Flexible Stromtarife

  • Du ignorierst, dass wir bereits regelmäßig "über Bedarf" (komische Formulierung) EE haben, diese regelmäßig drosseln

    Ich ignoriere nichts, das ist genau die erste Stufe des von mir beschriebenen Problems. Wir haben bereits jetzt über 120GWp an PV-Leistung, grob das doppelte der typischen Last. Und an langen und sonnigen Tagen produzieren die natürlich sehr viel mehr als man braucht. Diese Leistung soll bis 2030 auf 215GWp steigen und bis 2040 auf 400GWp. Was das bei für den Strommarkt bedeutet, kann man sich vorstellen. Auch bei steigendem Strombedarf. Und wenn du da mit Speichern was reißen willst, musst du in Terrawattstunden rechnen. Zur Einordnung...Pump- und Batteriespeicher liegen aktuell bei rund 60GWh=0,06TWh.

    Es ist nicht die Schuld von Reiche, Habeck oder jemand, der das Ministerium vorher hatte. Das Problem liegt im Kern von Sonne und Wind. Eine nicht steuerbare Produktion, hohe Gleichzeitigkeit über Tagesgang und Saisonalität. Das System läuft aktuell, weil man massiv Subventionen ausschüttet und gleichzeitig ein EE-Netz und ein fossiles Netz hält. Ein EE-Netz trägt sich nicht alleine

  • Unsere Empfehlungen zu diesem Thema

    Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos

    Von unseren Finanztip-Experten getestet

    Was Finanztip ausmacht
    Finanztip Bewertungen
  • Wir brauchen (noch) Fossil um Dunkelflauten/Winter zu überbrücken und eine staatliche Förderung für die etlichen theoretisch vorhanden Möglichkeiten Großspeicher zu bauen die sich im Gegensatz zu Akkus eignen um PV auch für den Winter zu speichern... Es ist langfristig deutlich billiger im Sommer eine "über Produktion" an PV+Windkraft zu haben und diese in den Winter zu retten, als für den Winter Gaskraftwerke zu errichten, die dann um die sowieso schon knappe Ressource zum Heizen konkurrieren.

    An der Stelle bin ich sehr skeptisch. Strom vom Sommer in den Winter zu retten ist ökonomisch fast unmöglich. Die einzige skalierbare Technologie hierfür wäre Wasserstoff. Bevor Wasserstoff zur Verstromung genutzt wird, ist es allemal effizienter, erstmal die Stahlindustrie auf Wasserstoff umzustellen.

    Das ist ein fernes Zukunftsszenario. Bis dahin werden fossile Energieträger gebraucht, die vielleicht nicht mehr Tag und Nacht, aber die Dunkelflaute uberbrücken müssen. Und alleine die Bereitstellung kostet Geld, dass man den Erneuerbaren durchaus zurechnen muss.

    Es hat ja seinen Grund, warum auch Habeck Gaskraftwerke errichten lassen wollte.

    Aber was heißt die Erkenntnis für 2026? Nix! Erneuerbare müssen trotzdem ausgebaut werden, Netze und Speichermöglichkeiten auch. Wir sollten endlich unser Stromnetz in flexible Preiszonen unterteilen. Und dann müssen wir ein bisschen auf Sicht fahren, wo wir raus kommen.

  • Strom vom Sommer in den Winter zu retten ist ökonomisch fast unmöglich. Die einzige skalierbare Technologie hierfür wäre Wasserstoff.

    Wie kommst du zu dieser steilen These? Pumpspeicherwerke bspw sind zwar relativ teuer beim Bau aber im Betrieb weit unter jedem fossilen Kraftwerk.

    Ich halte Wasserstoff zur Stromproduktion für das normale Stromnetz für einen fatalen Irrweg. Wir werden Unmengen Wasserstoff an Orten benötigen an denen es kein Netz gibt und allein diese Mengen bereitzustellen wird schon ein Kraftakt. Das ganze Gelaber von wegen Gaskraftwerken die man angeblich auf Wasserstoff umrüsten wird ist IMO völliger Quatsch (Ausnahme: Wir finden tatsächlich große Wasserstoff Quellen die sich wie Erdgas fördern lassen, glaube ich eher nicht dran aber ich erwähne es mal der Vollständigkeit halber). Ebenso wie Wasserstoff Autos völliger Quatsch sind.

  • Wie kommst du zu dieser steilen These? Pumpspeicherwerke bspw sind zwar relativ teuer beim Bau aber im Betrieb weit unter jedem fossilen Kraftwerk.

    Ich halte Wasserstoff zur Stromproduktion für das normale Stromnetz für einen fatalen Irrweg. Wir werden Unmengen Wasserstoff an Orten benötigen an denen es kein Netz gibt und allein diese Mengen bereitzustellen wird schon ein Kraftakt. Das ganze Gelaber von wegen Gaskraftwerken die man angeblich auf Wasserstoff umrüsten wird ist IMO völliger Quatsch (Ausnahme: Wir finden tatsächlich große Wasserstoff Quellen die sich wie Erdgas fördern lassen, glaube ich eher nicht dran aber ich erwähne es mal der Vollständigkeit halber). Ebenso wie Wasserstoff Autos völliger Quatsch sind.

    Potentielle Energie= m*g*h.... Da ist kein ^2 drin, wie bspw. bei kinetischer Energie. Überschlag doch mal, wie viel Liter Wasser in welcher Höhe man denn so braucht, um wesentliche Mengen Lageenergie für eine saisonale Speicherung zu verwenden. Und saisonal ist sowieso albern... Dann hast Du einen riesigen (räumlich) Energiespeicher, mit unfassbar vielen Pumpen/Turbinen für die notwendige Leistung für einen Lade- und Entladezyklus pro Jahr. Wozu eigentlich? Im Winter weht auch Wind.

    Wasserstoff ist der aktuell einzige Energiespeicher, der die notwendige Energiedichte und Menge für eine saisonale Speicherung bieten würde. Und da hast Du ja bereits erkannt, wie ineffzient das zur Verstromung ist.

  • Wir werden Unmengen Wasserstoff an Orten benötigen an denen es kein Netz gibt

    Selbst da gibt es mitlerweile bessere Ideen die man kaufen kann.


    Wasserstoff wird als Ersatz für gas in der Industrie benötigt, als Ersatz für Kohle & Koks in der Stahl Produktion z.b.

    Man kann damit Ammoniak herstellen, einen Grundstoff für Dünger & Pharma,

    in der Schifffahrt kann hiermit auch Diesel und schweröl eingespart werden.



    Der einsatzweck für schnöden Strom, Wärme oder PKWs halte ich für einen Irrweg. Dann doch eher noch Busse oder Züge wo Batterien nicht möglich sind…



    Für Pumpspeicherwerke bietet Europa insgesamt topographisch nur wenige sinnvolle Orte.

  • Wie kommst du zu dieser steilen These? Pumpspeicherwerke bspw sind zwar relativ teuer beim Bau aber im Betrieb weit unter jedem fossilen Kraftwerk.

    Die gesamte Pumpspeicherung in Deutschland liegt bei rund 40GWh. Wir haben im Land eine Last zwischen 60GW tagsüber und 40GW nachts. Oder anders ausgedrückt...die komplette Pumpspeicherung auf einmal reicht maximal eine Stunde. Strom im großen Stil vom Sommer in den Winter zu verschieben kannst du damit vergessen.

    Ich halte Wasserstoff zur Stromproduktion für das normale Stromnetz für einen fatalen Irrweg.

    An Wasserstoff bzw. Wasserstoffderivaten wird man für Saisonspeicher beim aktuellen Stand der Technik kaum vorbeikommen. Alles andere skaliert nämlich schlecht. Und wir haben jede Menge Gasspeicher, die man problemlos mit künstlichem Methan füllen kann.

    Sobald wir über den Horizont von wenigen Tagen blicken, ist auch mit Redox-Flow und ähnlichem nicht mehr viel zu reißen.

    Wir werden Unmengen Wasserstoff an Orten benötigen an denen es kein Netz gibt und allein diese Mengen bereitzustellen wird schon ein Kraftakt.

    Merkst du das Problem?