Eigentumswohnung ohne Eigenkapital

  • Spannender, teils kontrovers geführter und emotionsgeladener Faden...

    Ich möchte noch auf folgende Punkte hinweisen:

    1. FT hat ja auch schon Berechnungen angestellt, dass Immo-Erwerb und alternativer Vermögensaufbau (Miete und Investition bspw. in breit gestreutes Aktienportfolio) ähnliche Erwartungsrendite aufweisen
    2. So eine Trans-"Aktion" bringt sicherlich jede Menge Lebenserfahrung
    3. Aber halt nicht unerhebliche einmalige Transaktionskosten, die einfach mal weg sind
    4. Dafür dem Ziel näher, endlich die Grossstadt verlassen zu können und ein beschauliches Leben auf dem Land zu verbringen (Lebensstilentscheidung)
    5. Wie sieht es aus, wenn ihr euch durch private oder berufliche Veränderungen räumlich wieder verändern wollt? Da die ETW trotz des sagenhaft günstigen Preises ja wohl immer noch nicht über den Tisch gegangen ist, frage ich mich, wie es in absehbarer Zeit mit einem Käufermarkt aussieht (Wir reden hier ja wohl nicht von einer A oder B-Lage, oder?). Und auch die Vermietung wird sich vermutlich nicht so leicht gestalten. Zumal dann vermutlich die meisten steuerlich attraktiven Aspekte wie Absetzen der Transaktionskosten, Renovation und Darlehenszinsen abgefrühstückt sind.

    Insofern: wenn es dein/euer Wunsch ist - go for it. Ob es DIE Vermögensrakete eures Lebens ist... ich weiss nicht.

    LG Finanzschlumpf

  • Das Thema ist leider vom Tisch. Die Eigentümer haben kurz vor Abschluss des Vertrages einen Rückzieher gemacht - selbst der Gutachter, den wir doch noch spontan kommen lassen haben, um ganz sicher zu gehen, hat sich über den günstigen Preis gewundert (guter Preis auch laut ihm trotz der Lage). Die Herrschaften haben die Immo nun zur Vermietung eingestellt - ich bin gespannt, ob sie einen Abnehmer finden in dem umrenovierten Zustand. Kaltmiete: 560€ - das wären ca 8,50€ pro m2

    Im selben Haus sind drei weitere exakt identische Wohnungen zu ca. 9€/m2 vermietet, die sind allerdings komplett renoviert, mit neuem Badezimmer, SmartHome-Einrichtung und inklusive Einbauküche - mit den Bewohnern dort waren wir nämlich ins Gespräch gekommen. Ich bezweifle, dass dort jemand zu dem Preis einziehen wird

  • Moin und danke für dein Feedback.

    Manchmal stellt sich erst rückblickend heraus, dass es möglicherweise gar nicht so schlecht gewesen ist, dass einem eine Entscheidung sozusagen aus der Hand genommen wurde. Viel Erfolg beim den weiteren Lebens- und Vermögensentscheidungen und -Entwicklungen.

    LG Finanzschlumpf

  • Eigentlich schade.

    Vielleicht wurde hier zu viel vor Risiken gewarnt. Dabei sollte man sich freuen, wenn zwei junge Leute etwas für ihre Zukunft "riskieren". Und die Summe war ja überschaubar, wenn man sein ganzes Erwerbsleben noch vor sich hat.

    Nun, wer weiß, wozu es gut ist, dass es nicht klappt.

  • Meine Eltern würden sich dahinterstellen - allerdings nicht mit Geld. Sie haben selbst kaum liquide Mittel, bis auf eine Jahresrücklage und kleinere Reserven. Der Rest steck in Grundstücken und Haus, sowie Depot - ich kann auch nicht hingehen und sagen "gut, wenn Ihr bürgen möchtet, verkauft doch stattdessen lieber Grundstück XY und leiht mir den Erlös". Bürgen würden sie, wenn dort wirklich alles passt und es anders nicht sein soll. Wir haben nächste Woche noch zwei Termine, bei denen wir div. Angebote durchgehen wollen, auch einen bei der roten Bank, was mir eigentlich widerstrebt :)

    Warum nehmen Deine Eltern nicht einen Kredit über 30.000€ auf, den Ihr beide abzahlen müsstet? Der Zinssatz wäre sicherlich recht günstig und Deine Eltern müssten nicht bürgen. Nach eigener Erfahrung bin ich überhaupt kein Fan von Bürgen.

  • Daher mal die Frage hier in die Runde: Wer von den vorstehenden Tippgebern ist überzeugter Mieter??

    Ich war lange überzeugter Mieter und habe mir dann ziemlich spät per 115%-Finanzierung ein Haus gekauft. Beides hat seine Vor- und Nachteile.
    Falls ich jetzt verkaufen sollte, hätte ich durch den Verkauf relativ viel Eigenkapital. Als langjähriger Mieter habe ich es nie geschafft, Eigenkapital anzusammeln. Grund ist für mich immer mein etwas vermurkster Lebenslauf - aber egal.

    Für 2 Personen im Homeoffice wären mir 2,5 Zimmer mit 65qm zu wenig. Ich würde zu 80qm mit 3 Zimmern tendieren.

  • Jetzt redet er davon, ins Kaff zu ziehen, kann aber ein Kaff und einen Ort mit 20 000 Einwohnern nicht unterscheiden.

    Ich komme aus einem Kaff mit 250 Einwohnern. Dort gab es noch nicht einmal einen Bäcker, dafür ein paar Bauernhöfe und jeder kannte jeden - typisch für ein Kaff,

    Bei 20.000 Einwohnern gibt es mindestens eine Bank, einige Geschäfte (Aldi, Lidl, …), eine Polizeistation, mehr als eine Kirche. Hier fängt dann langsam die Anonymität an - untypisch für ein Kaff. Dafür handelt es sich hier mindestens um eine Kleinstadt.