Beiträge von Mathematiker

    Ich wollte nur darauf hinweisen, das der reine Dollarkurs von Gold nicht hilfreich ist.

    Man mus auch den Wert des Dollars (Inflation, Kaufkraft) mit einbeziehen.

    Das ist absolut richtig: Deswegen sage ich ja immer, es gibt keinen Goldpreis sondern einen Dollarpreis. Oder ein €-Preis. Gold ist Gold, alles andere schwankt um das Gold.

    Für die älteren Nostalgiker unter uns: Die D-Mark hatte gegenüber Gold weniger abgewertet als der Dollar.

    In der Schweiz zahlen Kinder bis 18 keine Franchise, der Selbstbehalt beträgt 350 Franken.

    Und auch bei Erwachsenen ist der Selbstbehalt auf 700 Franken gedeckelt.

    Ja, das stimmt.

    Auch die steuerliche Absetzbarkeit der Eigenanteile habe ich in den Fällen 2 und 3 weggelassen.

    Aber es ging um die Veranschaulichung, dass die Krankenabsicherung in der Schweiz einen nicht arm macht.

    800 $ × 3,81 = 3048 $
    ... müsste der Goldpreis aktuell stehen, bei einem reinen Werterhalt gegenüber dem Wertverfalls des Dollars

    Demnach ist der Goldpreis also noch zu niedrig...

    Oder wir nehmen 1971 als Startpunkt, da kommt folgendes heraus:

    35$ x 7,73 = 270$.

    Damit wäre Gold fast mit Faktor 10 überbewertet oder hat über die Inflation hinaus eine Wertzuwachs von Faktor 10 erbracht. Was von dem zutrifft ist die ewige Frage ....

    Es geht mir nicht um framing, sondern um Deine These eines langfristigen Wertspeichers bei Definition "Langfristigkeit = 15 Jahre plus X".

    Es war ja nicht meine These.

    Die 15 Jahre lassen sich auch im Aktienmarkt finden:

    Der Nasdaq hat auch von 2000 bis 2016 gebraucht, um wieder ins plus zu kommen.

    Der Eurostoxx 50 hat sich bis heute noch nicht erholt.

    Und was die Zukunft bringt, ist nochmal was anderes. Das hält es immerhin spannend.

    - Goldpreis 1980 pro Unze: 800$

    - Goldpreis 2000 pro Unze: 300$

    - Goldpreis 2010 pro Unze: 900$

    Warum so ein enges Zeitfenster?

    - Goldpreis 1971 pro Unze: 35$

    - Goldpreis 1980 pro Unze: 800$

    - Goldpreis 2000 pro Unze: 300$

    - Goldpreis 2010 pro Unze: 900$

    - Goldpreis heute pro Unze: 2400$

    Ich finde es immer wieder putzig, wenn 1980 als Startpunkt gewählt wird, damit es im framing passt.

    Ok. Nehmen wir eine Familie. Papa und Mama arbeiten zum Medianlohn und haben 2 Kinder.

    In Deutschland sind die Kinder ja gratis mitversichert.

    80.000 x2 = 160.000 Franken.

    Die GRV ist durchschnittlich ohne Zusatzbeitrag bei 16,3% (AG+AN) des Lohnes.

    Das wären also insgesamt 26.080 Franken.

    Bei einer Franchise von 500 Franken/ Jahr beträgt die Prämie für alle 4 zusammen 930 Franken im Monat, also 11.200 Franken im Jahr. Nach Steuern vllt 9.000.

    1. Fall: Keiner wird im laufenden Jahr krank => 9.000 Franken Gesundheitskosten.

    2. Fall: Alle liegen genau in der Franchise => 9.000 + 2.000 = 11.000 Franken.

    3. Fall: Alle haben eine teure Operation (10.000 Franken)=> 9.000 + 2.000 + 4 x (10% (10.000-500)) = 14.800 Franken.

    Wenn einer der beiden Eltern nicht arbeitet, dann kann es im 3. Fall tatsächlich leicht teurer werden als in Deutschland.

    - vor Kranken(Zusatz)Versicherung

    - vor Altersvorsorge

    - vor (extremen) Mieten

    - vor hohen Lebenshaltungskosten

    - Zur Krankenversicherung hatte ich ja schon bereits geschrieben (#18).

    - Altersvorsorge

    Ich finde die schweizer Lösung deutlich gelungener. DIe erste Säule deckt das Existenzminimum ab. Durch jedes Jahr Arbeit erhält man 1/44el der inflationsgeschützten Maximalrente von fast 30.000 Franken /Jahr. Wenn man mehr als 30.000 Franken/ Jahr verdient, dann greift die zweite Säule. Diese ist meist deutlich höher, hat allerdings keinen Inflationsausgleich. Die dritte Säule ist freiwillig und ist vor allem für den Mittelstand interessant. Allerdings ist diese stark begrenzt.

    Über die ersten 2 Säulen ist man (bzw. die Familie) auch gegen Tod, Invalidität und BU versichert.

    Wohneigentum wird als Vorsorge anerkannt und man kann Kapitalien der zweiten und dritten Säule zu Mitfinanzierung nutzen. Auch im Ausland, sofern man es selbst bewohnt.

    - die Mieten sind in der Tat hoch, allerdings bin ich erschrocken wie hoch die Mieten auch in Deutschland gestiegen sind, sodass sie der schweizerischen kaum nachsteht. 2000€ KM für eine 95m² in Düsseldorf Bilk, Heerdt sind jetzt Standard.

    - Hohe Lebenserhaltungskosten: Dank Umtauschkurs und Aldi-Lidl-Invasion hat sich das etwas relativiert. Dennoch muss man mit höheren Kosten rechnen. Allerdings sind die Löhne so viel mehr höher, sodass das kein Problem ist.

    Zum Mythos Krankenversicherung in der Schweiz:

    Ich habe ein Freund, der Epileptiker ist und daher ständig teure Pillen schlucken muss.

    Er hatte bedenken, ob es nicht teuer kommt, zur Schweiz zu wechseln weil dort die Krankenversicherung nicht vom Lohn abhängig ist, sondern eher eine Kopfprämie ist.

    Wir haben es ausgerechnet und gesehen, dass er mit dem schweizer System günstiger rauskommt wenn er 56.000 Franken (vor Steuern) im Jahr brutto hat oder mehr (break event point). Der Medianlohn liegt etwa bei 80.000. Die Pillen wären auch steuerlich absetzbar, das hatten wir bei der Berechnung ausgelassen.

    Für Härtefälle (bspw. sehr niedriger Lohn) gibt es Zuschuss vom Staat.

    Es gilt die Kontraktionspflicht. Fragt man eine Versicherung an, müssen die einen nehmen.

    Es gibt keine 2-Klassenmedizin wie in Deutschland.

    Verbesserungsvorschlag: Schreib künftig einfach EU=doof, dann musst du auch nicht ständig abschweifen und neue Nebenkriegsschauplätze eröffnen.

    Also ich fand diesen Kommentar eher für doof.

    Die Erfahrung bisher in diesem Thread hat gezeigt, dass eine Antwort darauf nur in weiteren Nebenkriegsschauplätzen endet. Von daher erspare ich das uns allen.

    Bitte nicht für alle sprechen. Zumindest nicht für mich.

    Ich sehe da sehr wohl wichtige Aspekte, was die Stabilität des Euros und Vertragsbrüche angeht.

    Der Euro wurde aus politischen Gründen eingeführt mit der Hoffnung, dass der Euro Europa auch politisch (schneller) näher bringt. Leider ist die Strategie nicht aufgegangen.

    Jetzt haben wir Subventionierung der Südstaaten durch die Druckerpresse, gemeinsame Haftung auch durch die Eurobonds.

    Nur weil jemand die Vertragsbrüche kritisiert heißt es nicht, dass er anti-EU ist. Es ist ein komplett anderes Thema.

    Ich kann auch Leute nicht verstehen die Cashback / Bonuspunkte-Karten nutzen.

    Es geht niemanden etwas an was ich wann und wo kaufe.

    Ist ein ähnliches Thema. Viele sagen, dass das noch schlimmer sei als unbare Zahlung.

    Da bin ich geteilter Meinung. Es ist richtig, dass da noch detailliertere Daten erhoben werden, wobei Kartenbetreiber nur mitbekommen, wann, wo, wieviel ich bezahle, inklusive Bewegungsmuster. Jedoch kann jeder jederzeit entscheiden, die Bonuskarten einfach nicht mehr zu benutzen und dem Spuk ein Ende zu bereiten. (Die 1% "Rabatt" sind eh lächerlich). Wenn jedoch Barzahlung mal nicht mehr möglich wäre, dann können Kartenbetreiber (und Geheimdienste und vllt auch mal andere staatliche Stellen, wer weiß...) immer durchleuchten.

    Aber wenn wir das nun weiterdenken:

    Es wird sich hier immer - zugegebenermaßen eher von anderen als von dir - über Datenspuren beschwert.

    Zahlt ihr denn auch eure Miete in Bar? Euren Telefonvertrag? Kauft ihr nur in den Geschäften vor Ort ein und zahlt bar?

    Jede Überweisung hinterlässt eine im Umfang identische Zahlungsspur wie die Kartenzahlung.

    Ich habe mal für 3 Monate bar eine Untermiete bezahlt. Er kam aus der Kündigungsfrist nicht früher hinaus und der Vermieter hatte immer eine 1 Jahres-Mindestmietdauer verlangt.

    Ich kenne ansonsten niemanden, der Miete in bar zahlt (also zumindest nicht regulär).

    Telefonvertrag: nein.

    Gehalt in barform würde ich sogar akzeptieren.

    In Geschäften, Restaurants, Tankstellen usw zahle ich immer bar. Und das soll auch so bleiben.

    Dass bei Überweisungen immer Name und Adresse im Swift ausgelöst werden ist den Amis zu verdanken. Damals war die Begründung Terrorismusfinanzierung. Ich lebe in der Schweiz und weiß, dass Überweisungen innerhalb der Schweiz in Schweizer Franken per SIC nicht an die Amis ausgeliefert wird.

    Meine Bank weiß, wieviel Bargeld ich im Monat verbrate, aber nicht, wofür.

    Es gibt übrigens auch noch anonyme elektronische Zahlungsmöglichkeiten wie Paysafecard. Nutze ich auch ab und zu.

    Datenschutz ist für mich also in der Tat an sehr wichtiges Anliegen.

    Mir ist bewußt, dass ich der Datensammlerei nicht komplett entziehen kann. Aber da brauche ich nicht noch extra alles offenlegen.

    (Titel: "Mieten oder Kaufen ?"

    Ich habe das Buch auch gelesen. Da sind ein paar Punkte, die mir da nicht gut aufgefallen sind:

    Beispiel das wichtige Thema Inflation, die er auf der einen Seite (Immobilie) herausgerechnet hat, bei der anderen Seite (ETF) nicht. Oder das Auslassen des Kredithebels auf die Inflation durch Fremdfinanzierung. Oder dass in seinem Vergleichszenario der Besitzer am Ende unbedingt verkaufen soll. Warum eigentlich? Oder die These, dass ein professioneller Immo-investor an günstigere Kreditzinsen herankommt als so eine einzelne Person. Als ob diese Investoren diesen Kreditkostenvorteil alltruistisch an die Mieter weitergeben würden.

    Ich halte das Buch dennoch für wertvoll, vor allem als Stresstest für diejenigen, die sich zu einseitig für das Kaufen entschieden haben. Es zeigt viele Problempunkte und Fallstricke beim Immokauf auf.

    Bei dem Thema Gold vs ETF hat er meiner Ansicht nach auch eine kleine Abkürzung gemacht. Er hat die Goldpreisentwicklung erst ab 1974 berücksichtigt, weil der legale Golderwerb vorher nicht möglich war. Das ist zwar richtig, aber das heißt nicht, dass Gold effektiv schlechter performt hat. Gerade die Jahre 71-74 zeigen, wie das Gold vorher schon zu niedrig bewertet war. Hier die historischen Goldkurse in € gerechnet (Quelle Kettner-edelmetalle.de)

    1970 37,40€

    1971 43,55€

    1972 65,00€

    1973 111,75€

    1974 193,00€

    Wenn man also in der "Performance"-Betrachtung erst ab 1974 startet, dann unterschlägt man hier gleich mal Faktor 5!

    Es ist richtig, dass in der Praxis keiner wirklich den Faktor 5 mitnehmen konnte (abgesehen von in Form von Schmuck und so), allerdings war ja da direkt am Anfang schon ein Entscheidender Betrug mit Fiatgeld.

    Ich frage mich, wie sein Perfomancevergleich "ETF vs Gold" mit der der Einbeziehung des Faktors 5 aussähe.

    Für meinen Teil wurde ich gerade heute in die Rubrik der "Tiefschneefahrer" eingeordnet. Siehe hier (aus einem anderen Strang):

    Wo ich doch schon altersbedingt kein Ski mehr fahre - und gerade Tiefschneefahren, anspruchsvoll wie das ist, eher nur was für Profis ist.

    Wenn es eine Anspielung war auf die notorischen "off-roader", also diejenigen, die sich nicht an die gekennzeichneten Pisten halten, und dabei unnötig häufig Lawinen auslösen, mit all den Folgen, die öfters in den Nachrichten erscheinen, dann halte ich dies für recht unangemessen.

    Aber so ist es nunmal im Forum: Da man nur die Wörter lesen kann, sich die Intention und Intonation da selber erdenken muss, kann man schnell falsche Schlüsse ziehen.

    Was auch immer mit de Begriff "Tiefschneefahrern" bezweckt werden sollte....

    Noch eine interessante Geschichte zur Thematik "Gold/Silber vs Fiatwährung": Ich meine, China hat das erste Papiergeld erfunden (im 16. Jahrhundert?). Der Kaiser wollte gerne in Papierscheinen bezahlen. Um das den Metallgewöhnten schmackhaft zu machen, hat er gleich mit der Todesstrafe bei Nicht-Annahme gedroht.

    Dass die Scheinchen dann sehr schnell nicht mehr gedeckt waren, war ja absolut nicht vorherzusehen und hat sich seit dem ja niemals nicht mehr wiederholt.

    Heute, nach vielen Jahren hat man sich daran gewöhnt, mit Scheinchen zu bezahlen, die einen Wert zu repräsentieren zu scheinen (Daher vllt der Begriff "Geldschein"?). Und jetzt versuchen Interessierte Kreise den Bürgern der EU auch das abspenstig zu machen und auf reines Digitales zu vertrauen. Natürlich nur vertrauenswürdig als CDBC.

    Mir geht es genau umgekehrt.

    Ich kann nicht verstehen, warum man sich die Mühe macht, Bargeld bei einer Bank (oder im Supermarkt) abzuheben, um das Geld dann in einen anderen Laden zu tragen.

    Der Sinn dieses Konzepts erschließt sich einfach nicht.

    Völlig in Ordnung das so zu sehen. Jetzt stelle dir mal vor, da kommt die EU daher und will Kartenzahlung einschränken. Da würdest du denen zurecht den Vogel zeigen. Und dann kommt einer daher, und sagt, das das doch halb so schlimm ist, weil er nicht davon betroffen ist, weil er eh nur bar bezahlt.