Starthilfe beim Thema Geldanlage

  • Wenn man (so wie wir) monatlich einen Betrag in der Größenordnung des Kindergelds anlegt, kann da bis zum 18. Geburtstag durchaus ein sechsstelliger Depotwert zusammenkommen. Das ist keine Summe, die ich einem frisch 18-Jährigen dann-nicht-mehr-Kind einfach so zur Verfügung stellen möchte. Nicht nur, weil es möglicherweise das Geld für (in meinen Augen...) "Quatsch" raushaut, sondern auch, weil es einfach ein verdammt großer Betrag ist für jemanden, der gerade erst sein eigenes Leben anfängt aufzubauen und vielleicht ja auch gerne eigene "Erfolgserlebnisse" haben möchte in Sachen Geld.

    Das erscheint mir auch zu viel zum Verzocken. Wer als Eltern derart hohe Beträge zur Seite legen will, könnte auch über eine Splittung des Betrags nachdenken. Ein kleiner Betrag in ein echtes Kinderdepot und den größeren Teil im Elterndepot, um damit so teure Sachen wie Auslandssemester zu unterstützen. Aber die Möglichkeit zur Lernkurve so ab vielleicht 12 sollte man denke ich schon nutzen. Mir wären tatsächlich die 70 Euro auch schon an der oberen Grenze, weil da in der Regel noch Beträge von Großeltern und besonderen Anlässen hinzukommen können.

  • Das erscheint mir auch zu viel zum Verzocken. Wer als Eltern derart hohe Beträge zur Seite legen will, könnte auch über eine Splittung des Betrags nachdenken. Ein kleiner Betrag in ein echtes Kinderdepot und den größeren Teil im Elterndepot, um damit so teure Sachen wie Auslandssemester zu unterstützen. Aber die Möglichkeit zur Lernkurve so ab vielleicht 12 sollte man denke ich schon nutzen. Mir wären tatsächlich die 70 Euro auch schon an der oberen Grenze, weil da in der Regel noch Beträge von Großeltern und besonderen Anlässen hinzukommen können.

    Ja.. die Geldgeschenke..

    Also aktuell liegen im Kinderdepot ca. 3.000,- auf dem Tagesgeldkonto -> monatlich zahlen wir 70,- ein.. ich 50,- & meine Partnerin 20,-.

    70,- laufen monatlich in den FTSE All-World.

  • Das erscheint mir auch zu viel zum Verzocken. Wer als Eltern derart hohe Beträge zur Seite legen will, könnte auch über eine Splittung des Betrags nachdenken. Ein kleiner Betrag in ein echtes Kinderdepot und den größeren Teil im Elterndepot, um damit so teure Sachen wie Auslandssemester zu unterstützen. Aber die Möglichkeit zur Lernkurve so ab vielleicht 12 sollte man denke ich schon nutzen.

    Wir haben auch vor, beides zu kombinieren, wenn unser Kind noch etwas älter ist. Also dass er dann ein eigenes Girokonto / Tagesgeld / Depot auf seinen Namen bekommt, wo er eben in der Größenordnung Taschengeld bzw. Oma schenkt zu Weihnachten selbst Geld anlegen und darüber auch selbst bestimmen kann. Wenn er älter ist vielleicht auch mal selbstverdientes Geld vom Nebenjob. Vielleicht auch noch einen Zuschuss von uns für einen ETF-Sparplan auf seinen Namen.

    Aber das sind dann Größenordnungen, da ist es völlig in Ordnung, wenn er am 18. Geburtstag alleine drüber verfügen darf. Und da ist es auch völlig in Ordnung, wenn er davor schon (mit-)entscheidet und nicht nur "vernünftige" Ausgaben tätigt.

    Das Geld, was wir zusätzlich auf unseren Namen, aber für ihn bestimmt anlegen, davon weiß er gar nichts. Wann er das bekommt bzw. wofür es am Ende verwendet wird, werden wir sehen. Aber es geht da eben schon um Beträge, die weit über Taschengeld hinausgehen.

    Also aktuell liegen im Kinderdepot ca. 3.000,- auf dem Tagesgeldkonto -> monatlich zahlen wir 70,- ein.. ich 50,- & meine Partnerin 20,-.

    70,- laufen monatlich in den FTSE All-World.

    Wie alt ist denn das Kind? Bei einem kleineren Kind sehe ich, ehrlich gesagt, nicht so wirklich den Sinn hinter 3.000 EUR auf dem Tagesgeld. Da hat es (vermutlich) mehr davon, wenn das Geld die nächsten 18 Jahre in einem ETF wachsen kann.

    Aber das müsst ihr natürlich als Eltern gemeinsam entscheiden.

  • Ist Dir bewusst, dass bei dem Setting locker ein mittlerer 5stelliger Betrag rauskommen wird?

    Siehe hier, da kann man mit den Zahlen spielen: Fondsrechner zum Fondssparen

    Wir haben das mal grob überschlagen, bevor wir damit angefangen haben, und kamen zu dem Ergebnis, dass da bei unserem Anfangsbetrag plus Sparrate ein zu großer Betrag rauskäme, als dass wir ihn "einfach so" zum Stichtag 18. Geburtstag übergeben wollen würden... So fiel bei uns dann die Entscheidung der Anlage auf unseren Namen.

    Aber: Wir sind verheiratet. Wenn beide nicht verheiratet sind, ist es ggf. (auch steuerlich) komplizierter mit gemeinsamer Geldanlage.

  • Gut dass wir das thematisieren - vlt. haben wir da mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

    Ich hatte der kleinen 2.000,- überwiesen um ihr eine kleine Starthilfe zu geben - auch sie kann ja 2,5% Zinsen nutzen für 4 Monate. Der Rest sind Geldgeschenke.

    Vlt. sollten wir unsere Daueraufträge erstmal einstellen & das auf dem Tagesgeldkonto verfügbare Geld mit monatlich 70,- in den ETF einbringen - so lässt sich das Ganze ja etwas limitieren. Danach könnte man die Investitionsrate bspw. auf 50,- reduzieren.

    Hatte es für die Kleine nur gut gemeint.. ggf. etwas zu gut?! :D

  • Ja ... die Geldgeschenke ...

    Also aktuell liegen im Kinderdepot ca. 3.000,- auf dem Tagesgeldkonto -> monatlich zahlen wir 70,- ein.. ich 50,- & meine Partnerin 20,-.

    70,- laufen monatlich in den FTSE All-World.

    Wenn Du schon etwas für die Rentenlücke Deiner Säuglingstochter tun willst, solltest Du die Geldgeschenke nicht auf einem Tagesgeldkonto herumdümpeln lassen, sondern das Geld anlegen.

  • Ich hatte der kleinen 2.000,- überwiesen um ihr eine kleine Starthilfe zu geben - auch sie kann ja 2,5% Zinsen nutzen für 4 Monate.

    Ja, aber das Geld ist jetzt eben ihres, und ihr könnt es nicht wieder "zurückholen".

    Vlt. sollten wir unsere Daueraufträge erstmal einstellen & das auf dem Tagesgeldkonto verfügbare Geld mit monatlich 70,- in den ETF einbringen - so lässt sich das Ganze ja etwas limitieren.

    Hatte es für die Kleine nur gut gemeint.. ggf. etwas zu gut?!

    Man kann das schon so machen, euch sollte eben nur klar sein, was das bedeutet, und dass euer Kind ggf. mit 18 die alleinigen Zugangsdaten und Verfügungsmacht über ein fünfstelliges Depot bekommt, wenn ihr das so weitermacht (und dass das Geld umgekehrt für euch in der Zeit bis dahin, aber auch danach gesperrt und weg ist).

    Wie gesagt, ich würde vermutlich für ein kleines Kind, wenn das Geld "für später irgendwann als Erwachsener" gedacht ist, einen Großteil in einen marktbreiten Welt-Aktien-ETF anlegen (also sowas wie FTSE All World, MSCI ACWI etc.). Auf dem Tagesgeldkonto wird das Geld auf Dauer von der Inflation aufgefressen, zumal es nach den ersten 4 Monaten als Neukunde vermutlich nur noch deutlich niedrigere Zinsen gibt.

  • @Achim Weiss

    Ok, Einwand verstanden - das werde ich umsetzen!


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    Die 2.000,- zurückzuholen war nicht meine Intention.

    Werde das Geld vom Tagesgeldkonto investieren, die monatliche ETF-Rate auf 50,- reduzieren & den Zufluss von neuem Geld aufs Kinderdepot begrenzen bzw. erstmal stoppen!

  • Gut dass wir das thematisieren - vlt. haben wir da mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

    Ich hatte der kleinen 2.000,- überwiesen um ihr eine kleine Starthilfe zu geben - auch sie kann ja 2,5% Zinsen nutzen für 4 Monate. Der Rest sind Geldgeschenke.

    Vlt. sollten wir unsere Daueraufträge erstmal einstellen & das auf dem Tagesgeldkonto verfügbare Geld mit monatlich 70,- in den ETF einbringen - so lässt sich das Ganze ja etwas limitieren. Danach könnte man die Investitionsrate bspw. auf 50,- reduzieren.

    Hatte es für die Kleine nur gut gemeint.. ggf. etwas zu gut?! :D

    <3<3<3

  • Hallo zusammen,

    für eure Denkanstöße möchte ich mich erneut bedanken & ein kurzes Feedback geben.

    Ich habe ein kleines Einmalinvest in den Vanguard-ETF getätigt & investiere nun fortlaufend erst einmal 1.000,- monatlich für mind. ein halbes Jahr; werde dann perspektivisch mit ~700,- EUR monatl. fortfahren.

    Die knapp 3.000,- EUR auf dem Juniorkonto meiner Tochter sind ebenfalls investiert und werden per Sparrate mit 30,- (statt ursprünglich 70,-) monatl. fortgeführt.

    Nach einem neuen (Aktionszins-)Tagesgeldkonto schaue ich mich aktuell um.


    VG

  • Dankesehr. Einen Punkt habe noch vergessen:

    Bei meinem Versicherungsmann habe ich einen Termin vereinbart, um die Rentenversicherung zu kündigen. Das Kapital aus dem Rückkauf wird dann natürlich ebenfalls investiert.

    MAN kündigt Versicherungen nicht beim „VersicherungsMANN“ sondern sinnvollerweise schriftlich bei der Hauptverwaltung der Versicherung. Die Adresse steht auf allen Briefen diese Versicherung drauf.

    warum sage ich dir das: du solltest nicht zu so einem Menschen hingehen. Nachher überlegst du dir wieder alles oder noch schlimmer: du schließt wieder etwas Neues ab.
    Du hast es hier mit Profis zu tun und die verstehen ihr Geschäft.