Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Ich schaue mir das Video gar nicht an.
    Finanzwissenschaftlich ist ganz klar bewiesen, dass ein Festhalten über mehrere Jahrzehnte an einem vernünftigen Vermögenskonzept am erfolgreichsten ist, wenn nicht herumgetradet wird.

    Wer also konsequent „die Welt“ abdeckt, schwimmt über die Jahrzehnte eben mit.

    Dabei ist es ziemlich egal, wie er sich die einzelnen Segmente zusammen bastelt.
    Kostengünstig, langfristig…fertig.

    Das nach KISS auch ein supergünstiger USA-ETF in Kombination mit einem EX-USA-ETF und EM-ETF sein.

  • Die Videos von saidi und Emil (und auch andere) können auch als Audio-Files (über Spotify o. ä.) gestreamt oder heruntergeladen gehört werden. Ich finde sie ganz amüsant und höre sie über Ohrhörer z. B. im Fitness-Studio, beim Einkaufen oder gelegentlich, wenn ich nicht mit Menschen reden möchte :)

  • Sehr schlüssig und angenehm unaufgeregt zu den Erwartungen zukünftiger Renditen am Aktienmarkt. Erfrischend positiv und in diesem Land leider selten.

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  • Interessant sind hier die Kommentare.
    Ja !! Christian Fuchs bestätigt den Kommer-ETF.

    :D Er hat sogar schon einmal in einem früheren Video deutlich kommuniziert, dass er den ETF gut findet. Allerdings ist das für ihn schwieriges Terrain. Wenn der Kommer-ETF so gut ist, warum brauchen seine Kunden dann noch ihn und sein Family Office. Und das zu doppelten Kosten?:/

  • :D Er hat sogar schon einmal in einem früheren Video deutlich kommuniziert, dass er den ETF gut findet. Allerdings ist das für ihn schwieriges Terrain. Wenn der Kommer-ETF so gut ist, warum brauchen seine Kunden dann noch ihn und sein Family Office. Und das zu doppelten Kosten?:/

    Ich habe mir das Video noch nicht angeschaut. Allerdings wird in den Kommentaren schon erwähnt, dass sein Modell-ETF-Portfolio wohl Überschneidungen habe.
    Wer sich dann die Bastelei mit 4 bis 9 (!) ETFs sparen will, zahlt denn eben nerven- und zeitschonend etwa 0,3 % TER mehr für die 1-ETF-Lösung.

  • Wenn der Kommer-ETF so gut ist, warum brauchen seine Kunden dann noch ihn und sein Family Office.

    Soweit ich ihn verstanden habe, brauchen seine Kunden das Family Office nicht für die Auswahl des ETFs.

    Wer sich dann die Bastelei mit 4 bis 9 (!) ETFs sparen will, zahlt denn eben nerven- und zeitschonend etwa 0,3 % TER mehr für die 1-ETF-Lösung

    Der Kommer ETF ist bei ihm wahrscheinlich eher die Alternative zu den Dimensional Fonds, die er so toll findet.

    Sein Modellportfolio lässt m.E. mehr Fragen offen als es beantwortet.

  • S&P50036-40%
    Russel 20005-9%
    MSCI Canada3-5%
    MSCI Europa13-17%
    MSCI Europa Small Cap3-7%
    MSCI Japan4-6%
    MSCI Japan Small Cap2-3%
    MSCI EM IMI15-19%
    FTSE Develop. Asia Pac ex Japan6-9%


    Das sieht ja schon sehr differenziert aus, ist aber im Endeffekt wirklich nicht weit entfernt vom Kommer oder RAFI3000. Dafür bezüglich der TER deutlich billiger....

  • Soweit ich ihn verstanden habe, brauchen seine Kunden das Family Office nicht für die Auswahl des ETFs.

    Doch. Viele brauchen jemanden, der ihnen die Fonds aussucht, sie verwaltet und sie „am Händchen hält“, wenn es knallt. Genau das leisten Family Offices, Wealth Manager oder Vermögensverwalter und lassen sich dafür fürstlich bezahlen.

    Sie bedienen die weit verbreitete Illusion: Je mehr Vermögen, desto mehr Komplexität, desto mehr ,,Beratung" nötig. Am Ende kommt jedoch nicht mehr heraus, sondern weniger als wenn die Betuchten einfach zwei ETFs gekauft hätten: einen Welt-ETF und einen Geldmarktfonds. Oder sogar nur einen: den LS60 zum Beispiel. Das zeigen viele Untersuchungen.

    Und mit „nicht mehr“ meine ich nicht nur die Rendite.

    Schwer in den Köpfen der Leute zu verankern und genau darin liegt das Geschäftsmodell (Ich habe selbst lange davon profitiert).

  • Ich habe gerade dieses Interview vom Finanzrocker mit Marcel von freiheitsmaschine.com gesehen. Auch Multimillionär. Er "rät" dazu sein Vermögen auf verschiedene Banken in unterschiedlichen Ländern (Rechtsräume) auch außerhalb der EU (USA, UK, Singapur) über mehrere ETFs zu verteilen, zumindest macht er es wohl so.

    Widerspricht komplett dem KISS Ansatz hier. Wie blickst du darauf, Irving? Ein ETF bei einem Broker fühlt sich für mich auch irgendwie nicht optimal an bei 7-stelligem Vermögen.

  • csh Am Ende muss jeder die Risiken selbst abwägen. Jede Entscheidung reduziert ein Risiko und schafft dafür ein anderes.

    Ich halte das Risiko, dass UCITS nicht funktioniert für deutlich geringer als die (operativen) Risiken, die durch mehrere Produkte, Broker und Konten in verschiedenen Ländern entstehen. Dazu kommt der Aufwand und den würde ich auch meinen Hinterbliebenen nicht hinterlassen wollen.

    Meine Beobachtung: Je mehr sich Anleger mit ihrer Geldanlage beschäftigen und je mehr Vermögen sie haben, desto eher verheddern sie sich in Komplexität, weil sie die perfekte und maximal risikofreie Lösung suchen, die es gar nicht gibt. Davon leben viele Berater sehr gut. Gleichzeitig entstehen neue Risiken, Kosten und Aufwand, während die wirklich wichtigen Dinge (und Risiken) im Leben aus dem Blick geraten.

    Für welchen realistischen Fall muss man sein Geld auf mehrere Kontinente verteilen? Dass Deutschland über Nacht angegriffen wird, sofort Kriegsrecht gilt und man keine drei Tage mehr Zeit hat, Geld zu bewegen? Und dann fliegt man nach Singapur und ist fein raus? Wer das für wahrscheinlich hält, soll es so machen. Ich halte dieses Szenario für ziemlich weit hergeholt und würde mich ungern für sowas einschränken.

  • Sehr schöne Zusammenfassung der letzten Jahre des Global Portfolio One (GPO) von Dr. Andreas Beck. Die grundsätzlichen Erklärungen zur Funktionsweise des Kapitalmarkts sind insbesondere für Anfänger sehr sehenswert.

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    Ich sehe das GPO ebenfalls als sehr gutes KISS-/Fire-and-Forget-Produkt (für Anleger, die die Volatilität etwas senken wollen). Die Performance bisher ist ähnlich wie beim günstigeren Vanguard LifeStrategy 80, der sich ebenfalls gut für KISS eignet.

    Unterschiede GPO vs. LifeStrategy 80:

    • Antizyklik: nur GPO, Vanguard statisch
    • Anleihen: GPO klassischer Sicherheitsbaustein, Vanguard Aggregate Bonds inkl. Unternehmensanleihen + lange Laufzeiten
    • Aktiengewichtung: GPO nach Unternehmensgewinnen, Vanguard marktkapitalisierungsgewichtet
  • Der GPO hat sportliche 0,7% Gebühren, angeblich wegen geänderter Bedingungen ähnlich wie auch beim vom Beck verwalteten FIO jetzt ab dem Frühjahr sogar eine mögliche Rücknahmegebühr, steht aber noch nicht so auf der Homepage. Details werden da im Wertpapier-Forum diskutiert.

    Ich denke, die Antizyklik im GPO mit Nachkäufen aus dem 20% Bondanteil bei grösseren Verlusten kann man durchaus selbst machen - wenn man denn mutig genug ist ;)

  • Die Performance bisher ist ähnlich wie beim günstigeren Vanguard LifeStrategy 80, der sich ebenfalls gut für KISS eignet.

    Danke für den Link.

    Zitat von der Seite:

    „Der Fonds strebt eine Kombination aus langfristigem Kapitalzuwachs und einige Eträge an, indem er in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere investiert, vornehmlich durch Anlagen in sonstige Organismen für gemeinsame Anlagen.“


    Auweia……was ist denn da los…?

    Wer mit den Vanguard-Produkten arbeiten möchte kann auch sein Geld zu gleichen Teilen in den Lifestrategy80 und den Lifestrategy60 investieren.

    Ein kleiner Hinweis zur vergangenen Börsenwoche:

    Es gab sinkende Aktienkurse UND sinkende Kurse der Anleihen….

    Was da wohl Vanguard macht ?

  • Der GPO hat sportliche 0,7% Gebühren.

    Ja, die Kosten sind hoch. Umso erstaunlicher, dass das GPO den deutlich günstigeren Vanguard LifeStrategy 80 sogar leicht outperformt hat.

    Trotzdem halte ich das GPO für eine gute Wahl für Anleger. Insbesondere wenn man vergleicht was viele Privatanleger und ihre Berater sonst so für Ergebnisse produzieren.

    Besonders interessant ist das Video ab 19:30. Dort wird sehr anschaulich erklärt, wie schlecht die Ergebnisse vieler gut bezahlter Wealth Manager, Vermögensverwalter und Private Banker tatsächlich sind (selbst vor Kosten =O). Und sie können oft nicht mal was dafür. Das stützt meine These: Auch vermögende Anleger fahren mit einem einfachen KISS-Portfolio besser.

    Mein Rat: Die Werbung von Dr. Beck ausblenden und sich auf den fachlichen Content konzentrieren. Das ist immer sehr ausfschlussreich.

  • Wenn ich mich richtig erinnere, war der GPO nach dem Trump-Zoll-MiniCrash im letzten Frühjahr zwischenzeitlich bei 90% Aktienanteil. Möglicherweise war er deshalb besser als der Vanguard 80. Was ja prinzipiell wirklich für dieses antizyklische Anlagekonzept sprechen würde.

  • Wenn ich mich richtig erinnere, war der GPO nach dem Trump-Zoll-MiniCrash im letzten Frühjahr zwischenzeitlich bei 90% Aktienanteil. Möglicherweise war er deshalb besser als der Vanguard 80. Was ja prinzipiell wirklich für dieses antizyklische Anlagekonzept sprechen würde.

    Obwohl die beiden Fonds auf den ersten Blick sehr ähnlich laufen, gibt es durchaus Unterschiede darin, wie der Aktien- und Anleiheanteil konkret umgesetzt wird. Ob tatsächlich die Antizyklik zur Outperformance beigetragen hat, lässt sich im Nachhinein nur schwer sagen.

    Für mich liegt die eigentliche Stärke des GPO ohnehin woanders: Der Fonds adressiert eines der größten Probleme von Privatanlegern: Emotionale Fehlentscheidungen in Krisen. Und dieses Problem betrifft Anfänger genauso wie Profis. Unabhängig von der Höhe ihres Vermögens.

    Im Gegensatz zur teuren (und falschen) Glaskugelleserei vieler Vermögensverwalter, z.B. von Jens Ehrhardt oder Flossbach von Storch, kommuniziert Beck offen, dass Krisen weder zuverlässig vorhersehbar sind noch vermieden werden können. Stattdessen werden sie (vorher!) einkalkuliert.

    Gerade in turbulenten Marktphasen wird detailliert und transparent erklärt, was passiert und welche Maßnahmen ergriffen werden. Das Ergebnis: Die Anleger bleiben nachweislich bei der Stange und erwarten die nächste Krise teilweise sogar.

    Allein dieser Verhaltensvorteil dürfte langfristig schon zu einer deutlichen Outperformance gegenüber den meisten Depots führen. Als Investor im GPO hat man eine Art „Berater“ an der Seite, der einen in den entscheidnden Momenten an der Hand nimmt. Nämlich dann, wenn es knallt. Genau in diesen Phasen passieren nämlich die teuersten Fehler. Gute Studien aus den USA zeigen seit Jahren, dass dieser Faktor oft den entscheidenden Unterschied macht.