Beiträge von ANDREJ

    Was hindert die Bankberater daran, die Anteile selbst zu kaufen, wenn es so einträglich ist und man bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft 8-10% p.a. verdienen kann?

    Die Bank verdient nichts daran, und irgendwoher muß das Gehalt der Bankberater ja kommen. Außerdem ist der Kurs ja nur deswegen so niedrig, weil die Verkaufenden bereit sind, jeden Preis zu zahlen. Wenn es mehr Käufer als Verkäufer gäbe, könnte sich das Preisgefälle auch andersrum drehen.

    Nachteil bei den Anleihen ist, dass die je nach aktueller Zinslage auch mal weit über oder unter 100% im Wert liegen können. Wenn man bis zum Laufzeitende durchhält, sind die Kursschwankungen zwischendurch egal. Der DE0001102523 stand auch schon mal bei 102 und bei 88%. Wie sich die Zinsen in den nächsten Jahren entwickeln, weiß niemand.

    Bei anleihenbasierten Fonds kann das gleiche passieren, nur gibt es da meistens kein festes Laufzeitende. Insofern kannst du bei denen nicht mal auf die 100% am Ende hoffen.

    Im Depot vermute ich, dass du die Rücknahmepreise der Fondgesellschaft angezeigt bekommst, da diese i.d.R. deutlich oberhalb des Börsenpreis liegen und somit der Kunde einen höheren Vermögensstand sieht (bzw. weniger Verlust zum EK). Der Abschlag bedeutet umgedreht, dass die Schwarmintelligenz "Börse" den realen/fairen Preis für diese Immofonds deutlich unter dem Preis einstuft, was die Fondgesellschaft sagt.

    Was du als real und fair bezeichnest, ist nur die Abzocke von Spekulanten, die Anteilsbesitzer mit dringendem Bargeldbedarf übers Ohr hauen wollen. Wenn die Spekulanten bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft 8 bis 10% p.a. verdienen, klatschen hier alle Beifall, während die bösen Bankberater doch bitteschön auf jedwede Provision verzichten sollen.

    Man könnte meinen, dass hinter den second-Hand-Börsenpreisen der Immofonds ein einträgliches Geschäftsmodell steht.

    Das Geld sei absolut sicher angelegt und ich brauche es nicht in meinem Portfolio als Risikokapital einzustufen.

    Das größte Risiko ist, bei fallenden Kursen hektisch zu verkaufen.

    Bei einigen Immos fallen die Kurse, weil Finanztip vehement zum Verkaufen rät, und infolgedessen die Fondsgesellschaft Immobilien zu geringeren Preisen als beim Erwerb verkaufen muß, um die Kundenwünsche nach Bargeld zu bedienen. Anders als Aktien kann man Immobilien nicht mal eben so an der Börse zum Bestpreis verticken. Also wenn du Geduld hast, ist die Anlage risikoarm.

    Und natürlich gibt dir auch kein ETF-Anbieter schriftlich, dass du jedes Jahr 6% Rendite hast. Wenn es an den Börsen schlecht läuft, kann auch schon mal ein ganzes Jahrzehnt im Minus sein.

    Du musst bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft eine einjährige Kündigungsfrist einhalten.

    Alternativ kannst du die Fonds an der Börse für einen niedrigeren Kurs verkaufen. Denn diejenigen, die dort Anteile aufkaufen, möchten an deinen Anteilen noch Geld verdienen. Also wenn verkaufen, dann ein Jahr Wartezeit durchhalten.

    Soweit ich mich erinnere(!), hat die Bank die geänderte IBAN für Kunden der einen, betroffenen Bankleitzahl erwähnt und geschrieben, man solle dies bei neu eingerichteten Lastschriften am besten gleich berücksichtigen.

    Man hat aus drei Banken (Sparda Köln, Essen und Münster) eine gemacht. Demnächst wird noch die PSD Rhein-Ruhr integriert. Nach meiner Erinnerung wurde man nicht aufgefordert, innerhalb von 2 Jahren Frist die neue IBAN den Geschäftspartnern mitzuteilen.

    Wenn eine andere Bank (Ayvens) an ein hinterlegtes Referenzkonto strengere Anforderungen stellt, kann die Sparda allerdings nichts dafür. Insofern ja, funktioniert nur in einer Richtung.

    Was ist gemeint mit dem Wertzuwachs bis 31.12.2017? Was ist mit dem Wertzuwachs ab 1.1.2018?

    Die Fonds wurden mit Stichtag 31.12.2017 fiktiv steuerlich verkauft und mit dem damaligen Kurswert neu ins Depot gebucht. Der Verkaufsgewinn zwischen dem 1.1.2018 und heute wird ggf mit einer Teilfreistellung versteuert.

    Sofern Ausschüttungen zwischen 2009 und 2017 in neue Anteile reinvestiert wurden, gilt für diese Anteile aber keine Steuerfreiheit für den Kursgwinn zwischen 2009 und 2017. Hier werden die Gewinne bis zum 31.12.2017 voll besteuert, und vom 1.1.2018 bis heute wiederum mit Teilfreistellung.

    Es gibt auch Finanzsoftware, die kostenfrei ist. Z.B. KMyMoney und GnuCash. Da wird auch nichts auf fremden Servern gespeichert, alles komplett lokal. Nur der Support ist dann mühsam.

    Spalter hat sich seit Tag 1 hier nicht mehr gezeigt.

    Forenthemen helfen ja auch schon mal denen, die garnicht gefragt haben.

    Reiche/Regierungs mit Murks, nur um ein populistisches Wahlversprechen umzusetzen. Es ist zu hoffen, dass es noch rechtzeitig sinnvoll verbessert wird.

    Es bleibt halt dabei, dass man das Problem der nächsten Regierung vor die Füße kippen will. In der stillen Hoffnung, dass man dann einen anderen Koalitionspartner hat. Genau so hat die letze Groko auch schon wenig geleistet und viel vertagt.

    Und die Ausschüttungen hast du da auch schon eingerechnet?

    4% ist gar nicht so schlecht, langfristig wird doch mit um die 5% gerechnet. Auf dem Sparbuch hätte es noch weniger gegeben.

    Zumal die Ausschüttungen ja schon versteuert wieder angelegt worden sind. Da könnten die 4% nach Steuer durchaus 5% vor Steuern gleich kommen.

    Du musst auch noch berücksichtigen, ob die Ausschüttungen nach Steuerabzug wiederangelegt wurden, oder ausbezahlt. Denn bei den wiederangelegten Beträgen zählt für die Steuer wiederum nur die Differenz zwischen Kaufpreis und jetzigem Preis. Da kommt also jedes Jahr noch eine Zeile hinzu.

    Randnotiz: Bei Rentnern kann sich die Günstigerprüfung bei der Einkommensteuererklärung lohnen, wenn die Rente nicht allzu hoch ist. Dann gibts auch Kapitalertragssteuer und Soli zurück. Und wenn man das über mehrere Jahre streckt, kann man den Steuerfreibetrag immer voll ausnutzen.

    Danke, da war was! Bei Aktien gilt die Steuerfreiheit zeitlich unbegrenzt fort, nur bei Fonds gab es den zusätzlichen Stichtag 2018 oder?

    Ja, wegen der Teilfreistellung, die 2018 eingeführt wurde. Und zur Strafe waren die Altbestände nicht mehr steuerfrei. Man hat jedoch einen Freibetrag beim Finanzamt, und kann sich da die bezahlte Steuer zurückholen. Denn die Depotbank weiß ja nicht, ob man anderswo auch och Altfonds rumliegen hat.

    Die Höhe der Kapitalertragssteuer wird zwar noch mit dem Steuerberater besprochen, dürfte aber nach meinen Infos aufgrund der Erstanlage 2010 relativ gering ausfallen. Wie ist Eure Einschätzung?

    2010 lag der Kurs bei rund 90 €, heute bei 195 €. Die Steuerbegünstigung von Altfonds galt für Käufe vor dem 1.1.2009. Zum 1.1.2018 wird ein Schnitt gemacht, alle Kursgewinne davor sind voll steuerpflichtig, alles seitdem zu 70% für Aktienfonds und 100% für Anleihefonds. Die Rückgabe an die Fondsgesellschaft ist kostenfrei.

    Laut meiner Recherche geht auch das nur bei Targobank und 1822direkt.de. Letztere finde ich insgesamt nicht schlecht. Aktuell mit Depot-Prämien

    Bei Rückgabe an die Union bekommst du sowieso einen besseren Kurs als an der Börse.

    Nun habe ich mittlerweile gelernt Union Investment ist sehr teuer mit 2,2 %.

    Nicht nur auf die Kosten schauen. Der UniGlobal ist trotz Kosten in der Wertentwicklung nicht so viel schlechter als ein marktbreiter ETF. Nicht alle Fondsmanager sind Vollidioten, auch wen das gerne hier behauptet wird.

    Es handelt sich um FI4000519236 (F-Secure), gekauft am 31.03.2014, damals noch mit der ISIN FI0009801310. Oh, spannend, hängt das irgendwie mit der ISIN-Änderung zusammen?!

    Ja, dann können Anschaffungsdaten schon mal verloren gehen. Gab es da eventuell einen Aktiensplit?

    Auf jeden Fall würde ich bei der Postbank nachfragen, mit den Anschaffungsdaten als Beleg. Es zählt nicht nur der Kurs, sondern der Kaufpreis inkl. Handelsspesen. Ebenso natürlich beim Verkauf.

    Den FI4000519236 scheint es erst seit 2022 zu geben. Im Jahresbericht 2022 steht folgendes:

    Also hast du vermutlich vorher Aktien von WithSecure gehabt.