Lebensversicherung

  • Liebes Finanztip-Team, ich habe eine Lebensversicherung. Schon länger muss ich nichts mehr einzahlen. Wenn das Geld einfach weiter dort liegt, habe ich am 1.12.2043 einen garantierten Auszahlungsbetrag von ca. 25.560,00 €. Wenn ich den Betrag jetzt auszahlen lasse erhalte ich ca. 13.370,00 €. Ich frage mich ob es besser ist das Geld in der Lebensversicherung liegen zu lassen oder es auszahlen zu lassen und in einen breit gestreuten ETF zu legen. Über eine Einschätzung von euch würde ich mich freuen.

    Vielen Dank

  • Kater.Ka 8. März 2026 um 16:25

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Herzlich willkommen im Forum.
    Du erreichst hier nicht die Finanztip-Redaktion sondern viele freundliche und hilfsbereite Foristys, die gerne versuchen weiter zuhelfen.

    Was ist da eigentlich mit der Versteuerung ?
    Gibt es noch einen Schlussüberschussanteil ?

    Ohne diese Infos kann man nur schätzen, dass bei Kündigung eine Neuanlage rechnerisch 3,7 % p.a. bringen muss….

  • Herzlich willkommen im Forum.
    Du erreichst hier nicht die Finanztip-Redaktion sondern viele freundliche und hilfsbereite Foristys, die gerne versuchen weiter zuhelfen.

    Was ist da eigentlich mit der Versteuerung ?
    Gibt es noch einen Schlussüberschussanteil ?

    Ohne diese Infos kann man nur schätzen, dass bei Kündigung eine Neuanlage rechnerisch 3,7 % p.a. bringen muss….

    Vielen Dank für die Antwor und Info! bin neu hier, genau. ;)

    Ja es gibt Schlussüberschussanteil. Aktuell garantiert liegt dieser bei ca. 1800,00 €. Die Versicherung wurde 1999 abgeschlossen. Daher gehe ich davon aus, dass keine Steuer anfallen sollte...?

  • Vielen Dank für die Antwor und Info! bin neu hier, genau. ;)

    Ja es gibt Schlussüberschussanteil. Aktuell garantiert liegt dieser bei ca. 1800,00 €. Die Versicherung wurde 1999 abgeschlossen. Daher gehe ich davon aus, dass keine Steuer anfallen sollte...?

    Ja, die Police ist dann steuerfrei. Aber bitte nochmal die genauen Voraussetzungen prüfen! AFAIK müssen zumindest für min. 5 Jahre Beiträge in die Lebensversicherung geleistet worden sein.

    Rechnen wir doch mal nach: https://www.zinsen-berechnen.de/kapitallebensversicherung.php

    Du erzielst also eine garantierte steuerfreie Rendite von 3,7x% p.a.
    Eine alternative Anlage müsste also nach Steuern eine höhere Rendite erzielen damit Sie sich rechnet.
    Das dürfte aktuell nur mit deutlich höherem Risiko zu erreichen sein. Wenn Du diesen Teil als Sicherheitsbaustein in Deinem Vermögen nutzt, würde ich aktuell eher zum behalten raten.
    Ich mach das mit meiner alten Kapitallebensversicherung auch so.
    Sollte es in einigen Jahren wieder ca. 6% auf Festgelder geben, kann man die Versicherung immer noch kündigen.

    Wenn das Geld einfach weiter dort liegt, habe ich am 1.12.2043 einen garantierten Auszahlungsbetrag von ca. 25.560,00 €. Wenn ich den Betrag jetzt auszahlen lasse erhalte ich ca. 13.370,00 €.

    In meiner Standmitteilung stehen mehrere Werte drin. Einmal garantierte Werte. Und nur mit diesen garantierten Werten würde ich auch rechnen.
    Dann stehen noch prognostizierte Werte drin (möglicher Schlussbonus). Damit würde ich aber nicht rechnen!
    Wenn es 2031 einen Schlussbonus gibt freue ich mich, ich rechne aber nicht damit!

  • Dazu ist der Blogbeitrag von Hartmut Walz hilfreich:

    Nur dass der Rentenfaktor hier irrelevant ist, da bisher nur Einmalbeträge genannt wurden. Sonst muss man nicht nur den Rentenfaktor, sondern auch eine denkbare, abe rnicht immer gegebebene (sinnvoile) Erhöhung der monatlichen Rente genauso mit einrechnen wie die Versteuerung der Monatsrenten (auf Ertragsbasis).

    Über eine Einschätzung von euch würde ich mich freuen.

    Ich würde mit in die Überlegung einbeziehen, was Du 2043 mit dem Geld vor hast. Bei 3,7% Nettorendite (wenn ich von einer steuerfreien Einmalauszahlung ausgehe) kann das Geld ggf. auch ab 2043 zum Abfedern des Rendite-Reihenfolgerisikos beim Entsparen des ETF-Depots (wieder mal Annahme) helfen kann.

    Wandert das Geld aber heute oder 2043 im einen weltweiten Aktien-ETF, dann würde meine Bewertung anders ausfallen.

  • Nur dass der Rentenfaktor hier irrelevant

    Wer am Rentenfaktor Herumschrauben kann der wird vor dem Auszahlungsbetrag nicht zurück schrecken.

    Das Kontrahenten Risiko trägt man aber ganz sicher, da sein Vermögensanspruch gegenüber der Versicherung kein Sondervermögen darstellt.

    Da sollte auch noch auf die Kapitalstärke der Versicherung geachtet werden. So einige Kandidaten kippeln da doch….



    nicht

  • Das Kontrahenten Risiko trägt man aber ganz sicher, da sein Vermögensanspruch gegenüber der Versicherung kein Sondervermögen darstellt.

    Klar, irgendein Risiko gibt es immer. Aber mit Protektor ist ja eine Sicherheitslinie bereits vorhanden. Und mal Hand aus Herz: Ich würde davon ausgehen, dass die Politik im Zweifel auch noch einiges drehen würde, wenn z.B. ein Lebensversicherer wie die Allianz in die Pleite rutschen würde. Daran hängen einfach viel zu viele Menschen.
    Bei meiner Police wurde im Laufe der Jahrzehnte auch reichlich an den Überschüssen gedreht. Sprich neue Überschüsse gibt es schon seit > 10 Jahre keine mehr. Und die Zinsänderung 2022 hat meinen prognostizierten Auszahlungsbetrag eben mal um 15% sinken lassen. Aber an der Garantieleistung hat sich nix geändert.

  • Gut möglich das es so kommt.

    Auf Protektor würde ich aber nicht hoffen da diese im Zweifelsfall viel zu klein ist.
    Es geht ja auch nicht alles sofort pleite nur sollte man es auf dem Schirm haben das nicht alles in Stein gemeißelt ist. Aber was ist das schon…..