Besteuerung von CFDs

  • Ich habe bei einem ausländischen Broker in den Jahren 2022 und 2023 einen Depotgewinn von 35.000 € gemacht und diesen Depotgewinn auch dem Finanzamt mitgeteilt. (=Steuererklärungen 2023 und 24). Im Jahr 2025 stürzte das Depot auf 22.000€ ab, im Jahr 2026 ging es sogar noch tiefer, so dass ich beim Depotwert von 18.000 € die Reißleine zog und alles verkaufte. Zeitgleich - aber natürlich völlig unabhängig voneinander - erhielt ich den Steuerbescheid 2024, in dem ich die fiktiven Gewinne (also sozusagen errechnet aus dem Jahresenddepotbestand - Jahresanfangsbestand berechnet) des Jahres 2024 versteuern sollte. Diese fiktiven Gewinne werden doch nicht versteuert? Oder?

  • Kater.Ka 27. Februar 2026 um 16:37

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Zuerst stellt sich die Frage, was da in dem Depot überhaupt drin war und welche Aktionen in den betreffenden Jahren durchgeführt wurden.

    Wenn es sich nur um einen nicht realisierten Wertzuwachs bei einem ausländischen Broker handelt (also kein Verkauf), gilt grundsätzlich:
    Nicht realisierte Kursgewinne sind nicht steuerpflichtig. Besteuert wird erst bei Verkauf (Zuflussprinzip).

    Ein reiner „Jahresendwert minus Jahresanfangswert“-Anstieg bei Aktien darf nicht einfach als fiktiver Gewinn versteuert werden.

    Falls im Steuerbescheid wirklich der komplette Wertanstieg als Gewinn angesetzt wurde, sollte das unbedingt geprüft bzw. Einspruch eingelegt werden.

    Vielleicht erzählst du mal, wo das Depot war und was da überhaupt drin lag.

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