Flexible Stromtarife

  • Mir ist aufgefallen, dass sich die Berechnung der günstigsten Flex-Stromtarife zwischen Finanztip, test.de, Check24 und Verivox z.T. erheblich unterscheiden. Während z.B. tibber bei Finanztip schlecht abschneidet, liegt es bei den übrigen Vergleichen weit oben. Umgekehrt kommen die von Finanztipp hochgelobten Anbieter Ostrom und naturstrom bei den anderen Portalen gar nicht vor.

    Welcher Vergleich ist nun der zuverlässigste??

  • Referat Janders 23. September 2025 um 19:39

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Finanztip gibt wahrscheinlich Qualitätskriterien Vorrang, die bei den anderen Vergleichsportalen nicht berücksichtigt werden.
    Finanztip ist unabhängig und verzichtet wir auf bezahlte Werbepartnerschaften.

    Bei den check24 und Verifox sind nie alle Anbieter gelistet.
    Beide haben kommerzielle Ansprüche, wollen also an dem Vergleich und nachfolgendem Abschluß Geld verdienen.

    Ich sehe Finanztip und Stiftung Warentest ehrlicher, also zuverlässiger.

  • Finanztip gibt wahrscheinlich Qualitätskriterien Vorrang, die bei den anderen Vergleichsportalen nicht berücksichtigt werden.
    Finanztip ist unabhängig und verzichtet auf bezahlte Werbepartnerschaften.

    ... außer auf affiliate links ... :)

    Die üblichen Vergleichsportale sind von der Handhabung her einfach, deswegen werden sie viel genutzt. Speziell besonders günstige Angebote tauchen dort manchmal nicht auf, wohl aus verschiedenen Gründen nicht. Da stellt sich dann die Frage für den prospektiven Kunden, wie er diese besonders günstigen Angebote finden kann. :)

  • Man kann unten bei Check24 die nicht gelisteten Anbieter anzeigen lassen, um dann direkt auf der Internetseite zu schauen.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Das sind dann die Anbieter, die Check24 zwar kennt, aber aussortiert hat. Es könnte trotzdem andere Anbieter geben, die Check24 nicht auflistet, aus welchem Grund auch immer.

  • Hallo zusammen, wir sprechen hier also von unserem neuen Vergleich dynamischer Stromtarife: https://www.finanztip.de/stromtarife/dy…rife-vergleich/

    Die Erklärung: Wir bei Finanztip bewerten und vergleichen die dynamischen Tarife ausschließlich anhand der Kosten, die direkt beim Anbieter entstehen und an ihn fließen. Diese Anbieterkosten sind der einzige Preisbestandteil, durch den sich die dynamischen Stromtarife preislich voneinander unterscheiden. Denn der Rest des Strompreises ist bei allen Tarifen gleich hoch und nicht durch den Anbieter beeinflussbar.

    Die Vergleichsportale Check24 und Verivox verfügen nicht über eine solche Vergleichsfunktion. Stattdessen zeigen die Portale einen Aktionspreis an, der ausschließlich für den ersten Vertragsmonat gilt. Ab dem zweiten Monat gilt dann der dynamische Preis, wobei Verivox dafür gar keinen Preis anzeigt und Check24 einen geschätzten Gesamtpreis, nach dem sich jedoch nicht sortieren lässt und der auf verschiedenen Annahmen beruht.

    Viele Grüße, Benjamin

    Finanztip-Experte für Energie

  • https://www.focus.de/earth/das-ist-…9824402b08.html (29.04.2026)

    https://www.bild.de/politik/auslan…f919872ba012bdd (28.04.2026)

    Zitat

    Berlin – Kaum scheint die Sonne kräftiger und länger, produziert Deutschland mehr Strom, als es selbst verbraucht. So wie am vergangenen Wochenende: Da lieferten Solaranlagen so viel Ökostrom, dass er ins Ausland verschenkt werden musste. Und obendrauf gab es sogar noch eine satte Prämie – überwiesen von den deutschen Steuerzahlern.

    ...

    Und unsere Nachbarn sagen Dankeschön: Österreich und die Schweiz pumpen mit dem billigen bzw. bezuschussten deutschen Strom Wasser in ihre Bergseen. Später, wenn wir ihn brauchen, verkaufen sie dank ihrer Pumpspeicherkraftwerke denselben Strom wieder teuer zurück.

    ...

    Tatsächlich: Von den Ultra-Niedrigpreisen profitieren können bislang nur sehr wenige Verbraucher mit einem dynamischen Stromtarif. Dafür braucht es aber einen intelligenten Stromzähler (Smart Meter) – und bei deren Installation hinkt Deutschland noch weit hinterher, nutzt weiter Stromzähler „aus dem letzten Jahrhundert“ (Hirth).


    Wobei ich eine stabile Versorgung für sinnvoller halte, als Flex-Tarife mit "Market-Timing"


    Dazu noch ein anderer Artikel vom 18.04.2026

    https://www.focus.de/earth/briten-r…c00af78054.html

  • Wobei ich eine stabile Versorgung für sinnvoller halte, als Flex-Tarife mit "Market-Timing"

    Das ist nicht mit der Idee kompatibel, dass wir die fossilen Kraftwerke abschalten und der Strom zukünftig aus Wind und Sonne kommt. Der Verbrauch wird sich zukünftig an die Produktion anpassen müssen und mit Millionen fahrender Akkus auf den Straßen gibt es einen guten Hebel dafür

    Die negativen Strompreise sind aber ein Artefakt fehlgeleiteter Förderung, kein originäres Problem von EE. In einem normalen Markt würde man einfach den Knopf drücken und die PV abregeln, sobald der Strompreis auf 0 fällt. Wenn man bei tiefroten Preisen aber genau die gleichen 8c/kWh bekommt, wie bei hohen Strompreisen...dann laufen die Anlagen halt durch. Man hat mit der letzten EEG-Novelle versucht, das Problem anzugehen. Dabei ist man aber auf halbem Weg stehen geblieben, denn die Anlagen werden bei negativen Preisen jetzt nicht vergütet, von Negativpreisen geschützt bleiben sie aber weiterhin und speisen fröhlich ein. Marktpreise transportieren Information und wenn der Staat in die Preise eingreift, verändert er auch die Ergebnisse.

  • Die negativen Strompreise sind aber ein Artefakt fehlgeleiteter Förderung,
    In einem normalen Markt würde man einfach den Knopf drücken und die PV abregeln, sobald der Strompreis auf 0 fällt.

    Wenn man bei tiefroten Preisen aber genau die gleichen 8c/kWh bekommt, wie bei hohen Strompreisen...dann laufen die Anlagen halt durch.

    PV haben keine laufende Betriebskosten.
    Erzeugung und vorallem Verteilung + Abtransport passen eben nicht zusammen.

  • PV haben keine laufende Betriebskosten.

    Das ist erstmal irrelevant. Wenn der Betreiber einer PV den Spotpreis, z.B. -400€/MWh = -40c/kWh gestern, spüren würde, wäre sehr schnell eine Abregelung bei negativem Strompreis installiert. Technisch ist das ja kein Problem. Wenn er aber stattdessen 8c bekommt, wird er natürlich produzieren und das Problem externalisieren. Es sind einfach die falschen Anreize, weil der Staat den Preis vorgibt und nicht Angebot und Nachfrage. Dass wir Verteilprobleme Nord-Süd haben, kommt noch dazu.

    Wir müssen bei EE dringend in Richtung echter Marktpreise kommen. Da kann auch keiner ehrlich was dagegen haben. Wer glaubt, dass der EE-Strom dringend benötigt wird, muss auch glauben, dass sich der Bedarf in hohen Spotmarktpreisen widerspiegelt. Und wer glaubt, dass EE-Strom eh überflüssig ist...

  • Könntest du bitte auch Artikel von seriösen Presseorganen als Quellen verwenden? Diese reißerischen Überschriften, gepaart mit Halbwahrheiten und tendenziöser Berichterstattung taugen nicht als Diskussionsgrundlage.

  • Könntest du bitte auch Artikel von seriösen Presseorganen als Quellen verwenden? Diese reißerischen Überschriften, gepaart mit Halbwahrheiten und tendenziöser Berichterstattung taugen nicht als Diskussionsgrundlage.

    Vor allem hat das nichts in einem Finanzforum zu suchen.

    Es steckt doch System dahinter, wenn man ein Forum mit sowas flutet.

  • Könntest du bitte auch Artikel von seriösen Presseorganen als Quellen verwenden? Diese reißerischen Überschriften, gepaart mit Halbwahrheiten und tendenziöser Berichterstattung taugen nicht als Diskussionsgrundlage.

    Wen siehst Du denn als "seriöser" an? Vielleicht das Handelsblatt? :

    https://www.msn.com/de-de/finanzen…nte/ar-AA22mh22

    Oder hier von der tagesschau :

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ver…ergien-100.html

    Und welchen Inhalt von den anderen zitierten Quellen siehst Du denn als "Halbwahrheit" oder als "tendenziös" an? Pauschale Verurteilung taugen allerdings nicht als Diskussionsgrundlage. Relevant ist letztendlich, ob/dass der Strompreis negativ wird. Und das kann auch hier abgelesen werden: https://www.agora-energiewende.de/daten-tools/ag….05.2026/hourly .

    Vor allem hat das nichts in einem Finanzforum zu suchen.

    Es steckt doch System dahinter, wenn man ein Forum mit sowas flutet.

    Der Strompreis hat nix in einem Forum für Finanzen in einer Rubrik "Strom & Heizung" zu suchen? Ausserdem geht es in den zitierten Artikell um die vom OP genannten Flextarife für Strom und ob bzw. wie sie Stromerzeugungsspitzen/-Überhänge vermeiden können.

    Einmal editiert, zuletzt von KaffeeOderTee (6. Mai 2026 um 00:18)

  • Das ist nicht mit der Idee kompatibel, dass wir die fossilen Kraftwerke abschalten und der Strom zukünftig aus Wind und Sonne kommt. Der Verbrauch wird sich zukünftig an die Produktion anpassen müssen und mit Millionen fahrender Akkus auf den Straßen gibt es einen guten Hebel dafür

    Die negativen Strompreise sind aber ein Artefakt fehlgeleiteter Förderung, kein originäres Problem von EE. In einem normalen Markt würde man einfach den Knopf drücken und die PV abregeln, sobald der Strompreis auf 0 fällt. Wenn man bei tiefroten Preisen aber genau die gleichen 8c/kWh bekommt, wie bei hohen Strompreisen...dann laufen die Anlagen halt durch. Man hat mit der letzten EEG-Novelle versucht, das Problem anzugehen. Dabei ist man aber auf halbem Weg stehen geblieben, denn die Anlagen werden bei negativen Preisen jetzt nicht vergütet, von Negativpreisen geschützt bleiben sie aber weiterhin und speisen fröhlich ein. Marktpreise transportieren Information und wenn der Staat in die Preise eingreift, verändert er auch die Ergebnisse.

    Darauf wird auch hier Bezug genommen:

    https://www.berliner-zeitung.de/article/stromp…n-euro-10034388

    u.a.:

    Zitat

    Ökonom: Politik für negative Strompreise verantwortlich

    Aus Sicht des Energieexperten Lion Hirth ist der negative Strompreis vom 1. Mai ein „Warnsignal“. Bei solch einem Preis „sollten eigentlich mehr Solaranlagen abschalten“, sagt der Professor für Energiepolitik an der Hertie School in Berlin auf Anfrage. „Technisch ist das ohne Weiteres möglich, aber viele Solaranlagen erhalten eine staatliche Subvention, sodass sie selbst bei solchen Börsenstrompreisen weiter Geld verdienen und einspeisen.“ Gleichzeitig brauche es „mehr Großbatterien, die den Überschussstrom aufnehmen können, und mehr intelligente Stromverbraucher, sodass beispielsweise Elektroautos automatisch mittags laden“. Damit Erzeugung und Verbrauch auch geografisch zusammenpassen, müsse der Börsenstromhandel regional organisiert werden.

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