Beiträge von Impidimpi

    Die "Kontodetails" im Onlinekonto weisen den zugesicherten Zinssatz samt Datum aus. Unter Verwendung der Druckfunktion kann man diese Angaben auch als PDF Datei abspeichern. Damit kann im Eventualfall Klage führen, wer will. Mit Blick auf den Streitwert ein eher fragwürdiges Unterfangen.

    Da melde ich mich doch nochmal. Das stimmt natürlich. Es steht tatsächlich das Datum dabei für das der Zinssatz gilt. Hatte ich vergessen zu erwähnen. Ob das rechtlich allerdings dann wirklich verwendbar wäre, schließlich hat man ja am Anfang etwas anderes unterschrieben…

    Wie schon von anderen gesagt: zu viele Gedanken sollte man sich nicht machen. Ich bin froh, wenn ich aus dem Zinshopping raus bin - was ich voriges Jahr schon mal war und dann hat mich das Wüstenrot-Angebot doch nochmal gejuckt. Ob sich das dann wirklich gelohnt hat im Vergleich zum Geldmarkt-ETF habe ich mir allerdings nicht ausgerechnet. Wäre als „Fun Fact“ sicher mal interessant. Wenn der Durchschnittliche Unterschied zum €STR 1%-Punkt betragen haben sollte (Annahme) wären es 500€ in einem Jahr. Nun ja. Kann ja Jemand mal genauer ausrechnen bei Interesse. Mir reicht es so und ändern kann man es ohnehin nicht mehr.

    Eine definitive Antwort auf Deine Frage weiß die Wüstenrot-Bank. Fragt sich halt, ob sie Dir diese auf Deine explizite Anfrage mitteilen wird (und das vielleicht sogar noch zeitnah!). :)

    Wohl eher nicht, deshalb die Frage hier. Und weil ich schon von mehreren gelesen habe, die dort angerufen haben mit eher mäßigen Ergebnissen was die Information angeht. Mir ging es vor allem darum zu erfahren, ob die Anzeige der 3,75 % auch andere betrifft. Das ist offensichtlich der Fall, aber….

    Wüstenrot wäre das erste Unternehmen, dass freiwillig länger einen höheren Zins bezahlt.

    … weswegen das wohl eher ein Fehler sein dürfte im weitesten Sinne.

    Wenn es Dir so wichtig ist, frage beim Kundenservice der Wüstenrot nach. Ich habe es damit gut sein lassen, dass es eben plus/minus ein paar Tage sind.

    Nein, ist mir auch nicht so wichtig… so werde ich es auch machen. Also nicht mehr weiter hinterfragen ob es noch ein paar Tage mehr oder weniger sind. Wäre es mir wichtig, dann hätte ich angerufen.

    Lohnt es sich überhaupt, sich ewig Gedanken über den exakten Tag zu machen?

    Bei 50000€ (Maximalbetrag) und 3,75% Zinsen erhältst du 5,14€ pro Tag. Bei 0,75% sind es 1,03€ pro Tag.

    Ewig Gedanken nicht. Aber verwirrend ist es schon und ich möchte eben wissen was Sache ist, deshalb die Frage, ob es anderen auch so geht mit dieser (wohl fehlerhaften) Anzeige. Es könnte ja auch sein, dass ich mich irgendwie im Datum vertan habe, auch wenn das eher unwahrscheinlich ist. Dass es nicht um besonders viel Geld geht ist mir bewusst. Insofern hat sich die Frage mit der Info, dass das wohl bei allen so ist erledigt. :)


    Danke für eure Antworten!

    Hallo zusammen,

    ich hab außer einige verstreute Beiträge in verschiedenen Threads auf meine Frage keine konkrete Antwort gefunden.

    Ich habe, wie einige hier, noch ein Wüstenrot-Tagesgeldkonto mit dem Aktionszins von 3,75 % p.a. vom letzten Sommer. Der läuft bekanntermaßen in diesen Tagen aus und fällt auf den variablen aktuellen Zinssatz zurück. Ich konnte bereits finden, dass der unterschriebene Antrag das Datum sein soll, das hierfür maßgeblich ist. Bei mir war das der 13.07. Am 14.07. habe ich überraschenderweise einen Kontoauszug ausgestellt bekommen mit einer nach der letzten Quartalsverzinsung von 30.06. zusätzlichen Ausschüttung der Verzinsung für den halben Monat - ich vermute nach den genau 12 Monaten. Genauere Informationen dazu gab es allerdings nicht.

    Meine Frage ist nun, woran ich denn sehen kann, dass der Aktionszins nicht mehr gilt. Mir ist es im Tagesgeldportal bekannt, dass man auf die Kontonummer klicken kann und dann die „Kontodetails“ angezeigt bekommt. Hier wird der angeblich aktuelle Zinssatz und die Staffelung (… bis 50.000 …) genau angegeben. Ich würde also vermuten, dass das der für mein Konto gültige Zins ist. Da steht aber (stand heute, 16.07.) immer noch 3,75 %, weswegen ich etwas verwirrt bin.

    Eventuell bin ich zu ungeduldig, aber ich will eigentlich vermeiden jeden Tag rein schauen zu „müssen“, wann ich das Geld dort wieder aufs Referenzkonto und anschließend (dauerhaft - kein Hopping mehr) in einen Geldmarkt-ETF legen sollte. Vielleicht aktualisiert sich diese Ansicht auch gar nicht, vielleicht übersehe ich aber auch etwas. Deshalb die Frage, ob Jemand hier schon Erfahrungen hat was wann wo angezeigt wird.

    Danke und Grüße!

    auch wenn es hier sicherlich nicht um Unsummen geht, man muss ja nichts verschenken ...

    Ich hab mich mit dieser Frage in der Vergangenheit immer mal wieder beschäftigt, intensiver als es sinnvoll ist, da mich auch immer wieder Mal Leute, die (wie du vermute ich) im öffentlichen Dienst arbeiten, gefragt haben was sie mit ihrer einstelligen Arbeitgeber-VL machen sollen. Fun Fact am Rande übrigens: wenn Jemand eine Teilzeitstelle hat, dann werden diese riesigen 6,65€ auch nochmal entsprechend weniger.

    Nachdem ich in der Vergangenheit meistens gesagt hab, dass man die VL einfach mitnehmen sollte, komme ich inzwischen immer mehr zu Schluss: es lohnt sich eigentlich in vielen (den meisten?) Fällen überhaupt nicht. Und damit meine ich auch das einfache Mitnehmen. Warum? Erstens weil der Betrag nicht hoch ist und zweitens, weil man noch nicht mal die 6,65€ real bekommt. Sieht zwar auf dem VL-Sparkonto so aus, aber was dir vermutlich nicht auffällt ist, dass dein Nettogehalt, das auf deinem normalen Konto eingeht, als Durchschnittsverdiener schätzungsweise 3€ sinken wird. Als Mehrverdiener natürlich mehr, als Wenigerverdiener weniger, je nach Steuersatz eben. Es wird nämlich real dein Bruttogehalt erhöht und du musst auf die 6,65 genauso Steuern zahlen wie bei jeder anderen Gehaltserhöhung. Merkt man natürlich erst recht nicht, wenn man direkt von Anfang an die VL bezogen hat, denn dann kennt man sein Nettogehalt ohne VL gar nicht.

    Das wird jedenfalls häufig übersehen oder ist unbekannt. Arbeitgeber-VL wirkt wie ein zusätzliches Nettogeschenk, was es aber nicht ist. Ja, es ist trotzdem immer ein Plus. Aber wir reden jetzt schon nur noch von sagen wir mal 4€. Für diese 4€ machst du ein extra Konto auf, alle 6-7 Jahre ein neues - und du hast zusätzlich ein bis zwei Eiskugeln weniger pro Monat, die du dir leisten kannst. Oder was du eben ansonsten in Eigenregie anlegen könntest. Das relativiert beides nochmal den Nutzen die niedrige Arbeitgeber-VL überhaupt mitzunehmen. Selbstverständlich alles vor dem Hintergrund des Verwaltungsaufwands.

    Bleibt die ANSZ (Arbeitnehmersparzulage). Wenn man sich sicher (!) ist, dass man diese wirklich auch über mehrere Jahre hinweg bekommt, mindestens zwei Jahre, eigentlich aber mehr damit es sich lohnt, dann kann man das machen, ja dann rechnet sich das Ganze. Nur hat es dann eher wenig mit den 6,65€ zutun, sondern mehr mit dem Aufstockungsbetrag hin zu insgesamt 400€ pro Jahr (33,34 pro Monat). Wenn man aber davon ausgeht, dass man ohnehin Gehaltssprünge machen wird in den nächsten Jahren, dann halte ich es nicht für sinnvoll sich großartig Gedanken über die ANSZ zu machen - und in der Folge auch nicht über die VL.

    Gibt noch ein, zwei andere Szenarien, in denen VL „ok“ sein kann: Wenn Jemand deutlich mehr VL (beispielsweise in anderen Tarifverträgen) bekommt und/oder wenn Jemand einen ohnehin bestehenden Sparvertrag (z.B. Bausparvertrag) hat und aus diesem (leider!) nicht raus kann und/oder keine Mehrkosten hat die VL mitzunehmen, auch aufwandstechnisch.

    Ansonsten: lieber Gedanken machen über den wirklichen Vermögensaufbau und sich selbst, dem Partner oder den Kindern 1-2 Eiskugeln pro Monat mehr spendieren. Das ist meine Meinung dazu, aber Jeder muss es selbst entscheiden.

    Meine SBU würde normalerweise 100€ kosten, aber ich habe einen Risikozuschlag von 75€.

    Ah ok, das hatte ich dann falsch verstanden. Dann verstehe ich deine Denkweise etwas mehr. Rein vom Gefühl und aus Prinzip würde ich von so einer Kombination wenn es um mich gehen würde dennoch absehen, die Argumente wurden ja schon genannt. Aber ich will nicht ausschließen, dass es wenn du eine von der Rentenhöhe her gleichwertige Basisrente+BUZ für den (fast) gleichen Preis wie eine SBU bekommst, es sinnvoll sein könnte.

    Ich würde an deiner Stelle überlegen wie wahrscheinlich es ist, dass du die BUZ-Summe mal absenken oder eben deutlich erhöhen möchtest. Außerdem ist eventuell auch eine nachträgliche Entkoppelung möglich. Das wäre ggf. auch ein gangbarer Weg, wenn du nur so an eine bezahlbare BU kommst. Oder du nimmst erstmal eine andere Zwischenlösung oder eben erstmal die teurere Lösung und kannst dann in drei Jahren nochmal neu anfragen. Ob Letzteres möglich ist weiß ich nicht sicher, auch nur so ein Gedanke.

    Was ich nicht ganz verstehe: du hast einen Versicherungsmakler, der von Finanztip empfohlen wird. Hast du Zweifel was dein Vertrauen in diesen angeht? Versteh mich nicht falsch, eine zweite Meinung sich zu holen ist nachvollziehbar, wobei ein Dr. Schlemann , den du oben auch verlinkt hast, sich vermute ich eher zurückhalten wird bei einem Kunden eines Mitbewerbers, zumal einer anderen Finanztip-Empfehlung. Würde ich persönlich jedenfalls so handhaben. Aber für mich sind die meisten Fragen, die hier aufgeworfen werden welche, die du erstmal auch mit dem Makler klären solltest. Dafür ist er da! Gerade wenn es um solche Sonderkonstruktionen geht bei Risikoaufschlägen, nachträgliche Erhöhungen/Absenkungen oder auch einer Entkoppelung. Natürlich ist er auch ein Verkäufer. Aber ich gehe bei den Finanztip-Empfehlungen schon davon aus, dass sie dir, wenn du dich ohnehin grundsätzlich für eine BU entschieden hast, was dir auch von unabhängiger Expertenseite fast jeder empfehlen wird, eine gute Beratung bieten können innerhalb dieser BU-Entscheidung. Und wir sind hier eben (fast) alle nur Laien.

    Ich kann deine Bedenken übrigens nachvollziehen. Ich finde dreistellige Beträge für eine Versicherung auch hoch. Aber da ist man bei dieser Versicherung eben schnell und es geht eben um die wichtigste Ressource, die du in den nächsten 30-40 Jahren noch haben wirst: dein Humankapital.

    In mir wurde die Hoffnung wach, 75€ / Monat nutzen zu können und nicht für Risikozuschläge rauszuwerfen... das blendet mich vielleicht. Aber für genau diesen Gegenwind bin ich hier

    Meiner Meinung nach begehst du hier einen Denkfehler, zumindest für mein Verständnis was BUZ angeht: wenn du eine Basisrente plus BUZ für 175€ nimmst und davon sind dann 75€ für die Basisrente und 100€ für die BUZ (geht das überhaupt? Hab zumindest im Kopf, dass die Basisrente mindestens 50% ausmachen muss), dann hast du eben nicht die von dir gewünschte und in der Höhe vermutlich nicht zufällig gewählte BU von 175€ sondern eine BU für 100€, die in der Rentenhöhe dann auch entsprechend niedriger sein wird. Zusätzlich hast du dann 75€ die in eine Basisrente gehen, die dir dann ein paar wenige Euro im Alter bringen werden. Aber lassen wir letzteres mal außen vor. Reicht dir die Rente, die du mit der 100€-BUZ-Prämie bekommen würdest denn aus? Und warum nimmst du dann nicht direkt eine unabhängige SBU für 100€? Oder bekommst du bei der BUZ doch etwas mehr Rente? Wenn ja wie viel und könntest du das mit einer SBU vielleicht ausgleichen, indem du eben nicht 175€ sondern eine für 120€ nimmst, was vielleicht ein Kompromiss wäre?

    Nur als Denkanstöße. Ich will nicht ausschließen, dass auch ich einen Denkfehler begehe. Ich stecke im BUZ und Basisrente Thema nicht so drin. Aber das ist mein aktuelles Verständnis.

    Ich hatte tatsächlich als langjähriger Telekomkunde, der ich selbst war, und Verwalter von noch einem anderen zusätzlichen Haushalt auch mehrere Erfahrungen mit solchen Fällen. Im besagten von mir verwalteten Haushalt (was die Telekommunikation und das Netzwerk angeht) ist auch XL gebucht - ankommen tun wenn ich es richtig im Kopf hab 120 Mbit/s statt der 250, die die Telekom mal auf die bekannten 175 zurückgestuft hat irgendwann. An meinem aktuellen Wohnort gab es auch eine solche Rückstufung, allerdings hatte ich hier bis zuletzt auch „nur“ L gebucht, also 100/40, von denen real 106/35 im Schnitt ankamen, wobei der mir persönlich wichtige Upload sehr schwankte. Das, und dass ich nur die Hälfte zahlen muss im Vergleich zur Telekom, war der Anlass für mich vor inzwischen über einem Jahr zu Vodafone (Kabel) zu wechseln. Für die Hälfte des Preises hatte ich hier NIE einen Speedtest, der bei gebuchten 250/50 unter ca. 265/52 lag. Also auch zu den viel beschworenen Stoßzeiten, in denen alle das Shared-Medium, das das Kabel ist, gleichzeitig stark nutzen (abends…) habe ich das nie feststellen können und ich bin schon ein eher anspruchsvoller Nutzer. Hat mich persönlich sehr erstaunt nach vielen Jahren Telekom, in denen ich immer gedacht hatte, dass die Telekom gerade für ihre Stabilität bekannt ist und Vodafone via Kabel eben nicht. Ausfälle hatte ich auch viel weniger als bei der Telekom zuletzt, bei der es häufiger vorkam.

    Ich mache mir aber keine Illusionen: das ist ein Einzelfall, so wie es bei allen ein Einzelfall ist. Beim nächsten läuft Vodafone absolut unzuverlässig. Vom Service übrigens ganz zu schweigen. Ich hab direkt an meinem allerersten Vodafone-Tag Bekanntschaft mit dem tollen Service von Vodafone gemacht. Die Antwort auf meine nicht unbedingt schwierige Frage war „ich kann Ihnen nicht helfen“. Kurze nachfrage meinerseits und dann nochmal kurz „kann nicht helfen“ und aufgelegt hatte der nette Mitarbeiter aus dem Kundenservice. Auch das mag ein Einzelfall sein, der mich aber nicht wundert. Ich zahle ja auch nur die Hälfte im Vergleich zur Telekom, bei denen ich so einen Fall in all den Jahren allerdings noch nie hatte. Seitdem hatte ich aber eben auch keine Probleme mehr mit der Leitung, sodass kein Service nötig war.

    Zwei Dinge möchte ich damit sagen: erstens ist es leider wie schon hier mehrmals gesagt wurde völlig normal, dass bei DSL eben nicht alles ankommt was im Marketing versprochen wird… das „bis zu“ ist ja immer recht klein und wird verständlicherweise von vielen nicht wirklich verstanden. Und das zweite ist, dass man in der Regel nicht mit seinem Internetprovider verheiratet ist, so ähnlich wie bei Banken und Brokern. :)

    Wenn du allerdings nicht auf dieser 175-Zwischenstufe offiziell bist/warst, würde ich da nochmal nachhaken.

    Mein Fazit daher: Eine Streuung mit SRI-ETFs über mehr als 1.000 Unternehmen weltweit ist wirklich ausreichend! Wenn man dem nicht traut, dann dürfte man dem standard MSCI-World mit 1.500 Unternehmen mengenmäßig auch nicht richtig trauen, da beides eben immer nur eine gewichtete Auswahl der investierbaren Unternehmen der Weltwirtschaft (10.000+) ist.

    Dem kann ich mich tatsächlich anschließen! Ich halte den normalen MSCI World im Grunde genommen für ausreichend diversifiziert und gehe hier auch mit Finanztip mit, die auch die SRI Varianten als genügend diversifiziert sehen. Das ist nicht mein Problem. Mein Problem ist die Kombination von weniger Diversifizierung, ggf. höheren Kosten mit den Zweifeln am Modell an sich, also wie viel es bringt. Und da bestehen eben meinem Eindruck nach von den meisten verbrauchernahen unabhängigen Experten starke Zweifel, die ich besser nachvollziehen kann als die Gegenseite. Ich ich sag eben, dass ich es nicht besser weiß als Kommer oder Walz oder letztlich auch Finanztip, die zwar auch SRI-ETFs empfehlen, aber nur als Alternative und als 1A Lösung ungefilterte ETFs sehen.

    Allerdings kommt dazu, dass ich die moralischen Zweifel eben auch nicht habe/empfinde (ich trage an anderer passenderer Stelle genügend zur Nachhaltigkeit bei aus meiner Sicht) und, für mich ebenfalls wichtig: ich stimme einfach überhaupt nicht mit der Auswahl in den ETFs überein. Ich möchte zum Beispiel Apple definitiv mit drin haben. Was ich persönlich auch drin haben möchte ist die Rüstungsindustrie, weil ich sie für sehr wichtig halte für eine Welt, die wir nachhaltig gestalten wollen, weil wir die freie demokratische Welt, die wir dafür brauchen, sonst verlieren könnten. Das soll bitte nur ein Beispiel sein, wir müssen diesen Punkt nun nicht diskutieren, das ist müßig. Ich verstehe Jeden der moralische Bedenken dabei hat - meine Bedenken kommen eben von der anderen Seite. Ich finde beide Denkweisen nachvollziehbar.

    Und finde es deswegen auch gut, dass es solche Produkte gibt. Jeder der sich gut informiert und zu diesem Schluss, dieser Denkweise, kommt, soll innerhalb seiner Denkweise nachhaltig investieren. Ob andere wie ich das dann als wirklich nachhaltig betrachten sollte in einer Diskussion und im Nochmal-drüber-nachdenken eine Rolle spielen und erst recht, wenn Fragestellerinnen sich nicht ganz im Klaren darüber sind was es für Nachteile gibt, aber es sollte letztlich niemanden aufhalten. Anders gesagt: Jeder mit dem eigenen Geld sowie er/sie will, wie er/sie sich damit wohl fühlt!

    Die Diskussion darüber und Aufklärung über vermeintliche Vor- und Nachteile halte ich aber in jedem Fall für wichtig.

    Ich würde mich bei einem Investment allein in den MSCI-World neben den ethisch/moralischen Gesichtspunkten eher fragen, ob eine Mittelallokation von 70% des investierten Geldes auf nur ein Land (USA, gerade in der aktuellen Verfassung) so geschickt ist. Aber das ist dann wieder eine andere Diskussion… :)

    Ja, das ist eine andere Diskussion. Ich halte trotz dieses USA-Gewichts den MSCI World als ausreichend diversifiziert. Ich akzeptiere wenn ich passiv nach Marktkapitalisierung gewichte nun mal diese Marktkapitalisierung wie sie ist. Wenn die USA irgendwann abstürzen geht’s etwas bergab, aber dann rebalanced sich das Ganze selbst und es wird auch wieder rauf gehen. Natürlich gäbe es noch andere Methoden der Allokation. 70/30 hat einen wissenschaftlichen Hintergrund und ist deswegen eine gangbare Alternative. Nach dem BIP zu gewichten ergibt auch Sinn, nur gibt es dazu wenige Produkte soweit ich weiß (der Kommer-ETF teilweise wenn ich’s richtig im Kopf hab). Ich bin deshalb wie gesagt lieber bei der ein-ETF-Lösung. Das wichtigste dabei: automatisches Level-2 Rebalancing, also eben zwischen Developed und Emerging. Sonst hab ich jedes Jahr das Problem das machen zu müssen. Aber das nur am Rande, hier gehts ja im SRI/ESG.

    Das ist ja wenn faktenbasiert sehr gut. Bewertungen von Menschen, die bei einer Bank arbeiten und die du nicht kennst, kannst du bitte gern vermeiden.

    Ich habe den Menschen überhaupt nicht bewertet. Nicht mal die Mitarbeiterin in ihrer Funktion, auch wenn letzteres vielleicht anklang. Ich hab mir meine Beiträge oben nochmal durchgelesen und kann das nicht feststellen.

    Dass sie primär eine Verkäuferin ist und keine Beraterin, wenn sie bei einer Bank arbeitet (was ich so verstanden hatte), halte ich nicht für eine individuelle Bewertung (erst recht nicht des Menschen!). Auf der Linie, dass in Banken Verkäufer und keine Berater im Sinne von unabhängigen Beratern arbeiten sind meines Wissens nach die meisten (alle?) verbrauchernahen Experten mal mehr mal weniger deutlich. Hartmut Walz beispielsweise eher mehr. Und der Meinung bin ich eben auch und die basiert durchaus auf Fakten.

    Ich hätte verdeutlichen können, dass dies keine individuelle Einschätzung aufgrund des Geschriebenen über die „Beraterin“ ist. Aber wenn Jemand hier „Berater/-in“ schreibt, dann behalte ich es mir vor darauf hinzuweisen, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Verkäufer/-in handelt. Das halte ich für einen Hinweis, der sehr hilfreich sein kann für die Person, die um Hilfe und Meinungen bittet. Genauso wie der Hinweis von WerAuchImmer hilfreich war, dass diese von der Themenerstellerin genannte Empfehlung der (nennen wir sie mal) Bankmitarbeiterin gut war/ist und wir aufgrund der vorliegenden Informationen der Person nichts Böses unterstellen können. Habe ich in meinen Beiträgen zwar nicht direkt getan, klang aber an, was ein Fehler war. Die Ergänzung fehlte einfach. Bei Geld geht es viel ums „Mindset“. Und in der Nutzung von Wörtern (wie „Beraterin“) kann man etwas über dieses Mindset erfahren. Mir ging es nie um die Beraterin selbst, sondern darum zu verdeutlichen, dass die Beraterin in erster Linie eine Verkäuferin, meinetwegen auch eine Verkaufsberaterin, sein wird. Das finde ich wichtig zu verstehen und zu diesem Zweck es zu vermitteln.

    Diese Diskussion hilft der Themenerstellerin allerdings nicht weiter, also meinetwegen lassen wir die weitere Vertiefung.

    Ja ich wäre froh wenn es mehr solcher Bankberater geben würde. Sie hebt sich von der breiten Masse ab.

    Auch das ist noch nicht gesagt. Wir wissen es eben nicht. Wie ich oben beschrieb, könnten auch drum herum andere Produkte empfohlen worden sein. Oder die SRI-Empfehlung kam auch von der Verkäuferin und einen Monat später empfiehlt sie etwas anderes. Vielleicht war das aber auch die einzige und ehrliche Empfehlung, dann ziehe ich davor den Hut, dann ist das wirklich selten und positiv bemerkenswert.

    Das ist aber beides Spekulation und könnte nur von der Themenerstellerin aufgeklärt werden, wenn sie das möchte. Was aus meiner Sicht nichts daran ändert, dass es sinnvoll ist sich nicht auf Berater/Verkäufer zu verlassen, sondern es selbst in die Hand zu nehmen. Muss natürlich nicht für jeden am Ende das beste sein, aber in den meisten Fällen wäre es getreu dem Prinzip „Geld ganz einfach“ aus meiner Sicht.

    Aber unsachlich? Sehr überheblich. Daran kann man gar nichts kritisieren. Vielleicht gibt es auch Menschen, die das sagen was sie denken? Bei Konzentration auf Fakten werden die Texte auch nur halb so lang.

    Ich würde mich freuen wenn du deinerseits nicht beleidigend und unsachlich wärest. Ignoriere meine Texte gerne, wenn sie dir nicht gefallen. Ich glaub ich habe der Themenerstellerin sachlich helfen können, was sie anscheinend auch so gesehen hat. Ich habe einen Fehler eingeräumt, was aus meiner Sicht eher das Gegenteil von überheblich ist. Wir versuchen hier Menschen zu helfen und ich denke nicht, dass man sich dabei gegenseitig beleidigen muss :) Aber denk und schreib was du möchtest.

    Wobei man aber auch mal kurz das Berater => Verkäufer Bashing in dem Fall hier hinterfragen darf. Schließlich hat die gute Dame ja offensichtlich genau das empfohlen, was wir alle hier auch immer empfehlen. Einen stinknormalen MSCI World ETF.

    Die große Frage, die sich mir stellt: was bekommt die Bänkerin / die Bank dafür? Wo liegt die Provision, wenn ein solches Produkt über die Beraterin läuft?

    Oder fällt das unter "Vertrauen zum Kunden mit guten Produktempfehlungen aufbauen", um dann irgendwann doch mal deutlich teurere Produkte zu empfehlen, die der Bank und der Bänkerin was bringen?

    Ok da hast du recht. Zumindest das was wir hier von ihr gelesen haben, kann man sachlich nicht groß kritisieren. Da denke ich vermutlich zu sehr zwischen den Zeilen. Mich triggert der Begriff „Berater/-in“ eben. :D

    Und ja, das wird auch etwas mit Vertrauen aufbauen zutun haben. Mir hat ein Verkäufer bei einer meiner (ehemaligen) Banken auch mal einen MSCI World empfohlen, als ich damals noch wenig Ahnung davon hatte und nur gehört hatte „ETF und MSCI World sind irgendwie gut“. Parallel wurde mir dann aber eine BU/Rentenversicherungs-Kombi und noch ein, zwei teure „Hausfonds“ empfohlen, die ich zusätzlich nehmen sollte. Auch wenn mein Geld danach noch eine Weile lang rum lag bin ich heute froh darauf nicht eingegangen zu sein.

    Das muss wohl gemerkt hier nicht so gelaufen sein. Es gibt mit Sicherheit auch gewissenhafte und wirklich gute Provisionsberater/Verkäufer, die zumindest innerhalb ihrer Grenzen versuchen das Beste für den Kunden rauszuholen. Ein Interessenskonflikt bleibt aber stets, weswegen ich da eher vorsichtig bin und empfehle die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

    Ja das war mir klar, allerdings nicht, dass dies anscheinend mehr Nachteile als Vorteile hat...

    Die Vorteile sind aus meiner Sicht eben hauptsächlich emotionaler Natur. Hier gibt es aber definitiv unterschiedliche Ansichten. Wenn du willst kannst du dich in das Thema SRI/ESG ein bisschen tiefer einlesen.

    Ich habe das Geld tatsächlich noch nicht lange investiert (ca. 1 Monat). Also macht es ja durchaus Sinn nochmal zu wechseln und den normalen MSCI World zu nehmen oder?

    Würde ich dann so machen, wenn es mein Depot wäre. KISS: Keep it simple, stupid. Dazu gehört für mich im Optimalfall dann ein einziger ETF und möglichst wenig Altballast.

    Auch wenn der MSCI World, wohl auch der SRI, im letzten Monat sehr gut gelaufen sein dürfte, wirst du hier keinen großen Nachteil haben wenn du nochmal umschichtest, wenn du dann beim neuen ETF auch bleibst. Ständig wechseln ist nicht gut. Steuern stunden ist sinnvoll und Gebühren sparen ebenso. Du hattest noch nicht geschrieben bei welchem Broker du bist. Wenn der bei einer Filialbank ist, dann sind die Gebühren vermutlich nicht unbedingt niedrig.

    Hier könntest du überlegen zu einem Discount-Broker zu wechseln. Einer Direktbank wie der ING, comdirect oder der DKB beispielsweise. Oder du gehst zu einem Neobroker (Finanzen.net Zero, Scalable.Capital, Trade Republic) mit noch günstigeren Konditionen, aber im Zweifel auch weniger Service. Ich persönlich brauche wenig Service aktuell und bin deshalb damit zufrieden wenn ich möglichst wenig Gebühren zahle. Ein bisschen einmalige Gebühren spielen langfristig aber auch keine große Rolle.

    Es ist vielmehr eine grundsätzliche Entscheidung, die du treffen musst, ob du deine Finanzen (komplett) selbst in die Hand nimmst, oder dir weiter Produkte Verkaufen lässt bei deiner „Beraterin“ Verkäuferin. :)

    Das sehe ich genauso. Was mich wundert ist, dass bei Brokern (und Finanzratgebern - auch hier im Forum) der Fokus sehr stark auf die Ansparphase gerichtet ist und es sehr wenige Angebote für die Entnahmephase gibt. Kaum ein Broker bietet z.B. einen Entnahmeplan für die ETFs an. Bei Banken mit aktiven Fonds macht dieser Unwillen noch Sinn, weil jeder Euro Abgang Bestandsprovision kostet. Aber broker verdienen an gehaltenen ETFs nichts. Nur Transaktionen bringen Geld. :/

    Da stimmt ich dir zu. Der Fokus liegt noch selten auf der Entnahmephase, auch hier im Forum oder bei Finanztip und Co. Liegt aber sicherlich auch daran, dass die finanzielle Bildung aktuell langsam, aber deutlich schneller als vor 20 oder 30 Jahren, auf dem Vormarsch ist und wohl vor allem jüngeres Publikum angesprochen wird oder sich angesprochen fühlt, wohingegen ältere Menschen in der Tendenz eben nochmal mehr auf Sicherheit gepolt sind und/oder es sie eben nicht mehr so sehr interessiert. Insofern ist das nachvollziehbar.

    Ich gehe davon aus, dass sich das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer mehr wandeln wird. Möglich wäre natürlich auch ein Rückschlag wie Dot-COM und auf einmal sind wieder alle verbrannt was die Börse angeht. Ich hoffe diesmal aber auf einen etwas nachhaltigeren Wandel und sehe dafür denke ich ein paar Anzeichen. Aber es kann eben noch etwas dauern. Vielleicht hilft die „Riesterreform“ ja in der Hinsicht. Aber das Thema möchte ich nun nicht anfangen, warten wir es ab.

    Man sieht aber ganz gut daran, wie kompliziert und einfach es zugleich ist: eigentlich muss man sich um nichts kümmern, da alles automatisiert läuft in der Regel, wenn man nichts im Ausland hat und seine Freistellungsaufträge bucht überreizt. Optional eine Steuererklärung wenn man optimieren möchte oder man optimiert die Freistellungsaufträge bereits während des Steuerjahres.

    Aber über die Feinheiten kann man wie @Achim Weiss und ich es getan haben seitenweise schreiben und es wirkt immer kompliziert. Deutsches Steuerrecht eben. :D

    Ich weiß nicht ob es so ganz verständlich ist was du meinst, auch wenn ich glaube zu wissen was du meinst Alaska79x … Vielleicht ist da auch etwas durcheinander gegangen? Ich denke jedenfalls, dass das nochmal erklärungsbedürftig ist. Ich bin kein Steuerberater, das Folgende ist also nur mein persönliches laienhaftes Verständnis.

    Du zahlst auf Kapitalerträge, also auf realisierte Gewinne, die Kapitalertragssteuer, die eine Abgeltungssteuer ist. Hast du sie also gezahlt, dann ist sie abgegolten und du musst überhaupt nichts mehr an das Finanzamt melden oder abführen. Bei Zinsen und Dividenden geschieht das automatisch. Bei Aktienfonds gibt es eine Teilfreistellung: 30 % der angefallenen Gewinne sind steuerfrei. Du musst also nur 70 % der Gewinne zahlen.

    Da thesaurierende Fonds keine Ausschüttungen haben und damit keine Gewinne automatisch realisieren, hat sich der Gesetzgeber vor ein paar Jahren die Vorabpauschale ausgedacht als einen fiktiven Gewinn, auf den Steuer gezahlt werden muss, solange es überhaupt einen Gewinn gab im vergangenen Jahr. Man zahlt also eine Steuer auf diese Vorabpauschale (nicht die Vorabpauschale selbst!). Auch das geschieht grundsätzlich automatisch und zwar Anfang des Jahres irgendwann. Für das letzte Jahr war es, wenn ich es richtig im Kopf hab, eine Steuer von ca. 35-40€ pro 10.000€ Volumen, das man im jeweiligen Fonds hatte. Nur um eine Größenordnung zu haben. Rechnet sich übrigens anteilig je Monat, wenn du unterfährst gekauft haben solltest. Also wenn du erst im Oktober gekauft hast, wird auch nur 2/12 oder 3/12 der Vorabpauschale erhoben. Bin mir gerade nicht sicher, ob der laufende Monat mit gezählt wird.

    Ausschüttungen würden gegengerechnet, würde es welche geben, was nicht der Fall ist. Wenn du Anteile, auf denen Gewinn ist, unterjährig aktiv verkauft hast, spielt das ebenfalls eine Rolle, denn dann hast du ja auch schon Gewinne realisiert. Dann sinkt auch die Vorabpauschale und die Steuer darauf.

    Du solltest also Anfang des Jahres so viel Geld auf deinem Verrechnungskonto bei TR bereit halten, dass du die Steuer auf die Vorabpauschale bezahlen kannst. Wenn du einen Freistellungsauftrag dafür eingestellt hast, dann wird dieser auch für die Vorabpauschale genutzt. Wenn du den kompletten Freistellungsauftrag (1000€) nur bei TR hast, dann könntest du damit theoretisch nach Teilfreistellung einen fiktiven Gewinn (Vorabpauschale) von insgesamt ca. 1428€ (davon 70% sind die 1000€) abdecken.

    Wenn du deinen Freistellungsauftrag damit ausgefüllt hast, brauchst du nichts mehr dem Finanzamt gegenüber anzugeben. Auch nicht wenn du deine Freistellungsaufträge korrekt auf unterschiedliche Banken aufgeteilt hast und diese jeweils ausgefüllt wurden. Solltest du deine Freistellungsaufträge nicht ausgefüllt haben, aber insgesamt, also alle Gewinne bei allen Banken zusammen, über die 1000€ Sparerpauschbetrag kommen, dann kannst du dir über eine Steuererklärung die Differenz holen. Ebenso wenn du gar keinen Freistellungsauftrag rein gestellt hast. Dann kannst du dir alles ohne größeren Nachteil vom Finanzamt zurückholen. Wir reden hier übrigens von 260-280€ pro Jahr. Grundsätzlich bist du aber in diesen ganzen Fällen nicht verpflichtet dem Finanzamt gegenüber etwas anzugeben. Das geschieht automatisch, soweit notwendig, durch deine Banken, hier TR.

    Es gibt einen Fall, in dem es aber nicht automatisch läuft und in dem du zu einer Steuererklärung verpflichtet bist: wenn du in Summe mehr als 1.000€ Freistellungsaufträge als alleine Veranlagter bei einer oder mehreren Banken reingestellt hast, oder mehr als 2.000 bei gemeinsamer Veranlagung. Zum Beispiel aufgrund eines Versehens. Dann will das Finanzamt diese zu wenig gezahlte Steuer gerne in deiner Steuererklärung haben. Übrigens erfährt das Finanzamt von TR und den anderen in Deutschland ansässigen Banken von deinen Freistellungsaufträgen und wird es merken, wenn du diese überreizt hast.

    Es gibt noch einen Fall, der hier aber keine Rolle spielt: bei ausländischen Banken, die die Kapitalertragssteuer in der Regel nicht abführen. Auch hier muss man das in der Steuererklärung angeben, denn davon weiß das Finanzamt vermutlich nichts.

    Es ist jetzt etwas länger geworden, weil es eben nicht ganz so einfach ist. Wahrscheinlich (!) läuft alles automatisch. Aber es gibt eben Fälle, in denen es nicht automatisch läuft. Und man sollte im Idealfall einigermaßen verstehen wie das mit der Steuer läuft, deshalb die Erläuterung aus meiner Sicht :)

    Dass damit immer wieder argumentiert wird, ist schon bemerkenswert. Als würde das eine das andere ausschließen. Häufig ist es doch wohl eher so, dass genau das schon länger passiert und die Geldanlage dem entsprechen soll.

    Naja vielleicht war das etwas verkürzt, ich wollte diese Diskussion hier nun auch gar nicht los treten. Es geht darum was sinnvoll ist und was nicht. Das Risiko erhöhen durch weniger Diversifikation und das für eine Filterung, die sehr umstritten ist, ob sie irgendetwas bringt, das halte ich eben nicht für sinnvoll vor der Tatsache, dass man an anderer Stelle mehr dem Zweck dienen kann.

    Und ich vermute auch, dass sich viele unter nachhaltigem Investieren etwas Falsches vorstellen: sie geben den Unternehmen dadurch kein Geld und unterstützen gezielt nachhaltige Unternehmen, sondern sie kaufen von Händlern bereits längst ausgegebene Aktien indirekt über einen ETF. Ja, mir ist klar, dass dadurch der Aktienkurs auch beeinflusst werden kann, aber das ist schon eher indirekt. Mich persönlich stört auch, dass die Filterung teilweise eben recht willkürlich ist und auch nicht sehr zielgerichtet.

    Wer sich damit besser fühlt kann das machen. Ich halte es eher für Augenwischerei oder ich glaub wie Walz es mal beschrieben hat "Schlangenöl". Man soll sich aber in erster Linie mit seiner eigenen Anlageentscheidung wohl fühlen.

    korreliert ja ein wenig. ich verplane ja man monatliches nettogehalt ich sehe sozusagen mein sparen ja auch als ausgabe und komme am ende des monats auf 0. sollte ich arbeitslos werden kann ich so sogar meine sparraten weiter fahren oder die sparraten passieren und habe extra geld als puffer.

    Das mache ich tatsächlich auch so, also den Monat auf ca. 0 planen inklusive aller Sparraten und Rücklagenbildungen. Allerdings würde ich im Falle einer Arbeitslosigkeit vermutlich eher auf das Sparen verzichten, da ich ja auf der anderen Seite Entsparen muss - ob nun die Lücke vom ALG 1 zum vorherigen Gehalt, oder komplett. Und entsparen auf der einen Seite und sparen/investieren auf der anderen ergibt nur bedingt Sinn aus meiner Sicht. Aber das ist jetzt eine Detailfrage...

    im Grunde kommt dieses 3-6 Nettogehälter aus den USA. Die haben einfach nicht so ein soziales Fangnetz wie wir. Du musst wirklich für dich wissen möchtest du das? Ich bin bei mir ganz anders hingegangen.

    Ich habe mir berechnet was ist meine Lücke zwischen ALG1 und Nettogehalt. Das mal 3 genommen und gut ist.

    Das ist finde ich auch ein guter/interessanter Ansatz als Angestellter! Wobei ich die Orientierung an den realen (durchschnittlichen) Ausgaben für noch sinnvoller halte als sich am Nettogehalt zu orientieren.

    Hallo und herzlich Willkommen im Forum :)

    iShares MSCI World ETF (IE00BYX2JD69)

    Dabei handelt es sich um keinen ETF auf den MSCI World, sondern einen auf den MSCI World SRI. Also ein MSCI World, der nochmal nach Nachhaltigkeitskriterien gefiltert wurde. Ist dir das klar? Das kann eine bewusste Anlageentscheidung sein, aber häufig ist es Neuanlegern auch nicht klar. Und erst recht nicht warum genau das überhaupt sinnvoll sein könnte nach Nachhaltigkeitskriterien zu investieren. Das ist nämlich sehr umstritten, ob es überhaupt etwas bringt. Was es sicher tut ist der Diversifizierung schaden. Ich persönlich bin auch nicht davon überzeugt, dass irgendein Indexanbieter oder Emittent eines ETFs in meinem Sinne die Auswahl treffen kann. Leider ist es häufig Augenwischerei, wobei SRI etwas sinnvoller sein mag als ESG.

    Prof. Hartmut Walz fasst es gut zusammen: https://hartmutwalz.de/nachhaltigkeit…sagt-als-getan/

    Du kannst deutlich mehr für die Nachhaltigkeit tun, wenn du selbst dein Konsumverhalten anpasst und nachhaltiger lebst. Aber auf Kosten der Diversifikation? Ich investiere in den Weltmarkt, so wie er eben ist. Und wenn der sich nachhaltiger entwickelt, dann wird das auch in meiner Anlage automatisch so sein.

    einen zweiten iShares MSCI World ETF (IE00B4L5Y983)

    Das ist quasi der Standard-ETF auf den MSCI World. Dagegen ist nicht viel einzuwenden, wenn du einfach einen ETF auf die börsennotierten Unternehmen in den Industrieländern suchst.

    Wie gesagt ein anderer Fall als dein erster ETF. Von "ähnlich" würde ich nicht sprechen. Klar, die Tendenz ist ähnlich, aber im SRI fehlen eben viele Unternehmen. Du solltest dir überlegen, ob du ESG/SRI willst oder nicht. Zu mischen halte ich persönlich wenig zielführend, außer du hast deine Meinung eben geändert und möchtest deine bereits gekommenen Gewinne nicht durch einen Verkauf realisieren und damit Steuern zahlen, was den Steuerstundungseffekt unterbrechen würde. Wenn du noch nicht so lange dabei bist wäre das aber kein Beinbruch, dann hätte ich lieber ein übersichtlicheres Depot.

    Was dir grundsätzlich fehlt, um die ganze Welt abzubilden, sind die Schwellenländer (Emerging Markets) und kleinere Unternehmen (Small Caps). Aus diesem Grund und aus Gründen der Einfachheit empfehlen viele einen ETF auf den FTSE All-World oder den MSCI ACWI IMI zu nehmen. Das könntest du dir überlegen. Es ist kein Beinbruch nur die Industrieländer im Portfolio zu haben, aber ich halte es für sinnvoller auch die Schwellenländer möglichst in einem ETF abzubilden.

    Meine Bankberaterin hat mir jetzt empfohlen

    Deine Bankberaterin ist eine Finanzprodukteverkäuferin. Oder zahlst du ihr ein Honorar? Wenn das nicht der Fall ist, streiche am besten den Begriff "Berater/-in" aus deinem Wortschatz wenn es um Banken und Versicherungen geht bzw. um alle, die Provisionen bekommen wenn sie dir etwas verkaufen. In der Regel werden dir von diesen Verkäufern Produkte empfohlen, an denen sie besser verdienen. Gerne werden auch unsinnige Fonds-Kombinationen vorgeschlagen, die das Depot einfach nur komplexer machen, ohne etwas zu bringen. Dass dir, vermute ich, nicht erklärt wurde was der Unterschied zwischen einem normalen MSCI World und SRI ist, sagt schon viel.

    Mein Tipp: geh einfach nicht mehr zur Finanzprodukteverkäuferin oder anderen Verkäufern, sondern nimm dir ein Buch oder entsprechende Artikel im Internet und lies dich selbst ein. Und setze es dann selbst um. Schwierig ist das nicht. Man sollte natürlich ein bisschen wissen, was man macht. Aber es ist endlich was man unbedingt wissen muss. Das schaffst du :)

    Zwei Buchempfehlungen (eines reicht):

    - Hartmut Walz: "Ihre Finanzenfest im Griff" (2. Auflage) - wenn du eher einen Professor bevorzugst

    - Thomas Kehl/Mona Linke: "Das einzige Buch, das du über Finanzen lesen solltest" - wenn du eher den größten (seriösen!) YouTube-Kanal bevorzugst

    Ansonsten empfehle ich immer folgenden Link, da er auch bei A anfängt was die Finanzen angeht: https://www.finanzfluss.de/start/

    Finanztip, die Verbraucherzentralen und Finanztest/Stiftung Warentest sind auch gute Quellen. Ich würde aber immer empfehlen bei A anzufangen, wie gesagt. Das kann ein Buch häufig besser als irgendein Artikel/Video/Podcast, den/das man sich im Internet sucht.

    Ein paar Wochen Zeit nehmen zum Informieren. Dann eine einfache Strategie festlegen wie beispielsweise ein einziger ETF auf die ganze Welt. Ggf. hier im Forum konkrete Nachfragen stellen. Ein eigenes Depot bei einem günstigen Broker öffnen (wenn noch nicht vorhanden) und loslegen. Und dann langfristig dabei bleiben und nicht wild hin und her wechseln.

    Viel Erfolg bei deinen Entscheidungen!