Beiträge von Sovereign

    Durch das Punktesystem ist Dein Anteil festgeschrieben und kann nicht wieder rückgängig gemacht werden.

    Man wird damit integraler Bestandteil einer "politischen Verteilungsmasse" - und da werden schon mal "mitten im Spiel" die Regeln geändert. Das sollte man zumindest mit bedenken.

    Naja, "bei Bedarf", wann hat man denn Bedarf?

    Solche Fälle ("Bedarf an Zugriff bzw. Liquidität") habe ich gerade bei Älteren diverse Mal live erlebt: Angefangen von großen privat-persönlichen Veränderungen (Beispiel: Neue Partnerschaft) über verändere Pläne oder Prioritäten (Beispiel: Lebensabend im Ausland verbringen) bis zu traurigen Entwicklungen (Beispiel: Schwerwiegende Krankheiten mit reduzierter Restlebenserwartung) - um nur einige Beispielfälle zu nennen.


    Meine Assets kann ich dagegen jederzeit (von "rund um die Uhr" über "börsentäglich" bis zu "sehr zeitnah") liquidieren und habe damit vollen Zugriff und insbesondere die Verfügbarkeit über meine Mittel. Wie mache ich das mit den angesparten "Entgeltpunkten in der GRV" ... ?

    Ich bin auch sicher, dass man die GRV zukunftsfähig machen kann und machen wird.

    Die Frage, die sich mir dabei automatisch und zwangsläufig aufdrängt: Warum hat man damit nicht vor > 35 Jahren adäquat angefangen, als die signifikanten Probleme der GRV perspektivisch bereits ganz klar absehbar waren ... ?


    Da die "Währung" der meisten Politiker "Wählerstimmen" sind, kann man die GRV nicht komplett vor die Wand fahren lassen (> 20 Millionen Rentner in Deutschland ?). Das sehe ich also zumindest ähnlich. Nichtsdestotrotz wird das System GRV m. E. perspektivisch noch weiter unter Druck geraten. Den Steuerzahler kann man nicht beliebig schröpfen (Bundeszuschuß beträgt m. W. schon jetzt um die fast unvorstellbare 110 Mrd. € im Jahr ... !?) und die Beiträge kann man auch nicht nach Belieben erhöhen. Zudem macht die dringend benötigte sog. "qualifizierte Zuwanderung" (als demographisch erwünschte Entlastungsmöglichkeit) eher einen Bogen um Deutschland (solche Zuwanderer zieht es eher in andere Länder - während hier stark in das Sozialsystem zugewandert wird).


    Die GRV in dieser Ausgestaltung (als Umlagesystem) habe ich schon in den 90er (nach eigenen Recherchen) sehr kritisch gesehen (und mich deshalb daraus verabschiedet sprich gegen eine freiwillige Weiterzahlung von GRV-Beiträgen entschieden; beim Schritt in die damalige Selbständigkeit). Nach meinen Beobachtungen hat sich diese meine damalige kritische Einschätzung der GRV realisiert.


    Nur meine bescheidene persönliche Meinung.

    Was sich mir bei dem Thema "freiwillige Beiträge" (in die GRV) nicht so recht erschließt: Zum einen ist das doch eine "Wette" auf ein (sehr) langes Leben ... ? - und zum anderen (aus meiner Sicht noch viel problematischer) habe ich doch auf diese Teile meines Vermögens danach keinerlei Zugriffsmöglichkeiten (und auch keinerlei Einflußmöglichkeiten) mehr ... ?


    Wie sollte ich bei Bedarf wieder an meine in die GRV verschobenen (aus meiner Sicht "versenkten") Mittel herankommen können ?

    McProfit


    Vollumfängliche Zustimmung zu Deinem Beitrag Nr. 12


    Wenn ich mir - aus meinem Erfahrungen - eine winzige Präzisierung diesbezüglich erlauben darf:

    Ebenfalls genauso wie bei Immobilien. zu den steigenden Mieten erhöht sich auch langfristig der Wert der Immobilie.

    (nachträglich gefettet von mir)


    Nach meinen Erfahrungen erhöhen sich - in aller Regel - langfristig die Werte der Grundstücke auf denen die Immobilien stehen (wenn denn die Lagen halbwegs stimmen) - während parallel die auf dem Grundstück stehende jeweilige Immobilie tendenziell eher an Wert verliert (und/oder Investitionen erforderlich sind um den Wert der Immobilie zu erhalten). In aller Regel überkompensiert der erste Prozess den zweiten, so daß man häufig eine Aussage hört wie "langfristig steigen Immobilien im Wert" - dabei bezieht sich dies eher nur auf den "Grund und Boden" auf dem die Immobilien stehen.


    Bei genauer Betrachtung handelt es sich bei den Wertsteigerungen nicht selten auch nur um eine Art der "Vermögensillusion". Verkauft jemand beispielsweise in Frankfurt - wegen eines berufsbedingten Umzugs - seine Immobilie, um sich in München eine vergleichbare Immobilie zuzulegen, dann wird diese "Vermögensillusion" schnell deutlich. Dabei sind die Transaktionskosten noch gar nicht berücksichtigt. Das nur am Rande.



    Nur meine ganz bescheidene persönliche Meinung - in dem Fall aufgrund langjähriger Erfahrungen.


    Dir weiterhin viel Erfolg in Sachen Finanzen und eine eiserne Gesundheit !

    Seit dem Ende des Bretton-Woods-System (1973) - und damit gezwungenermaßen nur noch in einem Fiat-Money-System befindlich - beobachte ich den Umgang der Staaten und der staatlichen Notenbanken mit dem staatlichen Papier- sprich Zettelgeld. Zudem hatte ich mich im Kontext mit dem Nixon-Schock (1971) recht intensiv mit der Geld- und Währungsgeschichte beschäftigt (beginnend sozusagen schon 10.000 v. Chr. mit dem Tauschhandel in einer arbeitsteiligen Produktionsweise über die Antike bis in die Jetztzeit sprich die damalige Gegenwart). Auch im Zusammenhang mit der wichtigen Frage, wie man sich und seine Ersparnisse vor dem Umgang der Staaten und der staatlichen Notenbanken mit ihrem staatlichen Papiergeld schützen kann. Nach meinen damaligen Recherchen könnte ein Fiat-Money-System sogar einige Vorteile gegenüber einem Goldstandard bieten. Conditio sine qua non dafür wäre aber eine seriöse, honorige und von kaufmännischer Umsicht geprägte Vorgehensweise der Staaten und insbesondere der staatlichen Notenbanken mit dem Fiat-Money. Daran muß man bei Realitätsbezug aber schwerste Zweifel haben.



    Insoweit hatte mich damals (2008) die Aussage des ominösen "Satoshi Nakamoto" (oder so ähnlich jedenfalls; die wahre Identität des Mannes scheint ja bis heute unbekannt zu sein ...?) sehr fasziniert, denn sein Statement bringt das Dilemma präzise und perfekt auf den Punkt:


    "Das Kernproblem konventioneller Währungen (Anmerkung von mir: Jedenfalls insbesondere seit 1971) ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muß vertraut werden, daß sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen"


    Sein Grundgedanke hatte mich also schon Jahrzehnte zuvor intensiv beschäftigt. Besonders auch nochmals Anfang der 90er Jahre im Kontext mit dem Vertrag von Maastricht (1992) bezüglich des geplanten Experimentes einer Einheitswährung (die nach meinem Dafürhalten schwerste Konstruktionsfehler aufweist). Auch dürfte es kein Zufall sein, daß dieses sein Konzept ausgerechnet in der Finanzkrise (2008) dann das Licht der Welt erblickte und nach der Finanzkrise und mit Ausbruch der Eurokrise (ab 2010) seinen (Kurs)Aufstieg (wenn auch unter starken Schwankungen) begann.


    Bedauerlicherweise habe ich als damals schon älterer (und zudem nicht technik-affiner) Mensch zwar den konzeptionellen Ansatz sofort und bestens verstanden - das Ganze aber von der technischen Umsetzungsseite her nicht ansatzweise durchdrungen; und daher niemals in Bitcoin investiert, um meine Ersparnisse zu schützen- denn generell investiere ich nur in Dinge, die ich wenigstens halbwegs begreife. Damals wurde ich von mehreren Seiten (von Jüngeren) auf ein gemeinsames Investment in Bitcoin angesprochen (Kurse waren damals um die 10 € bzw. um die 100 € nach meiner Erinnerung). Ein bißchen schade vielleicht - wobei ich auch so (ohne Bitcoin) finanziell ganz gut zurechtkomme.


    Jedenfalls berührt der konzeptionelle Ansatz (Bitcoin) die wesentliche Grundfrage des Fiat-Money-Systems (s. o. das Zitat von Satoshi Sakamoto). Und auch weitere Grundfragen wie beispielsweise die Überlegung, ob eine oder mehrere private Alternativen zum staatlichen Geld das Geld-System und insbesondere die Währungen insgesamt nicht verbessern könnten. Konkurrenz belebt bekanntermaßen zum einen das Geschäft und sorgt zum anderen via Wettbewerb für die besten Ergebnisse. Vielleicht würden (müßten) sich Staaten und Notenbanken auch etwas mehr Mühe mit ihrem Geld und dessen Werthaltigkeit geben, wenn es dazu Währungs-Alternativen (außer Papiergeldwährungen) und damit eine echte Konkurrenz gäbe ...?


    In Sachen Bitcoin sitze ich zwar nur auf der "Zuschauertribüne" - nichtsdestotrotz verfolge ich das mit einem laienhaften (die technische Seite und Umsetzung betreffend) Interesse. Auch wie beispielsweise eine EZB mit dem Thema Bitcoin umgeht (siehe in dem Kontext auch das EZB-Projekt "Digitaler Euro") finde ich sehr spannend. Die Tiraden gegen Bitcoin der EZB Bänker Ulrich Bindseil und Jürgen Schaaf hatte ich hier schon mal kurz erwähnt (s. Nr. 66).


    Ob man nun das dahinterstehende Konzept bzw. den Bitcoin selbst für eine gute und seriöse Angelegenheit hält oder auch nicht: Im Vergleich beispielsweise zum Euro und insbesondere dem Umgang der beteiligten Staaten (Länder der Eurozone) sowie der zuständigen Notenbank (EZB) mit den eigenen den Euro betreffenden EU-Verträgen (AEUV) - könnte man Bitcoin, nach meinem Dafürhalten, fast als Ausbund an Seriosität und honoriger Vorgehensweise auffassen ...


    Wenn man beides als "Währungen" verstehen will - was einige Protagonisten in meinem Umfeld tatsächlich so auffassen: Sowohl gegen die Währung "Bitcoin" als auch gegen die Währung "Gold" hat der Euro - in einer jedenfalls für eine Währung sehr kurzen Zeitspanne - massiv bis zumindest sehr kräftig devaluiert.


    Das dürfte also interessant bleiben und könnte sogar noch spannender werden.



    Nur meine ganz bescheidene persönliche Meinung.


    Gute Gedanken und ebensolche Finanzentscheidungen wünsche ich allerseits !

    Halbiert sich das Bild demnächst?

    Viel spannender, weil aus finanzieller Sicht deutlich interessanter, ist aus meiner Sicht (und ganz offensichtlich auch der vieler anderer) die Frage, in welcher Zeitspanne sich demnächst der Euro wieder gegenüber Bitcoin und/oder gegenüber Gold "halbiert" ?


    Aus meiner diesbezüglichen - in Sachen Bitcoin - absoluten Laiensicht (Kundigere, wie beispielsweise Du Referat Janders, mögen mich diesbezüglich gerne korrigieren):


    Die Ratio "Bitcoin vs Euro" begann ja erst um 2010 herum mit einem ersten Wechselkurs der im Cent-Bereich lag (das Konzept zum Bitcoin stammt m. W. aus 2008). Inzwischen notiert Bitcoin gegenüber dem Euro m. W. bei um die 57.000 € - und muß sich damit wohl einige Male halbiert haben ... ?


    Zur Einführung des Euro als Buchgeld meine ich mich bei der Ratio "Gold vs Euro" an Kurse um 260 € herum erinnern zu können. Inzwischen notiert Gold gegenüber dem Euro um 2.225 €. Da scheint es wohl auch schon zu "Halbierungen" gekommen zu sein ... ?

    Rechtlich ist es absolut kein Problem, die Immobilie zu teilen.

    Das ist selbst einem schlichten Gemüt wie mir klar, daß es da (relativ) einfache Gestaltungen gibt. Das Juristische ist aber nur ein Teil ...

    Ob die Partner miteinander auskommen, ist natürlich die andere Frage.

    Das ist ja in Beziehungen generell die Frage (vermutlich hören Hollywood-Filme deshalb auch mit dem Happy-End auf - weil danach die "Beziehungsarbeit" erst losgeht) ...


    Nach meinen Erfahrungen ist das nach einer Trennung, Scheidung usw. aber oftmals um das "miteinander auskommen der Partner" nicht so gut bestellt, um es noch subtil zu formulieren. Zumal der Gedanke zur Trennung, Scheidung ganz selten konsensual und auch noch beiden gleichzeitig in den Sinn kommt ...; siehe hierzu schon Nr. 20 Abs. 2).

    Alles für einen ist natürlich die sauberere Lösung, was das Vermögen anbelangt.

    Sehe ich ebenso - und so habe ich das auch stets selbst gehandhabt.


    Um mal ganz persönlich zu werden: Meine (ganz wenigen und sehr langjährigen) Lebensabschnittspartnerinnen wohnten stets mietfrei. Das war nicht mal ein Gesprächsthema (wäre heute vielleicht - im Sinne des Feminismus - anders ... ? Keine Ahnung.). Einmal nur war ich über lange Zeit temporärer Mitbewohner (meist von Fr. bis So.) in der Immobilie meiner Partnerin - hatte damals einen Dauerauftrag in Höhe der hälftigen Annuität eingerichtet. Auch das war nicht mal Gesprächsthema (außer in zwei beiläufigen Nebensätzen). Bei nüchterner Betrachtung hätte ich eigentlich die Immobilie nicht mit tilgen sondern nur hälftig (oder sogar anteilig für drei Tage pro Woche ?!) eine marktübliche Miete überweisen sollen. Man gerät da schnell in holpriges Gelände ... Wollte ich mir (uns) stets ersparen. Eine klare Zuordnung im Sinne "eine Immobilie, ein Eigentümer" ist die sauberste und im Fall der Fälle auch die einfachste Lösung (beim Auseinanderdividieren).


    Ganz generell: Rechtliche Verquickungen - sozusagen im Bereich "Sachenrecht" die "unbeweglichen Sachen" betreffend - sehe ich aufgrund der Beobachtungen in und mit meinem Umfeld tendenziell eher kritisch. Das gilt nicht nur eine rechtliche Gemeinschaft wie die Ehe sondern auch für Erbengemeinschaften (da sind fast alle andere Assets als ausgerechnet Immobilien deutlich praktikabler und besser zu handhaben; von Dingen wie direkten Unternehmensbeteiligungen, GmbH-Anteilen usw. vielleicht mal abgesehen).



    Nur meine ganz bescheidene persönliche Meinung - in dem Fall basierend auf (eher negativen) Erfahrungen und Beobachtungen in meinem Umfeld.

    McProfit

    Vollumfängliche Zustimmung zu Deinem realitätsbezogenen + praxisnahen Beitrag Nr. 40 :thumbup:

    Deckt sich Eins zu Eins mit meinem jahrzehntelangen Erfahrungen in dem Bereich.



    Da bleibt - aus meiner Sicht - nur noch hinzuzufügen

    Daher sind die Notarkosten aufgrund der gestiegenen Immobilienpreise in den letzten Jahren automatisch zu Gunsten der Notare überdurchschnittlich mitgestiegen.

    So wie automatisch auch die Grunderwerbssteuer zu Gunsten der Bundesländer - nicht selten um den Faktor 10 (!) allein seit Ende der 90er Jahre aufgrund der Melange aus steigenden Immobilienpreise einerseits und (in meinem Bundesland) einer Verdreifachung (!) des Hebesatzes dieser Steuer andererseits ...

    Wenn sich der Kurs verhundertfacht,

    Eine Welt, in der ein Bitcoin bei 5,5 Millionen € notiert - möchte ich mir lieber nicht en detail vorstellen.


    Vermute, die EZB auch nicht. Wenn ich an die diesbezüglichen Tiraden der EZB Bänker gegen Bitcoin denke ...


    Obwohl ich etwas Gold (wenn auch nur als Versicherung) halte, behagt mir schon dessen Anstieg um den Faktor ca. 8 allein seit 1999 nicht. Auch weil Gold - für mich jedenfalls - wie ein Fieberthermometer den (Krankheits)Zustand der (Finanz und Währungs)Welt anzeigt ...

    insbesondere auch die des Euro.


    Insofern wären mir deutlich niedrigere Notierungen für Gold viel lieber.

    dann bist du schon bei ungefähr 25% deines Vermögens :D , falls sich dein sonstiges Vermögen in jenem Zeitraum seitwärts bewegt.

    Allerdings nur dann, wenn derjenige Protagonist als Halter von Bitcoin in einer derart dramatischen Kursrallye nicht irgendwann schon vorher verkauft hätte ...


    Ich will weder das eine (siehe schon oben die 5,5 Mio. € je Bitcoin) noch das andere (mein Vermögen bewegt sich nur noch seitwärts) hoffen.

    Alleine, an eine Verhundertfachung des Bitcoin-Kurse mag ich nicht so recht glauben ;)

    Wobei das ja schon damals beim Kurs von 100 $ - nach der ersten (?) Verhundertfachung von etwa einem Dollar aus - nur ganz wenige glauben wollten ... Gab es davor nicht schon eine weitere sprich zweite Verhundertfachung (?) von etwa einem Cent aus auf einen ganzen Dollar ... ? :/

    Wenn ich keine Bücher mehr kaufe, kann ich mehr für die Rente vorsorgen

    Der Eindruck (mit den immer weniger Büchern) könnte tatsächlich entstehen, da sich hierzulande fast der Eindruck aufdrängt, daß inzwischen mehr Menschen mit einem intellektuellen Existenzminimum auskommen müssen - als mit einem finanziellen ...

    oder was war noch einmal der Bezug zum Thread-Thema?

    Nach meiner Erinnerung wurde der Artikel von KaffeeOderTee verlinkt (Nr. 2.177). Vielleicht kann er/sie da für Erhellung sorgen ... ?


    Der Bezug könnte in dem (meines Erachtens abwegigen) Ansatz bestehen in einige Floskeln (eher "Phrasen") Steinmeiers eine "kollektivistische Ausrichtung" (a la GRV ?!) hinein zu interpretieren (s. schon meinen Beitrag Nr. 2.189 Abs. 4).


    Der von Dir erwähnte (eingeforderte ?) "Bezug zum Thread Thema" könnte dagegen gut in meinem Beitrag Nr. 2.191 zu finden sein:


    Wenn Herr Steinmeier seine eigene (üppige und in Barwerten millionenschwere) zu erwartende "Rente" nicht als "Investment" auffasst und versteht (s. Thread Thema: "GRV ungleich Investment"), da kann die Promotion für sein Buch (auch via FAZ) zwecks Ankurbelung des Verkaufs desselben - vielleicht eher das passende "Investment" für seine "Rente" sein ... ?


    Obwohl die ja - wie schon damals die vom Herrn Blüm - nicht nur sischäähh sondern auch sicher sehr hoch sein wird ...



    Um in dem Kontext eine hochgeschätzte Schweizer Kollegin zu zitieren: "Mit der Legalisierung des Cannabiskonsum (seit dem 1. April (?) - aber kein Aprilscherz (!)) kann man sich bei Euch jetzt wenigstens die Zustände in Deutschland völlig legal "schön rauchen" - und noch dazu einmal jährlich sein Geschlecht per offiziellem Eintrag gemäß SBGG ändern lassen. Wenn ich dann nicht den Euro statt unserem Schweizer Franken hätte - würde ich mich glatt um eine Einbürgerung in Deutschland bemühen" ...


    Und wenn das eine gestandene Dame aus Zürich sagt, will das schon was heißen ...


    Genau mein Humor.

    Kleiner Nachtrag zu Nr. 2.189


    Wie mir heute ein geschätzter Kollege (der in Berlin wohnt) mitteilte ist der Beitrag in der FAZ von Herrn Steinmeier vor dem Hintergrund zu sehen, daß in den nächsten Tagen (um den 22. April herum) sein Buch (Titel "Wir"; zum gleichen Thema sprich "Patriotismus"- jedenfalls, was Herr Steinmeier darunter versteht) den Verkaufsstart hat ...

    Das bezog sich natürlich nur auf meine persönliche Erfahrung.

    Man könnte fast annehmen, daß sich diese Erfahrung auf nur einen einzigen Fall (oder zumindest ganz wenige Fälle) beschränkt ...

    Und da war es leider schon so, dass der Makler für mich als Käufer nichts getan hat. Der Verkäufer hätte ihn auch nicht gebraucht, aber hat ihn genommen, weil er ihn nicht bezahlen musste. Es war ein Markt, in dem Immobilien sofort weg waren, mehr als ein paar Fotos machen, eine Anzeige schalten und einmal die Tür aufschließen war nicht erforderlich.

    Keine Frage: Das "kann" im Einzelfall durchaus so sein. Es "kann" aber natürlich auch völlig anders sein.


    Das fängt ja schon damit an, daß der Aufwand (von der Besichtigung und Einwertung über die Erstellung eines Exposees samt Texten, Fotos, Lageplan, Grundrißskizze usw. bis hin zu Inseraten, der Durchführung von Besichtigungsterminen usw.) für eine 1 ZKB-Wohnung und das große Penthouse oder das freistehende EFH mit Garten im Prinzip jedenfalls ziemlich ähnlich ist - obwohl die Courtage (da abhängig vom VK-Preis) eine völlig andere sein dürfte ...


    Von den anderen Umständen mal ganz abgesehen (Marktsituation, Standort des Objektes, Marko- und Mikrolage, Preisvorstellungen des Verkäufers, Besonderheiten im Einzelfall wie Reparaturen, Sanierungen, ggf. Mietaufhebungsverträge etc. pp.).


    Zu erzielende Verkaufspreise und Vermarktungszeiten stehen meist in einem ursächlichen Zusammenhang. Auch bei guten Objekten und bei guter Marktlage habe ich schon Vermarktungszeiten von locker 6 bis 12 Monaten erlebt; mit dem entsprechenden Aufwand für den Makler. Das gilt insbesondere dann, wenn ein Verkäufer einen möglichst guten Preis erzielen will.

    Ich fände es sinnvoller, wenn der den Makler bezahlen müsste, der ihn bestellt.

    Kann man so sehen.


    Das sog. "Bestellerprinzip" wurde ja im Bereich "Vermietung" per Gesetz (meine, das war im Juni 2015 herum) dahingehend geändert, daß der Besteller (also in aller Regel der Vermieter) damit den Makler bezahlen muß. Mit der Idee dahinter die Mieter zu entlasten. Ob das wirklich so funktioniert, darüber kann man sehr geteilter Meinung sein. Für meinen Teil sehe ich das eher kritisch.


    Schon ganz generell: Vermietung basiert immer auf einer Gesamtkalkulation. Werden mitten im Spiel die Rahmenbedingungen (Regeln) einseitig - also zu Lasten einer Seite - geändert, entstehen logischerweise Unwuchten und Verzerrungen. Das mag in Gebieten mit Wohnungs-Leerstand noch anders aussehen - in einem Markt, der durch signifikanten Mangel (Angebot und Nachfrage fallen weit auseinander) gekennzeichnet ist, wird die Courtage dann nicht selten in die Miete eingepreist, weil eben die Gesamtkalkulation nicht mehr hinhaut.


    Was ich - gerade für Mieter - nach dieser Neuregelung (Bestellerprinzip) noch nachteiliger fand: So einige Vermieter mit eher häufiger Fluktuation (Kleinwohnungen, Apartments, Studentenwohnungen usw.) konnten die ab dann bei jedem Mieterwechsel ständig anfallenden Courtagen nicht tragen und viele (gerade jene, die eher günstig vermietet haben) wollten auch nicht ständig die Mieten erhöhen. Einige dieser Privatvermieter sind dann schlicht aus der Vermietung ausgestiegen und haben ihre Immobilien (nicht selten an "Profis") verkauft. Ob es danach für die Mieter wirklich besser (günstiger) wird, wage ich stark zu bezweifeln.


    Die Aufforderung die Vermietungen dann selbst zu machen, ist da oft auch keine Lösung. Nicht selten sind das schon ältere Menschen oder Leute, die nicht in der Nähe der Immobilie leben oder Menschen, die mit dem bürokratischen Aufwand schlicht überfordert sind etc. pp.


    Bei bestimmten Wohnungen (eher geringe Miete) ist es zudem häufig nicht einfach überhaupt noch einen Makler zu finden, der das übernimmt (da die Courtage gesetzlich gedeckelt ist und sich an der Miete orientiert). Nicht wenige Maklerfirmen machen gar keine Vermietungen mehr oder nur noch für entsprechend gute und langjährige Kunden mit einem größeren Wohnungsbestand.


    Eine ziemlich komplexe Thematik. Die für alle beste Lösung wäre sicherlich ein wieder ausgeglichenerer Wohnungsmarkt. Das läuft aber seit sehr vielen Jahren (jedenfalls in unserem Ballungsgebiet hier) immer nur in die gegenteilige Richtung sprich vereinfacht gesagt "immer mehr Menschen bei gleichzeitig immer weniger zur Verfügung stehendem Wohnraum".



    Nur meine ganz bescheidene persönliche Sicht - in dem Fall beruhend auf langjährigen Erfahrungen.

    Viel mehr hat mich beim Immobilienkauf die Maklercourtage geärgert.

    Falls die Frage erlaubt ist: Wie viele Immobilien (im Rahmen der Altregelung; m. W. bis 12/2020 bzw. Neuregelung ab 01/2021) hattest Du denn bis dahin via Makler gekauft ... ?

    Das war sehr viel mehr Geld für sehr viel weniger Leistung…

    Nach meinen Erfahrungen hängt dies immer entscheidend von Einzelfall ab. Eine derart pauschale Aussage geht - nach meinem Dafürhalten - an der Realität vorbei.


    Apropos Realitätsbezug: Ansonsten gilt nach meinen langjährigen Erfahrungen für Makler nichts anderes als auch für Anwälte, Politiker, Ärzte, Handwerker, Architekten etc. pp.: Es gibt absolute Murkser, Schlechte, Durchschnittliche, Gute und Top-Leute. Wie sollte es auch anders sein ... ?!

    Zur Geldsicherung mag ein Neubauprojekt geeignet sein, als Geldanlage eignen sich mehr gebrauchte Wohnungen. Neu kostet hat merklich mehr, als gebraucht und beim Verkauf ist es in jedem Fall gebraucht.

    Sehe ich ganz ähnlich und das entspricht auch meinen Erfahrungen.


    Wobei zum Aspekt "Geldsicherung" sprich "Vermögenssicherung" - aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen - auch ein wirklich guter Standort gehört.


    Um beispielhaft einen Fall aus meinem Umfeld zu nennen: Ein Bekannter hatte sich Anfang der 90er eine ganz nette Wohnung im Hintertaunus (am Rande des Ballungsgebietes) gekauft (zwecks Eigennutzung) - ich damals zufällig eine ziemlich vergleichbare Wohnung in Frankfurt am Main in Toplage (zwecks Vermietung). Die Schere den Verkehrswert der beiden Wohnungen betreffend ist seit Kaufvertrag immer nur noch weiter aufgegangen ...


    Ähnliches ist mir auch schon bei dem Thema "Tangible Assets" aufgefallen (beispielsweise in den Bereichen Uhren und Oldtimer; soll im Bereich "Kunst" ähnlich sein, da habe ich aber keinerlei Erfahrungen): Im sehr gehobenen und/oder Topbereich sind die Preise (Uhren, Oldtimer) eher stabiler als in der Mittel- oder Unterklasse. Meine Vermutung ist, daß dort konjunkturelle Aspekte, Inflation, Rezession, Stimmungen usw. etwas weniger durchschlagen, weil da fast niemand (schon gar nicht schnell) verkaufen muß. Typische Notverkäufe beispielsweise habe ich in dem Bereich nur extrem selten erlebt. Natürlich gibt es auch da Preisschwankungen, diese sind aber eher begrenzt. Bestimmte Objekte in dem Bereich haben (halten) immer ihren Preis (es gibt da schlicht eine Untergrenze; da die Besitzer solcher Objekte preisliche Schwankungen in aller Regel aussitzen können). Bislang war das jedenfalls meine Erfahrung. Was natürlich keine Garantie für die Zukunft darstellt.


    Vor dem Hintergrund würde ich - ganz persönlich - das Thema "Immobilie" insbesondere als "Wohneigentum" (sprich selbst genutzte Immobilie) auch immer ganz besonders unter dem Aspekt der Lage betrachten. Siehe hier in einem zwar anderen Strang aber genau in dem Zusammenhang:

    Nur am Rande aber in dem Kontext: In einer strukturschwachen Gegend ((sehr) niedrige Immobilienpreise) würde ich den Erwerb von Wohneigentum noch kritischer prüfen als ohnehin immer schon ...

    Wenn man sicher weiß, daß man dort den Rest seines Lebens verbringen wird (und ggf. auch da gepflegt wird bzw. da stirbt) ist das kein (finanzielles) Problem. Wenn man aber eine solche Immobilie irgendwann verkaufen muß oder will, dann eher schon.



    Nur meine bescheidene ganz persönliche Meinung.

    Fuchs73


    Vielen Dank für Deine Erläuterungen in Nr. 72.


    Auch wenn ich Deinen Ansatz nichtsdestotrotz weiterhin nicht recht verstehe.


    Wenn ich in dem Bereich (Finanzen) etwas unternehme, dann immer mit der Absicht einen relevanten Impact auf meine Mittel bzw. mein Vermögen zu erzielen (in welcher Form auch immer - sei es bezüglich Rendite, Cashflow, Diversifikation, Reduzierung der Volatilität, Reduzierung von Risiken, steuerliche Überlegungen usw.). Welchen Impact sollte man mit einem Einsatz von 0,25% seiner freien Mittel erzielen können ... ?


    Dazu kommt aus meiner (diesbezüglich laienhaften; Stichwort: Bitcoin) Sicht:


    Als "Währung" funktioniert Bitcoin (noch; vermutlich nie ...) nicht - m. W. ist die Geldfunktion "Zahlungsmittel" (sprich Tauschfunktion) in praxi eher schwierig, umständlich sprich nicht flächendeckend gewährleistet, langsam usw. ... ?


    Warum sollte man auch mit einem "Geld" zahlen, daß (bislang jedenfalls, wenn auch unter großen Schwankungen) tendenziell immer wertvoller geworden ist (im Vergleich zu den Papiergeldwährungen) ? Allein schon, weil es nicht "inflationär" (beliebig aus dem Nix vermehrbare Geldmenge) sondern "deflationär" (von Anbeginn auf eine max. Menge/Anzahl begrenzt) konzipiert ist ... !?


    Für das Bezahlen sprich alle Zahlvorgänge verwendet man vor diesem Hintergrund besser das staatliche Papiergeld sprich "Schwundgeld" (beispielsweise den Euro) und hortet eher Bitcoin - in der Erwartung/Hoffnung, daß dieser weiterhin im Wert steigt ... ?! Scheint mir zumindest der logische Ansatz dahinter ... ? So ein Geld mag als "Wertspeicher" (oder Spekulation auf weitere Wertsteigerungen ?) dienen aber doch nicht als Währung zum Bezahlen im Alltag ... ?

    Für mich ist es eine Art digitales Gold.

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, daß Gold eine über viele Jahrtausende reichende Historie sowohl als Wertspeicher als auch als Währung hat - Bitcoin hat im Vergleich dazu erst eine "Historie" von einem einzigen Wimpernschlag ...


    Die Tiraden der besagten EZB Banker gegen Bitcoin sind mir (s. Nr. 66) - aus deren Sicht - jedenfalls bestens nachvollziehbar. Wäre ich in deren Lage (da sei Gott vor), müßte ich das wohl ähnlich sehen. Man kann eine neue (von Staaten, staatlichen Notenbanken aber auch anderen Banken völlig unabhängige) "Währung", die noch dazu auch die Geldunktion "Wertaufbewahrungsmittel" (den Schatzcharakter funktionierenden Geldes) bestens zu leisten scheint, doch unmöglich als "Konkurrenz" gebrauchen sprich tolerieren - wenn man selbst als EZB für eine Währung steht, die ständig gegen Bitcoin extrem (und auch gegen Gold massiv) devaluiert; und die man noch dazu seit 2010 sogar retten muß ... !?



    Nur meine ganz bescheidene persönliche (in dem Fall noch dazu laienhafte) Sicht.

    Gar kein Problem.

    Da bin ich mir nicht ganz so sicher bzw. dies widerspricht - jedenfalls teilweise - meiner Lebenserfahrung.

    Ihr lasst euch im Grundbuch zu jeweils 50% eintragen und bei einer Trennung verkauft ...

    Das fängt schon damit an, daß die wenigsten Trennungen auf einem konsensualen und auch noch gleichzeitigen Beschluß beider Partner beruhen ... Nicht selten (eher in der Regel) kann präziser muß man dann (bei/nach Trennung) von einer (mehr oder weniger) angespannten Atmosphäre ausgehen ...

    ... und bei einer Trennung verkauft entweder einer den Anteil an den anderen ...

    Wenn man denn sich über den Preis einig ist bzw. wird, der von dem einen an den anderen für dessen Anteil gezahlt werden soll ... (wenn dieser beispielsweise mit dem neuen Partner in das bislang gemeinsame Haus ziehen will ...)


    In der Zeit, in der ich mich mit dem ZVG (Zwangsversteigerungsgesetz) beschäftig habe (und teilweise auch selbst Objekte ersteigert hatte) entfiel ein relevanter Anteil der Zwangsversteigerungen auf die sog. Teilungsversteigerung "zum Zweck der Aufhebung der Gemeinschaft" - sprich auf eine "Gemeinschaft der Eigentümer" (wie Erbengemeinschaften aber insbesondere auch gemeinsam im Grundbuch eingetragenen Eheleute nach der Trennung/Scheidung (!)), die sich nicht einigen könnten).


    ... oder man verkauft die gesamte Immobilie an einen Dritten.

    Selbst in dieser weniger belasteten "neutralen" Konstellation (im Vergleich dazu, daß einer in der - einstmals gemeinsamen - Immobilie verbleibt; ggf. auch noch mit neuem Partner ...) war die konsensuale Einigung über den Verkaufspreis nicht selten "anspruchsvoll" bzw. "herausfordernd".


    Wird jeden Tag zigfach so gemacht.

    Das mag so sein. Dazu kann ich nix sagen bzw. dies nicht beurteilen.


    Zu den Zwangsversteigerungen in dem Fall den Teilungsversteigerungen habe ich aber zahlreiche eigene Beobachtungen und Erfahrungen gemacht.

    Was meine Traumimmobilie ist: sie muss zu mir passen bzw. Ich diese relativ wenig aufwendig meinen noch unbekannten Zukunftsszenarien anpassbar machen können.

    Die genau zu einer Person "passende Traumimmobilie" und "noch unbekannte Zukunftsszenarien" (Anzahl der Personen bzw. Kinder als Bewohner der Immobilie - um nur ein Beispiel zu nennen) - sind eine eher anspruchsvolle Konstellation ...


    Daher hierzu aus meiner Sicht

    Ich denke das wird mit meinem Startkapital natürlich nicht realisierbar sein da muss ich wohl noch etwas mehren und solange ich nicht weiß was ich will lasse ich auch meine Finger von einer Physischen Immobilie die mir am Ende mehr Arbeit/Kosten bereitet als ich tragen kann.

    ein ausdrückliches :thumbup:

    Ich werde mich noch ein Weilchen damit beschäftigen müssen.

    Ebenso ein ausdrückliches :thumbup:


    Aus meiner Sicht gilt das für das Thema "Immobilie" aber auch das Thema "private Finanzen" generell; ggf. in Verbindung mit einer Steigerung des Einkommens (Stichwort: Humankapital) sowie damit auch der Sparquote.

    Nur in der Zwischenzeit brauche ich ein Paar gute „Cash Cows“ 🫣 passives Einkommen (ETFs, Digitale Immobilien Investments mit kleinen Summen oder einfach ein Franchising als 2. Standbein) .

    Womit man bei dem strukturellen Grundproblem in solchen "Fällen" bzw. Konstellationen ist (Ansparprozess für einen geplanten Immobilienkauf) also wie Anlegen in der "Zwischenzeit" bis zum Immobilienkauf:


    "Gute Cashcows" (um Deiner Formulierung aufzugreifen) - Stichwort: ETFs - um (D)ein Beispiel zu nennen - gehören zwar (auf lange Sicht gesehen) zu den renditestarken Anlagen aber eben auch zu den risikoreichen sprich diese können "unterwegs" stark schwanken (bei einem weltweiten Aktien ETF ist ein (temporärer) Rückgang von 20 oder 25% etwas ganz Normales; in richtigen Krisen, wie sie alle paar Jahrzehnte passieren, kann es auch temporär 50% oder noch mehr mit den Kursen bergab gehen). Daher wird allgemein geraten hierfür einen Anlagehorizont von möglichst 15 Jahren + mitzubringen. Vereinfacht gesagt: Es wäre ziemlich "doof", wenn Dir in einigen Jahre "Deine Traumimmobilie" begegnet und da ausgerechnet dann Deine Aktien-ETFs gerade in einem Kursrutsch stecken (weil dies ja Dein Eigenkapital für den Immobilienkauf sein soll).


    Daher bleibt in der Regel in solchen Fällen nur das Ansparen via risikoarmer und auch zeitnah verfügbarer Anlagen, die dann aber eben auch deutlich weniger renditestark sind. Meist wird es dabei schon sehr anspruchsvoll sein wenigstens die Inflation auszugleichen (wenn es denn überhaupt gelingt). Bei einem eher knappen Budget für die Immobilienfinanzierung dürfte an dieser Vorgehensweise aber kaum ein Weg vorbeiführen (jedenfalls, wenn eine Immobilie später unbedingt gewünscht wird).


    Das kann in Fällen mit einem größeren Budget anders aussehen und/oder auch dann, wenn die Immobilie nur eine Option bzw. ein "Nice to have" darstellt.


    Kleiner Warnhinweis: Für so ein Projekt (eigene Immobilie) würde ich stets empfehlen sich eine Art "zeitliches Fenster" zu setzen (Du bist ja erst 31 Jahren "jung" ... !). Zum Beispiel fünf oder max. 10 Jahre, um das zu realisieren. Grund: Kenne genug Leute, die sehr lange nach ihrer "Traumimmobilie" gesucht aber diese eben doch nicht gefunden haben (oder nur solche Immobilien, die sie nicht finanzieren konnten; man könnte vielleicht auch sagen die Ansprüche passten nicht zum Budget ...). Am Ende hatten sie sehr lange Jahre ihr Geld zwar risikoarm aber auch renditearm angelegt - und auch keine Immobilie ...


    Auch sollte man generell immer bedenken, daß eine eigengenutzte Immobilie (selbst eine später dann abbezahlte sprich lastenfreie) zwar ein sinnvoller Baustein der Altersvorsorge sein kann (nicht kostenfreies (Stichwort: Instandhaltungen) aber immerhin mietfreies Wohnen im Alter - je nach Gegend bzw. Wohnort kann das eine Menge Geld wert sein ...) - aber eben nur "ein" Baustein (von hoffentlich mehreren). Von einer Immobilie kann man nämlich im Alter nix stückweise abbeißen. Ein grobes Konzept für die Altersvorsorge sollte man sich daher immer parallel zusammen basteln (sei es nun mit oder ohne eigene Immobilie). Zeit bis zum Ruhestand ist bei Dir ja noch mehr als genug vorhanden, um da etwas in Sachen Alterssicherung auf das "Gleis zu setzen".


    Dir wünsche ich gute Gedanken und ebensolche Finanz-Entscheidungen !


    Nur meine bescheidene ganz persönliche Meinung.

    PS: Eben erst Beitrag Nr. 1 gelesen. Welche Sinnhaftigkeit sich hinter einem "Investment" von ca. 0,25% der freien Mittel verbergen könnte, erschließt sich mir nicht (es sei denn der reine Spieltrieb - da gibt es aber, meines Erachtens, schönere, nettere und auch lohnendere Felder als ausgerechnet ein digitaler Bitcoin). Selbst wenn diese Spekulation aufginge, was soll das bringen ?


    Vermutlich war das eher als Scherzfrage zu verstehen.