Trade Republic Amundi Zusammenlegung ETF

  • Grundsätzlich Alles von Amundi verkaufen würde ich aber auch nicht.

    Ich denke es ist besser zu warten bis ich einen hohen 5-stelligen Betrag im ETF habe (bespare nur den aktuell von der Verschmelzung betroffenen von Amundi).

    Dann kann ich darüber entscheiden evtl. noch einen weiteren ETF zu besparen.

    Bis Mitte Februar sollte der ETF problemlos handelbar sein, so dass man das selbst managen kann. Kommen halt noch die Transaktionskosten zur Steuerzahlung dazu.

    Stand jetzt werde ich alles verkaufen und den von SPDR (IE00BFY0GT14) wählen!

  • Ich habe meine Anteile vorhin verkauft und werde zu einem anderen ETF wechseln.

    Allerdings bin ich etwas über die hohen Kosten verblüfft, die mir beim Verkauf (bei der ING) entstanden sind:

    Verkauft wurden 631 Stück, der Kurswert dafür betrug 12.189,93€.

    Und die ING Ordergebühr beim Verkauf beträgt 4,90€ + 0,25% vom Kurswert, aber immer maximal 69,90€ pro Order.

    Also 4,90€ + (0,0025 * 12.189,93€) und damit 35,37€ an Ordergebühr, die ich erwartet hätte.

    Und jetzt kommt das große ABER:

    Als Geldeingang auf meinem ING Verrechungskonto sind nicht die erwarteten 12.189,93€ abzüglich der Ordergebühr von 35,37€ angekommen (das wären dann ja 12.154,56€) sondern nur 11.823,79€ -> also eine Differenz von satten 357€.

    Kann mir jemand erklären, wo ich da einen Denkfehler in der Berechnung habe?

    Das wäre klasse!

    // Edit: Als Ergänzung dazu noch der Hinweis, dass es nach meinem Verständnis nicht an der abgeführten Kapitalertragssteuer liegen dürfte, da noch ein ausreichend hoher Freistellungsauftrag (500€) in meinem ING Konto hinterlegt war. Vielleicht rechne ich auch falsch, aber ich habe den Kursgewinn (2.489,93€) * 0,7 * 0,26375 multipliziert und hätte somit eine Steuer in Höhe von 459,70€ erwartet, die durch den Freistellungsauftrag abgedeckt wäre.

  • Ja, so kann man das sagen: alles von Luxemburg, weg nach Irland.

    Soll das alle Amundi ETFs betreffen? Habe noch nennenswerte Anteile des "berühmten" ETF018, welcher bereits vor einiger Zeit von Lyxor nach Amundi übertragen wurde. Das Fondsdomizil ist aktuell Luxemburg. Es würde mich in der Tat ziemlich ank.tzen, falls ich hier zu einem steuerpflichtigen Verkauf genötigt würde.

  • Soll das alle Amundi ETFs betreffen? Habe noch nennenswerte Anteile des "berühmten" ETF018, welcher bereits vor einiger Zeit von Lyxor nach Amundi übertragen wurde. Das Fondsdomizil ist aktuell Luxemburg. Es würde mich in der Tat ziemlich ank.tzen, falls ich hier zu einem steuerpflichtigen Verkauf genötigt würde.

    Kommt auch auf den Aufbau des ETF an. Irland macht natürlich bei physischen ETF mit hohem US-Aktienanteil Sinn, da es Vorteile bei der US Quellensteuer gibt.

    Bei ETF die per Swap-Konstrukt aufgebaut sind, spielt das aber keine Rolle.

    Eine Garantie das ein ETF über 50+ Jahre bestehen bleibt hat man aber ohnehin nicht. Aber was Amundi da treibt ist natürlich echt blöd für uns Privatanleger.

  • Kommt auch auf den Aufbau des ETF an. Irland macht natürlich bei physischen ETF mit hohem US-Aktienanteil Sinn, da es Vorteile bei der US Quellensteuer gibt.

    Bei ETF die per Swap-Konstrukt aufgebaut sind, spielt das aber keine Rolle.

    Eine Garantie das ein ETF über 50+ Jahre bestehen bleibt hat man aber ohnehin nicht. Aber was Amundi da treibt ist natürlich echt blöd für uns Privatanleger.

    Der ETF018 ist voll synthetisch, somit besteht wohl Hoffnung, dass er in LU bleibt. Zumal er ja bereits vor nicht zu langer Zeit mit dem Lyxor verschmolzen wurde. Die können ja nicht alle Nas' lang was umswitchen ...

  • Macht also 1.500€ x 0,7 x 26,375% = 276,94 € Steuern die fällig werden.

    Das kann ggf. noch etwas mehr werden, wenn Du Kirchensteuer zahlst. Es werden ggf. gezahlte Vorabpauschalen aus 2024 auf den ETF wieder gegengerechnet.

    Achtung Wichtig: Der notwendige Steuerbetrag muss auf Deinem Verrechnungskonto vorhanden sein. GGf. fallen sonst noch Kosten für Dispo an, wenn das Konto nicht gedeckt ist.

    Hallo liebe Community,

    zu der untersten Aussage "Achtung Wichtig" hätte ich eine Rückfrage.

    Verstehe ich das richtig, wenn ich jetzt abwarte bis Amundi den ETF im Februar liqudiert, dann wird die Steuer vom Verrechnung abgezogen und nicht direkt von den Gewinnen des ETFs, die bei Verkauf realisiert werden?

    Kann ich die Abbuchung vom Verrechnungskonto denn umgehen indem ich den ETF vorher verkaufe? Wird die Steuer dann vom Gewinn abgezogen und nicht vom Verrechnungskonto?

    Ich dachte bisher immer die Steuern gehen direkt vom Gewinn runter.

    Lieben Dank für eure Rückmeldungen.

  • Und jetzt kommt das große ABER:


    Als Geldeingang auf meinem ING Verrechungskonto sind nicht die erwarteten 12.189,93€ abzüglich der Ordergebühr von 35,37€ angekommen (das wären dann ja 12.154,56€) sondern nur 11.823,79€ -> also eine Differenz von satten 357€.


    Kann mir jemand erklären, wo ich da einen Denkfehler in der Berechnung habe?


    Das wäre klasse!


    // Edit: Als Ergänzung dazu noch der Hinweis, dass es nach meinem Verständnis nicht an der abgeführten Kapitalertragssteuer liegen dürfte, da noch ein ausreichend hoher Freistellungsauftrag (500€) in meinem ING Konto hinterlegt war. Vielleicht rechne ich auch falsch, aber ich habe den Kursgewinn (2.489,93€) * 0,7 * 0,26375 multipliziert und hätte somit eine Steuer in Höhe von 459,70€ erwartet, die durch den Freistellungsauftrag abgedeckt wäre.

    Dein Denkfehler: Ein Freistellungsauftrag stellt Gewinne in entsprechender Höhe frei. Nicht Steuern!

    Demnach bleibt als zu versteuernder Gewinn 2.489,93 - 500 =1.989,93 €

    1.989,93 € * 0,70 * 0,26375 = 367,39 € Steuern

    Dass bei dir (jetzt) weniger Steuern angefallen sind, liegt wahrscheinlich an der bereits einbehaltenen Vorabpauschale für 2024 und ggf. 2023.

  • Vielleicht rechne ich auch falsch, aber ich habe den Kursgewinn (2.489,93€) * 0,7 * 0,26375 multipliziert und hätte somit eine Steuer in Höhe von 459,70€ erwartet, die durch den Freistellungsauftrag abgedeckt wäre.

    Der freistellungssauftrag bezieht sich auf den Gewinn, nicht suf die Steuer.

    Du stellst also bei einem Freistellungsauftrag von 500€ genau 500€ des Steuerbelasteten Gewinns frei. Darauf entfällt keine Abgeltungssteuer.

    Nun ist der ETF nicht irgendein ETF sondern ein Aktien-ETF und hat damit eine Teilfreistellungsquote von 30%. Sprich nur 70% des Ertrags werden zur Steuer herangezogen.

    Möchtest du also herausfinden wie hoch deine Steuerlast bei einem Gewinn von 2.489,93€ und Freistellung von 500€ ist (ohne die Vorabpauschale zu berücksichtigen), dann rechnen wir:

    2.489,93€ * 70% (1 - 30% TFQ) = 1.742,95€ Steuerbemessungsgrundlage vor Freistellung.

    1.742,95 - 500€ Freistellung = 1.242,95 € Steuerbemessungsgrundlage nach Freistellung.

    1.242,95 € * 0,26375 (Kapitalertragssteuer +Soli) = 327,828 € Steuern

    Wenn du da nun noch deine Order-Gebühren drauf schlägst, müsste es ja halbwegs passen.

  • Für die Zukunft hätte ich nun gerne eine ETF bei dem ich auch in den nächsten 40 Jahren unrealisierte Gewinne nicht vorzeitig versteuern muss (Zusammenlegung, Auflösung).

    Wenn ich die vorigen Posts richtig intepretiere, werde ich da nie Gewissheit haben. Ich kann nur auf das folgende Achten.
    Großes Fondvolumen.
    Einen ETF-Anbieter nehmen der in der Verganenheit nicht negativ aufgefallen ist und hoffen dass der sich auch in der Zukunft ähnlich verhält. Amundi ist dann wohl schon öfter durch Zusammenlegungen aufgefallen.

    Genau. Die Garantie, dass ein Fonds die nächsten 40 Jahre (oder auch nur die nächsten 5 Jahre) bestehen bleiben wird, gibt Dir keiner.

    Es gab hier schon Leute, die überlegt haben, aus diesem Grund mehrere ETFs parallel zu besparen (dann trifft es zumindest nicht das ganze Vermögen, wenn einer steuerschädlich verschmolzen / aufgelöst wird). Aber das macht das Depot natürlich unübersichtlicher.

  • Spannend! dein Beitrag hat sich mit meinem während des tippens überschnitten. Eine gute Gelegenheit, um nochmal zu schauen, ob zuerst die TFQ, oder der Freistellungsauftrag greift.

    Erst die 30-prozentige Teilfreistellung, dann der Freistellungsauftrag (so jedenfalls die Abrechnungen der ING). Das ist ja auch folgerichtig: Die 30-prozentige Teilfreistellung sagt, wieviel überhaupt versteuert werden muss (= 70% des Gewinns), der Freistellungsauftrag kann ja notwendigerweise nur für Gewinne genutzt werden, die auch steuerpflichtig sind.

  • Erst die 30-prozentige Teilfreistellung, dann der Freistellungsauftrag (so jedenfalls die Abrechnungen der ING). Das ist ja auch folgerichtig: Die 30-prozentige Teilfreistellung sagt, wieviel überhaupt versteuert werden muss (= 70% des Gewinns), der Freistellungsauftrag kann ja notwendigerweise nur für Gewinne genutzt werden, die auch steuerpflichtig sind.

    Stimmt, so ergibt es absolut Sinn. Und die Rechnung von Alex777 ebenfalls.

  • Ich will meinen Amundi ETF welcher in meinem ING-Depot liegt jetzt auch verkaufen!

    Welchen Handelsplatz wählt man dafür am besten aus (Direkthandel, Xetra, Stuttgart etc.)?

    Du schaust dir beim Verkauf doch die laufenden Kurse an.

    Im Regelfall ist es unter Tage über den Direkthandel nicht teurer als an den Börsen.

    Und du sparst dir die zusätzliche Börsengebühr.

  • Limit-Typ für den Verkauf?

    -Order ohne Limit (Bestens)

    -Limit Order (Preis angeben den Sie für Ihren Verkauf mind. erhalten wollen)

    -Stop Loss Order (ohne Limit)

    -Dynamische Stop Loss Order (Trailing Stop)

    Gültigkeit für den Verkauf wählen?

    -Tagesende

    -Monatsende

    -Längstmöglich

  • Am besten immer (!!!) Limit Order, außer du hast ganz spezielle gründe, wieso es ein anderer Ordertyp sein muss. Tagsüber hast du während der XETRA-Handelszeit zwar eine sehr geringe Handelsspanne (Spread), aber das muss grade zu den Randzeiten (7:30 - 9, 17:30 - 23:00) nicht so ein. Mit Limit-Order gehst du auf nummer sicher, dass du keine Wunder erlebst, die dir vielleicht nicht so sehr gefallen werden.

    → Den Limit-Preis beim verkauf zur not einfach ein paar cent runter setzen, dann wird die order sehr zeitig ausgeführt.

    Gültigkeit Tagesende reicht aus, außer du hast ganz spezielle preisvorstellungen, die nicht sofort erfüllt werden können.

    Fragen rund um den Kauf und Verkauf von Wertpapieren – ING

  • Ist dieser hier auch betroffen?

    FR0010315770

    LYX0AG

    Wenn man nicht selbst verkauft muss man tatsächlich viel Geld aufs verrechnungskonto schieben?

    Kann ich das Übel etwas mildern wenn ich bevor ich den etf verkaufe einen China etf verkaufe der momentan einige Prozente im minus ist und somit mit den Gewinnen vom Amundi World etf verrechnet werden? So zahle ich auch weniger Steuer oder? Den China etf brauch ich nicht unbedingt :

    LU1900067940

    LYX013

    Auf was muss ich beim eventuellen Verkauf achten? Bei consors? Bestimmte Uhrzeiten und Einstellungen um so wenig Gebühren wie möglich zu bezahlen?