Die Fondsgesellschaft Union Investment passt ihr Riester-Flaggschiff, den Riester-Fondssparplan Uniprofirente 4P, weiter an das aktuelle Niedrigzinsumfeld an. In diesen Tagen verschickt die Fondsgesellschaft Briefe an ihre 1,7 Millionen Kunden mit Details zu den Neuerungen. Das steht drin:

  1. Ab Juli 2017 sollen neue Beiträge und das Guthaben stärker als bislang im Investmentfonds Uniglobal Vorsorge investiert sein, der einen Aktienanteil von mindestens 51 Prozent aufweist: Insbesondere dann, wenn es am Aktienmarkt stark abwärts geht, verbleiben neue Beiträge und Guthaben künftig zu mindestens 10 Prozent im Uniglobal Vorsorge. Situationen, dass das gesamte Riester-Guthaben eines Kunden ausschließlich im Rentenfonds Unieurorenta investiert ist, soll es in Zukunft nicht mehr geben.
  1. Guthaben, das in fallenden Marktphasen in sichere, aber tendenziell niedrig verzinste Rentenfonds umgeschichtet wurde, muss nicht länger für die gesamte Sparphase dort verbleiben. Es kann, wenn die Märkte wieder steigen, schrittweise zurück in Aktien fließen.

Bereits 2015 hatte Union Investment den Aktienfonds Uniglobal durch den Uniglobal Vorsorge ersetzt. Letzterer muss mindestens 51 Prozent seines Vermögens in weltweite Aktien anlegen. Neben Aktien darf er das Geld der Anleger allerdings auch in lang- oder kurzlaufenden Anleihen investieren, Anlegergeld kurzfristig verleihen oder einen Teil als Bankguthaben halten.

Gut 99 Prozent aller Kunden haben den Fondstausch im Jahr 2015 zugelassen, nur ein knappes Prozent Kunden hat dem Wechsel widersprochen. Finanztip hatte Sparern mit einem großen Kapitalpuffer damals geraten, das alte Modell beizubehalten.

Auch dieses Mal können Kunden den neuen Regeln widersprechen – die Frist beträgt zwei Monate ab Zugang des Schreibens. Allerdings gibt es für die meisten Sparer keinen Grund für einen Widerspruch, im Gegenteil.

Wer an die langfristigen Renditechancen des Aktienmarktes glaubt und zu diesem Zweck einen Riester-Fondssparplan abgeschlossen hat, dürfte die Aussicht auf einen höheren Aktienanteil in seinem Riester-Vermögen eher begrüßen. Dass ein gewisser Aktienanteil in einem Wertpapier-Portfolio über längere Zeiträume eine höhere Rendite verspricht als sichere Rentenfonds, lässt sich zumindest für die vergangenen Jahrzehnte zeigen.

Im Detail: Wieso ist die Niedrigzinsphase ein Problem?

Allen Riester-Verträgen gemeinsam ist, dass Anbieter das Geld ihrer Kunden so anlegen müssen, dass am Ende mindestens wieder die eingezahlten Beiträge herauskommen (sogenannte Beitragsgarantie). Dies gestaltet sich aber in der aktuellen Niedrigzinsphase immer schwieriger – insbesondere dann, wenn der Riester-Vertrag den Anspruch hat, neben der Beitragsgarantie auch möglichst hohe Renditechancen zu eröffnen.

Grob umrissen: Investieren Anbieter die Beiträge in Aktien, riskieren sie, dass bei einem Abschwung an den Börsen Geld verloren geht. Solche Verluste können sie sich aber nur leisten, solange sie sicher wissen, dass sie die Verluste bis zum Ende der Laufzeit noch durch sichere Zinsen ausgleichen können. Denn sie müssen ja die Beiträge in jedem Fall garantieren.

Ein vereinfachtes Beispiel verdeutlicht diesen Mechanismus:
Ein Kunde zahlt 100 Euro Beitrag und erwartet zum Ende der Laufzeit des Vertrags in zehn Jahren seine 100 Euro mindestens zurück. Die 100 Euro werden in Aktien angelegt, deren Kurs im Laufe der Zeit sinkt. Das Guthaben sinkt beispielsweise bis auf 70 Euro. Der Anbieter des Riester-Vertrags wird die 70 Euro dann nehmen und in einen sicher verzinsten Anleihefonds (auch Rentenfonds genannt) investieren. Die Zinsen dieses Fonds müssen dann genau ausreichen, um den Beitrag bis in zehn Jahren wieder auf 100 zu bringen.

Das Problem: Selbst langlaufende Anleihen bringen momentan nur sehr niedrige Zinsen. Außerdem droht auch bei Anleihen ein Kursverlust, wenn die Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren wieder steigen sollten. Das verringert den Spielraum für Anbieter, Verluste hinzunehmen. Im Grunde müssen Anbieter aktuell bereits in Rentenfonds umschichten, wenn das Guthaben im Vertrag nur wenig unter den eingezahlten Beitrag fällt. Im Beispiel würde also bei kleineren Einbrüchen am Aktienmarkt (von 100 Euro auf beispielsweise 97 Euro) der Anbieter die 97 Euro nehmen und in einen niedrig verzinsten Anleihefonds umschichten.

Dieses Guthaben bliebe dann nach den alten Regeln für immer im Rentenfonds investiert. Eine Chance auf ein wenig Aktien im Sparplan hätte der Kunde nur über neue Beiträge. Denn wenn der Aktienmarkt sich entsprechend gut entwickelt, könnten neue Beiträge in Aktien fließen – aber wiederum nur genauso lange, wie das Guthaben die Einzahlung nicht unterschreitet.

Fazit: Im aktuellen extremen Niedrigzinsumfeld ist es wahrscheinlicher als zuvor, recht schnell mit seinem Guthaben in (schlecht verzinsten) Anleihen zu landen. In einem solchen Szenario sind die realen Renditechancen stark eingeschränkt.

Wie hat Union Investment reagiert?

Zunächst hatte die Fondsgesellschaft 2015 ihren Aktienfonds ausgetauscht. Statt in den Aktienfonds Uniglobal flossen die Beiträge von rund 1,7 Millionen Kunden fortan in den Uniglobal Vorsorge. Bei diesem neuen Fonds lässt sich die Aktienquote aktiv steuern: Sie lässt sich je nach Marktlage bis auf 51 Prozent herunterfahren oder mithilfe von speziellen Finanzmarktinstrumenten bis auf 120 Prozent erhöhen.

Dieser Ansatz folgt dem sogenannten Trendfolgemodell. Das heißt: Der Fonds reagiert  erst mit Verzögerung auf Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen der Aktienmärkte. Näheres dazu finden Sie im Ratgeber Riestern mit Fonds. Seit unserem Test von Riester-Fondssparplänen vom April 2016 empfehlen wir diese Variante der Uniprofirente alternativ zur rabattierten DWS Toprente – für all jene Sparer, die sich zumindest eine Chance auf eine höhere Aktienquote bewahren wollten.

Die neue Uniprofirente ab 1. Juli 2017

Wie sich nun herausstellt, war die Umstellung 2015 aber nur der erste Schritt. Ab 1. Juli 2017 will Union Investment über zwei weitere Neuerungen dafür sorgen, dass Kunden bessere Chancen auf Aktienrendite haben.

Einerseits soll ein Teil des Guthabens immer im Aktienfonds Uniglobal Vorsorge investiert sein: Der Aktienfondsanteil soll also niemals auf null sinken. Andererseits soll es die Möglichkeit geben, die Beiträge schrittweise in den Uniglobal-Vorsorge-Fonds zurückzuführen, die einmal im Anleihefonds Unieurorenta gelandet waren.

  1. Aktienfondsquote von 10 Prozent
    Künftig fließen neue Beiträge in allen Marktphasen zu mindestens 10 Prozent in den Uniglobal-Vorsorge-Fonds. Was das Riester-Kapital des einzelnen Kunden betrifft, so wird künftig auch davon ein Mindestanteil im Uniglobal Vorsorge investiert sein. Zum Start der neuen Strategie im Juli 2017 schaut sich Union Investment die Portfolios aller rund 1,7 Millionen Kunden an. Alle diejenigen, die einen großen Teil oder das gesamte Fondsguthaben im Unieurorenta liegen haben, bekommen Teile des Anleihefondsvermögens rückumgeschichtet in den Uniglobal Vorsorge-Aktienfonds. Und zwar so viel, dass initial dann 10 Prozent ihres Guthabens im Aktienfonds steckt.
  1. Schrittweise Rückführung von Guthaben in den Aktienfonds
    Wenn der Aktienmarkt besonders gut läuft, vor allem aber, wenn sich die Zinssituation wieder verbessert, tut sich künftig etwas: In einem solchen Fall würde Union Investment Guthaben, das im Unieurorenta angelegt ist, jeweils in Tranchen zu 25 Prozent zurück in den Uniglobal Vorsorge schichten. Damit steigt der Anteil des Kapitals, der von der günstigen Aktienmarkt-Entwicklung profitieren kann. Bei Sparern mit einer hohen Restlaufzeit kann es schneller zu Rückumschichtungen kommen als im 2015er-Modell. Die Tabelle zeigt, wie sich die drei Generationen der Uniprofirente hinsichtlich der Anlagestrategie in verschiedenen Marktphasen unterscheiden. Eine (sehr) negative Marktentwicklung meint, dass es an den Aktienmärkten (deutlich) nach unten geht – denn die Zinsen sind bereits auf einem extrem niedrigen Niveau. Eine (sehr) positive Marktentwicklung meint, dass es entweder an den Aktienmärkten (stark) bergauf geht oder aber die Anleihezinsen wieder (deutlich) steigen.
So unterscheiden sich die drei Generationen der Uniprofirente
Marktentwicklung Uniprofirente Generation 1 Uniprofirente 4P Generation 2 Uniprofirente Generation 3
bis Ende Juli 2015  bis Ende Juni 2017 ab 1. Juli 2017
negativ Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen zu 90 % in den Unieurorenta, zu 10 % in den Uniglobal Vorsorge.
Kapital bleibt vollständig im Aktienfonds Uniglobal. Kapital bleibt vollständig im Uniglobal Vorsorge, Aktienanteil wird aber zurückgefahren (bis auf 51 % möglich). Kapital bleibt vollständig im Uniglobal Vorsorge, Aktienanteil wird aber zurückgefahren (Aktienanteil im Fonds mind. 51%).
sehr negativ Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen vollständig in den Unieurorenta. Neue Beiträge fließen zu 90 % in den Unieurorenta und zu 10 % in den Uniglobal Vorsorge.
Kapital wird vollständig in den Unieurorenta umgeschichtet. Kapital wird vollständig in den Unieurorenta umgeschichtet. Kapital wird zu 90% in den Unieurorenta umgeschichtet und bleibt zu 10 % im Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil im Fonds mind. 51%, gesamt mind. 5,1 %.)
positiv Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal. Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil wird von 51 % hochgefahren). Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil im Fonds wird von 51 % hochgefahren).
Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta fließt teilweise zurück in den Uniglobal Vorsorge.
sehr positiv Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal. Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil kann 120 % erreichen). Neue Beiträge gehen vollständig in den Uniglobal Vorsorge (Aktienanteil im Fonds kann 120 % erreichen).
Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta verbleibt dort. Kapital im Unieurorenta fließt vollständig zurück in den Uniglobal Vorsorge.
Quelle: Finanztip (Stand: 10. März 2017)


Höhere Renditechancen durch höheren Aktienanteil

Grundsätzlich bewertet Finanztip die neuen Möglichkeiten, sich Aktienquoten zu sichern, positiv, denn Kunden, die sich bewusst für einen Riester-Fondssparplan entschieden haben, sollten auch das bekommen, was diese Produkte versprechen: eine Teilhabe an den Ertragschancen der Aktienmärkte.

Was sollten Kunden nun tun?

Kunden, die 2015 umgestellt haben und künftig mehr Chancen auf Aktienmarkt-Renditen haben wollen, sollten die neuerliche Umstellung zum Juli 2017 zulassen.

Kunden, die 2015 der Umstellung widersprochen haben und noch im Uniglobal investiert sind, können bei ihrer Entscheidung bleiben, sofern ihr Kapitalpuffer komfortabel groß ist – das Guthaben im Sparplan also zum Beispiel die eingezahlten Beiträge um mindestens die Hälfte übersteigt. Die Aktienquote des Vertrags sollte aber auch der persönlichen Risikobereitschaft entsprechen. Wer nur noch kurz bis zur Rente hat, sollte sich überlegen, ob er den Gewinn jetzt abräumen möchten (siehe übernächster Absatz).

Kunden, die 2015 der Umstellung widersprochen haben und deren Guthaben zwischenzeitlich in den Unieurorenta umgeschichtet wurde, sollten – sofern sie wieder stärker in Aktien investiert sein wollen – bei Union Investment anfragen, ob sie in zwei Schritten auf das neue Modell wechseln können: Formell müssten sie zuerst der Änderung von 2015 nachträglich zustimmen und könnten dann in das Modell wechseln, das ab Juli 2017 gilt. Union Investment hat Finanztip gegenüber versichert, dass dies aus Kulanz möglich ist.

Was tun, wenn noch zehn Jahre oder weniger bis zur Rente sind?

Die Möglichkeiten, das Ersparte vor Rentenbeginn langsam aber sicher in trockene Tücher zu bringen, ist bei allen Vertragsvarianten der Uniprofirente – der ursprünglichen, der ab 2015 und der ab 2017 – gleich. Kunden haben die Wahl zwischen zwei Varianten.

  1. Kunden können jederzeit freiwillig Kapital in den Unieurorenta umschichten – dann bleibt es aber auch dort. Wer heute einen hohen Depotstand hat und sich diesen sichern will, kann über diese Möglichkeit nachdenken. Allerdings: Der Unieurorenta hat im vergangenen Jahr eine leicht negative Rendite erzielt. Und weitere Verluste sind nicht ausgeschlossen: Vereinfacht gesagt, leiden die Kurse von im Fonds befindlichen Anleihen, sobald das Zinsniveau am Markt steigt. Für Kunden heißt das: Ihr eingeloggtes Guthaben würde tendenziell an Wert verlieren. Sie müssen sich daher zwischen möglichen Kursschwankungen am Aktienmarkt und tendenziell geringeren Kursverlusten am Rentenmarkt entscheiden.
  1. Kunden können auch ein aktives Ablaufmanagement beauftragen. In dem Fall würde Union Investment vier Jahre vor Rentenbeginn jährlich einen Teil des Guthabens in den Unieurorenta umschichten. Auch neue Beiträge fließen direkt in den Rentenfonds.

 

43 KOMMENTARE

  1. Liebes Finanztip-Team,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag – leider fällt bei der ganzen Thematik die Uniprofirente Select (als Alternative zur Uniprofirente 4P) unter den Tisch.
    Ich habe mich vor 3 Jahren für die Uniprofirente Select entschieden da diese in den damaligen Finanztests besser (da flexibler) abgeschnitten hat. Ich habe noch mehr als 35 Jahre bis zur Rente und zahle jeden Monat den Maximalbetrag pünktlich ein.
    Trotz dieser sehr guten Bedingungen (die für ein Aktiensparen sprechen) wurde mein Aktienanteil mit hohen Verlusten diesen Sommer nach dem Brexitvotum komplett in die Sicherungskomponente umgeschichtet. Nachdem die letzten sechs Beitragsmonate auch vollständig in der Sicherungskomponente gelandet sind (deren Rendite derzeit nicht mal reicht um Kosten + Ausgabeaufschläge zu decken), habe ich nun meinen Vertrag beitragsfrei gestellt.
    Ich würde mich freuen wenn Sie den Blog um die Uniprofirente Select und Ratschläge zum Verhalten für junge Menschen, die derzeit in der Sicherungskomponente „gefangen“ sind, ergänzen könnten.

    Vielen Dank
    Christian

    P.S.: Gerne stelle ich Ihnen weitere Vertragsdaten, Depotauszüge und Unterlagen zur Verfügung.

    • Hallo Christian,

      vielen Dank führ Ihren Beitrag. Auch bei der Uniprofirente Select stellt Union Investment zum 1.7. um – künftig soll es eine Mindestaktienfondsquote geben, dafür entfällt die Möglichkeit der Gewinnsicherung. Als Bestandskunde können Sie auf diese neue Variante wechseln. Wir haben allerdings in der Tat noch nicht im Detail auswerten können, inwieweit und wem das zu raten ist. Ich versuche, in den kommenden Wochen (vor Ablauf der Widerspruchsfrist) noch einen Beitrag zu schreiben.

      Ansonsten – falls Sie schnell Bescheid wissen wollen – würde ich raten, dass Sie sich direkt mit Union Investment in Verbindung setzen und sich ganz genau über die Möglichkeiten und ggf. Nachteile aufklären lassen, die der Wechsel beinhaltet. Weisen Sie dort in jedem Fall auf Ihre spezielle Situation hin und fragen Sie, ob Union hier bereits Rechnungen angestellt hat und was sie Ihnen konkret raten würden.

      Ich bitte um Ihr Verständnis, dass wir uns bei der Bearbeitung der Themen immer nach den Empfehlungen richten müssen … :/

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

      • Hallo Frau Zinnecker,

        vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
        Ich habe als Bestandskunde der Uniprofirente Select bisher kein Schreiben zu einer Umstellung erhalten.

        Ich habe nun Union Investment kontaktiert und nach Unterlagen zu der „Uniprofirente Select 2.0“ gefragt. Außerdem habe ich nachgefragt, ob ein Wechsel in die „Uniprofirente Select 2.0“, „Uniprofirente 4P 3.0“ oder der Verbleib in der „Uniprofirente Select 1.0“ empfohlen wird.
        Ich werde an dieser Stelle über die Antwort von Union Investment berichten.

        Meine bisherigen Erfahrungen mit der Beratung von Union Investment sind leider sehr negativ. Es kam zunächst zu Fehlberatungen (Aktivierung der Gewinnsicherung, obwohl dies die Aktienquote senkt (mir aufgefallen und nachträglich geändert)) und danach zu „Durchhalteparolen“, die oft sehr nach Textbausteinen klangen.
        Ich würde mich daher sehr freuen, wenn es Ihnen möglich wäre Ihre Einschätzung zeitnah zu veröffentlichen.

        Vielleicht teilen ja auch noch weitere Kunden hier Ihre Meinung/Erfahrung mit…

        Beste Grüße
        Christian

        • Hallo,

          Union Investment hat ziemlich schnell geantwortet. Wie es scheint sind die Änderungen sehr umfassend und es unterscheidet sich auch deutlicher von der Uniprofirente 4P. Ich zitiere:

          „die Produkt-Änderungen treten zum 1. Juli 2017 in Kraft. Derzeit erarbeiten wir noch die Details. Für die UniProfiRente Select Bestandskunden ändern sich die Verträge nicht. Sie haben aber die Möglichkeit kostenlos zur neuen Version der UniProfiRente Select zu wechseln.
           
          Soviel steht schon fest: Mit der neuen UniProfiRente Select wird eine Mindestaktienfondsquote eingeführt. Diese berechnet sich anhand der Restlaufzeit minus 5 Jahre. Zum Beispiel: Die Restlaufzeit bis zum Beginn der Auszahlphase ist 25 Jahre. Die Mindestaktienfondsquote beträgt dann 20%. Bei einer Restlaufzeit von mehr als 35 Jahren beträgt die Mindestaktienfondsquote immer 30%. Der Aktienanteil im UniProfiRente Select Depot kann auch höher sein, je nach den Bedingungen an den Kapitalmärkten.
           
          Wir empfehlen Ihnen ab Mai/Juni einen Termin in Ihrer Frankfurter Volksbank eG zu vereinbaren. Insbesondere auch um die Frage zu besprechen ob ein Wechsel zur neuen UniProfiRente Select oder ein Wechsel zur UniProfiRente für Sie die interessantere Variante der Altersvorsorge darstellt.“

          • Hallo Christian,

            genau, diese Info hatte ich bislang auch, Mindestaktienfondsquote beim neuen Modell. Dafür, wie gesagt, wohl keine Gewinnsicherung mehr. Sie können entscheiden, ob Sie wechseln möchten oder nicht. Auch wenn es nervt: Versuchen Sie mal, das Beratungsgespräch zu vereinbaren. Ich melde mich, sollten wir – trotz knapper Kapazitäten – noch einen Text zum Thema liefern können. …

            Viele Grüße,
            Sara Zinnecker

  2. Hallo Frau Zinnecker,

    eigentlich kommentiere ich keine Internetartikel. In diesem Fall möchte ich dieses Prinzip durchbrechen, weil ich Ihnen meinen Dank für den ausgezeichneten Artikel sagen möchte. Informativ, kompetent und auf den Punkt gebracht. So möchte man als Leser informiert werden!

    Herzliche Grüße, Martin Busch

  3. Liebe Frau Zinnecker,

    besten Dank für den klasse Artikel, der mich nun ein wenig zum Nachdenken gebracht hat und leider genau für meinen Fall kein Rat aufgezeigt wurde :-)

    Ich habe ehemals 2015 dank ihres Finanztips bei meiner UniProfiRente dem ersten Fondstausch widersprochen und spare daher nach wie vor in den UniGlobal und NICHT in den Uniglobal Vorsorge. Mein Finanzpuffer beträgt aktuell komfortable 61 %.

    Nun schreiben Sie in Ihrem Newsletter vom 18.03, dass das Guthaben im Sparplan die eingezahlten Beiträge um mindestens die Hälfte übersteigen soll. Das tut es bei mir nicht.

    Summe eingezahlter Altersvorsorgebeiträge: 19.191 Euro
    Stand des Altersvorsorgevermögens: 30.975 Euro

    Es wird aber trotzdem noch weiterhin voll in den UniGlobal gespart, NICHT in UniEuroRenta. Ich bin jetzt 37 Jahre alt und habe noch etwas Zeit bis zur Rente.

    Meine Frage:
    1) Macht es nun aus Ihrer Sicht Sinn, trotzdem nachträglich auf das neue Modell zu wechseln oder hartnäckig weiterhin im UniGlobal bleiben?
    2) Bleibt Ihre EInschätzung, dass wenn das angesparte Vermögen um mind. 30% höher als das Garantiekapital ist (was bei mir der Fall ist, s. Risikopuffer), weiterhin in den UniGlobal zu sparen? Ist also der Risikopuffer entscheidend oder dass das Guthaben im Sparplan die eingezahlten Beiträge um mindestens die Hälfte übersteigt?
    2) Welche anderen Alternativen sind empfehlenswert? An den Fairr-Riester traue ich mich nicht heran, da ich der Sutor Bank langfristig mein Geld nicht anvertrauen möchte (die Gründe haben Sie ja ebenfalls als Contra in ihrer super Darstellung aufgelistet).

    Was ist zu raten?

    Besten Dank für Ihren Support,
    lieben Gruß,

    Julius.

    • Hallo,
      bei mir sieht es ähnlich aus, 20.000 eingezahlt, Stand aktuell 33.000, bisher wurde nichts in UniEuroRenta umgeschichtet und ich hatte auch der Umstellung widersprochen und habe noch Zeit bis zur Rente (bin 40). Nach meiner Rechnung übersteigt doch das Guthaben im Sparplan die eingezahlten Beiträge um mindestens die Hälfte, auch bei Julius – oder habe ich etwas übersehen?
      Jedenfalls frage ich mich, welche Empfehlung in diesem knappen Fall gegeben wird und schließe mich den ausformulierten Fragen von Julius an.
      Ich freue mich auf die Einschätzung.

      Viele Grüße

      • Hallo Frau Stauch,

        zurück aus dem Urlaub habe ich Julius gerade geantwortet. Schauen Sie doch einmal drauf :) Ihr Puffer ist mit 65 Prozent ebenfalls sehr komfortabel – insofern befinden Sie in einer vergleichbaren Situation wie Julius.

        Viele Grüße,
        Sara Zinnecker

    • Hallo Julius,

      entschuldigen Sie die späte Rückmeldung. Aus dem Urlaub zurück, beantworte ich Ihre Frage aber natürlich gern.

      Erstmal Entwarnung: Ihr Puffer beträgt 61 Prozent. In anderen Worten: Ihr Guthaben (30.975 Euro) übersteigt die eingezahlten Beiträge (19.191 Euro = Garantiekapital) um fast 12.000 Euro – das ist deutlich mehr als die von uns empfohlene Hälfte dieser eingezahlten Beiträge (das wären 9.596 Euro). Vielleicht ist die Formulierung etwas umständlich. Leichter ist als Daumenregel zu sagen: Teilen Sie Guthaben durch Beiträge und schauen Sie, dass der Quotient größer als 1,5 ist :)

      Insofern ist unsere Einschätzung wie gehabt: Dabeibleiben. Warum? Sie können die 100 Prozent Aktienquote im bislang besser performenden „alten“ Uniglobal-Fonds weiter mitnehmen. Beim aktuellen Zinsniveau könnte der Aktienmarkt um fast 40 Prozent einbrechen und Sie würden noch nicht umgeschichtet. Sollten die Zinsen steigen, wird Ihr Spielraum bis zur Umschichtung sogar noch größer. Die Strategie entspricht der ursprünglichen Idee Ihrer Anlage, möglichst stark in Aktien investiert zu sein und neben der Förder- auch eine gute Aktienrendite für Ihren Vertrag zu erzielen.

      Natürlich ist diese Strategie nicht völlig risikolos. Wägen Sie daher den „Worstcase“ noch einmal ab: Der Aktienmarkt legt in der Niedrigzinsphase einen richtigen Crash hin (Einbrüche von 40 Prozent und mehr). In dem Fall fahren Sie mit der neuen Uniprofirente besser, da Sie in der Erholung des Marktes Guthaben zurück in Aktien geschichtet bekämen. Dafür verzichten Sie tendenziell auf Aktienquote in „normal“ schwankenden Börsenzeiten.

      Ich hoffe, ich konnte Ihr Anliegen damit adressieren. Falls noch Fragen bestehen, schreiben Sie bitte einfach noch einmal.

      Viele Grüße,
      Sara Zinnecker

  4. Hallo Frau Zinnecker,

    ich bin erst jetzt auf den Beitrag gestoßen und finde ihn sehr interessant.

    Mir geht es wie den beiden Vorrednern Julius und Petra.
    Ich habe bisher knapp 20.000 EUR eingezahlt und das Altersvorsorgevermögen beträgt gerundet 32.000 EUR. Auch ich bin noch ein sog. Altfall, bedeutet ich hatte 2015 widersprochen und zahle weiterhin in den UniGlobal. Auch bei mir ist es bis zur Rente noch über 20 Jahre Zeit.

    Sie schreiben, dass man im UniGlobal bleiben kann, sofern der Kapitalpuffer groß genug ist, also das Guthaben im Sparplan die eingezahlten Beiträge um mind. die Hälfte übersteigt. Das trifft meines Erachtens bei mir nicht zu, obwohl ich Ihre Erklärung „Guthaben im Sparplan…mind. die Hälfte übersteigt“ ehrlicherweise nicht ganz verstehe.

    Da würde ich mir nach Möglichkeit bitte noch etwas Aufklärung wünschen. Auch dahingehend, falls mein Verständnis richtig ist (also, dass ich den von Ihnen beschriebenen Kapitalpuffer nicht habe). Da wäre es sehr nett, wenn Sie eine Empfehlung geben könnten, was ich/wir dann nach Möglichkeit tun sollten (im UniGlobal verbleiben oder die anderen Alternativen suchen). Ich schließe mich demnach Julius und Petra an.

    Vielen Dank und freundliche Grüße

    • Hallo Frau Rau,

      es tut uns leid, dass unsere Formulierung im Blogbeitrag missverständlich ist. Ich werde sie mir morgen mal vornehmen uns sie anpassen. Ihr Fall ist aber mit Julius und Frau Stauch vergleichbar. Der Quotient aus Guthaben und eingezahlten Beiträgen ist größer als 1,5, Ihr Puffer damit komfortabel. Unsere Einschätzung wäre es daher, bei der „alten“ Sparvariante zu bleiben (s. Antwort an Julius).

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

  5. Guten Tag Frau Zinnecker,

    bei mir verhält sich es fast genauso wie bei Julius, Petra und Carmen. Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt (2015) ebenfalls widersprochen. Stand 31.12.2016: eingezahlte Altersvorsorgebeträge mit Grundzulage: 14.200 Euro, Wert der Fondsanteile: 20.000 Euro.

    Was empfehlen Sie zum jetzigen Zeitpunkt?

    Mit freundlichen Grüßen

    Björn Echtermeyer

    • Hallo Herr Echtermeyer,

      Ihr Puffer ist mit gut 40 Prozent etwas geringer als der der anderen Leser. Sie würden umgeschichtet, sollte der Aktienmarkt um knapp 30 Prozent einbrechen. Leider lässt sich nicht verbindlich sagen, ob so etwas passiert (keiner hat die Glaskugel). Rechnungen lassen – wegen ihrer vielen Annahmen – nur den sehr allgemeinen Schluss zu, dass eine „sehr geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Aktienmarkt im nächsten Jahr 30 Prozent an Wert verliert“.

      Wägen Sie also noch einmal den Worstcase ab und überlegen Sie sich, ob Ihr ursprüngliches Anlageziel (die Chance auf eine gute Aktienrendite) im jetzigen Niedrigzinsumfeld (das Umschichtungsrisiko nimmt zu) noch trägt. Die neue Sparvariante der Uniprofirente birgt weniger Chance auf Aktienrendite in Zeiten, in denen Börsen normal schwanken, bietet aber bessere Chancen auf Rendite in Zeiten, in denen Börsen stark ausschlagen.

      Eine gute Entscheidung und viele Grüße,
      Sara Zinnecker

  6. Liebe Frau Zinnecker,

    Sie sind der Hammer! Vielen herzlichen Dank für Ihre hilfreichen, pragmatischen, verständlichen und substanziellen Antworten. Sie sind ein wahrer Lichtblick im Finanzdschungel, der es einem Laien wie mir ermöglicht, dank solcher Hilfestellungen seine Anlagen selbst kritisch zu prüfen und zu steuern.

    Wenn ich könnte, würde ich Ihnen eine „Merci“-Schokolade durch’s Netz schicken. Verdient hätten Sie es. :-)

    Herzlichen Gruß und Happy Weekend,
    Julius.

  7. Hallo Frau Zinnecker,
    ich (52 Jahre jung) habe die UNI-Profi-Rente seit 2006 und habe 2015 der Umschichtung wiedersprochen.
    Das Deport setzt sich wie folgt zusammen 53% Uni Global; 46 % UniEuroRenta.
    Das eingezahlte Geld fließt seit 2015 fast komplett in den UniEuroRenta.
    derzeitig in den Rentenfonds; eingezahlt 21142 Euro; Depotstand 29313 Euro;
    Sollte ich aus Ihrer Sicht noch in die Variante 2017 wechseln (sofern Union Investments das zulässt)?

    Viele Grüße
    Norbert

    • Hallo Norbert,

      entschuldigen Sie die verspätete Antwort. Wie es aussieht, haben Sie einen ausreichenden Puffer: Gut 15.500 Euro Guthaben müssten nach Ihren Angaben im Aktienfonds liegen, um gut 8.000 Euro übersteigt Ihr Depotstand die eingezahlten Beträge. Der Kapitalpuffer ist also mit knapp 53 Prozent sehr komfortabel. Vor dem Hintergrund und auch angesichts der aktuell sehr hohen Börsenstände verwundert uns, dass Ihre Beiträge aktuell in den Rentenfonds fließen. Ist dem aktuell noch so?

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

  8. Hallo Frau Zinnecker, liebe Finanztip-Leser,

    nachdem ich meine alte UniProfi Rente Select 1.0 im Dezember beitragsfrei gestellt hatte, nachdem ich komplett in Rentenpapieren gefangen war, have ich also diese Woche mit Union-Investment mehrfach und länger telefoniert und mich über die neue UniProfi Rente Select 2.0 informiert. Der Mindestanteil der Chancenkomponente ist in der Tat Restlaufzeit in Jahren minus 5; maximal jedoch 30%. D.h. Gerade junge Menschen erhalten einen sehr viel höheren Anteil der Chancenkomponente. Zusätzlich kann man – im Gegensatz zur UniProfi Rente 4P – bei der Chancenkomponente wählen zwischen einem reinen Aktienfond (Uniglobal II), sodass man auch sicher 30% Aktien hat, und dem Mischfond Uni vorsorge wie er auch bei der UniProfi Rente 4P zum Einsatz kommt (mit bis zu 50% Rentenpapieren). Somit kann man in jungen Jahren die Rendite aus dem Aktienfond nutzen und später sein Depot mit dem Mischfond möglicherweise stabilisieren. Es gibt noch weitere Details, die ich gerne auf Nachfrage ausführen kann. Für junge Menschen scheint mir die UniProfi Rente Select 2.0 attraktiver zu sein als die UniProfi Rente 4P 3.0 (Mindestaktienanteil 30% vs. 5% (10% Mischfond mit 50% Aktien))
    Das große ABER: Entgegen früheren Zusagen, verweigert Union-Investment derzeit den Wechsel von der UniProfi Rente Select 1.0 in die neue Version 2.0. Eine automatische Umstellung – wie bei der UniProfi Rente 4P 2.0 -> 3.0 – erfolgt sowieso nicht. Aber auch auf ausdrücklichen Wunsch wird diese abgelehnt. Auch das Ruhen lassen des UniProfi Rente Select 1.0 Vertrages und ein Neuabschluss wird verweigert. Einzige Möglichkeit derzeit: Den alten Vertrag vollständig kündigen (womit man alle Garantieansprüche verliert und auf den Kosten sitzen bleibt) und dann völliger Neuabschluss (davon rät jedoch selbst Union Investment ab).
    Möglich ist natürlich auch das Ruhen lassen des alten Vertrages und ein Neustart mit DWS oder Fairr. Von einem weiteren Einzahlen in die UniProfi Rente Select 1.0 rät mittlerweile sogar der Kundenservice von Union Investment ab (wenn man etwas nachbohrt) sofern man nicht eine sehr hohe Aktienquote hat…

    Ich hoffe sehr dass sich Union hier noch bewegt und einen Wechsel ermöglichst. Vielleicht kann Finanztip dort im Sinne der Verbraucher auch mal nachfragen…

    Viele Grüße
    Christian

    • Hallo Christian,

      besten Dank für Ihren erneuten Beitrag. Von Union Investment habe ich die Information, dass Sie auf die neue Uniprofirente Select wechseln können, indem Sie den alten Vertrag kündigen und das Kapital dann auf den neuen Vertrag übertragen. Kosten fallen laut Union Investment in diesem Fall „im Grunde keine“ an. Da müsste man nachhaken, was darunter genau zu verstehen ist.

      Welche Garantieansprüche meinen Sie, wenn Sie sagen, dass diese wegfallen? Die Höchststandssicherung? Diese fällt in der Tat weg – dafür haben Sie aber durchgehend eine höhere Aktienquote. Das ist eine Frage, die Sie persönlich für sich abwägen müssten …

      Was mich an der Stelle interessiert: Wie genau lautete die Begründung von Union Investment, dass Sie besser nicht kündigen und neu abschließen? Wenn Sie hier noch eine Antwort parat haben, kann ich damit noch einmal auf Union Investment zugehen.

      Ansonsten ist vielleicht noch interessant für Sie zu wissen, dass wir im Lauf des Juli vorhaben, Riester-Fondssparpläne neu zu testen. Diesmal beziehen wir voraussichtlich die Uniprofirente Select mit ein,

      Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen.

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

      • Hallo Frau Zinnecker,

        meine UniProfi Select 1.0 wurde Anfang – Mitte 2016 mit hohen Verlusten komplett von Aktien in Rentenpapiere umgeschichtet, obwohl ich noch über 30 Jahre zur Rente habe.
        Meine Garantiesumme (Einzahlungen + Förderung) beträgt ca. 6000€ mein Kontostand jedoch nur 5300€. Wenn ich nun die UniProfi Select 1.0 kündige, um in die UniProfi Select 2.0 (oder sonst wohin) zu wechseln beträgt der neue Kontostand 5300€ und auch die neue Garantiesumme beträgt nur noch 5300€. Ich verliere somit >10% Garantiesumme (ich hoffe das war jetzt verständlich). Bei einem Wechsel in die UniProfi 4P 3.0 fallen 50€ + 0,5% Depotwert als Wechselgebühr an, ob dabei auch die Garantiesumme bei Konten die im Minus liegen verloren geht ist nicht klar bisher.
        Daher raten (manche) Mitarbeiter von Union Investment meinen Vertrag mit der UniProfi Select 1.0 einfach liegen zu lassen, auch wenn derzeit nicht zu erwarten ist, dass dieser jemals wieder ins Plus kommt, da ich dann zumindest die eingezahlten Beträge zurück bekomme bei Renteneintritt, und mit einem neuen Vertrag zu starten.

        Allgemein ist es extrem schwierig bei Union Investment an brauchbare Aussagen zu kommen und immer wieder sind Aussagen widersprüchlich. So hat mir Union im November 2016 mitgeteilt, dass „ein Wechsel von Select zu 4P zu keiner höheren Aktienquote führen würde“. Nun rät man mir dringend zu einem Wechsel und begründet dies mit einer höheren Aktienquote….
        Manche Mitarbeiter von Union sagen, dass die Select für konservative Anleger auf geringe Schwankungen optimiert ist und daher grundsätzlich einen geringeren Aktienanteil hält (sowohl Select 1.0 als auch 2.0). In der Pressemitteilung vom 13.03. schreibt Union hingegen, dass sie bei der Select 2.0 eine Aktienquote von 100% im reinen Aktienfond anstreben (die 4P hat ja einen Mischfond).
        Mir ist immer noch nicht wirklich klar wie sich die beiden Produkte 4P und Select im Steuerungskonzept unterscheiden…. Eine solche Übersichtstabelle, wie Sie diese für die 4P herausgegeben haben, bekommt man von Union für die Select Rente nicht.
        Es heißt man soll nur Produkte kaufen die man versteht und nachrechnen kann – da man von Union praktisch keine Infos bekommt ist es nicht möglich die Produkte nachzuvollziehen – das ist unseriös und sehr ärgerlich (ich kann Ihnen gerne die Mail von Union + meine Gesprächsnotizen zukommen lassen).

        Ferner ist die Beratungs- und Vertriebsstruktur eine Qual: Immer wieder heißt es, dass die ((zum Teil) kompetenten) Mitarbeiter der Zentrale in Frankfurt nicht beraten sollen/dürfen und man sich an eine Filiale wenden müsse. Ich war in zwei Filialen und diese können solche Detailfragen überhaupt nicht beantworten (dass die Select 2.0 bald startet war dort nicht mal bekannt). Von Union wurde mir dazu geraten ich solle ca. 10 verschiedene, große Bankfilialen besuchen, um einen passenden Berater zu finden, der sich mit dem Fonds-Riester wirklich gut auskennt.
        Ähnlich sieht es mit Rabatten auf den Ausgabeaufschlag aus. Da diese 5% ja über die gesamte Laufzeit „mitverzinst“ werden, reduziert der Ausgabeaufschlag die Rendite nicht unerheblich und sorgt auch für eine frühere Umschichtung, da man immer 5% im Minus startet. Eine Reduktion/Erlass ist angeblich über manche Banken möglich, aber bei welchen wollte man mir bisher nicht sagen. Auch dort wurde mir geraten ich solle „mal mindestens 5 – 10 Filialen besuchen und mich umhören“. Nach der Logik kann ich jetzt meinen Jahresurlaub nehmen und zu einer Rundreise durch Deutschlands Volks- und Reifeisenbanken aufbrechen 😉

        Ich bin sehr gespannt auf Ihren erneuten Test der verschiedenen Fonds-Riester. Vielleicht erhalten Sie ja mehr Auskünfte (vor allem auf Fakten gestützt und nicht nach dem Motto „Vertrauen Sie auf uns dass die 4P Rente für junge Menschen das Beste ist (warum ist unser Betriebsgeheimnis)“).
        Sollte es nicht mehr Infos geben, werde ich zu Fairr wechseln – dort erhält man wenigstens Infos. Ich habe größere „Simulationen“ mit Excel durchgeführt – sollte es Union gelingen große Teile bis zur Rente in Aktien zu halten, schneiden sie (trotz mehr als doppelt so hoher Gebühren) besser ab. Wenn nicht schlechter….

        Ich hoffe sehr, dass die Union in Zukunft – für die Kunden, die dies wünschen – transparenter, flexibler und kundenfreundlicher wird.

        Ich hoffe es gelingt mir noch einen brauchbaren Fond-Riester zu finden…
        Beste Grüße
        Christian

        • Hallo Christian,

          danke für die weiteren Details. Das ist für uns immer sehr interessant, einen Einblick auch in die Beratungspraxis der Unternehmen draußen zu bekommen. Man sieht, wie der dezentrale Vertrieb an seine Grenzen stößt – für den Verbraucher ist das einfach nur ärgerlich.

          Gegenüber Finanztip hat sich Union Investment allerdings immer sehr bemüht, Informationen zur Verfügung zu stellen und alle möglichen Fragen zur Anlagepolitik etc. zu beantworten. Auch zur Uniprofirente Select habe ich Material, muss jetzt aber erst einmal tiefer in das Produkt einsteigen. Wir bemühen uns sehr, das Thema im Anschluss für Sie und alle anderen Betroffenen transparent aufzuarbeiten.

          Noch kurz zu einigen Punkten Ihrer Mail und der Frage, wie das Anlagemodell der Select eigentlich funktioniert. Wie wir das sehen (auf den ersten oberflächlichen Blick) kommt die Select von einer täglichen Optimierung des Depots (sichere versus chancenreiche Komponente) und geht in Zukunft eher in Richtung Lebenszyklusmodell (Aktienquote richtet sich nach der Restlaufzeit). Möglicherweise bietet die neue Select daher für alle, die noch lang ansparen, die höhere Chance auf Aktien im Depot.

          Wie gesagt, wir schauen genau rein und melden und dann im Lauf des Juli wieder.

          Beste Grüße,
          Sara Zinnecker

          • Hallo Frau Zinnecker,

            vielen Dank für die erneute Rückmeldung.
            Ich bin sehr gespannt auf Ihre Ergebnisse.
            Schön wäre es ja wenn es eine Kombination aus Lebenszyklusmodell (es startet erstmal jeder für einige Jahre mit einem hohen Aktienanteil) und einem dynamischen Modell (danach wird geschaut ob Umschichtungen nötigt sind oder nicht) gäbe. Bei den reinen Lebenszyklusmodellen (wie bei Fairr) wird die Rendite durch den langen Anteil in Renten vor der Rente sehr geschmälert, da ja auch dann umgeschichtet wird, wenn es gar nicht nötig wäre da man hinreichend im Plus ist.

            Ich bekomme von Union auch Infos zugeschickt, aber oft nur sehr oberflächliche Aussagen und eben zum Teil auch Widersprüche (mir wurde bei Vertragsabschluss zur Aktivierung der Gewinnsicherung geraten, da „diese bei jungen Menschen die Aktienquote nicht reduziert und daher nur Vorteile bietet“. Da mir dies Spanisch vorkam und bei mir bereits sehr früh umgeschichtet wurde habe ich erneut nachgefragt und dann hieß es „unabhängig vom Alter sorgt die Gewinnsicherung für eine deutlich frühere Umschichtung in die Sicherungskomponente. Personen die eine hohe Aktienquote wünschen sollten die Gewinnsicherung unabhängig vom Alter nicht aktivieren“. Ich habe die Gewinnsicherung dann deaktiviert, wurde aber dennoch vollständig umgeschichtet). Oft bin ich mir auch nicht sicher was Verkaufsmarketing ist und was „richtige Fakten“ sind.

            Sollte sich die Select 2.0 als gut herausstellen, bleibt für die Kunden der bisherigen Select 1.0, die im Minus sind, weiterhin das Problem, dass sie nicht in die Select 2.0 wechseln dürfen ohne den Altvertrag zu kündigen (und damit die bisherigen Verluste realisieren zu müssen). Auch wer im Plus ist hat das Problem, dass er im Falle seines Wechsels aus der Gewinnsumme eine Garantiesumme macht und damit das Risiko einer vorzeitigen Umschichtung deutlich steigt….

            Bis in den Juli
            Christian

  9. Hallo Frau Zinnecker,

    bei mir verhält es sich ähnlich wie bei Julius. Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt (2015) ebenfalls widersprochen und bin somit auch aktuell noch im Uni Global mit 100% Aktienquote . Ich werde dieses Jahr, 48 Jahre alt.
    Stand 31.12.2016: Eingezahlte Altersvorsorgebeträge 13474,–Grundzulage: 2403,–, Wert der Fondsanteile: 28.365,–, Garantiertes Kapital: 15877,–

    Sollte ich Ihrer Ansicht nach nun den Widerspruch aus 2015 zurücknehmen, um so in den Uni Global Vorsorge wechseln zu können?

    Mit freundlichen Grüßen

    Noah Krämer

    • Hallo Herr Krämer,
      seien Sie bitte so nett und schauen, was ich Julius am 20. April 2017 geschrieben habe. Diese Antwort gilt auch für Sie, mit dem Unterschied, dass Ihr Puffer noch etwas komfortabler ist.
      Beste Grüße,
      S. Zinnecker

  10. Hallo Frau Zinnecker,
    bei mir verhält es sich ähnlich wie bei Norbert. Auch ich bin 52 Jahre, habe die UniProfiRente seit 2006 und habe 2015 der Umschichtung widersprochen. Seit dem Widerspruch werden alle Einzahlungen in den UniEuroRenta angelegt. Was würden Sie mir raten. Den Widerspruch von 2015 zurückzuziehen und dann vollständig in den UniGlobal Vorsorge zu wechseln oder den vertrag so weiterlaufen zu lassen wie bisher? Alternativ könnte ich auch einen Wechsel zu Fairr vornehmen.
    Info zum Vertrag (Stand 31.12.2016):
    Eingezahlte Beträge: 14540,- Wert der Fondsanteile: 21187.-,Garntiertes Kapital 15939
    Meine Frau (mittelbar Zulagenberechtigt) Eingezahlte Beträge 330.-, Wert der Fondanteile 9613.-, Garantiertes Kapital 6712.-
    Viele Grüße
    Michael

    • Hallo Michael,

      Ihr Puffer (des Hauptvertrags) ist mit gut 30 Prozent etwas geringer als der von Norbert. Sie riskieren also eher als manche Mitstreiter, dass Ihr Guthaben komplett und ab dann fest im EuroRenta landet. (Ab einem Einbruch der Börsen von 25 Prozent würde es bei Ihnen knapp). Solche Einbrüche hat es in der Tat auch zwischendurch schon mal gegeben. Im vergangenen Februar waren es mal knapp 20 Prozent. An Ihrer Stelle lohnt es sich, sich noch einmal die Vor- und Nachteile aller Varianten vor Augen zu führen und dann abzuwägen.

      1) Dabeibleiben würde bedeuten: Weiterhin der Strategie folgen, so viel wie möglich in Aktien zu investieren. Laufen die Märkte erstmal weiter, können Sie Ihren Puffer auch bei voller Einzahlung weiter erhöhen. Bei gleichbleibenden Märkten und vollen Einzahlungen schrumpft der Puffer allmählich. Es bleibt das Risiko, dass sich der Puffer nicht (schnell genug) vergrößert und der Tag kommt, an dem das Guthaben an Wert verliert und dann in im EuroRenta festsitzt.

      2) Auf das neue Modell wechseln würde bedeuten: Sie stecken ggf. nicht alles der neuen Beiträge in Aktien. Sondern, je nachdem, wie der Uniglobal Vorsorge gesteuert wird, fließt auch ein Teil in sichere Anlagen. Wenn es klappt, dass Union die Tendenzen am Markt mit dem Uniglobal Vorsorge antizipiert, kaufen Sie sich damit mehr Puffer ein und würden ggf. später umgeschichtet. Klappt es nicht, ist ihr verbliebenes Guthaben im EuroRenta, hat aber die Chance stufenweise zurück in Aktien zu fließen (am wahrscheinlichsten wäre das jedoch, wenn das Zinsniveau ansteigt). Neue Beiträge fließen zumindest zu 10 Prozent in den Uniglobal Vorsorge.

      3) Sie können auch Ihre Strategie ändern und das Guthaben bereits heute absichern. Etwa dann, wenn Sie die Risiken höher einschätzen als die Chancen und Ihnen das Guthaben und die daraus resultierende Rente vielleicht schon ausreicht. Sie können meines Wissens auch heute schon mit Union vereinbaren, dass das Guthaben auf dem heutigen Stand in den sicheren Fonds umgeschichtet wird. Mit einem Wechsel zu Fairr könnten Sie das vorhandene Kapital einloggen und hätten für die Restlaufzeit im Zuge des Ablaufmanagement noch eine geringe Aktienquote. Sie müssten dann auch der Finanzkraft der Sutorbank vertrauen.

      Ich nehme an, dass beide Verträge nur mit derselben Strategie bespart werden können. Ansonsten hätte Ihre Frau natürlich für sich genommen, den etwas komfortableren Puffer. Noch dazu zahlt sie deutlich weniger ein und riskiert nicht, dass durch hohe Einzahlungen auf hohem Börsenniveau dieser Puffer allzu schnell schmilzt. Hier müssten Sie sich ggf. noch einmal erkundigen.

      Ich hoffe, das hilft bei der Entscheidung.

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

  11. Habe auch die Uniprofirente, mir wurde geraten zur AltenLeipziger zu wechseln, ebenfalls ein Fondprodukt. Leider habe ich keine Informationen zu dem Produkt auf Finanztip.de gefunden und bin ratlos bei meiner Entscheidung, ob sich ein Wechsel lohnt. Wo kann ich unabhängige Hilfe bekommen? Habe alles was ich hier finden konnte gelesen und recherchiert, bin in meinem konkreten Fall jedoch immer noch ratlos.

    • Hallo Kurt,

      darf ich fragen, wer Ihnen zu diesem Wechsel geraten hat? Die Alte Leipziger bietet derzeit, wie ich es sehe, nur eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung an. Da die Beiträge gesichert werden müssen, kann so eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung lediglich Überschüsse in Fonds anlegen – und nicht etwa all Ihre Beiträge. Deshalb und aufgrund der verhältnismäßig hohen Kosten rät Finanztip von solchen Verträgen ab. Die Kosten können Sie seit Januar gut anhand der verpflichtenden Produktinformationsblätter vergleichen.

      https://www.alte-leipziger.de/FR50-LB-30-PIB-2017-05.pdf
      https://www.union-investment.de/startseite/einzelseiten/Muster-PIBs/9d2cMusterPIB_PKzQ_UPR_Lfz30.pdf

      Viele Grüße,
      Sara Zinnecker

      • … ein „freier“ Makler war der Tippgeber. Danke für schnelle Rückmeldung!

        Wie ist im Produktinformationsblatt der UniProfiRente das * in der Beispielrechnung zu verstehen? („Die Bedingungen für die Verrentung [Monatliche Altersrente) stehen noch nicht fest“) hängt das mit der Auszahlung bis 85 in Form eines Fondsauszahlplans zusammen? Die Auszahlung übernimmt ja später mal die R+V: Kann es hier Schwierigkeiten geben (bzw. ist dies ein echter Nachteil)?

        • Hallo Kurt,

          einen garantierten Rentenfaktor gibt es in der Regel nur, wenn Sie von Vornherein eine Rentenversicherung abschließen, die Anspar- als auch Rentenphase aus einer Hand koordiniert. Bei den Riester-Fondssparplänen hat sich (bis auf Fairr) dagegen der Auszahlplan bis 85 durchgesetzt, erst danach steigt die Rentenversicherung mit ein. Und erst kurz vorher erhalten Sie die (dann gültigen) Rentenkonditionen genannt.

          Während Sie also bei der Rentenversicherung schon vorher genau wissen, was einmal mindestens an Rente rauskommt, ist das beim Fondssparplan anders. Wie viel Rente Sie aus dem Auszahlplan schöpfen, kommt einmal darauf an, wie gut Ihr Vertrag vorher lief. Je mehr Kapital Sie (mit Hilfe von Aktien) ansparen konnten, umso besser. 2/3 davon stehen dann, der Daumenregel nach, im Auszahlplan zur Verfügung. 1/3 geht nach Kostenabschlag zur Rentenversicherung. Für den Auszahlplan ist entscheidend, wie Ihr Anbieter das angesparte Geld verwaltet.

          Union Investment gestaltet den Auszahlplan so, dass sie auch in der Auszahlphase noch versuchen, eine Rendite zu erzielen, ohne das Kapital zu gefährden. Offiziell wird dazu täglich die Zusammensetzung des Depots überprüft. https://www.union-investment.de/startseite/ihre-ziele/fuer-das-alter-vorsorgen/riester-rente/uniprofirente/a84e20161109_VAV2016-1002_AW_UPR_Riester_Auszahlphase_Leporello_VR.pdf. Sie als Sparer vertrauen also auch in der Auszahlphase auf das Anlagegeschick Ihres Anbieters.

          Dass dann die Rentenversicherung ab 85 greift, stellt aus Finanztip-Sicht kein Problem dar. R+V haben ein sehr gutes Rating, was die Finanzkraft angeht. Ich habe mal geschaut: Bei der R+V Riester-Rentenversicherungen liegt der garantierte Rentenfaktor derzeit bei 31, wenn Sie 30 Jahre angespart haben. Das ist ordentlich (und deutlich besser als der Rentenfaktor 25, den die Alte Leipziger bietet) …

          Ich meine, an Ihrer Stelle ist es entscheidend, dass Sie sich überlegen, ob Sie weiterhin hinter der Strategie der Uniprofirente stehen – also dahinter stehen, möglichst viel der Beiträge in Aktien zu wissen. Vielleicht scheint Ihnen die Strategie mittlerweile zu riskant und Sie wüssten wirklich heute gern schon ganz genau, mit welcher Rente Sie später rechnen können. Dann sollten Sie sich mehrere (klassische) Riester-Rentenversicherungen anschauen und gut (Wechsel-, bzw. neue Abschluss-)Kosten vergleichen.

          Unser derzeitiger Ratgeber samt Empfehlung ist dieser hier: http://www.finanztip.de/riester/rente/. Finanztip plant auch einen neuen Test im Bereich Riester-Rentenversicherungen noch in diesem Jahr. Dank der Produktinformationsblätter sollte ein Vergleich deutlich leichter sein als früher. Wollen Sie so lange nicht warten und wollen Sie das Angebot des Vermittlers abwägen, sind folgende Fragen / Infos sicherlich hilfreich:

          – Versuchen Sie rauszukriegen, welches Riester-Produkt der Vermittler genau verkaufen wollte (Tarifname?). Möglicherweise gibt es doch noch ein anderes Produkt, das ich auf die Schnelle nicht gefunden habe. Fragen Sie nach dem Produktinformationsblatt (PIB)!

          – Legen Sie beide PIBs (Alte Leipziger und Uniprofirente) nebeneinander, bzw. lassen Sie sie den Vermittler für Sie vergleichen (vor Ihren Augen). Wäre doch auch mal spannend, wenn der
          Vermittler – wenn er beide PIBs vor sich liegen hat – seine Empfehlung begründet.

          – Mit welchen Argumenten hat er Ihnen den Wechsel bisher nähergebracht? Sind die schlüssig?

          – Normalerweise raten wir von einem Wechsel hin zu einer Rentenversicherung eher ab, weil oft noch Abschlusskosten über 5 Jahre „abgeschrieben“ werden. Erst danach bekommen Sie in der Regel etwas von der Rendite mit. Fragen Sie den Vermittler, was Sie an Abschlusskosten über 5 Jahre hinlegen müssten, wenn Sie wechseln! Fragen Sie, warum in diesem Fall ein Wechsel zu Ihrem Vorteil wäre.

          – Fragen Sie den Makler, ob er noch andere Anbieter von Riester-Rentenversicherungen im Gepäck hat, und warum er genau die Alte Leipziger empfiehlt.

          Ich hoffe, das hilft weiter!

          Beste Grüße,
          Sara Zinnecker

  12. Hallo Frau Zinnecker,
    war im Urlaub, daher erst jetzt meine Antwort. Seit September 2015 geht meine mtl. eingezahlte Rate komplett in den Rentenfonds – UniEuroRenta! Depotgesamtwert= 29.679,57 – davon aktuell 52,45% im Uni Global = 15.566,74 EUR; der Rest im Rentenfonds = 47,55 % 14.112,83 EUR; – habe gerade aktuell in das Depot gesehen :-). Mich verwundert es ebenfalls, das die Einzahlungen komplett in den UniEuroRenta gehen seit September 2015!

    Viele Grüße
    Norbert

    • Hallo Norbert,
      wir stellen in der Redaktion gerade noch einmal Überlegungen an, um der Sache auf den Grund zu gehen. Was Sie betrifft, könnte ja auch andere betreffen und von Nutzen sein. Daher noch eine wichtige Frage. Welches Renteneintrittsalter haben Sie denn mit Union Investment vereinbart? Möglich ist ja 62 bis 67.
      Viele Grüße,
      Sara Zinnecker

  13. Hallo Frau Zinnecker,
    Rentenbeginn mit 65 Jahren, eingezahlt wird also bis 2030 – voraussichtliches Ende der Ansparphase (lt. Jahresinfo von UI)=31.12.2030

    Gruß aus Schleswig-Holstein
    Norbert

  14. Union Investment schreibt jetzt scheinbar gezielt die Personen an, welche 2015 der Umstellung widersprochen haben. Ich hatte gestern ein entsprechendes Schreiben in der Post. Wenn ich nicht vorher schon hier auf Finanztipp über das neue Fondsmodell etwas gelesen hätte, hätte ich keinen blassen Schimmer, was Union eigtl. von mir will.
    Jedenfalls liegt dem Schreiben ein Formular bei, mit dem ich Rückwirkend meinen Widerspruch von 2015 zurücknehme und dann zum 01.08.17 in den neuen UniGlobal Vorsorge wechseln würde. Mein Vertrag läuft seit 2005 und er läuft aktuell noch genau 30 Jahre. Ich bin zu 100% im UniGlobal Investiert. Die Wertentwicklung verläuft bisher prächtig. Mein Puffer (Depotwert : Garantiesumme; Stand 31.12.16) liegt bei 1,78…
    2015 lag er noch bei 1,62.
    Ich sehe aktuell keinen Grund in das neue Modell zu wechseln und werde gar nichts machen.
    Immerhin muss ich dem erneuten Umstellungsversuch nicht widersprechen.

  15. Hier dasselbe: Habe auch am Samstag den Brief bekommen, mein Puffer beträgt 1,53. ich werde auch nichts machen. Wundert mich, dass ich so kurz vor Ablauf informiert werde. Hat jemand eine Erklärung dafür? Danke jedenfalls für diesen Artikel aus dem März.

  16. Eine Dialog über geplante Gas-Pipeline Nachfrage: Selbst wenn es zu einem heftigen Crash kommt, und alles in EuroRenta umgeschichtet werden würde (aus denen man dann in der Version 1 nicht mehr rauskäme), bliebe ja immer noch die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen und zu einem anderen Anbieter mit 100% Aktien zu wechseln, oder sehe ich das falsch?

    • Hallo Herr Anhäuser,

      ich wollte noch ergänzen: Ein Wechsel ist meist nur dann möglich, wenn Sie noch einige Jahre bis zur Rente haben. Bei Fairr sind es meines Wissens nach 12 Jahre, bei der DWS meine ich, es sind 20 Jahre. Dazu kommt: Außer Union Investment bietet Ihnen derzeit kein Anbieter die Chance, voll in Aktien zu investieren. Die DWS steuert das Portfolio je nach Marktrisiko. Fairr verfährt ja nach dem Lebenszyklusmodell, das heißt, je näher Sie an der Rente kommen, desto weniger Aktien haben Sie. Ein Wechsel zu einer Rentenversicherung ist wegen der Kosten und geringeren Renditechancen unserer Ansicht nach ebenso wenig ratsam … Sie sind also leider nicht ganz so frei.

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

  17. Ein Wechsel ist möglich, aber dabei geht auch immer Geld verloren.

    Ich verstehe Union auch nicht, warum man so Hartnäckig versucht die Riester Sparer in das andere Modell zu schieben.
    Ich kann nur mutmaßen, das Union irgendwas mit dem UniGlobal vorhat, wofür man die Riester Sparer nicht gebrauchen kann. Das alles ausschließlich zum Wohle der Sparer geschieht, glaube ich schlicht nicht. Dafür waren bisher auch die Informationen viel zu dünn. Das so viele einfach umgestellt haben, lag auch zum großen Teil an dem 2015 versendeten Brief. Denn dort hieß es Sinngemäß: Außer das sich der Name von UniGlobal in UniGlobal Vorsorge ändert, passiert nichts. Das es sich um eine gänzlich andere Anlagestrategie handelt, war dem Brief, dem übrigens jegliche Informationen zum neuen Fonds fehlten, nicht zu entnehmen. Nachdem ich mich im Internet, bei Finanztipp und Finanztest selbst Informiert hatte, war klar => Die Umstellung ändert sehr viel. Was genau musste ich mir selbst zusammenklauben, daher Wiederspruch!

    • Hallo Daniel,

      das ist genau das was mich auch stört: Als interessierter Kunde enthält man von der Union praktisch keine Infos und wenn dann häufig noch widersprüchliche. Immer wieder wird man in die Filialen vor Ort verwiesen wo die Mitarbeiter meist weniger Ahnung haben als man selbst.
      Alle Infos muss man sich im Internet etc. zusammen suchen und dann kann man sich nicht sicher sein was stimmt.
      Ich dachte eigentlich Union sei als Teil der Volks- und Reifeisenbanken zwar teuer aber auch gut und kundenorientiert. Das mit dem teuer hat sich bestätigt aber gut….??
      Erstaunlich ist ja dass die Kunden der UniProfi Rente 4P in den neuen Vertrag gedrängt werden, die Kunden der Select aber weder informiert werden und auch auf Nachfrage nicht wechseln dürfen…

      Ich hoffe ja sehr dass Union hier deutlich transparenter und kundenfreundlicher wird, durch Druck von Kunden und von Verbraucherportalen wie Finanztip.

      Viele Grüße
      Christian

  18. Hallo Frau Zinneker,

    ich schließe mich meinen Kollegen an – dieser Artikel und ihre klaren und sehr konkreten Antworten auf Rückfragen sind extrem hilfreich und wir sind Ihnen alle mehr als dankbar für den tollen Job, den Sie machen.

    Endlich habe ich verstanden, wie Sie den „Puffer“ errechnen. Mit einem Quotienten von 1.8 (bezogen auf alle Einzahlungen) bzw. 1.9 (nur auf meine Einzahlungen bezogen) und 100% im UniGlobal bislan fühle ich mich sicher genug, im „alten“ 2015er Modell zu bleiben.

    Irgendetwas kocht Union Investment hier, wenn die sich sogar die Mühe machen, die gerade einmal 1% an Leuten, die den Änderungen 2015 widersprochen haben, neu anzuschreiben. Und da ich selbst in einer Branche arbeite, in der alle nur das Beste (nämlich das Geld des Kunden) wollen, bleibe ich da, wo Union Investment nicht haben will: Beim ursprünglichen Modell :-)

    VIELEN HERZLICHEN DANK NOCHMALS, Sie machen einen genialen Job!

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas P

  19. ..habe jetzt auch das Schreiben von UI bekommen, die wollen anscheindend mit aller Macht versuchen, die Riester-Sparer in das „neue“ Modell zu drücken.

  20. … bei mir ist die Situation ähnlich wie bei Norbert, Einzahlungsbeginn: 30.12.2005, Einzahlungsende 30.12.2025, gemäß Finanztip 2015 der Änderung widersprochen, bisheriger Gesamt-Depotwert ist komplett in der UniEuroRenta, nix in UniGlobal. Frau Zinnecker, Vertrag ohne Änderungsangebot so laufen lassen oder gemäß Ihres Beitrages vom 13. März 2017 UnionInvestment mit einem aktiven Ablaufmanagement beauftragen ?, siehe Punkt 2 zum Schluss Ihres Beitrages.
    Freundliche Grüße
    Gregor

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