Sind hier Banker oder Leute, die sich mit Nachlassgerichten auskennen? Folgendes Problem:
Nach einem Todesfall in der Familie habe ich den Tod zwar dem Nachlassgericht, nicht aber der Bank gemeldet, bei dem die Verstorbene Konten & Depot hatte, nämlich der ING. Da die beiden anderen Erben es so gar nicht mit Bürokratie haben, haben sie mich zur Vertretung der Erbengemeinschaft bevollmächtigt - und ich hab mit sowas bisher so gar keine Übung.
Zwar habe ich schon lange eine Vollmacht für die Konten, aber die ING gibt Bevollmächtigten bisher keinen eigenen Onlinezugriff, so dass die Vollmacht eher nutzlos ist. Nach Meldung des Todesfalls würde das Konto gesperrt, so dass zwar noch Lastschriften möglich sind, aber keine Überweisungen mehr. Es waren aber noch Arzt-, Krankenhaus- und Handwerkerrechnungen zu erwarten und es sind auch noch weiter Überweisungen nötig, die mit dem Haus und der Eigentumswohnung der Verstorbenen zusammenhängen. Also nutze ich zur Zeit den mir glücklicherweise bekannten Onlinezugang der Verstorbenen.
Nun kommt aber das Nachlassgericht nicht in die Gänge - nach einem Fragebogen, in dem nach der Zusammensetzung und dem geschätzten Wert des Erbes gefragt wurde und den ich postwendend beantwortet habe, kommt jetzt schon seit Monaten nichts mehr. Uns pressiert es jetzt aber doch, weil das Haus inzwischen verkauft ist, die Käuferin schnell einziehen bzw. umbauen will, der Kaufvertrag aber erst wirksam werden kann, wenn das Testament eröffnet ist; es ist ein sog. Berliner Testament, das erstmals vor fast 20 Jahren nach dem Tod des Ehemannes eröffnet und seitdem nicht verändert wurde.
Kann die Verzögerung damit zusammenhängen, dass ich den Todesfall der Bank nicht gemeldet habe?