Flexible Stromtarife

  • Schade. Denn meistens hakt es weniger an der Technik und mehr an der Tatsache, dass netzdienliches Verhalten nicht wirklich honoriert wird.

    Das ist so - außer man hat schon einen dynamischen Stromtarif.
    Dass die Angaben bisher so unverbindlich sind, finde ich auch etwas seltsam. Vielleicht fehlen schlicht die Erfahrungswerte. Wie auch immer: Da es für mich keine Komforteinbußen gibt, nehme ich das Wagnis in Kauf. Vielleicht reicht's ja für einen Abend in einer guten Pizzeria.

    Zitat

    Wer zu Lastspitzen aus der PV laden könnte, wird der Allgemeinheit zuliebe abgeregelt und kann später zu 30c laden...

    Wenn im gesamten betrachteten Netz (zu) viel PV-Strom vorhanden ist, das Laden also netzdienlich wäre, dann denke ich schon, dass die Ladung gestartet wird und man somit aus der eigenen PV laden würde - was natürlich je nach Leistung der eigenen Anlage das Netz nur mittelbar entlasten würde (außer ich habe einen Denkfehler).

  • Weil halt die Realität ein bisschen komplexer ist. Speicher sind immer noch relativ teuer und müssen erstmal gebaut werden. Inklusive der entsprechenden Netzanschlüsse

    Schön wie die Propaganda der Netzbetreiber sich in den Köpfen festgesetzt hat. Schau dir mal deren Renditen an.

    Wir haben weitestgehend Planwirtschaft und Monopole in unserem Stromnetz. Gäbe es so was wie Wettbewerb und würden wir die Wahnvorstellung aufgeben, dass Strom an jedem Ort in Deutschland zu jeden Zeitpunkt gleich viel kostet, hätten wir einen Großteil der Probleme nicht.

    Es gibt nen Haufen Länder mit größerem EEG Anteil und deutlich geringeren Stromkosten. Das sollte einem zudenken geben bevor man Propaganda nacherzählt.

  • Schön wie die Propaganda der Netzbetreiber sich in den Köpfen festgesetzt hat. Schau dir mal deren Renditen an.

    Bei dir hat die grüne Propaganda offenbar gut verfangen. Wenn Stromspeicher automatisch Gelddruckmaschinen sind, warum haben wir dann nicht schon längst massenhaft? Und wenn EE so viel billiger ist als konventionelle Energie, warum dominiert EE nicht schon längst? Warum laufen jetzt im Hochsommer immer noch massenhaft Gas- und Kohlekraftwerke?

    Die Antwort findet sich darin, dass du den Rosinenpickern aufsitzt. Sonne und Wind sind nur günstig, wenn man die Zeiten betrachtet, in denen sie tatsächlich liefern. Für ein 24/7 System sieht das anders aus. Alles andere würde behaupten, dass sich im Markt die günstigere Lösung nicht durchsetzt

    Es gibt nen Haufen Länder mit größerem EEG Anteil und deutlich geringeren Stromkosten.

    Ja, Länder mit einer geeigneten Topographie für Wasserkraft. Die haben wir nicht und selbst wenn wir sie hätten...heute finden sich keine Mehrheiten dafür, Alpentäler zu überfluten.

    Welche Länder haben einen Anteil Sonne und Wind >80% und wie sind deren Börsenstrompreise? Denn die Abgaben auf Strom wären bei halb so teurem Strom ja nicht magischerweise verschwunden.

  • Wenn im gesamten betrachteten Netz (zu) viel PV-Strom vorhanden ist, das Laden also netzdienlich wäre, dann denke ich schon, dass die Ladung gestartet wird und man somit aus der eigenen PV laden würde - was natürlich je nach Leistung der eigenen Anlage das Netz nur mittelbar entlasten würde (außer ich habe einen Denkfehler).

    Die FAQ schreibt dazu:

    Falls PV-Überschussladen bei ihnen zuhause aktiviert ist, wird ihr Elektrofahrzeug weiterhin wie gewohnt laden, es kann allerdings zu entsprechenden Unterbrechungen durch die markt- und netzdienliche Optimierung kommen. Das bedeutet: Es kann vorkommen, dass das Fahrzeug zeitweise nicht lädt, obwohl PV Strom vorhanden wäre.

    Für die Optimierung der eigenen Stromkosten ist der letzte Satz Gift. Bei dem Preisunterschied zwischen Netz- und PV-Strom muss das auch gar nicht so arg häufig passieren, damit sich die Wirtschaftlichkeit ruiniert

  • Bei dir hat die grüne Propaganda offenbar gut verfangen. Wenn Stromspeicher automatisch Gelddruckmaschinen sind, warum haben wir dann nicht schon längst massenhaft? Und wenn EE so viel billiger ist als konventionelle Energie, warum dominiert EE nicht schon längst? Warum laufen jetzt im Hochsommer immer noch massenhaft Gas- und Kohlekraftwerke?

    Die Antwort findet sich darin, dass du den Rosinenpickern aufsitzt. Sonne und Wind sind nur günstig, wenn man die Zeiten betrachtet, in denen sie tatsächlich liefern. Für ein 24/7 System sieht das anders aus. Alles andere würde behaupten, dass sich im Markt die günstigere Lösung nicht durchsetzt

    Ja, Länder mit einer geeigneten Topographie für Wasserkraft. Die haben wir nicht und selbst wenn wir sie hätten...heute finden sich keine Mehrheiten dafür, Alpentäler zu überfluten.

    Welche Länder haben einen Anteil Sonne und Wind >80% und wie sind deren Börsenstrompreise? Denn die Abgaben auf Strom wären bei halb so teurem Strom ja nicht magischerweise verschwunden.

    Ernst gemeinte Frage:

    Wenn Energie rein technisch (fast) umsonst zu haben sein könnte: Welche gesellschaftspolitischen Konsequenzen hätte das? Wie wahrscheinlich ist es, dass das tatsächlich passieren würde?

  • Energiekonzerne hatten lange etwas gegen Erneuerbare. Dafür sehr viel übrig für Lobbyarbeit für alte Kraftwerke. Hätten sie damals schon Einsatz für Erneuerbare, für flexible Lösungen, für Speicherbau gezeigt, wäre D jetzt auf einem ganz anderen Level. Vom Fehlverhalten der Kanzlerin mal ganz abgesehen, die die deutsche Vorreiterrolle in Sachen Fotovoltaik mit ihrer Politik gecrasht hat.

    Wer mit Subventionen überholte Technik am Leben hält, hat kein Geld für Neues. Was einen aktuell fuchsig macht ist, dass es für viele Probleme schon Lösungen gibt. Die von PolitikerInnen und BürgerInnen ignoriert werden, weil es Neuland ist. Es sind einzelne Kommunen, die sich etwas trauen und belohnt werden.

  • Wenn Energie rein technisch (fast) umsonst zu haben sein könnte: Welche gesellschaftspolitischen Konsequenzen hätte das? Wie wahrscheinlich ist es, dass das tatsächlich passieren würde?

    Unwahrscheinlich. Sonne und Wind verschieben die Kosten vom Betrieb zu den Kapitalkosten. Das wird aber nicht dazu führen, dass Strom irgendwann spottbillig wird. Zumal zur reinen Erzeugung eben auch ein erheblicher Mehraufwand für die Netze gehört, der in den Betrachtungen gerne ignoriert wird.