Geldanlage 300k €? Alter 42

  • Hallo.

    Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps, Ideen oder Ratschläge geben, wie ich mein Geld anlegen könnte.

    Ich bin Angestellter, 42 Jahre und männlich. Habe aktuell gut 300.000 € zur freien Verfügung, die ich sinnvoll anlegen möchte für die Zukunft bzw. Rente.

    Größere Ausgaben, wie Immobilien-/Wohnungskauf oder ein Auto stehen in absehbarer Zeit nicht an bzw. sind nicht geplant.

    Aktuell parkt das Geld auf einem Tagesgeldkonto mit 2,9 % Zinsen (für noch 5 Monate).

    Seit gut 17 Jahre bespare ich einen UniESG Aktien Europa -net- Sparplan mit monatlich 50 €. Da sind auch gut 20.000 € drin.

    Ansonsten habe ich bislang keine weiteren konkreten Kenntnisse oder Erfahrungen über Aktien, Fonds, ETFs etc.

    Wie würdet ihr die 300.000 € investieren bzw. was damit anfangen?

    Wie würdet ihr zusätzlich ca. 1.800-2.000 € monatlich ansparen bzw. worin investieren?

    Besten Dank im Voraus.

  • Kater.Ka 16. Januar 2026 um 15:31

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Wie würdet ihr die 300.000 € investieren bzw. was damit anfangen?

    Moin und willkommen mario83 ,


    Ich würde das Geld in nur einen ausschüttenden WeltaktienETF in einem kostengünstigen Depot packen und die Sparrate auch dazu sparen.

    Fertig.

    Aber ob du das auch gut findest und die Schwankungen aushältst weiß sich nicht.

    Viel Erfolg bei deinen Finanzentscheidungen.

  • Ich würde das Geld in nur einen ausschüttenden WeltaktienETF in einem kostengünstigen Depot packen und die Sparrate auch dazu sparen.

    Fertig.

    Na ja, gleich von 0 auf 100 würde ich nicht empfehlen. Nutze die restlichen 5 Monate und lies dich in die Materie ein, im Forum findest du genug nützliche Vorschläge. Dann lege dir ein günstiges Depot an, auch hierzu findest du bei Finanztip und hier im Forum jede Menge Hinweise zu Vor- und Nachteilen. Und dann fang an dein Tagesgeld in WeltETF umzuschichten und zwar so viel, dass es dir bem nächsten Crash nicht den Schlaf kostet.

  • Sieht ja ähnlich aus wie bei mir 😀

    Im Gegensatz zu meinem high Risk Umgang empfehle ich dir aber einen großen Sparplan mit xx tausend € pro Monat oder manuellen, hohen Investitionen in einen All World ETF.

    So das du dein Vermögen auf einige Monate verteilt, vielleicht 1 Jahr, in den ETF bekommst - bzw. natürlich nicht alles, an deiner Dtelle würde ich noch mindestens 30% flüssig halten oder gar noch mehr, bis du dein Risikolevel kennst und dich etwas ans Investieren und die Schwankungen gewöhnt hast.

    Bei dieser Geldmenge kannst du dir auch als Belohnung eine physische Unze Gold gönnen die du dann immer haptisch zur Verfügung hast - und die ja auch ihren Wert steigert und als Barreserve dient.


    Später dann einen kleinen Sparplan von z.B. 70% deines übrig bleibenden Nettos, den Rest per Sparplan auf ein Tagesgeldkonto wie bisher.

  • Fang an.
    Es gibt hier 2 Bücher, die immer wieder empfohlen werden: Vom Hartmut Walz und von Saidi Solilatu. Dann gibt es Finanztip und Finanztip-Forum, Finanzfluss und so weiter.
    Les sich ein und finde raus was du genau willst.

    UND Fang an.
    Mit monatlich 1000€ Sparplan in einen von Finanztip empfohlenen FTSE oder MSCI -ETF um Funktion, Risikotragfähigkeit etc zu lernen

    Wenn du dich damit schlau machst, dann dann hast du in spätestens 5 Monaten DEINE individuelle Lösung.

  • Wie würdet ihr die 300.000 € investieren bzw. was damit anfangen?

    Ich würde den Betrag (in dem Alter) in einen Thessaurierenden Welt-ETF (FTSE All-World oder MSCI ACWI) investieren.

    Die Sparrate würde ich in einen zweiten Welt-ETF auf den selben Index (oder den jeweils anderen) investieren, ggf. mit Beimischung eines Stoxx Euro 600, um ohne jede wissenschaftliche Grundlage, Europa höher zu gewichten.

    Die Aufteilung in zwei ETFs nur deshalb, weil ich mit 42 noch nicht absehen konnte, ob ich nicht doch irgendwann auswandern möchte. Und dann gibt es halt diese Wegzugsbesteuerung, die ab 500k€ Anschaffungswert je ETF/Fonds gilt. Den Wert hättest Du nach ca. 10 Jahren weiterm Besparen nur eines ETFs erreicht.

    Und auch, wenn es zinsmäßig geringer ist, würde ich im Zweifel sofort für das Geld >100.000€ einen Geldmarkt-Fonds kaufen (jedenfalls bei einem günstigen Neobroker). Niemand rechnet mit einer Bankenpleite, aber das Geld ist max. 6 Monate nach Zufluss (bei besonderen Situationen, wovon ich hier mal ausgehe) je Bank gesichert, länger gilt dies nur bis 100.000€

    Ob Dir das nun irgendwie weiter hilft? Vermutlich nicht, bei so einem Invest ohne Erfahrung wird jeder Hinweis schwierig. Aktien-ETFs sollten in der Regel mind. 10-15 liegen können, damit selbst bei einem Crash bei Verkauf kein Verlust entsteht.

    Ob Du am Ende überhaupt soviel Geld in der Rente benötigst oder Dir nicht vorher von Teilen davon etwas gönnen möchtest (die Sparrate kommt ja noch dazu), musst Du wissen.