabelquerschnitt der ZULEITUNG mag nominell identisch sein...aber wie gesagt, der Rest ist sehr oft fragwürdig. Und es bleibt dabei, dass bei Überlastung im Zweifelsfall die erste Steckdosenleiste schneller durchschmort, als der LS auslöst.

    Zitat

    Den leitungs Schutz hebelst du nur aus wenn die gesamt Kabel Länge zu lang wird. Die schutzwitkung gilt bis 60meter (1,5mm2) hinterm FI.

    Was hat ein FI mit dem Leitungsschutz zu tun? Nichts. FI ist Personenschutz.

  • Ihr tut ja alle so, als ob eine Indexmiete verboten würde.. die wird doch 'nur' bei max. 3,5% gekappt.

    Ich habe mal perplexity gefragt, wie oft on den letzten 50 Jahren die Inflation ü3,5% lag: Antwort, 12 Mal, davon 2 mal nur minimal.


    2023: 5,9%

    2022: 6,9%

    1993: 4,4%

    1992: 5,1%

    1991: 3,7%

    1982: 5,2%

    1981: 6,3%

    1980: 5,4%

    1977: 3,7%

    1976: 4,2%

    1975: 6,0%

    1974: 6,9%


    Persönlich sehe ich das als normales Risiko, wie bei jedem Invest.

  • Wenn es nur so selten vorkommt, wozu dann überhaupt eine Regulierung beschließen?

    Persönlich sehe ich das als normales Risiko wie bei jedem proudukt & Dienstleistung die man nutzt.

    Wenn einem Vertrags nehmer das Produkt nicht passt kann dieser doch wechseln und sich ein anderes Produkt (Wohnung) suchen. Es gibt immerhin Gegenden in Deutschland auch im Jahr 2025 und auch im kommenden Jahr 2026 in denen die Mieten günstiger sind.

  • Es gibt immerhin Gegenden in Deutschland auch im Jahr 2025 und auch im kommenden Jahr 2026 in denen die Mieten günstiger sind.

    Ja klar, da pendelt dann die Krankenschwester oder Putzfrau, die in Berlin-Mitte in der Charité arbeitet, jeden Tag vom Erzgebirge aus nach Berlin?
    Dein einfaches Welt- und Feinbild ("die Politik") hätte ich auch gerne.

  • Wenn es nur so selten vorkommt, wozu dann überhaupt eine Regulierung beschließen?

    Persönlich sehe ich das als normales Risiko wie bei jedem proudukt & Dienstleistung die man nutzt.

    Wenn einem Vertrags nehmer das Produkt nicht passt kann dieser doch wechseln und sich ein anderes Produkt (Wohnung) suchen. Es gibt immerhin Gegenden in Deutschland auch im Jahr 2025 und auch im kommenden Jahr 2026 in denen die Mieten günstiger sind.

    Soll dieser Einwurf eine ernsthafte Diskussionsgrundlage darstellen?

    A) Die Regulierung zielt ja nur auf die Spitzen ab, deshalb ist sie aus Sicht des Gesetzgebers eben notwendig. Meine Auflistung sollte zeigen, dass die Rechte der Vermieter nur in seltenen Fällen beschnitten werden. Der Vermieter hätte in den letzten 50 Jahren in 40 Jahren sein Invest wie geplant verzinst bekommen (jedenfalls unter dem Aspekt der Indexmiete), aber in 10 Jahren sein Invest mit weniger Rendite gesehen - wie jedes Investment trägt der Investor eben ein gewisses Risiko, welches in Bezug auf die Indexmiete aber eben in 20% der Jahre überhaupt zum Tragen kam.

    B) Klar, eine Wohnung ist eine Dienstleistung, die man wechselt wie einen Stromanbieter. Macht ja jeder von uns, jedes Jahr. 🤣

    Es gibt sicher Argumente gegen den Eingriff in den freien Markt, insbesondere wenn sich die Inflation in den nächsten Jahren verschärfen sollte. Dann müsste mindestens über eine Erhöhung der Kappungsgrenze nachgedacht werden, aber historisch besteht dazu wenig Anlass.

  • B) Klar, eine Wohnung ist eine Dienstleistung, die man wechselt wie einen Stromanbieter. Macht ja jeder von uns, jedes Jahr. 🤣

    Genau, hier scheiden sich die Geister, denn für den Erbringer der "Dienstleistung" ist es das, aber für den "Konsumenten" nur bedingt.

    Ich finde die öffentliche Hand sollte hier mehr investieren, die großen Privatisierungswellen der Wohngesellschaften der 80er und 90er Jahre waren wie auch bei anderen Infrastrukturen (z.B. Bahn) eine ideologische Fehlentwicklung.

  • Zumal das Argument kaum eine Rolle spielt, wo der Mietmarkt so angespannt ist - nämlich in den Großstädten, wo es kaum Flächenreserven gibt.

    Natürlich gibt es Flächenreserven. Mal abgesehen von den offensichtlichen Kandidaten, wie das Tempelhofer Feld...Städte sind historisch betrachtet immer dadurch gewachsen, dass in den Zentren Bestand abgerissen und höher neu gebaut wurde. Wir haben aber irgendwann beschlossen, dass der Stand zum Jahr X auf alle Ewigkeit eingefroren werden soll und wundern uns jetzt, dass es nicht klappt. Natürlich wird nicht jeder Nachbar davon begeistert sein, wenn man ein EFH abreißt und durch ein 6FH ersetzt...aber letztendlich muss man sich hier einfach entscheiden, ob man Politik nur für die macht, die schon da sind und sich nie verändern wollen. Oder für alle, die noch nicht da sind oder z.B. wegen einem Kind jetzt etwas Größeres als 2 Zimmer brauchen. Zumal sich das Thema längst nicht auf Großstädte beschränkt...ich habe in Konstanz 15 Jahre lang mit angesehen, wie der Mangel verwaltet wurde, obwohl es ersten Flächen zur Nachverdichtung gibt, zweitens Flächen zur Erweiterung gäbe und drittens mit einer besseren Anbindung ans Umland nochmal deutlich Druck rausgenommen werden könnte. Jetzt bin ich halt weg...wie zahlreiche andere junge Familien...

  • Natürlich gibt es Flächenreserven. Mal abgesehen von den offensichtlichen Kandidaten, wie das Tempelhofer Feld..

    Klar, in der Theorie ist die Sache einfach: Große freie Fläche, da könnte man ein riesiges Quartier drauf bauen. Andererseits ist das Tempelhofer Feld für das Klima in der Stadt sehr wichtig, diese Wirkung würde bei Bebauung verloren gehen. Und ansonsten wüsste ich nicht, wo es in einer Stadt wie Berlin wirklich nennenswerte Flächenreserven geben soll - wenn man nicht bestehende Grün- und Erholungsflächen versiegeln will. Das Bauen in die Höhe ist eine Lösung von vielen, schafft aber nicht hunderttausende neue Wohnungen.

    Zudem kann man nicht alle Reserven sofort verwenden und sollte auch für zukünftige Generationen solche vorhalten.

    Zitat

    Natürlich wird nicht jeder Nachbar davon begeistert sein, wenn man ein EFH abreißt und durch ein 6FH ersetzt

    In meiner Mittelstadt passiert so etwas tatsächlich. Wobei das natürlich in Quartieren passiert, die nicht mit billigem Bauland aufwarten. In der Regel werden das teuere Eigentumswohnungen, manche von denen sehe ich schon seit über einem Jahr immer noch zum Verkauf ausgeschriebenen.

  • Das Bauen in die Höhe ist eine Lösung von vielen, schafft aber nicht hunderttausende neue Wohnungen.

    Und ich glaube, da irrst du dich. Eine kurze Recherche sagt, in Berlin gibt es rund 190 000 EFH und ZFH (Quelle: https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/f-i-1-j). Wenn wir ein Drittel davon durch 6FH ersetzen (als 3-stöckige Gebäude für einen Großteil davon sicherlich von der Bodenfläche machbar und nicht exzessiv hoch), haben wir sehr 250-300 000 neue Wohnungen. Potentiale bei kleinen MFH (z.B. 3FH zu 8FH) noch nicht berücksichtigt. Das wird natürlich nicht passieren, das Pendel geht mit Mileuschutz u.ä. ja eher in die Gegenrichtung.