Wechsel in PKV?

  • Vielen Dank für die Überlegungen! Ich schätze eine Diskussion auf Basis von Zahlen/Daten/Fakten immer sehr. ;)

    Was ich einfach grundsätzlich nicht verstehe, ist, warum die PKVen die Daten so intransparent machen. Es wäre wohl das Leichteste, die gezeigte Grafik nach Angestellten/Beamten/Selbstständigen zu differenzieren. Mehr Transparenz würde - zumindest mir - deutlich die Hemmungen nehmen. Wenn die Daten vorhanden sind (was sie ja sein müssen) und so positiv sind, warum werden sie nicht gezeigt? Das könnte mich relativ schnell zu einem "Kunden" machen.

    Gerade weil es das Wissenschaftliche Institut der PKV ist und man einen Interessenskonflikt befürchten muss, wäre Transparenz umso wichtiger. So verbleibt bei mir immer das diffuse Gefühl, dass nicht die ganze Wahrheit erzählt wird.

  • Was ich einfach grundsätzlich nicht verstehe, ist, warum die PKVen die Daten so intransparent machen. Es wäre wohl das Leichteste, die gezeigte Grafik nach Angestellten/Beamten/Selbstständigen zu differenzieren. Mehr Transparenz würde - zumindest mir - deutlich die Hemmungen nehmen. Wenn die Daten vorhanden sind (was sie ja sein müssen) und so positiv sind, warum werden sie nicht gezeigt? Das könnte mich relativ schnell zu einem "Kunden" machen.

    Gerade weil es das Wissenschaftliche Institut der PKV ist und man einen Interessenskonflikt befürchten muss, wäre Transparenz umso wichtiger. So verbleibt bei mir immer das diffuse Gefühl, dass nicht die ganze Wahrheit erzählt wird.

    Dazu fällt mir der Begriff "Lobbyarbeit" ein...

    Ich könnte mir vorstellen, dass einzelne PKV-Versicherer die detaillierten und differenzierten Daten nicht herausgeben möchten. Die unterschiedlichsten Gründe kann es dafür geben, allen voran wahrscheinlich, dass man Wettbewerbern keine Transparenz anbieten möchte. Auch reale Beitragsverläufe findet man eigentlich überhaupt nicht im Internet. Für Interessenten wie dich wären diese aber sehr hilfreich. Und vor allem würde dann manch einer aufgrund seiner finanziellen Lage erst gar nicht in die PKV wechseln oder einen detaillierten Finanzierungsplan für die langfristige Bezahlung der Beiträge aufstellen. Bisher habe ich nur ein paar Musterbeispiele für reale Beitragsverläufe bei der Alten Oldenburger gefunden: Beitragsverläufe PKV und Beihilfe - ALTE OLDENBURGER . Warum tun sich die PKV-Versicherer damit so schwer?

  • Dann hat die Veränderung der Relation Beamte/Nicht-Beamte im Laufe der Jahre einen eher zu vernachlässigenden Einfluss auf die durchschnittliche prozentuale Steigerungsrate der Prämien.

    Ich glaube ein anderer Effekt spielt eine weit größere Rolle. Denn viele Nicht-Beamte wechseln bei höheren Beitragssteigerungen einfach (oder gezwungenermaßen) in einen Tarif mit höherer SB und weniger Leistungen, so wie ich auch bei der Debeka. Zuerst 2008 PN, dann seit 2020 PNW (=PN, aber ohne Wahlleistungen Chefarzt Einzelzimmer, ca. €150 günstiger), dann seit 2025 PNWS (=PNW mit ca. €1000 höherer SB, ca. €220 günstiger). Wenn man meinen Beitragsverlauf anschaut liege ich jetzt wahrscheinlich bei 150% meines Tarifes von 2008, also vielleicht um die knapp 3% jährlich in den 17 Jahren. Dabei gab es allein seit 2019 fast jedes Jahr saftige Beitragserhöhungen von ca. 10% - 20%. Diese fließen durch meine Tarifwechsel in die Statistik aber nicht ein. Es gibt also sehr wohl Kniffe, um diese Grafiken zugunsten der PKV gut aussehen zu lassen :thumbup:

  • Zuerst 2008 PN, dann seit 2020 PNW (=PN, aber ohne Wahlleistungen Chefarzt Einzelzimmer, ca. €150 günstiger), dann seit 2025 PNWS (=PNW mit ca. €1000 höherer SB, ca. €220 günstiger).

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    Dabei gab es allein seit 2019 fast jedes Jahr saftige Beitragserhöhungen von ca. 10% - 20%. Diese fließen durch meine Tarifwechsel in die Statistik aber nicht ein. Es gibt also sehr wohl Kniffe, um diese Grafiken zugunsten der PKV gut aussehen zu lassen :thumbup:

    Du hattest diese "hohen" Beitragserhöhungen von ca. 10% - 20% fast jedes Jahr, weil bei dir aufgrund deiner zweifachen Leistungsreduzierung der Ausgangsbeitrag ab 2020 dann wesentlich niedriger war, als wenn du seit deinem Wechsel in die PKV direkt in dem PNW bzw. PNWS gewesen wärest.

    Auch wenn jemand einen extrem hohen Beitragsentlastungstarif hat, wird er - sobald die Beitragsreduzierung dann mit 67 einsetzt - im Vergleich zu einer Person ohne Beitragsentlastungstarif sehr hohe prozentuale Steigerungen haben.

    Um zu beurteilen, ob ein Tarif beitragsstabil oder nicht beitragsstabil ist, darf man eigentlich nur den Verlauf des Tarifs mit seinem Eintrittsalter ohne Berücksichtigung von irgendwelchen Maßnahmen (z. B. Tarifwechsel, Beitragsentlastung, Wirken des 10% gesetzlichen Beitragszuschlags) betrachten. Und dann am besten die Entwicklung über 20-30 Jahre betrachten.

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