Die Fondsgesellschaft Union Investment passt ihr Riester-Flaggschiff, den Riester-Fondssparplan Uniprofirente 4P, weiter an das aktuelle Niedrigzinsumfeld an. In diesen Tagen verschickt die Fondsgesellschaft Briefe an ihre 1,7 Millionen Kunden mit Details zu den Neuerungen. Das steht drin:

  1. Ab Juli 2017 sollen neue Beiträge und das Guthaben stärker als bislang im Investmentfonds Uniglobal Vorsorge investiert sein, der einen Aktienanteil von mindestens 51 Prozent aufweist: Insbesondere dann, wenn es am Aktienmarkt stark abwärts geht, verbleiben neue Beiträge und Guthaben künftig zu mindestens 10 Prozent im Uniglobal Vorsorge. Situationen, dass das gesamte Riester-Guthaben eines Kunden ausschließlich im Rentenfonds Unieurorenta investiert ist, soll es in Zukunft nicht mehr geben.
  1. Guthaben, das in fallenden Marktphasen in sichere, aber tendenziell niedrig verzinste Rentenfonds umgeschichtet wurde, muss nicht länger für die gesamte Sparphase dort verbleiben. Es kann, wenn die Märkte wieder steigen, schrittweise zurück in Aktien fließen.

Bereits 2015 hatte Union Investment den Aktienfonds Uniglobal durch den Uniglobal Vorsorge ersetzt. Letzterer muss mindestens 51 Prozent seines Vermögens in weltweite Aktien anlegen. Neben Aktien darf er das Geld der Anleger allerdings auch in lang- oder kurzlaufenden Anleihen investieren, Anlegergeld kurzfristig verleihen oder einen Teil als Bankguthaben halten.

Gut 99 Prozent aller Kunden haben den Fondstausch im Jahr 2015 zugelassen, nur ein knappes Prozent Kunden hat dem Wechsel widersprochen. Finanztip hatte Sparern mit einem großen Kapitalpuffer damals geraten, das alte Modell beizubehalten.

Auch dieses Mal können Kunden den neuen Regeln widersprechen – die Frist beträgt zwei Monate ab Zugang des Schreibens. Allerdings gibt es für die meisten Sparer keinen Grund für einen Widerspruch, im Gegenteil.

Wer an die langfristigen Renditechancen des Aktienmarktes glaubt und zu diesem Zweck einen Riester-Fondssparplan abgeschlossen hat, dürfte die Aussicht auf einen höheren Aktienanteil in seinem Riester-Vermögen eher begrüßen. Dass ein gewisser Aktienanteil in einem Wertpapier-Portfolio über längere Zeiträume eine höhere Rendite verspricht als sichere Rentenfonds, lässt sich zumindest für die vergangenen Jahrzehnte zeigen.

Im Detail: Wieso ist die Niedrigzinsphase ein Problem?

Allen Riester-Verträgen gemeinsam ist, dass Anbieter das Geld ihrer Kunden so anlegen müssen, dass am Ende mindestens wieder die eingezahlten Beiträge herauskommen (sogenannte Beitragsgarantie). Dies gestaltet sich aber in der aktuellen Niedrigzinsphase immer schwieriger – insbesondere dann, wenn der Riester-Vertrag den Anspruch hat, neben der Beitragsgarantie auch möglichst hohe Renditechancen zu eröffnen.

Grob umrissen: Investieren Anbieter die Beiträge in Aktien, riskieren sie, dass bei einem Abschwung an den Börsen Geld verloren geht. Solche Verluste können sie sich aber nur leisten, solange sie sicher wissen, dass sie die Verluste bis zum Ende der Laufzeit noch durch sichere Zinsen ausgleichen können. Denn sie müssen ja die Beiträge in jedem Fall garantieren.

Ein vereinfachtes Beispiel verdeutlicht diesen Mechanismus:
Ein Kunde zahlt 100 Euro Beitrag und erwartet zum Ende der Laufzeit des Vertrags in zehn Jahren seine 100 Euro mindestens zurück. Die 100 Euro werden in Aktien angelegt, deren Kurs im Laufe der Zeit sinkt. Das Guthaben sinkt beispielsweise bis auf 70 Euro. Der Anbieter des Riester-Vertrags wird die 70 Euro dann nehmen und in einen sicher verzinsten Anleihefonds (auch Rentenfonds genannt) investieren. Die Zinsen dieses Fonds müssen dann genau ausreichen, um den Beitrag bis in zehn Jahren wieder auf 100 zu bringen.

Das Problem: Selbst langlaufende Anleihen bringen momentan nur sehr niedrige Zinsen. Außerdem droht auch bei Anleihen ein Kursverlust, wenn die Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren wieder steigen sollten. Das verringert den Spielraum für Anbieter, Verluste hinzunehmen. Im Grunde müssen Anbieter aktuell bereits in Rentenfonds umschichten, wenn das Guthaben im Vertrag nur wenig unter den eingezahlten Beitrag fällt. Im Beispiel würde also bei kleineren Einbrüchen am Aktienmarkt (von 100 Euro auf beispielsweise 97 Euro) der Anbieter die 97 Euro nehmen und in einen niedrig verzinsten Anleihefonds umschichten.

Dieses Guthaben bliebe dann nach den alten Regeln für immer im Rentenfonds investiert. Eine Chance auf ein wenig Aktien im Sparplan hätte der Kunde nur über neue Beiträge. Denn wenn der Aktienmarkt sich entsprechend gut entwickelt, könnten neue Beiträge in Aktien fließen – aber wiederum nur genauso lange, wie das Guthaben die Einzahlung nicht unterschreitet.

Fazit: Im aktuellen extremen Niedrigzinsumfeld ist es wahrscheinlicher als zuvor, recht schnell mit seinem Guthaben in (schlecht verzinsten) Anleihen zu landen. In einem solchen Szenario sind die realen Renditechancen stark eingeschränkt.

Wie hat Union Investment reagiert?

Zunächst hatte die Fondsgesellschaft 2015 ihren Aktienfonds ausgetauscht. Statt in den Aktienfonds Uniglobal flossen die Beiträge von rund 1,7 Millionen Kunden fortan in den Uniglobal Vorsorge. Bei diesem neuen Fonds lässt sich die Aktienquote aktiv steuern: Sie lässt sich je nach Marktlage bis auf 51 Prozent herunterfahren oder mithilfe von speziellen Finanzmarktinstrumenten bis auf 120 Prozent erhöhen.

Dieser Ansatz folgt dem sogenannten Trendfolgemodell. Das heißt: Der Fonds reagiert  erst mit Verzögerung auf Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen der Aktienmärkte. Näheres dazu finden Sie im Ratgeber Riestern mit Fonds. Seit unserem Test von Riester-Fondssparplänen vom April 2016 empfehlen wir diese Variante der Uniprofirente alternativ zur rabattierten DWS Toprente – für all jene Sparer, die sich zumindest eine Chance auf eine höhere Aktienquote bewahren wollten.

Die neue Uniprofirente 4P ab 1. Juli 2017

Wie sich nun herausstellt, war die Umstellung 2015 aber nur der erste Schritt. Ab 1. Juli 2017 will Union Investment über zwei weitere Neuerungen dafür sorgen, dass Kunden bessere Chancen auf Aktienrendite haben.

Einerseits soll ein Teil des Guthabens immer im Aktienfonds Uniglobal Vorsorge investiert sein: Der Aktienfondsanteil soll also niemals auf null sinken. Andererseits soll es die Möglichkeit geben, die Beiträge schrittweise in den Uniglobal-Vorsorge-Fonds zurückzuführen, die einmal im Anleihefonds Unieurorenta gelandet waren.

  1. Aktienfondsquote von 10 Prozent
    Künftig fließen neue Beiträge in allen Marktphasen zu mindestens 10 Prozent in den Uniglobal-Vorsorge-Fonds. Was das Riester-Kapital des einzelnen Kunden betrifft, so wird künftig auch davon ein Mindestanteil im Uniglobal Vorsorge investiert sein. Zum Start der neuen Strategie im Juli 2017 schaut sich Union Investment die Portfolios aller rund 1,7 Millionen Kunden an. Alle diejenigen, die einen großen Teil oder das gesamte Fondsguthaben im Unieurorenta liegen haben, bekommen Teile des Anleihefondsvermögens rückumgeschichtet in den Uniglobal Vorsorge-Aktienfonds. Und zwar so viel, dass initial dann 10 Prozent ihres Guthabens im Aktienfonds steckt.
  1. Schrittweise Rückführung von Guthaben in den Aktienfonds
    Wenn der Aktienmarkt besonders gut läuft, vor allem aber, wenn sich die Zinssituation wieder verbessert, tut sich künftig etwas: In einem solchen Fall würde Union Investment Guthaben, das im Unieurorenta angelegt ist, jeweils in Tranchen zu 25 Prozent zurück in den Uniglobal Vorsorge schichten. Damit steigt der Anteil des Kapitals, der von der günstigen Aktienmarkt-Entwicklung profitieren kann. Bei Sparern mit einer hohen Restlaufzeit kann es schneller zu Rückumschichtungen kommen als im 2015er-Modell. Die Tabelle zeigt, wie sich die drei Generationen der Uniprofirente hinsichtlich der Anlagestrategie in verschiedenen Marktphasen unterscheiden. Eine (sehr) negative Marktentwicklung meint, dass es an den Aktienmärkten (deutlich) nach unten geht – denn die Zinsen sind bereits auf einem extrem niedrigen Niveau. Eine (sehr) positive Marktentwicklung meint, dass es entweder an den Aktienmärkten (stark) bergauf geht oder aber die Anleihezinsen wieder (deutlich) steigen.
So unterscheiden sich die drei Generationen der Uniprofirente
Marktentwicklung Uniprofirente Generation 1 Uniprofirente 4P Generation 2 Uniprofirente 4P Generation 3
bis Ende Juli 2015  bis Ende Juni 2017 ab 1. Juli 2017
negativ Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen zu 90 % in den Unieurorenta, zu 10 % in den Uniglobal Vorsorge.
Kapital bleibt vollständig im Aktienfonds Uniglobal. Kapital bleibt vollständig im Uniglobal Vorsorge, Aktienanteil wird aber zurückgefahren (bis auf 51 % möglich). Kapital bleibt vollständig im Uniglobal Vorsorge, Aktienanteil wird aber zurückgefahren (Aktienanteil im Fonds mind. 51%).
sehr negativ Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen zu 90 % in den Unieurorenta und zu 10 % in den Uniglobal Vorsorge.
Kapital wird vollständig in den Unieurorenta umgeschichtet. Kapital wird vollständig in den Unieurorenta umgeschichtet. Kapital wird zu 90% in den Unieurorenta umgeschichtet und bleibt zu 10 % im Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil im Fonds mind. 51%, gesamt mind. 5,1 %.)
positiv Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal. Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil wird von 51 % hochgefahren). Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil im Fonds wird von 51 % hochgefahren).
Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta fließt teilweise zurück in den Uniglobal Vorsorge.
sehr positiv Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal. Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil kann 120 % erreichen). Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil im Fonds kann 120 % erreichen).
Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta fließt vollständig zurück in den Uniglobal Vorsorge.
Quelle: Finanztip (Stand: 10. März 2017)


Höhere Renditechancen durch höheren Aktienanteil

Grundsätzlich bewertet Finanztip die neuen Möglichkeiten, sich Aktienquoten zu sichern, positiv, denn Kunden, die sich bewusst für einen Riester-Fondssparplan entschieden haben, sollten auch das bekommen, was diese Produkte versprechen: eine Teilhabe an den Ertragschancen der Aktienmärkte.

Was sollten Kunden nun tun?

Kunden, die 2015 umgestellt haben und künftig mehr Chancen auf Aktienmarkt-Renditen haben wollen, sollten die neuerliche Umstellung zum Juli 2017 zulassen.

Kunden, die 2015 der Umstellung widersprochen haben und noch im Uniglobal investiert sind, können bei ihrer Entscheidung bleiben, sofern ihr Kapitalpuffer komfortabel groß ist – das Guthaben im Sparplan also zum Beispiel die eingezahlten Beiträge um mindestens die Hälfte übersteigt. Die Aktienquote des Vertrags sollte aber auch der persönlichen Risikobereitschaft entsprechen. Wer nur noch kurz bis zur Rente hat, sollte sich überlegen, ob er den Gewinn jetzt abräumen möchten (siehe übernächster Absatz).

Kunden, die 2015 der Umstellung widersprochen haben und deren Guthaben zwischenzeitlich in den Unieurorenta umgeschichtet wurde, sollten – sofern sie wieder stärker in Aktien investiert sein wollen – bei Union Investment anfragen, ob sie in zwei Schritten auf das neue Modell wechseln können: Formell müssten sie zuerst der Änderung von 2015 nachträglich zustimmen und könnten dann in das Modell wechseln, das ab Juli 2017 gilt. Union Investment hat Finanztip gegenüber versichert, dass dies aus Kulanz möglich ist.

Was tun, wenn noch zehn Jahre oder weniger bis zur Rente sind?

Die Möglichkeiten, das Ersparte vor Rentenbeginn langsam aber sicher in trockene Tücher zu bringen, ist bei allen Vertragsvarianten der Uniprofirente – der ursprünglichen, der ab 2015 und der ab 2017 – gleich. Kunden haben die Wahl zwischen zwei Varianten.

  1. Kunden können jederzeit freiwillig Kapital in den Unieurorenta umschichten – dann bleibt es aber auch dort. Wer heute einen hohen Depotstand hat und sich diesen sichern will, kann über diese Möglichkeit nachdenken. Allerdings: Der Unieurorenta hat im vergangenen Jahr eine leicht negative Rendite erzielt. Und weitere Verluste sind nicht ausgeschlossen: Vereinfacht gesagt, leiden die Kurse von im Fonds befindlichen Anleihen, sobald das Zinsniveau am Markt steigt. Für Kunden heißt das: Ihr eingeloggtes Guthaben würde tendenziell an Wert verlieren. Sie müssen sich daher zwischen möglichen Kursschwankungen am Aktienmarkt und tendenziell geringeren Kursverlusten am Rentenmarkt entscheiden.
  1. Kunden können auch ein aktives Ablaufmanagement beauftragen. In dem Fall würde Union Investment vier Jahre vor Rentenbeginn jährlich einen Teil des Guthabens in den Unieurorenta umschichten. Auch neue Beiträge fließen direkt in den Rentenfonds.

 

5 KOMMENTARE

  1. Liebes Finanztip-Team,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag – leider fällt bei der ganzen Thematik die Uniprofirente Select (als Alternative zur Uniprofirente 4P) unter den Tisch.
    Ich habe mich vor 3 Jahren für die Uniprofirente Select entschieden da diese in den damaligen Finanztests besser (da flexibler) abgeschnitten hat. Ich habe noch mehr als 35 Jahre bis zur Rente und zahle jeden Monat den Maximalbetrag pünktlich ein.
    Trotz dieser sehr guten Bedingungen (die für ein Aktiensparen sprechen) wurde mein Aktienanteil mit hohen Verlusten diesen Sommer nach dem Brexitvotum komplett in die Sicherungskomponente umgeschichtet. Nachdem die letzten sechs Beitragsmonate auch vollständig in der Sicherungskomponente gelandet sind (deren Rendite derzeit nicht mal reicht um Kosten + Ausgabeaufschläge zu decken), habe ich nun meinen Vertrag beitragsfrei gestellt.
    Ich würde mich freuen wenn Sie den Blog um die Uniprofirente Select und Ratschläge zum Verhalten für junge Menschen, die derzeit in der Sicherungskomponente „gefangen“ sind, ergänzen könnten.

    Vielen Dank
    Christian

    P.S.: Gerne stelle ich Ihnen weitere Vertragsdaten, Depotauszüge und Unterlagen zur Verfügung.

    • Hallo Christian,

      vielen Dank führ Ihren Beitrag. Auch bei der Uniprofirente Select stellt Union Investment zum 1.7. um – künftig soll es eine Mindestaktienfondsquote geben, dafür entfällt die Möglichkeit der Gewinnsicherung. Als Bestandskunde können Sie auf diese neue Variante wechseln. Wir haben allerdings in der Tat noch nicht im Detail auswerten können, inwieweit und wem das zu raten ist. Ich versuche, in den kommenden Wochen (vor Ablauf der Widerspruchsfrist) noch einen Beitrag zu schreiben.

      Ansonsten – falls Sie schnell Bescheid wissen wollen – würde ich raten, dass Sie sich direkt mit Union Investment in Verbindung setzen und sich ganz genau über die Möglichkeiten und ggf. Nachteile aufklären lassen, die der Wechsel beinhaltet. Weisen Sie dort in jedem Fall auf Ihre spezielle Situation hin und fragen Sie, ob Union hier bereits Rechnungen angestellt hat und was sie Ihnen konkret raten würden.

      Ich bitte um Ihr Verständnis, dass wir uns bei der Bearbeitung der Themen immer nach den Empfehlungen richten müssen … :/

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

      • Hallo Frau Zinnecker,

        vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
        Ich habe als Bestandskunde der Uniprofirente Select bisher kein Schreiben zu einer Umstellung erhalten.

        Ich habe nun Union Investment kontaktiert und nach Unterlagen zu der „Uniprofirente Select 2.0“ gefragt. Außerdem habe ich nachgefragt, ob ein Wechsel in die „Uniprofirente Select 2.0“, „Uniprofirente 4P 3.0“ oder der Verbleib in der „Uniprofirente Select 1.0“ empfohlen wird.
        Ich werde an dieser Stelle über die Antwort von Union Investment berichten.

        Meine bisherigen Erfahrungen mit der Beratung von Union Investment sind leider sehr negativ. Es kam zunächst zu Fehlberatungen (Aktivierung der Gewinnsicherung, obwohl dies die Aktienquote senkt (mir aufgefallen und nachträglich geändert)) und danach zu „Durchhalteparolen“, die oft sehr nach Textbausteinen klangen.
        Ich würde mich daher sehr freuen, wenn es Ihnen möglich wäre Ihre Einschätzung zeitnah zu veröffentlichen.

        Vielleicht teilen ja auch noch weitere Kunden hier Ihre Meinung/Erfahrung mit…

        Beste Grüße
        Christian

        • Hallo,

          Union Investment hat ziemlich schnell geantwortet. Wie es scheint sind die Änderungen sehr umfassend und es unterscheidet sich auch deutlicher von der Uniprofirente 4P. Ich zitiere:

          „die Produkt-Änderungen treten zum 1. Juli 2017 in Kraft. Derzeit erarbeiten wir noch die Details. Für die UniProfiRente Select Bestandskunden ändern sich die Verträge nicht. Sie haben aber die Möglichkeit kostenlos zur neuen Version der UniProfiRente Select zu wechseln.
           
          Soviel steht schon fest: Mit der neuen UniProfiRente Select wird eine Mindestaktienfondsquote eingeführt. Diese berechnet sich anhand der Restlaufzeit minus 5 Jahre. Zum Beispiel: Die Restlaufzeit bis zum Beginn der Auszahlphase ist 25 Jahre. Die Mindestaktienfondsquote beträgt dann 20%. Bei einer Restlaufzeit von mehr als 35 Jahren beträgt die Mindestaktienfondsquote immer 30%. Der Aktienanteil im UniProfiRente Select Depot kann auch höher sein, je nach den Bedingungen an den Kapitalmärkten.
           
          Wir empfehlen Ihnen ab Mai/Juni einen Termin in Ihrer Frankfurter Volksbank eG zu vereinbaren. Insbesondere auch um die Frage zu besprechen ob ein Wechsel zur neuen UniProfiRente Select oder ein Wechsel zur UniProfiRente für Sie die interessantere Variante der Altersvorsorge darstellt.“

          • Hallo Christian,

            genau, diese Info hatte ich bislang auch, Mindestaktienfondsquote beim neuen Modell. Dafür, wie gesagt, wohl keine Gewinnsicherung mehr. Sie können entscheiden, ob Sie wechseln möchten oder nicht. Auch wenn es nervt: Versuchen Sie mal, das Beratungsgespräch zu vereinbaren. Ich melde mich, sollten wir – trotz knapper Kapazitäten – noch einen Text zum Thema liefern können. …

            Viele Grüße,
            Sara Zinnecker

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