Universa - Beitragserhöhung

  • Hallo Zusammen,

    ich brauche mal Eure fachliche Meinung. (Vor allem die Meinung der Versicherungs-MA ist gefragt)


    Ich habe den VE2000G bisex seit 2015 und BEFlex mit Vollentlastung seit 2018.

    Dieses Jahr ist mir wieder mal aufgefallen, dass die Steigerungsraten unterschiedlich verlaufen.

    Die Vollentlastung ist nicht mehr vorhanden.

    BeitragsjahrVE2000GBeflex Entlastung
    01.07.26626,66590

    Im Schnitt steigt der Beitrag laut meinen Aufzeichnungen bei der KV 12,7% pro Jahr. Die Steigerung beim BeFlex ist 2,5% pro Jahr.

    Wenn ich das jetzt mal lustig weiterrechne komme ich auf folgende Tabelle:

    VE2000GBEFlexBEFlex
    AlterJahrBeitragBeitragEntlastung
    522026626,66284,77590
    532027706285
    542028786285
    552029865285
    562030945313649
    5720311025313
    5820321104313
    5920331184313
    6020341263345714
    6120351343345
    6220361423345
    6320371502345
    6420381582379785
    6520391661379
    6620401741379
    6720411820379
    6820421900417864
    6920431980417
    7020442059417
    7120452139417
    7220462218459950
    7320472298459
    7420482378459
    7520492457459
    7620502537459
    77205126165041045
    7820522696504
    7920532775504
    8020542855504
    8120552935504
    82 1150


    Mit 67 habe ich also einen monatlichen KV-Beitrag von 1820,- Euro zu zahlen. Das müsste bei einer Vollentlastung als Grundlage dienen.

    Der erste Gedanke ist natürlich: Die Rechnung ist falsch, da kommen wieder Jahre ohne sonderliche Steigerung. Das wird schon nicht so schlimm!


    Aber jetzt war ich bei meinem Makler und habe das Thema angesprochen und nach einer neune Berechnung des BeFlex gefragt. Ziel ist wieder die Vollentlastung.

    Das Ergebnis hat mich echt erschrocken.

    Ich müsste jetzt und ab sofort einen Vollentlastung von 1545,- Euro absichern. Der Sprung bei den Monatlichen Beitrag geht von 285,- auf 917,- Euro.

    Der Unterschied von 1545,-€ was im Angebot steht zu den hochgerechneten 1820,- Euro ist zwar vorhanden, aber beides liegt im inakzeptablen Bereich.

    Was geht da (bei der Universa) ab? Die bestätigen mir ja mit dem Angebot, dass sie aktuell mit einer Steigerungsrate von über 10% rechnen.


    Ich bitte um eine fachlich richtige und sachliche Diskussion.


    Danke und vG

    Andreas

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  • Kater.Ka 1. August 2026 um 18:28

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo Kapitalfuchs,

    Die Frage ist: Warum kalkuliert die Universa mit einer Steigerungsrate von über 10% pro Jahr?

    Die Antwort kann sein:

    - Die Lebensdauer steigt, was sie aber schon seit Jahrzehnten tut

    - Die Kosten für die medizinische Versorgung steigen, was sie aber schon seit Jahrzehnten tut

    - Die Inflation treibt die Preise (2% sind Ziel der Notenbanken)

    Die Antworten liegen auf der Hand und sind nachvollziehbar.


    Die Hintergründe, die ich aber teilweise nicht so einfach herleiten kann sind:

    - Führen die neuen angehobene Pflichtversicherungsgrenze zu einer (mittel und langfristigen) Reduzierung der Versichertenzahl?

    - Sinken die Zahlen der privat Versicherten durch den Wirtschaftsabschwung, sodass der Vertrieb/Wasserkopf mehr zu Lasten der Einzelnen gehen?

    - Wappnen sich Versicherer gegen Übernahmen, bzw. wollen sich besser aufstellen bei Zusammenschlüssen? (z.B. durch mehr Rücklagen)

    - Sehen wir hier gerade den Beginn des Zusammenbruchs des privaten Krankensystems oder einzelner Versicherer? Oder wird es seitens der Versicherer für sich vermutet, sodass sie jetzt schon agieren?

    - Will man alle "Geringverdiener", die also gerade so in die PKV reingerutscht sind und später nur die Basisabsicherung bekommen, noch fix auskehren?

    - Haben sich die gesetzlichen Regelungen geändert, die erfordern dass der Kapitalstock der Versicherer aufgebaut werden muss?

    Das verbirgt sich alles hinter der Fage: "Was geht da ab?"


    Zum Thema: Kann ich das fachlich beurteilen:

    - Wenn es durch öffentliche und redaktionell gesicherte Quellen belegbar ist: Sehr gut.

    - Wenn es mathematisch belegbar ist: Bedingt gut. (Hängt ja auch immer von den angenommenen Eingangsgrößen ab.)

    - Vorhandenes und vorgegaukeltes persönliches Wissen: Nicht beurteilbar (Nehme ich im allg. nur zur Kenntnis und versuche es durch andere Quellen zu erhärten)


    Viele Grüße

    Andreas

  • Die Universa kalkuliert hier erstmal gar nichts für die Zukunft. Du hast nach Vollentlastung gefragt, d.h. Beitrag für KV plus Beitrag für BEFlex minus Entlastung soll ca. Null ergeben.

    Der Preis der dir dafür genannt wurde hat nichts mit der zukünftigen Entwicklung der KV zu tun - es ist alles Stand heute. Wenn die KV anschließend von 626 auf 1820 EUR steigt, hast du eben wieder eine Lücke von 1194 EUR.

    Da du jetzt älter bist als beim ursprünglichen Abschluss des BEFlex, ist natürlich weniger Zeit, das Kapital anzulegen und der Beitrag ist erheblich teurer für die Erhöhung, nach der du gefragt hast.

    Ist dir bewusst, dass du den BEFlex in der Entlastungsphase weiter zahlen musst?

  • Hallo Faivruit

    Thema Vollentlastung:

    Ich hatte die Vollentlastung für die KV angefragt, aber nicht für KV + BeFlex. Das werde ich aber nochmal bei meinem Makler nachfrage. Vielleicht ist da ein Fehler passiert.

    Hinsichtlich Alter und Anspardauer: BeFlex läuft ja schon seit einigen Jahren und wird noch einige Jahre angespart, daher sind solche Beiträge zu Beflex erst mal unerklärbar.

    Grundsätzlich ist mir bewusst, dass BeFlex die KV "ersetzt" und Preissteigerungen bei der KV noch on top kommen. Nur so komme ich ja auf die Idee, das die Universa intern von einem KV-Monatsbeitrag von 1545,- Euro ausgeht.

    ( Mir ist auch bewusst, dass ich ja nicht den Entlastungsbeitrag, sondern nur eine Prozentsatz als Beitrag zu zahlen habe. Bei den aktuell angebotenene Konditionen stehen 1545,- Entlastung ein Eigenbeitrag von 917,- Euro gegenüber. )


    Viele Grüße

    Andreas

  • Hi Andreas, vielleicht helfen die expliziten Zahlen nochmal zum Verständnis:

    Der angebotene BEFlex 1545 für 917 EUR setzt sich zusammen aus deinem alten BEFlex 590 für 285 EUR und einer Erhöhung um 955 Entlastung für 632 EUR. Das Verhältnis Entlastung zu Beitrag ist bei den 955 Erhöhung schlechter, weil höheres Startalter hierfür.

    Woher kommen die 1545 angebotene Entlastung? Stand heute zahlst du 627 EUR für die KV. Zusammen mit dem neuen Preis der Entlastung würdest du zukünftig 627+917 = 1544 EUR zahlen. Abzüglich der Entlastung wären das später ca. 0 EUR, also Stand heute, voll entlastet.

    Wie gesagt, die Universa wird nicht vorhersagen (können), wie sich dein KV Beitrag in Zukunft entwickelt, entsprechend kann sie nicht auf Basis deiner Rechnung eine Entlastung rechnen. Und du kannst üblicherweise heute nicht mehr Entlastung buchen, als du heute zahlst (KV+BEFlex). D.h. das Angebot was du hast, ist der Maximalbeitrag. Du kannst den annehmen, weniger nehmen, oder alles lassen, wie es ist.

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