Beiträge von jackyryan

    Wenn du, wie du ja mehrfach betont hast, 'schnell/er reich/er' werden willst, so frage besser nicht die 'gewöhnlichen Sparer', sondern Leute, die bereits 'schnell/er reich/er' geworden sind, wie sie es denn angestellt haben ;)

    Die meisten haben/hatten bei einem relativ bescheidenen Life Style neben ihren 'gewöhnlichen Jobs' einen sog. intelligent organisierten Handel betrieben, sei es mit ordinären Handelswaren, und/oder auch mit Immobilien. Diese 'Geschäfte', die durchaus, auf's eigesetzte Eigenkapital bezogen, satte Renditen ermöglichen, sind leider nicht beliebig skalierbar. Von daher haben solche Leute schrittweise zunehmend in - beliebig skalierbare - Investitionen, vornehmlich in Aktien, umgesattelt...

    Völlig richtig, am Anfang tragen die 50€/Monat wesentlich bei, aber wenn sich dann z.B. 100.000 angehäuft haben, lässt der Effekt schon deutlich nach. Es ist ein fließender Übergang, wenn die Volatilität und mögliche Rendite Überhand nimmt und der Einfluss der erwähnten 50€ im Rauschen untergehen und man seine Einstellung ändern kann nur aus finanziellen Gründen für einen Anderen zu arbeiten.

    Ich denke schneller reich zu werden wünscht sich anfangs jeder, weil man gerne sieht wie es wächst und gedeiht und man sich die ewige Zeitspanne von mehreren Jahrzehnten gar nicht vorstellen kann.

    Ja, manche sind durch Immobilienhandel oder der Zeit passende Handelsgeschäfte schneller und sehr reich geworden, aber die Zeiten ändern sich und diese Modelle funktionieren heute so kaum noch.

    Wenn man sich unternehmerische Tätigkeit zutraut, eine oder mehrere gute Ideen hat ist eine Firma natürlich das, was statistisch am besten funktioniert reich zu werden. Aber auch da gibt es das Risiko und zwar nicht nur den Totalausfall sondern sogar dass man am Ende vor einem Schuldenberg steht mit all seinen Folgen. Jedoch gibt es für letzteres Möglichkeiten mit der Haftung.

    Warum sollte eine eigene Firma nicht sehr gut skalierbar sein? Weitere Standorte, Filialen, Kooperationen, weltweiter Handel...

    Da sprichst du den größten Hebel für ein größeres Depot an. Weniger Geld verprassen und mehr investieren. Geht natürlich nur begrenzt (man will ja auch Spaß im Leben haben) aber es ist auf jeden Fall zielführender, die Sparrate um 50 oder 100€ im Monat zu erhöhen, als durch geschickte Anlage, die Rendite zu maximieren.

    Das kommt auf die Größe der Anlage an. Wenn eine Geldanlage z.B. eine Million € groß wäre und an einem Tag um 1% fällt, dann sind 10.000 Euro weg (natürlich nur im Buch).

    Was bringt es dann noch im Monat 50 Euro draufzuzahlen?

    Irgendwann kommt man an den Punkt sich zu fragen, was bringt es dann noch zu Arbeiten und Tausend bis wenige Tausend im Monat dort einzuzahlen?

    Oder wenn man beispielsweise mit 100 Euro Netto für den Tag nach Feierabend nach Hause geht und im Depot sieht, es ist 5000 Euro gesunken (oder auch mal gestiegen), für was sollte man sich dann beruflich noch einen abmühen?

    Vielleicht bekommt der Job dann eine andere Funktion wie soziale Kontakte, sinnvolle Beschäftigung, Struktur im Alltag, Qualifikation für den nächsten Job, guter Lebenslauf und natürlich die Selbstverwirklichung.

    Und die Rendite der Anlage ist der viel viel größere Hebel.

    Interessante Diskussion, darüber muss ich erstmal nachdenken ;)

    Hui, Du reagierst aber angefasst. ^^

    Hatte es in Deinem Posting gar nicht so verstanden, als seien es Deine Sätze, die ich da zitiere, sondern welche aus einer Veröffentlichung, die wiederum Du zitiert hattest. Ist der von Dir zitierte Text der Veröffentlichung also von Dir?

    Sorry, ich hatte sinngemäß ähnliches geschrieben und dachte warum vergleicht er NVIDIA mit einem Lottogewinn und bringt so eine "ketzerische" Aussage? In der Tat ist es vom aktuellen Editorial des "aktien Magazin". Die Pampigkeit tut mir leid.

    Glaube langsam er kann einfach nicht anders! Diskussionen und Argumente sind offenbar Fremdwörter. Und dann reagieren angeblich immer alle „angefasst“… ;)

    Ich habe wie erwähnt nur so reagiert, weil ich den Lottovergleich sehr dämlich fand und mich angegriffen fühlte. Vergessen wir die Sache... aber ist alles was ich schrieb keinerlei Diskussion?

    Mit Sicherheit begehe ich den "Rückschaufehler" und im Nachhinein ist immer alles klar. Ich bin nicht der Hellseher und habe keine heiligen Gral um zu sagen wer die nächste Biontech ist. Wollte lediglich erwähnen, dass man oft aus dem alltäglichen Leben auf Unternehmen spekulieren kann und dafür kein Finanzgenie sein muss.

    Zur obigen Diskussion (angefangen von FinanztipUser) hatte ich letztens einen interessanten Gedanken aufgeschnappt:

    Wenn man annimmt, dass KI-Robo-Advisors schlauer als alle normalen Anleger sind und tatsächlich mehr Rendite erwirtschaften, würden sich zunehmend mehr Anleger der KI vertrauen und diese investieren lassen. Am Ende würden alle Anleger es der KI überlassen und es gäbe keine anderen mehr, dann müsste sich die KI sozusagen selbst überlisten und besser als sie selbst sein. Aber wohin führt das?

    Vermutlich kann solch ein Wirtschaftssystem nicht mehr funktionieren und deshalb ist es gut, dass die KI noch nicht besser als "wir" ist.

    Lustigerweise gilt der Satz auch, wenn man „einem Top-Performer wie NVIDIA“ durch „mit einem Lottogewinn“ ersetzt.

    Lustigerweise drehst Du meine Sätze ins Lächerliche, weil Dir daran irgendwas nicht passt? Bist Du neidisch auf jemanden in Deiner Umgebung, der viel Glück mit Einzelinvestments hatte und Du nicht?

    Willst Du etwa sagen, dass die Wahrscheinlichkeit eine Aktie wie NVIDIA zu finden bei 1:140 Millionen liegt?

    Ich hab bereits anno 1997 eine Riva-Grafikkarte in meinem PC und später mit der GeForce 256 ziemlich exzessiv Computer-gespielt. Und da soll es einem Lottogewinn gleichkommen, solch ein Unternehmen als Überflieger zu sehen?

    Vor einem Jahr war ich kurz davor SMCI-Aktien zu kaufen und wartete noch etwas ab auf bessere Gelegenheit (bis heute). Was hat das bitte mit einer Lottogewinn-Wahrscheinlichkeit zu tun?

    Selbst ohne Confirmation Bias ist passives Investieren im Schnitt die bessere Wahl. Wer in den kompletten Markt investiert, bekommt vor Kosten die Marktrendite. Ganz einfach. Bedeutet aber auch, dass der Rest - also alle aktiven Investoren - im Schnitt auch nur die Marktrendite erwirtschaften. Vor Kosten. Aktiv investieren kostet aber Geld für den Broker und Spreads. Jedes Mal, wenn Gewinne realisiert werden, will das Finanzamt seine 25% Abgeltungssteuer und das Geld kriegt keine Kinder mehr. Selbst ohne aktive Fonds mit 2% im Jahr und 5% Ausgabeaufschlag ist der aktive Investor also im Hintertreffen. Das geht nur auf, wenn man ein überdurchschnittlich guter Investor ist. Eine riskante Geschichte

    Du meinst den "Barwerteffekt"? Dem stimme ich voll und ganz zu, aber auch mit Einzelaktien kann man ja Buy&Hold betreiben, das eine schließt das andere nicht aus.

    Wie Du richtig schreibst, geht es nur auf, wenn man ein überdurchschnittlich guter Investor ist. Um zum Thread-Thema zurückzukommen: Bin ich wirklich ein spitzenmäßig überdurchschnittlicher Investor im Vergleich zu den institutionellen jahrelang ausgebildeten hauptberuflichen Profianlegern, wenn ich einfach in den NASDAQ-100 - Index investiert habe? Braucht man dafür irgendwelche höheren Fähigkeiten?

    Und was das aktive Investieren anbelangt: Ist nicht die Motivation dahinter, dass man trotz Spreads, Brokergebühren etc. eine wesentlich höhere Rendite rausschlagen kann? Ich weiß, dass ich bei Dir auf verschlossene Türen stoße, aber zumindest wenn man sich die Vergangenheit anschaut, scheint man dafür keine Wahnsinns-Recherche betreiben zu müssen. Ganz simpel gesagt, statt ein iPhone, besser Apple-Aktien gekauft, statt bei Amazon unnützes Zeug bestellen, deren Aktien, oder statt einem Tesla lieber ein paar Jahre warten und später von deren verkauften Aktien 5 Teslas kaufen? mMn. gibt es recht naheliegende Alltags-Zusammenhänge, wofür man nicht irgendeine Finanzmathematik studiert haben muss.

    Wo also will man, also normaler Trader von zu Hause, also "schlauer und schneller" sein als die Profis bei denen nicht mal alle schnell und schlau genug sind?

    Du kannst lediglich darauf "Spekulieren" das es einen Trend oder eine Entwicklung gibt, aber selbst das machen Profis in einer ganz anderen Dimension.

    Wenn irgendwo also Potential vorhanden ist, dann ist dieser bereits jetzt im Preis enthalten. Sollte sich diese Potential dann Bewahrheiten kann durchaus zu guten Renditen kommen, es kann aber auch genauso sein das es nicht eintritt.

    Traden ist quasi ein Hauptberuf, das würde ich nie machen wollen. Was Du schreibst mit einpreisen etc. weiß ich alles bereits.

    Aber gibt es nicht genug Beispiele wo ein Trend startet und sehr sehr lange anhält? D.h. man muss nicht in einer höheren Dimension an irgendwelche Insider-News kommen um Minuten oder Stunden früher dran zu sein, sondern geht eine Spekulation ein, dass z.B. hinter dem KI-Thema mehr steckt als nur ein kleiner Hype, weil die Unternehmen z.B. damit schon beträchtliche Gewinne machen, weil das kein Spielzeug für Apple-Fanatiker wird, sondern die Unternehmen ganz einfach Kosten in Produktion und bei den Mitarbeiter einsparen können?

    Ja, es ist mehr Risiko, nach wie vor eine Spekulation, aber doch kein Tipp wie beim Lotto wie manch andere meinen?

    Es geht wie schon oft geschrieben um den Anlagehorizont wieviele Jahrezehnte noch bleiben und das Aushalten von Verlusten und dem ruhig schlafen können.

    Aber welches Fazit ziehst Du denn für Dich daraus die Meinungen/Ansichten diverser Foristen erfahren zu haben?

    Gehst Du nun Deinen eigenen Weg oder haben Dich die 'Durchschnittsjünger' mit Ihren

    Zunächst habe ich einiges gelernt, anfangs die verschiedenen MSCI-FTSE Untertypen, Gewichtungen und Vergleiche, später was das Risiko von Branchen-ETFs und Einzelaktien bedeutet etc.

    Leider bin ich noch nicht überzeugt 100% meines Kapitals komplett in einen breiten Welt-ETF zu investieren, vermutlich weil es mir keine Ruhe lässt, wenn bestimmten Aktien einen Run haben. Vielleicht werde ich da zukünftig toleranter, dazu müsste vermutlich mit einem neuen Hobby und oder Familie (Deine nächste Frage) so ausgelastet sein, dass ich schlicht keine Zeit mehr für finanzielle Dinge habe.

    Sicherlich ist es ungemein frustrierend soviel Lebenszeit mit dem Finanziellen verbracht zu haben und nachher nicht mehr Rendite als mit nem MSCI-ETF rausgeholt zu haben, aber das weiß man natürlich erst hinterher. Mein Riester-Rente-Auszahlungs-Teil kommt auf jeden Fall in einen MSCI, vielleicht noch etwas mehr, aber Stock-Picking möchte ich mir zumindest "noch" nicht verbieten.

    Wie bewertest Du den Faktor 'Durschnitt' bei einer Frau? Postets Du in Foren auch ein Bild Deiner Partnerin und fragst andere nach Ihrer Meinung?

    Zeit- bzw. Altersgewichtet!?

    Und wie sieht es in dem Zusammenhang überhaupt mit der eigenen 'Überdurchschnittlichkeit' aus?

    Hat aber lange gedauert, bis damit angeeckt bin :P

    Sucht man nicht auch eine Frau, die was Besonderes hat, was einen reizt oder man sympathisch findet? Wenn man z.B. raushört, ein tolles Hobby, irgendwas erreicht, spannende Erfahrungen, kennt sympathische Leute..., dann wertet man das eventuell als überdurchschnittlich und "nicht langweilig" oder 08/15.

    Aber in der Tat wie FinanztipUser schreibt, gilt eine Frau dann besonders hübsch, wenn alle Proportionen und Körperverhältnisse im Durchschnitt sind. Nur das bezieht nicht den Charakter und Intellektuell mit ein.

    Aber ich will mich da nicht verzetteln ;) Kein Mensch ist durchschnittlich, das geht nicht, weil es keinen "Frau-MSCI" oder sowas gibt und jeder hat andere Präferenzen und Geschmäcker.

    Wollte lediglich etwas ketzerisch über die "Duchschnittsrendite" schreiben und mMn viele Menschen, die sich noch nicht aufgegeben haben oder schlicht zu alt sind, nach etwas Größerem im Leben streben? Jedes Kind wird doch gefragt was es im Leben werden will, und da fängt man doch an, sich "große" Gedanken zu machen? Kein Kind wird antworten, ich will Durchschnittsverdiener werden.

    Du lässt hier das Motiv derartiger Artikel außer Betracht. Ob der Anleger am Ende eine Mehrrendite erzielt oder nur Broker und Finanzamt glücklich macht, ist dem Verlag vollkommen egal.

    War kein Artikel sondern lediglich eine weitere Meinung und Inspiration passend zum Thema. Vor allem zum Thema "ETF-Dogmatismus" und "effiziente Märkte".

    Wenn man eine pessimistische Einstellung zu Einzelaktieninvestments hat, wird man genügend Argumente finden die dagegen sprechen, gewissermaßen ein Confirmation Bias.

    Das sind nicht seine, also Beck's, Theorien, sondern wissenschaftliche Erkenntnisse unterschiedlicher Personen, welche die Markteffizienzhypothese von Fama weiterentwickelt haben. Zwei Referenzautoren wurden genannt. Aber wenn du lieber den "Tipps" aus dem Aktien Magazin vertraust, nur zu....

    Vertrauen tue ich grundsätzlich nur sehr wenigen Menschen. Ich muss mich hier weder für ein Magazin noch für irgendwelche Investitionsthesen rechtfertigen, davon habe ich nichts.

    Das Buch und die Theorie von Eugene Fama ist mit Sicherheit spannend und hat seine Berechtigung, aber hilft mir das konkret weiter, habe ich damit eine besonders gute Anlagerendite? Was bringen wissenschaftliche Erkenntnisse wenn ein Globalportfolio One nicht besser performt als ein einfacher MSCI-ETF?

    McProfit So ähnlich hast Du's schon am Samstag geschrieben?

    McProfit
    9. März 2024 um 13:17

    Meinst Du eigentlich mit Fonds auch ETFs? Fonds favorisiere ich generell nicht mehr, scheinen mittlerweile ein Auslaufmodell zu sein (Kosten etc.).

    Ja, mit mehr Risiko (weniger Aktien im ETF, Branchen- und Länder-Klumpenrisiko) ist eine höhere Rendite möglich, aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen, wessen man sich bewusst sein sollte. Insbesondere im fortgeschrittenen Alter und mit gutem Kapitalstock wird man vorsichtiger agieren.

    Aber ist es nicht ein Ur-Instinkt bzw. reizt es ganz einfach, wenn noch genügend mögliche Lebensjahre vor einem liegen, etwas mehr Rendite rauszuholen? Es gibt einfach so viele Beispiele in der Vergangenheit, die rein gar nichts mit Glaskugel, Roulette, Pennystock und hoch-spekulativ zu tun haben, sondern fundamental und finanziell gesunde Unternehmen die ganz einfach mehr solides potential bieten als der "Durchschnitt"?

    Überhaupt nicht dass ich das heute am besten wüsste, sondern rein als Motivation.

    Ja, aber warum soll SMI ausgerechnet der große Profiteur sein.

    Du meinst eher "SMCI"?

    Im Editorial steht auch "kauften" und "erfüllten", also Vergangenheit.

    Abgesehen von der Werbung geht's darum, dass man durch strukturierte Recherche solche Player finden kann (oder andere diese Arbeit machen lässt), es also nicht reine Glaskugelleserei ist.

    Aktuell würde ich in solche heißgelaufenen Aktien auch nicht neu investieren. Dennoch finde ich es extrem erstaunlich wie sich schon überbewertete Aktien/Unternehmen trotzdem nochmal Vervielfachen (aktuell z.B. MIGA total am überhitzen...).

    Worauf Du hinaus willst ist die spekulative Einschätzung und das damit verbundene Risiko, was man nie vergessen darf.

    Ich verstehe einfach Dein 'Problem' nicht. :/

    Inwiefern sollte ich ein "Problem" haben?

    Ich sehe keins. Mich interessiert lediglich eure Meinung, Sichtweise und Erfahrungen bzgl. dem MSCI-ETF als Referenz und anderen risikoreicheren Branchen-ETFs wie dem NASDAQ-100 oder gar Einzelaktien. Insbesondere die Theorie dahinter, warum es für den privater Kleinanleger extrem unwahrscheinlich ist den MSCI-ETF zu schlagen. Ich denke dazu wurde hier mittlerweile genug geschrieben.

    Das Tracken aller meiner Käufe/Verkäufe der Aktien mag mit Parqet etc. schön und gut sein, aber ich finde es ist wie mit dem Tracken der Nahrungsaufnahme in eine App: Es ist mir einfach zu umständlich und müheselig. Bei mir sind's mehrere Depots und mir reicht es einen abgeschätzten Performance-Wert im Blick zu haben.

    Den Arbeitsaufwand der Recherche gegenzurechnen ist mMn nicht trivial. Es mag sein, dass wenn ich mich vor einen Aktienscreener setze und aktiv nach potentialreichen Aktien und Unternehmen suche, man das 1:1 als Arbeitszeit rechnen kann. Aber ab und zu in Börse Online, Focus Money oder Euro am Sonntag zu blättern und Abends das ein oder andere interessante Youtube-Video zum Thema zu schauen, finde ich mehr Unterhaltung und sich wie in der Zeitung aus reinem Interesse über das aktuelle Marktgeschehen zu informieren, sozusagen eher Hobby und Freizeit. Und natürlich ist man erst hinterher schlauer, man geht mit der "Arbeitszeit" in spekulative Vorleistung. Anders als Arbeitnehmer, wo man sich extrem sicher sein kann, dass am Ende des Monats x Euro auf dem Giro ankommen.

    Danke gfusdt5 für das Beck-Interview.

    Der gute Beck hatte vor 3 Jahren tatsächlich noch mehr Haare und sogar Koteletten und ist sichtlich gut gelaunt in dem Video, das gefällt mir. Waren noch Zeiten als der Lochner für Mission Money gearbeitet hat. Über Beck's "Wissenschaftliches Investieren" darf man geteilter Meinung sein. Ich respektiere seine Theorien die auf Statistiken beruhen, aber dass man als "Noise-Investor" ganz klar der Verlierer ist bezweifle ich. Sein "Globalportfolio One" ist trotz alles sich gut lesenden Theorien trotzdem kein Überflieger, ähnlich wie der Kommer-ETF, sind alles wunderbare solide Theorien aber im Endeffekt scheint das nicht mehr zu bringen als ein simpler MSCI-ETF.

    Zu dem ganzen Thema schrieb Betschinger im aktuellen Editorial des aktien Magazins diese Meinung:

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

    Es lohnt sich, über Einzelaktien nach zudenken!

    Liebe Leser.

    In der ETF-Szene gibt es viele Dogmatiker. die es ablehnen, über Einzelaktien nachzudenken. Die Märkte sind effizient, sagen sie, darum sind ETFs immer die beste Wahl. Nun ja. diese Ansicht ist wissenschaftlich grotten-falsch, auch wenn sie tagein tagaus heruntergebetet wird. Die Beimischung von Einzelaktien ermöglicht auch in effizienten Märkten komplett andere Rendite-Risiko-Profile. die für rationale Investoren interessant sind.

    Wer nur in ETFs investiert, bekommt nur die Marktrendite und verfügt dann nach 30 oder 40 Jahren Ansparphase über einen Kapitalstock. der das eigene Leben positiv verändern kann. Die Möglichkeit, mal einem Top-Performer wie NVIDIA in neue Vermögensdimensionen vorzustoßen, haben ETF-only-Investoren nicht.

    Meine Meinung ist: Einzelaktien sind ideale Instrumente, um große Vermögen in überschaubarer Zeit aufzubauen. ETFs sind optimal dafür, um Vermögen zu sichern.

    Im TraderFox Trading-Depot USA befinden sich NVIDIA mit einem Plus von 12.563 % und Super Micro Computer mit einem Plus von 1.672,37 %.

    Es ist kein Zufall. dass wir diese Aktien im Depot haben. Eigentlich alle großen Gewinneraktien der Börsengeschichte durchlaufen einen ähnlichen Zyklus und haben folgende Merkmale:

    • Umsatz und Gewinn wachsen schnell

    • Die Firmen sind in disruptiven Technologiefeldern unterwegs

    • Die Firmen gehören zu den Marktführern bei neuen Technologien

    • Die Aktien überzeugen in einer schwachen Börsenphase mit Unkorreliertheit und relativer Stärke zum Gesamtmarkt.

    Nach diesen Gesichtspunkten screenen wir Woche für Woche die Aktienmärkte. Super Micro Computer kauften wir, weil die Aktie alle drei Merkmale erfüllte und weil die Firma bei Serversystemen für KI-Applikationen führend war. Ist es Zufall, dass die Aktie darum bei uns im Depot gelandet ist? Nein. es ist das Ergebnis strukturierter und systematischer Rechercheprozesse.

    Fazit: ETFs und Aktien sind ein gutes Team. Ich halte große ETF-Positionen und gleichzeitig setze ich auf Aktiengesellschaften, die eine glänzende Wachstumsperspektive vor sich haben.

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    Solche Meinungen halten mich noch davon ab 100% in MSCI-ETFs zu stecken und 0% in Recherche-Aufwand. Vielleicht ist der Ansatz Hälfte-Hälfte ein gangbarer Weg.

    Danke monstermania für den Hinweis zu Echtgeld.tv, schaue ich mir bei Gelegenheit an.

    @TamInvest Nein, ich habe keinerlei Verbindung zu KaffeeOderTee .

    Bin relativ neu hier im Forum und suchte einfach Erfahrungswerte anderer Anleger und Meinungen. Die bekam ich nun zur Fülle und ich denke dieser Thread hat einiges was man mitnehmen kann. Es tut mir leid, wenn Dir meine Antworten nicht gefallen haben. Offensichtlich darf man nur gut informiert hier etwas schreiben. Manchmal kommt es missverständlich rüber, wie die Sache mit gfusdt5 und dem Zuhören. Sorry dafür.

    Bitte seht es mir nicht nach, dass ich nicht alle 169 Beiträge auswendig im Kopf habe. Es waren ein paar Beiträge, die mir keine Ruhe gelassen haben und ja, danach wurde schon genug erläutert.

    Ich fühle mich persönlich angegriffen, wenn jemand zu mir sagt "Du willlst es nicht verstehen".

    Das ist ganz einfach falsch, denn ich möchte es sehr gerne verstehen. Könnte es nicht sein, dass Deine Antworten nicht so simple nachvollziehbar und verständlich sind wie z.B. von McProfit ?

    Es wäre schön wenn wir uns auf die Sache und das Thema konzentrieren können und nicht auf dem anderen persönlich rumhacken. Dazu ist mir die Zeit hier zu schade.

    Deine Ausdrucksweise von wegen keine Eigeninitiative und von anderen Vorkauen zu lassen finde ich unhöflich. Woher willst Du wissen, ob ich nicht doch schon den ein oder anderen Artikel gelesen habe und mit Literatur lediglich komplette Bücher meine, wo ich in den letzten 3 Tagen einfach keine Zeit hatte? Ach so weil ich Anfängerfragen gestellt habe? Anscheinend muss man sehr aufpassen, was man schreibt, d.h. ich sollte hier nur noch gut überlegt unterwegs sein.

    Danke McProfit , bei den Antworten gehe ich soweit mit.

    Andere hier schrieben, man kommt an Profis, die Bloomberg-Terminals nutzen und das seit Jahrzehnten hauptberuflich machen, nicht ran. Aber wie Du schreibst schneiden die i.d.R. schlechter als ein Welt-ETF ab. Mir gings eher um solide Einzelaktien oder Branchen-ETFs gegen Welt-ETFs. Bin schon gespannt, was die Zukunft an neuen Trends bringt :)

    Auch die von mir mehrfach zitierte Aussage anderer Forenteilnehmer hier, dass es automatisch Verlierer geben muss, wenn ich mit Einzelaktien besser abschneiden würde, revidierst Du. Ganz meine Meinung.

    Naja, wenn ich gar keine Nachrichten mehr lese oder schaue, mag das vielleicht der Psyche und Laune gut tun, aber irgendwie nimmt man nicht mehr am Weltgeschehen teil und kann sich darüber mit anderen kaum unterhalten. Nicht, dass ich etwas verpasse, aber so alt, dass mir die (geo-) politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen gleichgültig sind, bin ich dann doch noch nicht (aber auch kein Grundschüler mehr ;) ).

    ...dem lieben Forumsfreund jackyryan wie einem Grundschüler zu erklären wie die Börse funktioniert.

    Ich habe fast ein wenig den Eindruck unser Freund jackyryan versteht die Börse längst so gut wie wir, es macht ihm aber eine Freude hier mit banalen Fragen und Beispielen uns zu provozieren.

    Danke McProfit für Deinen netten und sehr gut verständlichen Kommentar.

    Auf solche Ausschweifungen wie von @TamInvest brauchen wir nicht näher eingehen.

    Ich behaupte nach etwa 10 Jahren Aktienhandel mehr oder weniger die Zusammenhänge insbesondere die Kursveränderungen an den Börsen nachvollziehen zu können. Aber das Thema ETF und der Vergleich mit Branchen-ETFs oder Einzelaktien ist für mich ein neueres Thema, daher findest Du meine Fragen vermutlich "banal".

    Noch will ich's nicht so recht akzeptieren, dass die Strategie "1-ETF und auf die faule Haut legen" nicht nur am einfachsten ist und wenigsten Arbeit bereitet, sondern automatisch am meisten Rendite bringt. Sorry, dass ich noch nicht die Zeit hatte die Literatur zu lesen. Es geht einfach schneller Antworten hier im Forum zu finden.

    Es sind Kommentare wie

    Du trittst immer gegen professionelle Anleger an, wenn du eine höhere Performance als der Marktdurchschnitt erreichen willst. Überleg doch mal: Für jede Outperformance muss es auch eine entsprechende Underperformance geben, denn in Summe muss wieder der Durchschnitt rauskommen. Es können nicht alle eine Outperformance gegenüber dem Marktdurchschnitt erreichen, das ist mathematisch nicht möglich. Und die Profis freuen sich immer über Einsteiger, die versuchen dieses Spiel zu gewinnen, obwohl sie nur sehr geringe Chancen haben. Das ist dann leichte Beute zuzusagen.

    Deswegen sind ETFs auf marktbreite Weltindices doch so genial. Du kannst damit nicht gegen die Profis verlieren, sondern bekommst immer den Marktdurchschnitt. Aber scheinbar willst du das nicht verstehen.

    oder

    Es geht schlicht um den simplen mathematischen Fakt, dass für jeden Euro in einem Depot, der über dem Durchschnitt liegt, es auch ein Depot geben muss, welches ein Euro unter dem Durchschnitt liegt.

    oder

    Wenn du mehr willst als den Durchschnitt, musst du unterbewertete Firmen finden, die die Profis nicht gefunden haben.

    die ich so nicht nachvollziehen kann. Insbesondere der letzte stimmt nicht, wie man an vielen Tech-Firmen sieht, die zuletzt überbewertet waren und trotzdem nochmal deutlich angezogen haben. Vielleicht reden wir von verschiedenen Zeithorizonten, aber US-Dauerläufer-Beispiele gibt es genug.

    Um auf Deine letzte Antwort zurückzukommen: Ja, pro Tag werden vergleichsweise wenige Aktien zum Bestand gehandelt und dennoch verändern sich die Kurse teilweise extrem. Es ist also nicht einfach dieses Angebot-Nachfrage-Ding an der Börse sondern auch der Wert des Unternehmens. Verkäufer wollen die Anteile von einem zum nächsten Tag nicht mehr so billig hergeben und ggf. besteht kein Verkaufsdruck und Käufer honorieren eine Wertsteigerung und sind bereit mehr dafür zu zahlen. Dabei muss noch nichtmal ein Stück den Halter wechseln?

    Darüber gibt es ja Bücher... und ich muss auch nicht alles ins Detail verstehen.

    Aber zu akzeptieren, dass ein breiter Welt-ETF automatisch die beste Lösung für den kleinen Privatanleger ist, fällt mir schwer zu akzeptieren. Man muss sich auch nicht für's eigene Handeln rechtfertigen, sondern etwas finden was für einen selbst gut funktioniert und zum Lebensstil passt. Früher sind einige Leute z.B. durch Immobilien(-handel) steinreich geworden. Hätten sie sich nur an den Durchschnitt und die Statistik gehalten, wäre das bestimmt nicht passiert.

    Es geht schlicht um den simplen mathematischen Fakt, dass für jeden Euro in einem Depot, der über dem Durchschnitt liegt, es auch ein Depot geben muss, welches ein Euro unter dem Durchschnitt liegt.

    Und wie soll ich nun den "simplen mathematischen Fakt" verstehen?

    Angenommen ich setze für ein paar Monate auf einen Highflyer, wo genau ist dann der "automatische" Verlierer?

    Die Antwort konnte ich noch nicht herauslesen.

    Ist es vielmehr nicht so, dass es sich um Statistik und Psychologie handelt? Sozusagen eine schwammige Statistik, dass es bisher immer so war, dass die allermeisten Anleger mit mehr Risiko (Einzelaktien, Branchen, Regionen) nicht den besten Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt fanden? Oder auch z.B. nachdem sie einen tollen Gewinn hatten noch viel risiko-averser werden dann eben statistisch es später wieder verlieren?

    gfusdt5 schreibt wie von einem Grundgesetz, als ob es mathematisch unmöglich ist den Index zu schlagen, und wenn, dann muss es automatisch einen Verlierer geben. Könnte es nicht sein (natürlich unrealistisch), dass die nächsten Jahre keine wirklichen Risiken mehr existieren, und sehr viele oder gar alle Branchen sehr gut laufen und somit alle Anleger profitieren? Die einen etwas mehr, die anderen weniger, im Durchschnitt der MSCI. Aber eben kein echter Verlierer?

    Ich schaue mir gerne noch die Literatur an, aber vielleicht kann mir jemand über die "gedankliche Klippe" helfen. Wie @TamInvest schreibt geht es eher um alle Anleger und nicht jeder die optimale Auswahl und Ein-Ausstiegszeitpunkte findet. Aber wäre es nicht möglich, dass sehr viele in einer Phase die richtige Auswahl finden? D.h. es nicht völlig automatisch "schlechte Anleger" geben muss?

    In dem zitierten Post steht Durchschnitt. In dem Fall würde der Durchschnitt steigen, da die Depots der Aktionäre wertvoller werden, die Depots, in denen die spezielle Aktie nicht enthalten ist, bleiben gleich.

    Wieso sollten genau 50% der Depots diese Aktie nicht haben? Könnte es nicht sein, dass die allermeisten Depots diese Aktie (auch über ETFs) haben, nur in geringerem Anteil?

    Meine Frage ist, wenn ich der eine bin der glücklicherweise Kursgewinne hat, wo ist dann genau der andere mit Kursverlusten? Und warum muss es genau einen anderen geben?

    Im vorigen Post hast Du einen Denkfehler

    Der faire Wert der Aktie dieses florierenden Unternehmens mag dadurch steigen, der Kurs steigt nur, wenn es jemanden gibt, der bereit ist, einen höheren Preis zu zahlen.

    Warum Denkfehler? Wenn die Aktienbesitzer sich einig sind, das der faire Wert höher ist setzen sie höhere Verkaufspreise für die Anteile an. Es besteht ja nicht zwangsweise Verkaufsdruck und der Preis kann auch steigen ohne erhöhtes Transaktions Volumen. Und wenn ebenso die Käufer anerkennen, dass der faire Wert höher ist, würden diese auch mehr bezahlen.

    Aber die Frage ist: Inwiefern bestimmen jetzt ausschließlich Profi-Anleger den Preis, denn in diesem Beispiel passen sich die Anteilseigener lediglich den Neuigkeiten und der neuen Bewertung an?

    Es geht schlicht um den simplen mathematischen Fakt, dass für jeden Euro in einem Depot, der über dem Durchschnitt liegt, es auch ein Depot geben muss, welches ein Euro unter dem Durchschnitt liegt.

    Genau das verstehe ich nicht, will es aber gerne verstehen.

    Wenn nun der Kurs einer Firma gestiegen ist, sei es durch glänzende Firmenentwicklung oder eine gute (z.B. politische) Neuigkeit, dann haben doch alle Aktienbesitzer auf einmal einen höheren Depotwert. Das ist zwar zunächst nur ein Buchwert, aber sie könnten verkaufen und hätten den Gewinn realisiert.

    Wo genau soll dann ein anderer Aktienbesitzer der Firma sein, der im Minus steht? Der Börsenwert hätte sich in diesem Fall erhöht, wo sind dann die Verlierer?

    Den Informationsvorsprung hat man als Privatanleger natürlich nicht. Aber es könnte sein, dass durch eine gute Markteinschätzung und ein gutes Timing, was kein purer Zufall sein muss, man wesentlich mehr Kursgewinne hat als diese 7% MSCI. Wieso geht das zwingend nur mit Erstinformationen?

    Ein anderes Beispiel passend zu diesem Thread: Angenommen ich lege mir den NASDAQ-100-ETF ins Depot und er hat in ein paar Jahren mehr Rendite als der MSCI gemacht. Wo genau sind dann die Verlierer Depots? Etwa diejenigen mit einem MSCI-ETF? Das kann nicht sein, weil die profitieren mittlerweile auch ganz gut (wenn auch weniger) von US-Tech?

    Ich schaue mir gerne die Literatur noch an, aber würde mich sehr freuen, wenn jemand genau eine Antwort auf diese Fragen weiß.

    Doch ich will es verstehen, aber was Du schreibst hört sich lediglich wie ein Abklatsch vom Kommer an. Verstehst Du es wirklich und kannst es erklären?

    Der MSCI setzt sich aus dem Aktienkurs von den enthaltenen Unternehmen zusammen mit bestimmter Gewichtung. Die Aktienkurse steigen oder fallen an der Börsen z.B. abhängig des Angebots und der Nachfrage. Daher klingt es erstmal plausibel dass die Kurse maßgeblich von den großen institutionellen Profi-Anlegern getrieben werden.

    Aber die Kurse können z.B. auch ohne erhöhtem Volumen und Zutun der Profis steigen und fallen. Z.B. wenn ein Unternehmen einfach sehr gute Nachrichten liefert und seinen Wert durch erhöhten Umsatz und Gewinn steigert. Dann steht der Kurs automatisch höher obwohl die Profis doch gar nichts unternommen haben? Die Anteilseigener wollen auf einmal mehr für den Kauf Ihrer Anteile haben weil die Firma floriert.

    Wo genau ist hier der Zusammenhang zu irgendeinem Marktdurchschnitt und automatisch anderen Underperformern? Ist das nicht völlig unabhängig?

    Nur große Überperformance darf man eben nicht erwarten, man tritt immer noch gegen hauptsächlich professionelle Anleger an. Diese müssen ihre Analysen nicht nach Feierabend aus öffentlich verfügbaren Daten erstellen, sondern haben Zugriff auf Bloomberg Terminals und co., was du dir als privater Kleinanleger nicht leisten willst. Von der entsprechenden Ausbildung ganz zu schweigen. Mal Hand aufs Herz, wie viele Bilanzen hast du bisher gelesen und wie viel davon verstehst du wirklich?

    Vielleicht ist das bisher noch nicht rübergekommen, aber ich trete nicht, zumindest nicht bewusst und willentlich, gegen professionelle Anleger an. Sondern investiere lediglich in potentialreiche Unternehmen. Das muss dann keine Raketenwissenschaft sein, es gibt Webseiten oder Tools, die einem die Fundamentaldaten grafisch aufbereiten und man auf einen Blick sieht, ob es kritische Werte gibt. Auch bei den Charts sieht man ja schnell den GD200, Volumen, etc.pp.

    Wieso soll ich als Kleinanleger so einen Aufwand mit Bloomberg Terminals etc. betreiben? Schreibst Du das vielleicht, weil Du immer nur den direkten Vergleich mit irgendwelchen Profi-Anlegern ziehst obwohl man auch unabhängig von denen agieren kann?

    Ich denke das Thema hier ist durch, wir können es beenden.

    Nur soviel: Wenn ich mir den Chart vom MSCI anschaue, dauerte es z.B. nach 2008 ca. 10 Jahre bis überhaupt weitere Performance eintrat. Auch 2022 war ein verlorenes Jahr. Es sind Branchen und Unternehmen drin, in die ich freiweillig nicht investieren möchte.

    Andererseits kenne ich das Risiko, viele Aktien sind nach Corona um 90% und mehr eingebrochen.

    Man sagt Privatanleger sehen die Chancen, die Profis die Risiken. D.h. Profis versuchen sehr die Downside zu begrenzen, was ich bei milliardenschweren Fonds auch verstehe und vielleicht auch etwas mit Verantwortung zu tun hat. Es wirkt sich natürlich auf starke Kursgewinne begrenzend aus.

    Privatanleger müssen sich überlegen, ob Sie mit Kurseinbrüchen und Schwankungen klarkommen. Oft weiß man das vorher nicht, weil man die Erfahrung noch nicht gemacht hat.

    Ein breiter MSCI-ETF mag solide sein, aber besagt auch immer, dass man sich nicht weiter mit der Geldanlage beschäftigen und keinen Aufwand haben will. Wenn man das Zepter selbst in die Hand nimmt und tatsächlich einmal auf eine Rakete gesetzt hat (das Glück hatte ich mit Biontech+Moderna) gibt das richtige Glücksgefühle. Vielleicht ist das ein Grund, warum man versucht es zu wiederholen.

    Das habe ich mir gestern Abend auch so überlegt, man muss niemand von seiner eigenen Strategie überzeugen, denn was für den einen sehr gut funktioniert muss es bei dem anderen nicht oder es gefällt dem anderen nicht.

    Ich wollte einfach andere Meinungen einholen und das Thema haben wir nun genug diskutiert. Jemanden von "reich" oder "überdurchschnittlich" zu überzeugen ist an dieser Stelle nicht notwendig.

    Wenn es dieses Forum in 25 Jahren noch gibt, können wir gerne vergleichen wie sich meine Strategie im Vergleich zu anderen geschlagen hat :)

    Bisher habe ich außer viel BlaBla noch nix von Dir vernommen. Um es mal so zu sagen: Mach ma, und komm wieder, wenn Du 'reich' geworden bist! ;)

    Sorry, wenn es Dich stört, dass ich hier eine Frage gestellt habe. Ich wollte lediglich wissen wir ihr zum NASDAQ100 im Gegensatz zum MSCI steht und das wurde geklärt und ich bekam einen guten Eindruck. Die Grundsatzdiskussion über Einzelaktien müssen wir hier nicht weiterführen und mir geht es nicht darum irgendwelche Weisheiten zu schreiben.

    Oder muss man sich erst profilieren damit man hier etwas schreiben darf?

    Hi Hornie ,

    natürlich habe ich Deinen Kommentar gelesen, wo schreibst Du dort, dass es ETFs schon länger als 10 Jahre gibt?

    Sorry wenn ich was Falsches geschrieben hatte, ich meinte dann eher vor 10 Jahren waren ETFs wenig bekannt, nicht angesagt, nicht üblich etc.

    Oder meintest Du mit Deinem Kommentar die Ansichtsweise der Selbstüberschätzung wenn man sich anmaßt besser als professionelle Vollzeit-Fondsmanager zu sein?

    Das ist doch absolut kein Wettbewerb und nicht die Annahme.

    Sondern man darf doch in Unternehmen investieren, von denen man (z.B. nach Recherche und Analyse) überzeugt ist und die Marktphase nicht nachteilig sein sollte? Dann kann da deutlich mehr Rendite als 7% drin sein. Ohne auf andere herabzuschauen sondern einfach nur weil man Mut aufgebracht hat und ein gewissen quäntchen Glück zudem dabei war.

    Und reine Lotterie ist das nicht, sondern man schaut sich die Fundamentaldaten an, informiert sich über die Firma und studiert den Chart. Oder nutzt noch besser Tools, damit es nicht viel Arbeit ist. Dennoch weiß ich, dass Ein- und Ausstiegszeitpunkt nie optimal sind und die Zukunft anders als die Vergangenheit aussehen kann.

    Ich will hier nicht wetten oder gegen eure Überzeugung des passiven Investierens sein, sondern lediglich in den Raum stellen, dass etwas mehr Risiko / Einseitigkeit in der Vergangenheit wesentlich mehr Rendite brachte wie es im Thema dieses Threads auch steht.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, wenn ich deine Kommentare lese, dass das eine Satire ist oder ein Fake, wie man heutzutage sagt.

    Wenn es jedoch tatsächlich deine echte Meinung ist und ernst gemeint ist, dann musst du noch viel Erfahrung sammeln in deinem Leben

    Hallo McProfit , was genau von mir soll Satire sein? (Zitat, Beispiel)

    Was ich schreibe meine ich wirklich so.

    Wir müssen auch nicht mehr länger auf dem Glaubenssatz aktives und passives Investieren rumreiten.

    Ich habe vor 10 Jahren damit angefangen und damals gab es keine ETFs wie heute. Fonds sahen sehr langweilig aus und hatten ziemlich hohe jährliche Kosten. Daher fing ich an mich über Aktien zu informieren und loszulegen. Wahrscheinlich war ich in den 10 Jahren weniger erfolgreich als es passiv in einen Weltindex anzulegen. Dennoch war es gleichzeitig spannend und Neuland.

    Ein bisschen Zocken darf man ja mit paar wenigen Prozent seines Vermögens, den Rest will ich solide anlegen, aber ein Welt-ETF bedeutet für mich etwas wie "das war's, such Dir ein neues Hobby".

    Vielleicht einen großen Teil als ETF und einen weiteren Teil in solide Einzelaktien, mal sehen.

    Was Reichtum anbelangt wäre es wahrscheinlich am lukrativsten mit meinem ganzen Geld ein Unternehmen zu gründen. Aber wie Du schreibst auch das kann in die Hose gehen. Das Thema liegt bei uns in der Familie, aber man braucht eine zündende gute Idee und unternehmerische Expertise (und einiges mehr). Vielleicht ergibt sich da noch was, aber solange ist mein plan "reicher zu werden" das vorhandene Geld am Kapitalmarkt anzulegen neben dem Gehalt meines Jobs, der wie ich behaupte leicht überdurschnittlich bezahlt wird.

    Chancen gibt's ja bei der Geldanlage immer wieder, nur die zu erkennen und dann auch den Mut haben einzusteigen, ist die Kunst ;)