Riester-Neuvertrag praktisch noch möglich?

  • Hallo,

    die Frage ist sicher ungewöhnlich: Theoretisch kann man ja dieses Jahr noch einen Riester-Neuvertrag abschließen.
    Gibt es überhaupt noch irgendeinen Anbieter, der das machen würde? Hintergrund ist, dass meine Frau ihre Arbeitstelle aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste (ohne Frührente o.ä.). Das war beim Abschluss ihres Riester-Vertrags in 2006 natürlich überhaupt nicht so geplant; jetzt ist sie nicht mehr begünstigt und erhält keine Zulagen. Hätte ich noch einen Vertrag, wäre sie mittelbar begünstigt und könnte wieder Zulagen bekommen. Meine eigene Renditerechnung wäre auch noch erträglich, das sähe etwa aus wie auf
    https://lvoptimal.de/blog/rentenver…urzer-laufzeit/ beschrieben (das stimmt alles, habe damals selbst gerechnet mit demselben Ergebnis).

    Vielen Dank für eure Tips
    Max

  • Kater.Ka 6. Juni 2026 um 12:56

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo,

    die Frage ist sicher ungewöhnlich: Theoretisch kann man ja dieses Jahr noch einen Riester-Neuvertrag abschließen.
    Gibt es überhaupt noch irgendeinen Anbieter, der das machen würde? Hintergrund ist, dass meine Frau ihre Arbeitstelle aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste (ohne Frührente o.ä.). Das war beim Abschluss ihres Riester-Vertrags in 2006 natürlich überhaupt nicht so geplant; jetzt ist sie nicht mehr begünstigt und erhält keine Zulagen. Hätte ich noch einen Vertrag, wäre sie mittelbar begünstigt und könnte wieder Zulagen bekommen. Meine eigene Renditerechnung wäre auch noch erträglich, das sähe etwa aus wie auf
    https://lvoptimal.de/blog/rentenver…urzer-laufzeit/ beschrieben (das stimmt alles, habe damals selbst gerechnet mit demselben Ergebnis).

    Vielen Dank für eure Tips
    Max

    Klar. Einfach mal hier durchklicken:

    https://www.check24.de/riester-rente/

  • Das war beim Abschluss ihres Riester-Vertrags in 2006 natürlich überhaupt nicht so geplant; jetzt ist sie nicht mehr begünstigt und erhält keine Zulagen. Hätte ich noch einen Vertrag, wäre sie mittelbar begünstigt und könnte wieder Zulagen bekommen.

    Erkläre bitte einmal diese Formulierungen.

  • Erkläre bitte einmal diese Formulierungen.

    Ich hab es auch nicht verstanden.

    Es liest sich so als wolle er einen Riester beginnen, damit seine Frau nach Wegfall der Arbeit dadurch wieder (mittelbar) zulagenberechtigt werden kann. Der/die Riester sollten bis zur kleinbetragsgrenze bespart werden.


    Wenn das so ist, bezweifle ich, dass das sonderlich sinnvoll ist.

    Und warum macht man das nicht mit dem AvD? Soweit ich weiß gibt es da die Grenze für die Komplettauszahlung auch, nur zu deutlich niedrigeren Gebühren (wenn man nicht auf "Geheimtrick"-Gelaber reinfällt).

  • Es liest sich so als wolle er einen Riester beginnen, damit seine Frau nach Wegfall der Arbeit dadurch wieder (mittelbar) zulagenberechtigt werden kann.

    Ja genau. Tut mit leid, wenn das abseitig klingt. AvD setzt (zumindest für meine Frau) auch eine Tätigkeit voraus; sollte es meiner Frau gelingen, selbstständig Fuß zu fassen, wäre das natürlich eine Alternative. Bevor ich alles durchrechne, wüsste ich gern, was überhaupt möglich ist. Nicht erwähnt habe ich, dass ich schon 60 bin (aber problemlos 12 Jahre ansparen könnte). Das hat mir wohl die Absage von der DeBeKa eingebracht (nur Eintritt bis 45). Insofern war meine Frage ungenau gestellt.

  • Es gibt noch Menschen die empfänglich für diese "Geheimtipp"-Rhetorik von Verkäufern sind.

    Vorweg: Mit der Firma hab ich nix zu tun, die kenne ich erst seit 3 Tagen.
    Deren Ergebnis habe ich aber selbst damals berechnet. Wir (Kollege+ich) saßen damals als zwei frisch promovierte Physiker (also viel Übung in Mathe) da und waren überrascht, wie knifflig die Berechnung der Effektivrendite bei den scheinbar einfach geregelten Riester-Zulagen ist (selbst noch ohne Steuervorteil). Der Knackpunkt bei der Modellierung ist, dass man es wie einen Sparplan betrachten muss, bei dem jährlich eingezahlt wird (eigene Beiträge+Zulagen, total konservatives Produkt mit 2,2% garantierter Verzinsung). Durch die Zulagen werden im konkreten Fall aus den 2,2% 5,5% eff. nominale Rendite. Da man das Geld auch in Sondertilgungen eines Hauskredits mit 4,95% eff. Jahreszins hätte stecken können, war klar, dass wir mit dem Riester-Vertrag etwas besser stehen (ggf. noch plus Steuervorteil).
    Ein Nebenergebnis war: Beginnt man (mit 2 Kindern und ca. 15000€ Jahresbrutto) ca. 10 Jahre vor der Rente mit dem Vertrag, bekommt man auf die (dann absolut kleine) Ansparsumme ca. 8% eff-Rendite. Hat mich damals auch überrascht und schien weit weg. Wenn ich etwas Zeit habe, schreibe ich es gern mal auf, dann könnt ihr es zerpflücken. Hab damals aber auch noch Kruschwitz (BWL-Lehrbuch) gelesen und keinen (Denk-)Fehler mehr in der Modellierung gefunden.

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