Riester kündigen

Wechseln ist besser als kündigen

Das Wichtigste in Kürze

  • Versuchen Sie, beim Riestern durchzuhalten und die private Zusatzrente mitzunehmen. Die gesetzliche Rente wird bei vielen nicht ausreichen.
  • Kündigen Sie Ihren Riester-Vertrag nur in Ausnahmefällen, etwa, wenn Sie das Geld wirklich dringend benötigen.
  • Bei einer Kündigung bekommen Sie nur den Teil Ihres Riester-Guthabens überwiesen. Alle Zulagen und Steuervorteile gehen zurück an den Staat.
  • Wenn Sie unzufrieden mit Ihrem Riester-Vertrag sind, können Sie Beiträge aussetzen und einen besseren Vertrag abschließen. Oder das Guthaben auf einen neuen Vertrag übertragen (Riester wechseln).
  • Möchten Sie Wohneigentum bauen oder kaufen, können Sie Ihr Riester-Guthaben ohne Nachteile für die Finanzierung nutzen.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie vor der Kündigung Ihre Alternativen: Wenn Sie Geld benötigen, sollten Sie zunächst Guthaben aus Sparbüchern, Giro- oder Tagesgeldkonten nutzen.
  • Müssen Sie kündigen, kontaktieren Sie Ihren Anbieter. Er spricht mit der Zulagenstelle und zahlt nach einigen Wochen das Restguthaben aus.
  • Ist Ihr Guthaben nach einigen Jahren Ansparphase geringer als eingezahlte Beiträge und Zulagen, war Ihr Vertrag wohl zu teuer. Sie sollten überlegen, keine weiteren Beiträge zu zahlen.
  • Schließen Sie dann besser einen weiteren, günstigeren Riester-Vertrag ab – oder sparen Sie für Ihre Altersvorsorge flexibel an mit Aktien-Indexfonds (ETFs).
  • Bessere Renditechancen als andere Riester-Formen bietet ein günstiger Riester-Fondssparplan. Finanztip empfiehlt die Toprente Dynamik der DWS über Fondsvermittler oder Fairriester 2.0.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Riester-Rente immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Seit 2001 können Sparer staatlich gefördert fürs Alter vorsorgen; Ende 2017 gab es rund 16.500 Riester-Verträge in Deutschland – vor allem sind das Rentenversicherungen, aber auch Fondssparpläne oder Banksparpläne. Doch nicht jeder ist mit seiner Vertragsentscheidung von damals zufrieden. Manch einer benötigt kurzfristig Geld oder ärgert sich über die hohen Kosten.

Unser Rat: Halten Sie dennoch an der Idee fest, privat fürs Alter anzusparen. Denn für die meisten Menschen dürfte die gesetzliche Rente nicht ausreichen. Sind Sie mit Ihrem Riester-Vertrag unzufrieden, nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, Ihre Altersvorsorge besser zu machen: Setzen Sie zum Beispiel Beiträge aus oder wechseln Sie den Vertrag. Eine Kündigung sollte nur Ihre allerletzte Wahl sein.

Wann können Sie über eine Kündigung nachdenken?

In den meisten Fällen kommt Sie die Kündigung Ihres Riester-Vertrags teuer zu stehen. Zum einen erhalten Sie die Abschlusskosten, die Sie Ihrem Vermittler anfangs bezahlt haben, nicht zurück. Zusätzlich muss Ihr Riester-Anbieter die gesamte Riester-Förderung – Zulagen und Steuervorteile – direkt an den Fiskus zurücküberweisen. Auf Ihrem Konto landet also nur das verbleibende Guthaben.

Sie sollten eine Kündigung daher nur erwägen, wenn folgende Punkte allesamt zutreffen:

  • Sie benötigen kurzfristig das Geld aus dem Riester-Vertrag.
  • Sie haben keine sonstigen Rücklagen, etwa auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto
  • Sie haben keine Familienangehörigen oder Freunde, die Ihnen mit einem Privatkredit aushelfen können
  • Sie haben so viel Guthaben im Vertrag angespart, dass auch nach Abzug aller Kosten, Zulagen und Steuervorteile die benötigte Summe übrig bleibt.


Bei der Kündigung zahlen Sie drauf

Vor allem bei Verträgen mit hohen Abschlusskosten kann es vorkommen, dass das Vertragsguthaben nur langsam wächst. Kündigen Sie einen solchen Vertrag bereits nach wenigen Jahren, sollten Sie damit rechnen, dass Sie deutlich weniger als Ihr Vertragsguthaben herausbekommen.

Ein Beispiel: Ein Sparer hat einen teuren Riester-Fondssparplan abgeschlossen. Neben Abschlusskosten, werden laufende Fondskosten und Depotgebühren fällig. Der Sparer zahlt den Höchstbetrag von 2.100 Euro im Jahr in den Vertrag. Angenommen, das Vertragsguthaben verzinst sich mit etwa 4 Prozent pro Jahr. Nach fünf Jahren hat er gut 10.000 Euro im Vertrag angespart.

Wenn er jetzt kündigt, erhält er jedoch deutlich weniger zurück. Vom Vertragsguthaben abgezogen werden die staatlichen Zulagen (gut 610 Euro) und Steuervorteile (etwa 2.300 Euro). Am Ende bekommt der Sparer von den 10.000 Euro noch rund 7.000 Euro ausbezahlt – also etwa 70 Prozent der Vertragssumme. Das ist insgesamt etwas weniger, als der Sparer selbst eingezahlt hat. 

Im schlimmsten Fall – bei hohen Kosten und einer negativen Wertentwicklung des Vertragsguthabens – riskieren Sie sogar, dass die Steuervergünstigungen, die Sie zurückzahlen müssen, das Vertragsguthaben übersteigen. In dem Fall sollten Sie keinesfalls kündigen, sonst müssen Sie Geld nachzahlen.

Bei der Kündigung Fristen beachten

Führt wirklich kein Weg an der Kündigung vorbei, sollten Sie auf die Fristen achten. Kündigen können Sie in der Regel sechs Wochen zum Monatsende schriftlich. Manchen Anbietern genügt auch eine E-Mail, allerdings sollten Sie Ihre Unterschrift als Scan oder als Foto hinzufügen. Im Kündigungsschreiben müssen Sie angeben, auf welches Konto der Restbetrag überwiesen werden soll.

Anschließend tritt der Riester-Anbieter mit der Zulagenstelle in Kontakt, die ausrechnet, wie viele Zulagen und Steuern sie genau zurückfordert. Diesen Betrag zieht der Riester-Anbieter vom Vertragsguthaben ab und überweist den Rest innerhalb einiger Tage auf das angegebene Konto. Vom Kündigungsschreiben bis zur Überweisung kann es bis zu zwei Monate dauern.

Welche Alternativen zur Kündigung des Riester-Vertrags gibt es?

Benötigen Sie das Geld aus dem Riester-Vertrag nicht dringend, sondern sind vielmehr mit Ihrem Vertrag unzufrieden – zum Beispiel über die Entwicklung Ihres Sparguthabens oder weil Sie Ihren Riester-Bausparvertrag nicht mehr brauchen? Dann gibt es weit bessere Möglichkeiten als die Kündigung. Sie können

  • den Vertrag beitragsfrei stellen, also ab sofort nichts mehr einzahlen und stattdessen mit einem anderen Vertrag ohne staatliche Förderung flexibel weitersparen, zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan.
  • den Vertrag beitragsfrei stellen und einen neuen, rentableren Riester-Vertrag abschließen oder
  • das aktuelle Vertragsguthaben mitnehmen und auf einen neuen Riester-Vertrag übertragen, also den Riester-Vertrag wechseln

Welche Möglichkeit am ehesten für Sie infrage kommt, hängt von ein paar Rahmenbedingungen ab. Entscheidend ist zum Beispiel, wie lange Sie noch bis zur Rente haben, welche Renditeziele Sie verfolgen und ob Ihr Guthaben im Vertrag das garantierte Guthaben übersteigt.

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Wann lohnt es sich, den Riester-Vertrag beitragsfrei zu stellen?

Angenommen, Sie sind unzufrieden, weil Ihre (fondsgebundene) Riester-Rentenversicherung so teuer ist, dass nach einigen Jahren deutlich weniger Geld im Vertrag steckt, als Sie bislang einbezahlt haben. Dann lautet die Empfehlung, den Vertrag ruhend zu stellen – also keine weiteren Beiträge mehr zu zahlen. Den Vertrag als solchen lassen Sie aber laufen.

Das ist deshalb sinnvoll, weil Sie bei Riester immer eine Geld-zurück-Garantie (Beitragsgarantie) haben: Das bedeutet, Ihr Riester-Anbieter füllt Ihnen zum Ende der Ansparphase Ihr Guthaben auf, sofern es unter den eingezahlten Beiträgen und Zulagen steht. Durch die staatlichen Zulagen und Steuervorteile haben Sie auf jeden Fall ein wenig Rendite erzielt.

Darüber hinaus sollten Sie die Beiträge, die Sie nun monatlich einsparen, anderweitig investieren, um am Ende nicht auf eine Zusatzrente zu verzichten. Sie können zum Beispiel einen renditestärkeren Riester – zum Beispiel einen Fondssparplan – neu abschließen.

Sie können sich auch entscheiden, mit einem neuen Vertrag flexibel und ohne Riester-Förderung weiter zu sparen. Dann kommen Sie bei diesem Vertrag jederzeit an Ihr Geld. Das geht zum Beispiel, wenn Sie monatlich Raten in günstige Aktien-Indexfonds (ETFs) investieren. Wie Sie das am besten hinbekommen, erklären wir in unserem Ratgeber zum ETF-Sparplan.

Mehr dazu im Ratgeber Riester-Fondssparplan

Sara Zinnecker
von Finanztip,
Expertin für Geldanlage

Riestern mit Aktien

  • Ein Riester-Fondssparplan bietet die Chance, mit Aktien eine hohe Rendite zu erzielen.
  • Weil sie Beiträge garantieren müssen, fahren Anbieter ihre Aktienquoten aktuell zurück.
  • Sparer müssen auf die Balance zwischen Renditechancen und Kosten achten.

» Zum Ratgeber

Unsere Anbieter-Empfehlung:

  • DWS Toprente Dynamik (über Online-Vermittler)
  • Fairrriester 2.0
  • Deka Zukunftsplan Classic
  • Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)

Mehr dazu im Ratgeber ETF-Sparplan

Sara Zinnecker
von Finanztip,
Expertin für Geldanlage

ETF: einfach, transparent, flexibel

  • Sie können mit ETF-Sparplänen regelmäßig sparen.
  • Sparpläne bieten gute Renditeaussichten.
  • Änderungen sind jederzeit möglich.
  • Wir empfehlen Aktienfonds-Sparpläne.

» Zum Ratgeber

Egal, ob Riester-Fondssparplan oder ETF-Sparplan: Bei beiden gilt, dass die Chance auf eine gute Aktienrendite umso höher ist, je länger Sie ansparen. Bei Riester geben die Anbieter zum Teil eine Mindestspardauer vor. Beim ETF-Sparen sollten Sie den Großteil Ihres Ersparten ebenfalls 15 Jahre, besser länger, angelegt lassen, um Verlustrisiken zu minimieren.

Haben Sie keine 15 Jahre mehr bis zur Rente, können Sie ETF-Guthaben auch schrittweise in die Rente überführen, sich also monatlich kleinere Raten auszahlen. Wie das funktioniert, erklären wir genau im Ratgeber Auszahlplan.

Wann lohnt es sich, den Riester-Vertrag zu wechseln?

Anders sieht es aus, wenn Sie zwar anfangs viel für den Vertragsabschluss bezahlt haben, Ihr Riester-Vertrag aber bereits ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat und Ihr Guthaben im Vertrag mehr wert ist als die bis dato eingezahlten Beiträge und Zulagen. In dem Fall haben Sie schon etwas Rendite geschafft, die Abschlusskosten bereits abbezahlt. Dann können Sie grundsätzlich am Vertrag festhalten.

Nur wenn Sie mit der Wertentwicklung Ihres aktuellen Guthabens nicht zufrieden sind, sich im Nachhinein also mehr Aktienrendite wünschen, könnte ein Wechsel zu einem günstigen Riester-Fondssparplan sinnvoll sein. Ob eine echte Chance auf mehr Aktienrendite besteht, hängt dabei von Ihrer Vertragsform ab. 

Beispiel 1: Sie haben eine klassische Riester-Rentenversicherung mit einem Garantiezins von mehr als 2 Prozent. Dies ergibt in Zeiten niedriger Zinsen zusammen mit der Förderung insgesamt eine vernünftige Rendite. Der Vertrag erfüllt insofern seinen Zweck. Ein Wechsel zu einem günstigen Fondssparplan dürfte sich nur lohnen, wenn Sie genügend Zeit mitbringen: Sie sollten noch mindestens 20 Jahre weiter im Fondssparplan ansparen. Ansonsten legt auch der Riester-Fondsanbieter so vorsichtig an, dass Sie keinen Vorteil gegenüber der Rentenversicherung erzielen.

Beispiel 2: Sie haben eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung ohne garantierte Verzinsung und sind mit der Aktienrendite unzufrieden. Das mag auch daran liegen, dass Sie möglicherweise einen teuren, aktiv gemanagten Aktienfonds besparen. Fragen Sie Ihren Anbieter in diesem Fall zuerst, ob Sie auf günstigere Aktien-Indexfonds (ETFs) umsteigen können – das würde die laufenden Kosten mindern. Haben Sie einen Vertrag aus den 2000er Jahren und bleibt das Zinsniveau auch weiterhin niedrig, ist nicht gesagt, ob Sie mit einem Fondssparplan am Ende mehr herausbekommen.

Günstige Riester-Fondssparpläne ohne hohe Abschlusskosten bekommen Sie derzeit nur bei zwei Anbietern:

DWS Toprente Dynamik
Fondssparplan der Deutschen Bank mit Rabatt über Online-Vermittler

  • für Aktiensparer, die 20 Jahre oder mehr Zeit bis zur Rente haben
  • dynamisches Modell: Aktienquote wird laufend individuell angepasst
  • keine Abschlusskosten über Online-Fondsvermittler – niedrige Gesamtkosten von gut 1 Prozent pro Jahr
  • gute Finanzkraft des Anbieters

DWS Toprente Dynamik

Fairriester 2.0
Fondssparplan von Sutor Bank und Fairr

  • für Aktiensparer, die 20 Jahre oder mehr Zeit bis zur Rente haben
  • keine Abschlusskosten – niedrige Gesamtkosten von etwa 1 Prozent pro Jahr
  • transparentes Anlagemodell – Aktienquote nimmt nach festem Schema ab
  • online abschließbar
  • garantierte Rentenkonditionen durch Versicherer Mylife

Vertragsguthaben beim Wechsel garantiert

Wechseln Sie mit einem Vertragsguthaben, das die Beitragsgarantie übersteigt, ist dieses Übertragsguthaben automatisch Ihr neues Garantieguthaben. Gewinne, die Sie bisher erzielt haben, schreiben Sie so also fest. Das gleiche gilt allerdings auch für Verluste.

Wenn Sie nur noch wenige Jahre bis zur Rente haben und sich Ihr Guthaben sichern wollen, sollten Sie beim Anbieter nachfragen. Einige bieten ein paar Jahre vor Ablauf an, das Guthaben in sichere Fonds umzuschichten – und es so zu erhalten. Ein Wechsel einige Jahr vor Renteneintritt ist ansonsten nur selten möglich.

Voraussetzungen für einen Wechsel

Riester-Anbieter sind nicht verpflichtet, Sie als Wechsler anzunehmen. Häufig verlangen Anbieter, dass folgende Punkte gegeben sind:

  • Sie hatten und haben nicht vor, unmittelbar nach dem Wechsel Vertragsguthaben zu entnehmen, um damit eine Immobilie zu finanzieren.
  • Es hat keinen Versorgungsausgleich nach einer Scheidung gegeben.
  • Das Übertragkapital ist nicht höher als ein bestimmter Betrag.
  • Die Mindestvertragslaufzeit beträgt eine bestimmte Anzahl von Jahren.

Fragen Sie nach, sollte der neue Anbieter die Wechselbedingungen nicht transparent machen. Fragen Sie auch nach etwaigen Kosten, die der alte Anbieter für den Wechsel verlangt.

Was müssen Sie beim Wohn-Riester beachten?

Sie haben einen Riester-Vertrag, möchten nun aber doch lieber ein Eigenheim kaufen oder neu bauen. In dem Fall können Sie Ihr Riester-Guthaben für die Finanzierung der selbst bewohnten Immobilie nutzen. Konkret kann das Riester-Guthaben einen Teil des Eigenkapitals bilden, das Sie in einen beliebigen Immobilienkredit einbringen oder für Notar- oder Maklerkosten verwenden.

Die Zulagen und Steuervorteile, die Sie bereits erhalten haben, müssen Sie nicht zurückzahlen. Der Betrag, den Sie aus Ihrem Riester-Vertrag entnommen haben, wird allerdings auf einem fiktiven Wohnförderkonto eingebucht, das jährlich um 2 Prozent wächst. Sind Sie in Rente, müssen Sie den Endbetrag dann nachversteuern. Wie dies genau funktioniert, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Wohnförderkonto.

Umgekehrt kann es auch der Fall sein, dass Sie zum Beispiel einen Riester-Bausparvertrag abgeschlossen haben, mit dem Ziel, eines Tages eine Immobilie zu bauen oder zu kaufen. Wenn Sie am Ende feststellen, dass Sie doch lieber zur Miete wohnen bleiben, können Sie ebenfalls die Riester-Vertragsform wechseln und das Guthaben beispielsweise auf einen günstigen Riester-Fondssparplan übertragen.

Wie funktioniert der Wechsel?

Ein Anbieterwechsel sollte recht unproblematisch vonstattengehen. Zeigen Sie Ihrem neuen Riester-Anbieter an, dass Sie wechseln möchten. Die meisten halten dafür ein Formular parat, dass Sie entweder herunterladen oder telefonisch oder per E-Mail anfordern können. Bei manchen können Sie gar alles digital abwickeln und per Computer-Maus unterschreiben. Wichtig ist, dass Sie dem neuen Anbieter alle nötigen Informationen liefern, zum Beispiel den Namen des alten Anbieters und Ihre Vertragsnummer.

Ab diesem Zeitpunkt wird oft der neue Anbieter für Sie tätig. Er nimmt Kontakt mit dem Altanbieter auf und lässt sich alle wichtigen Vertragsdaten übermitteln. Beide Anbieter – neu und alt – treten dann in Austausch mit der Zulagenstelle und informieren darüber, wohin die Zulagen künftig fließen sollen. Manchmal müssen auch Sie selbst beim alten Anbieter beantragen, dass er das Riester-Guthaben überträgt.

Achten Sie auf die Fristen: Drei Monate beträgt die gesetzliche Frist für den Kapitalübertrag bei Riester. Bitten Sie daher drei Monate vor Quartalsende schriftlich um den Anbieterwechsel. Einige Tage nach Quartalsende sollte dann der Depotübertrag erledigt sein. Der neue Riester-Anbieter kümmert sich darum, dass Sie in den drei Monaten Bearbeitungszeit keine weiteren Beiträge in den alten Vertrag einzahlen.

Diese Riester-Rente passt zu Ihnen

Sara Zinnecker
von Finanztip,
Expertin für Geldanlage

Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

  • Speziell für Arbeitnehmer und Beamte.
  • Förderung durch Zulagen und Steuervorteile.
  • Versteuerung erfolgt im Rentenalter.

» Zum Ratgeber

Unsere Anbieter-Empfehlung:

  • Rentenversicherung: Hannoversche, Huk24
  • Fondssparplan: DWS Toprente Dynamik über Online-Vermittler, Fairriester 2.0, Deka Zukunftsplan Classic, Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
  • Wohn-Riester: Dr. Klein, Interhyp und Planethyp

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Sara Zinnecker

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.